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  • Battlestrike: Der Widerstand im Gamezone-Test

    City Interactives neuster Shooter schlägt sich besser als erwartet, aber wirklich gut ist er nicht.

    Für viele Shooter-Fans und Kritiker waren Produkte aus dem Hause City Interactive bisher immer ein rotes Tuch. Mit "Terrorist Takedown" erschien vor etwa drei Jahren das erste Produkt der polnischen Entwickler, dem dann eine ganze Reihe weiterer Action-Spiele aus dem Niedrigpreis-Segment folgte. Die Testurteile reichten von "einfach nur schlecht" bis "absoluter Schrott" und drückten die Titel mit konstanter Verärgerung in die untersten Wertungsregionen. Dem Absatz groß geschadet hat dies offenbar nicht, denn der Auswurf von Low-Budget-Shooter der Entwicklungsschmiede City Interactive hält unvermindert an. Nach der vergurkten Dschungel-Ballerei "The Hell in Vietnam" ist "Battlestrike: Der Widerstand" das jüngste Werk der Polen und gleichzeitig auch der dritte Teil der Battlestrike-Staffel. Denn bereits 2005 erschienen "Battlestrike: Road to Berlin" sowie "Battlestrike: The Siege". Dabei hatten viele gehofft, es hätte sich nach den zwei glücklosen Quasi-Vorgängern nun endlich mal aus-gebattlestriket. Pustekuchen: Es geht weiter.

    Im Widerstand...

    Battlestrike: Der Widerstand Battlestrike: Der Widerstand ...wähnt man sich fast zwangsläufig, geht es um einen Shooter von City Interactive. Nach all den leidvollen Erfahrungen, die Spieler in der Vergangenheit mit den Erzeugnissen der Osteuropäer machen mussten, kostet es immer wieder eine gehörige Portion Überwindung, solche Produkte zu testen. "Noch am Grabe pflanzt er die Hoffnung auf", hat Schiller früher irgendwo einmal geschrieben. Positives Denken nennt man das heute. Und siehe da: Bereits der Vorspann stimmt zuversichtlich. Anstelle des lieblos zubereiteten Pixelbreis, der bei den Vorgängern schon so manches Augenleiden verursachte, ist jetzt ein halbwegs stimmungsvolles Intro getreten. Bei der Gelegenheit erfahren wir auch gleich, worum es geht: Wir schreiben das Jahr 1943. Der Zweite Weltkrieg wütet in Europa. Dort hat die Deutsche Wehrmacht im Zuge einer breit und militärisch geschickt angelegten Blitzkrieg-Offensive mittlerweile alle strategisch wichtigen Regionen überrannt und besetzt quasi sämtliche Schlüsselpositionen, angefangen von Brest an der Atlantikküste im Westen bis hin zu den Außenbezirken von Stalingrad im Osten. Natürlich will man die siegesgewohnten Eroberer, die der Waffenrock mit dem Reichsadler einst finster umhüllte, nicht auf alle Ewigkeit im eigenen Land dulden und so formieren sich außerhalb der regulären Kampfverbände Widerstandsgruppen, die meistens im Untergrund agieren und insbesondere in Mittel- und Osteuropa ihre Aktivitäten entfalten. Bestimmende Schauplätze des Spiels sind daher vor allem Deutschland, Frankreich, Polen, Litauen, Weißrussland und die Ukraine. Der Kommandosoldat John Forsyth, Offizier der British Special Operations Executive und gleichzeitig der Auserwählte, den wir nun aus der Ego-Perspektive zu lenken haben, wird per Fallschirm über Mitteleuropa abgeworfen. Sein Auftrag lautet, Kontakt mit den in Zentraleuropa konzentrierten Widerstandsnestern aufzunehmen und diese im Kampf gegen die deutschen Besatzer zu unterstützen. Doch dies macht er nur bedingt. Denn meistens operieren wir solo, als Einzelkämpfer. Die Gruppen des Widerstandes kreuzen bestenfalls mal am Rande des Geschehens unseren Weg oder tauchen im Rahmen diverser Zwischensequenzen auf.

