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  • Battlestations: Midway im Gamezone-Test

    Mit diesem Titel beweist Eidos, dass auch komplexe Kriegsszenarien leicht zu bedienen sein können.

    Mit Battlestations Midway schickt uns Eidos ins Jahr 1942 zurück und lässt uns am Pazifikkrieg teilnehmen. Erzählt wird die Geschichte des Rekruten Henry Walker, allerdings schlüpfen wir nicht direkt in seine Rolle, sondern erleben viel mehr seine Geschichte aus der er schließlich als Held hervorgegangen ist. Aufgabe des Spielers in diesem recht einmaligen Mix aus Strategiespiel und Echtzeit-Action in den einzelnen Kapiteln die jeweiligen Kampfverbände zum Sieg zu führen, wobei wir Schiffe, Flugzeuge und U-Boote gleichzeitig befehligen und - was das Besondere an Battlestations Midway ist - auch jedes dieser Kriegsgeräte manuell Steuern können.

    Ein dicker Bomber Ein dicker Bomber Denn mit Battlestations Midway offeriert uns Eidos einen wahrlich einmaligen Mix, und es fällt schwer diesen Titel in eine Genre-Schublade zu stecken. Befehligt bzw. steuert man Anfangs meist noch nur eine einzige Einheit, die US-Kampagne des Spiels beginnen wir beispielsweise in einem kleinen Kampfschiff, steigert sich die Anzahl der verschiedenen Einheiten über die wir Gewalt haben recht schnell und schon bald sind wir mit ganzen Geschwadern oder Flottenverbänden in die Auseinandersetzungen involviert. Spätestens dann müssen wir taktieren, uns von Situation zu Situation entscheiden ob es besser ist die volle Kontrolle über eine einzige Einheit zu übernehmen, um beispielsweise ein Torpedo ganz gezielt nach unseren Wünschen auf den Weg zu bringen, oder ob wir lieber aus der taktischen Übersichtskarte heraus agieren und dort die Verbände befehligen. In der Praxis werden wir beides benutzen, also aus der Übersicht heraus die grundlegenden Bewegungs- und Angriffsbefehle geben, um zwischendrin selbst im Kampf mitzumischen. Bei größeren Verbänden jedoch, oder wenn wir einen Flugzeugträger mit in der Flotte haben, bleibt dafür kaum noch Zeit, weswegen wir viele der Befehle auch aus der Kampfansicht heraus geben können. So ist es möglich Schiffe zu einer Flotte zusammenzufassen oder Angriffsbefehle zu geben ohne die taktische Karte benutzen zu müssen.

    Die Einheiten

    Über den Wolken... Über den Wolken... Doch bevor wir zu sehr ins Detail geben, schauen wir uns erst einmal die Einheiten an die uns die US-Armee für unseren Kampf gegen die Japaner zur Verfügung stellt. Da wären zum ersten die diversen Flugzeuge, von Nahkampfjägern über Sturz- und Torpedobombern bis hin zu ausgewachsenen Flächenbombern ist alles vorhanden was wir zum Zerstören feindlicher Einheiten benötigen. Doch schon bei den Flugzeugen wird einem klar, dass es sich bei Battlestations Midway keinesfalls um eine Simulation handelt, denn die Bedienung des Kriegsgeräts ist sehr einfach gehalten, weswegen auch nur ganz wenige Instrumente ins Bild eingeblendet werden. Für die Flugzeuge kommen wir beispielsweise mit einem Höhenmesser aus, die Geschwindigkeit erkennen wir anhand des eingeblendeten Gashebels, und ansonsten gibt es nur die bei allen Einheiten vorhandene Statusanzeige, welche uns über den eigenen Schaden sowie dem am angepeilten Gegner informiert. Auch ist es nur schwer möglich das Flugzeug abschmieren zu lassen, insofern wir das Gas nicht komplett zurücknehmen, fällt es selbst bei den waaghalsigsten Flugmanövern nicht vom Himmel. Auch das Zielen mit dem Bordgeschütz ist nicht schwer, das Fadenkreuz informiert uns darüber ob wir das Ziel auf dem Korn haben oder nicht. Etwas anders, aber keinesfalls komplizierter, verhält es sich mit den Bomben. Ziehen wir die linke Schultertaste senkt sich unser Blick nach unten und wir sehen das Fadenkreuz für die Bombe, welche dann nur noch im rechten Augenblick ausgelöst werden will. Dabei müssen wir nur darauf achten nicht zu steil anzufliegen, denn dann kann sie sich nicht vom Flugzeug lösen. Torpedos hingegen mögen es nicht aus zu hoher Höhe oder mit zu hoher Geschwindigkeit auf das Wasser fallen gelassen zu werden, da sie in diesem Fall vorzeitig explodieren, weswegen man sie am besten mit gedrosselter Geschwindigkeit knapp über der Oberfläche ins Wasser gleiten lässt. Beachten wir diese Regeln, können schon wenige Torpedos einen Zerstörer sinken lassen.

