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  • Bayonetta: Die etwas andere Hexe ... - Leser-Test von Forte

    Was haben rasante Kämpfe, bösartige Engel, blutige Foltermethoden und sexy Hexen gemeinsam? Sie alle vereinen sich im Anfang 2010 erschienen Sega-Prügler "Bayonetta". Klingt interessant? Ist es auch! Die sexy Hexe Bayonetta ist mehr als nur das weibliche Pendant zu Dante aus DMC: Sie ist schneller, besser und vulgärer.
    Um diese These zu untermauern, nehmen wir nun einmal die einzelnen Aspekte des Spiels genauer unter die Lupe ...

    ... und beginnen erstmal mit der Story.
    Vor 500 Jahren bekriegten sich die beiden Clans der Umbra- Hexen und der Lumen- Weisen, da verbotenerweise ein Kind von einem Weisen und einer Hexe gezeugt wurde. Bei jenem Kind handelt es sich natürlich um Bayonetta selbst, die zur Strafe in einen tiefen Schlaf versetzt wurde.
    500 Jahre später erwacht sie jedoch (ohne Erinnerung) und muss feststellen, dass sie die letzte überlebende Umbra- Hexe ist. Die Allerletzte? Nein, natürlich nicht! Schon nach kurzer Zeit begegnet sie Jeanne, die ebenfalls eine Hexe ist, sich aber trotzdem als Gegnerin für Bayonetta herausstellt.
    Mit Hilfe von Rodin und Enzo hat es sich unsere Heldin zur Aufgabe gemacht, Heerscharen von Engeln zu jagen, die es offenbar auf sie abgesehen haben. Von Enzo erfährt sie außerdem von einem Schatz, welcher sich "Die Augen der Welt" nennt und welcher in Zusammenhang mit einem reichen Magnaten der Isla del Sol steht. Prompt macht sich die eloquente Hexe also auf die Suche nach diesem Schatz.
    Auf ihrem Weg trifft sie nicht nur einige Interessante Personen, wie z.B. den lästigen Reporter Luka, die kleine Cereza und den enigmatischen Vater Balder, sondern sie erfährt auch allerhand Dinge über sich selbst und die Geschichte der Umbra.
    Im Gegensatz zu einigen anderen Spielen des Genres, wirkt die Story bei "Bayonetta" nicht vorgeschoben, um das Gemetzel zu rechtfertigen, sondern gut in das Spiel integriert.

    Gameplay:
    Bayonetta eignet sich sowohl für erfahrene Metzel- Spezialisten, als auch für Action- Neulinge. Zur Verfügung stehen ins Gesamt fünf verschiedene Schwierigkeitsstufen. Tatsächlich ist es auf der Anfängerstufe auch wirklich so einfach, dass es sich von jedem Neuling problemlos durchspielen lässt. Auf den Stufen "schwer" und "Non- stop- Climax" kann es hingegen auch erfahrene Spieler ins Schwitzen bringen.
    Es gibt nun zwei verschiedene Arten, Bayonetta zu spielen: man kann es entweder als reinen Button-smasher spielen und beim kämpfen Wahllos auf die Tasten hauen (dies funktioniert besonders bei den ersten beiden Schwierigkeitsstufen sehr gut) oder man kann die nahezu unzähligen Kombos der Hexe geduldig ausprobieren und studieren und zu einem wahren Kombo-Experten werden.
    Zur Steuerung selbst: Mit A lasst ihr die agile Dame springen und könnt sie selbstverständlich auch einen Doppelsprung ausführen lassen. Auf X schießt die mit einer ihrer zahlreichen Waffen, jedoch tut sie dies eher auf unspektakuläre Art und Weise. Die wirklich interessanten Kombo-Knöpfe sind Y und B. Auf Y führt Bayonetta zahlreiche rasante und hektische Kombos mit den Waffen aus, die ihr an ihren Armen befestigt habt (und die sich im übrigen während des Kampfes problemlos austauschen lassen) und mit B lasst ihr die gute Frau mit den Waffen an ihren Füßen kämpfen. Dies kann anfangs für optische Belustigung sorgen, ist aber äußerst effektiv.
    Mit dem rechten Trigger könnt ihr den Attacken eurer Gegner ausweichen und im richtigen Moment die Hexenzeit auslösen, welche euch einen enormen Vorteil im Kampf beschert. Mit Hilfe des linken Triggers wechselt ihr euer Waffenset. Außerdem könnt ihr euch mit diversen Lutschern (ja, richtig gelesen: mit Lutschern!) heilen oder eure Angriffe stärken. Mit anderen Worten: alles wie im wahren Leben.
    Es empfiehlt sich außerdem, den Controller während einer Videosequenz NICHT aus den Händen zu legen, da ihr manchmal spontan von A nach B springen oder einem fallenden Objekt ausweichen müsst.
    Das gesamte Spiel ist in Kapitel eingeteilt. Habt ihr eines davon geschafft, werden eure Punkte gezählt, ihr bekommt einen Rang und könnt speichern. An dieser Stelle ist "Bayonetta" außerdem mit einem Minispiel gespickt, welches den Namen "Angel Attack" trägt. Es hat verblüffende Ähnlichkeit mit Moorhuhn und ungefähr denselben (proportional fallenden) Spaßfaktor. Es startet nach jedem Kapitel automatisch und kann dem Spieler nach dem fünfzigsten Mal wirklich die letzte Geduld rauben. Den Enthusiasmus, den die Spielemacher in dieses Minispiel gesteckt haben, hätten sie lieber in ein oder zwei weitere Kapitel investieren sollen, denn leider ist "Bayonetta" mit 7- 8 Stunden Spielzeit pro Durchlauf recht knapp bemessen.
    Ein weiteres Manko, auf das ich hinweisen sollte, sind die langen Ladezeiten. Vor jedem Kapitel dauert diese etwa eine halbe Minute, allerdings haben sich die Macher auch hierfür etwas einfallen lassen: Während das Spiel in Ruhe lädt, kann man mit Bayonetta herumlaufen und einige Kombos üben.