    Sabotageaktionen, Flieger und Kanonen

    Battlestrike: Der Widerstand Battlestrike: Der Widerstand Nicht nur die Schauplätze, sondern auch die Einzelspielermissionen (ein Multiplayer-Part entfällt) sind abwechselungsreicher, als man das von Titeln des Hauses City Interactive gemeinhin gewohnt ist. Zugegeben, was uns hier in Form von kurzen Beschreibungen vor Beginn eines jeden Einsatzes als Auftragsziel präsentiert wird, unterscheidet sich kaum von dem, was man von anderen WW2-Shootern zur Genüge kennt. Und dennoch: Langeweile kommt wenig bis gar nicht auf. Spürte man bei "Road to Berlin" und "The Siege" bereits nach wenigen Minuten das ungestüme Verlangen, den Titel möglicht schnell wieder von der Festplatte zu verbannen, so bleibt der Spieler bei "Battlestrike: Der Widerstand" doch immer irgendwie motiviert, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass es diesmal eine Art Story gibt und die Missionen teilweise aufeinander aufbauen, zumindest aber einem gewissen Handlungsablauf folgen. Wir beginnen in der Rolle Forsyths mit der Landung im Bereich der Absprungzone und schlagen uns danach schrittweise bis zu einem Partisanenlager durch, wobei sich der Kommando-Soldat von der Ladefläche eines fahrenden LKWs aus Feuergefechte mit allerhand Wehrmachtssoldaten leistet. Später gilt es, verbunkerte MG-Stellungen auszuheben, Brücken in die Luft zu sprengen, einen kompletten Panzerzug inmitten eines feindlichen Basisstützpunktes auszuschalten, einem Gefängnis zu entkommen oder - immerhin braucht eine Widerstandsbewegung Geld für ihre Arbeit - eine Bank zu überfallen. Irgendwann ballert sich unser Alter-Ego durch einen kompletten Eisenbahnzug, in dem es von Deutschen nur so wimmelt, schaltet ein schweres Bahngeschütz aus oder verhindert den Start einer V2-Rakete. Die Orte des Geschehens wechseln je nach Einsatzziel. Entlegene Dörfer gehören ebenso dazu wie Bahnhöfe, zerbombte Städte, Miltärkomplexe oder Fabrikgelände. Unsere Bewaffnung ist nicht besonders umfangreich, erfüllt aber voll und ganz ihren Zweck. Angefangen von der Luger-Pistole, über das Mauser 98K-Gewehr, verschiedene Maschinenpistolen, die Windchester 97 oder das Scharfschützengewehr bis hin zu Handgranaten sind alle wesentlichen Infanteriewaffen vertreten. An einigen Abschnitten des Spiels klemmt sich John Forsyth auch hinter ein Artilleriegeschütz oder eine Flugabwehrkanone und bekämpft größere Feindziele wie Panzer, Bomber oder Jagdflieger. Zeitweise versuchen wir uns auch als Retter, befreien zum Beispiel die eingeschlossene Widerstandskämpferin Maria nach einer heftigen Explosion aus den Trümmern eines Werkshallengebäudes.

    Aufsteigende Tendenz

    Battlestrike: Der Widerstand Battlestrike: Der Widerstand Verglichen mit den beiden vorangegangenen "Battlestrike"-Teilen offenbart "Der Widerstand" schon einige Verbesserungen. Die KI hat zugelegt. Gegner rennen neuerdings nicht mehr blind in ihr Verderben, sondern suchen zur Abwechselung auch mal Deckung und schießen um die Ecke. Zudem wirken die Sterbeanimationen realistischer. Es existieren zwei einstellbare Schwierigkeitsgrade (Rekrut/Veteran). Dass es sogar auf der niedrigsten Anforderungsstufe stellenweise haarig werden kann, hängt mit dem aggressiven Feindverhalten (die Wehrmachtssoldaten werfen pausenlos Handgranaten nach John) und mit dem Helden selbst zusammen. Dieser kann nämlich nicht besonders viele Treffer einstecken. Ein oder zwei gegnerische MP-Salven genügen, um unseren Lebensbalken auf die Nullmarkierung sausen zu lassen und damit den virtuellen Löffel zu reichen. Medi-Packs finden sich in den Leveln relativ selten bzw. sind rasch verbraucht. Glücklicherweise darf der Spieler jederzeit schnellspeichern. "Battlestrike: Der Widerstand" bedient sich einer aufgebohrten Fassung der Chrome-Engine. Diese macht aus dem Spiel zwar nicht unbedingt einen Augenschmaus, hält die Grafik aber immerhin noch im Bereich der Akzeptanz. Bestimmte Details, wie das ins Innere eines Eisenbahnwaggons fallende Sonnenlicht, wirken sogar recht ansprechend. Unklar bleibt beispielsweise, warum sich die Blätter eines Baumes im Wind bewegen, nicht aber das kniehohe Gras, das wir in bestimmten Situationen durchstreifen. Soundmäßig gefällt die (orchestrale) Musik, welche etwas an "Call of Duty" erinnert. Die deutsche Synchronisation ist eher dürftig. John Forsyth spricht mit der Stimme eines Nasenbärs. Sätze wie "Ich bin der Zerstörer!" klingen aus seinem Munde zum Ablachen komisch. Fetten Punktabzug gibt's zudem für einen extrem störenden Soundbug, der meist nach dem Schnellspeichern auftritt. Nach dem Laden des zuvor abgespeicherten Spielstandes ist dann ein nervendes Rauschen zu vernehmen, welches erst nach 30-60 Sekunden wieder verschwindet. Die Steuerung entspricht üblichen Shooter-Standards, könnte jedoch situationsabhängig (z.B. bei Sprungeinlagen) etwas präziser reagieren.

    Battlestrike: Der Widerstand (PC)

    Singleplayer
    5,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    abwechselungsreiche Missionen
    gute Musik
    grafisch auf immerhin ausreichendem Niveau
    Soundbug (Rauschen nach Schnell-Ladevorgang)
    kein Multiplayer
    kurze Spielzeit (ca. 4 Stunden)
  • Battlestrike: Der Widerstand
    Battlestrike: Der Widerstand
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Release
    28.05.2009

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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991426
Battlestrike: Der Widerstand
Battlestrike: Der Widerstand im Gamezone-Test
City Interactives neuster Shooter schlägt sich besser als erwartet, aber wirklich gut ist er nicht.
http://www.gamezone.de/Battlestrike-Der-Widerstand-Spiel-18777/Tests/Battlestrike-Der-Widerstand-im-Gamezone-Test-991426/
14.09.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/09/m_screen_10.jpg
tests