    Ein Zerstörer im Kampf Ein Zerstörer im Kampf Womit wir bei der zweiten Waffengattung wären, den Schiffen. Dabei reicht die Palette von kleinen aber schon recht gut bewaffneten PTs, geht über Zerstörer und Schlachtschiffe bis hin zu kompletten Flugzeugträgern inklusive der darauf befindlichen Flugzeuge. Doch auch die Schiffe steuern sich relativ einfach, es genügt eine von vier Geschwindigkeiten vorzugeben und zu lenken, sowie zwischen den einzelnen Waffensystemen durchzuschalten um sie direkt bedienen zu können, wenn wir wollen. Um die jeweils anderen kümmert sich unsere Mannschaft, insofern wir ihr den Schussbefehl gegeben haben. Feuern wir selbst also Torpedos ab, kümmert sich die Flak automatisch um angreifende Flugzeuge und so weiter. Einzig bei einem Schaden, und den trägt man in der Hitze des Gefechts gerne davon, wird es hektisch, denn dann müssen wir schnellstmöglich ins Reparaturmenü und entscheiden welche Reparatur vorrang hat. Schicken wir also die gesammelte Mannschaft zum löschen eines Feuers, was dringen anzuraten ist, denn Feuer ist bekanntlich der größte Feind des Seemanns, zieht es doch unweigerlich weitere Schäden nach sich, können wir uns nicht um ein Leck kümmern und unser Schiff fasst immer mehr Wasser. Umgekehrt kann ein Maschinenschaden durchaus mal hinten angestellt werden, wobei aber zu beachten ist, dass uns der komplette Ausfall der Maschine stehen bleiben lässt, womit wir ein willkommenes Zielt für unsere Gegner darstellen. Klar, dass ein Schaden an den Waffen auch nicht zu verachten ist, denn wer nicht mehr schießen kann ist irgendwie fehl am Platz, zumindest im Krieg. Es liegt also an uns die Mannschaft bei der Reparatur möglichst schlau einzusetzen um nicht handlungsunfähig zu werden oder gar das eigene Schiff zu verlieren. Um gegen die Gefahr aus der Tiefe gewappnet zu sein, verfügen bestimmte Schiffe über ein Sonar, die einzige Möglichkeit U-Boote aufzuspüren.

    Die stärkste Kampfeinheit, der Flugzeugträger Die stärkste Kampfeinheit, der Flugzeugträger Die stärkste Kampfeinheit im ganzen Spiel stellt der Flugzeugträger dar. Mit ihm sind wir praktisch nie alleine unterwegs, er wird von wenigstens einem Kreuzer oder Zerstörer begleitet, denn seine Bordwaffen reichen kaum aus sich wirkungsvoll zu verteidigen. Dafür können wir von ihm aus bis zu vier Geschwader gleichzeitig in die Luft bringen, wovon jedes einzelne aus maximal fünf Flugzeugen bestehen kann, mit der Einschränkung, dass wir pro Träger nur maximal 15 Flugzeuge gleichzeitig starten können. Dafür verfügen wir über ein eigenes Menü, in dem wir die vier Geschwader zusammenstellen, also bestimmen welche Flugzeuge mit welcher Bewaffnung aufsteigen sollen. Besonders bei den Bombern und Torpedobombern kommt zum tragen, dass die Flugzeuge nicht über endlose Munitionsvorräte verfügen, ein Torpedobomber beispielsweise kann nur ein einziges Torpedo abwerfen, weswegen wir sie nach Abwurf dieser wieder möglichst schnell auf dem Träger landen lassen müssen. Sind die Flugzeuge erst einmal in der Luft, steuern sie sich genau so wie alle anderen Flugzeuge und wir können auch über sie jederzeit die direkte Kontrolle übernehmen.

    Blick durchs Seerohr Blick durchs Seerohr Dagegen meist alleine agiert man mit dem U-Boot, welches sich an der Oberfläche steuert wie die anderen Schiffe auch, aber natürlich erst im getauchten Zustand seine spezifischen Vorteile ausnutzen kann. Doch auch hier gilt, die Bedienung ist recht einfach ausgefallen. So kann unser U-Boot nur in drei Tiefen tauchen, wobei es sich bei der ersten um die Seerohrtiefe handelt. Dort verfügen wir nicht nur über den freien Blick darüber was an der Oberfläche geschieht, es ist auch die einzige Tiefe die uns erlaubt die Torpedos abzufeuern. Die tiefste Tiefe hingegen benutzen wir um dem feindlichen Sonar zu entgehen, zudem schaffen es die Wasserbomben nicht so tief runter. Allerdings können wir die maximale Tauchtiefe nur kurz benutzen, da zum einen unser U-Boot schaden nimmt, und wir zum anderen nur über einen begrenzten Luftvorrat verfügen. Geht dieser zur Neige, taucht das Boot automatisch auf um unsere Mannschaft nicht ersticken zu lassen. Dumm nur, wenn das mitten in oder vor einem feindlichen Flottenverband geschieht. Denn ist man erst einmal entdeckt worden, fällt die Flucht sehr schwer.

    Die Taktik

    Die taktische Übersicht Die taktische Übersicht Wie schon erwähnt können wir komplette Einsätze, bis auf wenige Ausnahmen wo uns das Spiel vorschreibt eine bestimmte Einheit benutzen zu müssen, aus der taktischen Übersichtskarte heraus lenken, ohne eine einzige Waffe selbst zu bedienen. Wir können Kurse über mehrere Punkte hin vorgeben, können Angriffs- und Verteidigungsbefehle geben sowie allgemeine Befehle festlegen. So ist es möglich einzelnen Einheiten oder Verbänden zu erlauben den Kurs bei einem Angriff zu verlassen um in eine effektivere Schussposition zu kommen, oder das automatische Ausweichen gegenüber Torpedos befehlen. Ebenso können wir einen allgemeinen Schiessbefehl bei Sichtkontakt geben und Flugzeuge können zur Landung oder zum Schutz anderer Einheiten abkommandiert werden. All das lässt sich direkt aus der taktischen Karte heraus bewerkstelligen.

    Lassen wir das Zielkreuz über eine Einheit streifen, sehen wir ihre Entfernung, den erlittenen Schaden sowie ihren Namen und ihre Klasse. Dies gilt für die Übersichtskarte ebenso wie die Sicht direkt im Spiel. Auf diese Weise lassen sich auch ganz Leicht mehrere Einheiten zu einer Flotte zusammenfassen, indem wir das Flagschiff "anpeilen" und die A-Taste drücken, schon folgt die jeweilige Einheit brav dessen Kapitän. Ebenfalls auf diese Weise geben wir einen Angriffsbefehl, der natürlich nur auf feindliche Einheiten anwendbar ist.

    So kompliziert sich das vielleicht anhört, in der Praxis lässt sich Battlestations Midway recht leicht und ohne aufkommende Hektik bedienen. Egal ob man die taktische Übersicht benutzt oder eine Einheit direkt steuert, alles geht leicht von der Hand. Zudem besitzt das Spiel auch eine angenehme Lernkurve, die Aufgabenstellungen werden erst langsam schwieriger und die Herausforderung besteht weniger im geschickten Umgang mit dem Pad als dem klugen Einsatz des zur Verfügung stehenden Kriegsgeräts.

  • Battlestations: Midway
    Battlestations: Midway
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Mithis Games (HU)
    Release
    09.02.2007

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991150
Battlestations: Midway
Battlestations: Midway im Gamezone-Test
Mit diesem Titel beweist Eidos, dass auch komplexe Kriegsszenarien leicht zu bedienen sein können.
http://www.gamezone.de/Battlestations-Midway-Spiel-18775/Tests/Battlestations-Midway-im-Gamezone-Test-991150/
05.02.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/01/Gamezone-image24.jpg
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