    Bosskämpfe:
    Die Bosskämpfe des Spiels sind eine besondere Erwähnung wert. Selten sind mir so gute Bosse untergekommen! Sie sind groß (die meisten jedenfalls), innovativ und episch. Zwar wirken die Kämpfe an sich auf den ersten Blick chaotisch und aussichtslos, hat man das "System" aber erstmal durchschaut, kann man es genießen, die gewaltigen Engelskreaturen in ihre Einzelteile zu zerlegen. Die Gestaltung der Bosskämpfe ist so überzeugend, dass sie (meiner Meinung nach) den höchsten Wiederspielwert im ganzen Spiel haben. Man möchte diesen übertriebenen Ungeheuern gern immer wieder ihre Grenzen aufzeigen.

    Grafik und Sound:
    Das Spiel ist ein visueller Augenschmaus (nicht nur für die männlichen Spieler) hinsichtlich der Charaktere, der Gegner und auch der Umgebung.
    Natürlich ist es kein Grafik-Riese wie "Assassins Creed", aber ansehnlich ist es allemal.
    Und der Sound? Ach, was man da nicht alles geboten bekommt! Von der J-Pop- Version von "Fly me to the moon" bis hin zu zur epischen Bossmusik ist alles dabei! Doch gerade dieser starke Kontrast wirkt mitunter sehr polarisierend. Man kann den Soundtrack wohl nur lieben oder hassen, aber außergewöhnlich bleibt er zweifellos. Oft schlägt die Musik gerade während der Kämpfe von einem Extrem ins andere um, was das Spielgefühl sehr besonders macht.

    Fazit:
    "Bayonetta" hebt sich in vielerlei Hinsicht vom spielerischen Einheitsbrei ab.
    Im Gegensatz zu anderen Spielen des Genres, wie z.B. DMC, Darksiders oder Dantes Inferno, braucht "Bayonetta" keine postapokalyptischen Szenarien, dunklen Schlösser und keine entstellten Höllenkreaturen. Stattdessen lebt das Spiel von einer (zum Teil!!) idyllischen Umgebung, schrägen Charakteren und noch schrägeren Kampfeinlagen. Die Steuerung und Spieldynamik sind flüssig, der Sound einzigartig und die freischaltbaren Outfits, Waffen und Schwierigkeitsgrade regen zum mehrfachen Durchspielen an. Außerdem bringt es noch weiter Extras mit sich, wie z.B. eine Grafikgalerie, Musikgalerie und diverse Konzeptzeichnungen. Mehr kann das Gamer- Herz kaum begehren!

    Negative Aspekte:
    Nerviges Minispiel, lange Ladezeiten, (Soundtrack ist Geschmackssache)

    Positive Aspekte:
    Flüssige Steuerung, einzigartige Bosskämpfe, schräge Charaktere, unzählige Kombos, alternative Outfits, viele verschiedene Waffensets, interessante Story, (Soundtrack ist Geschmackssache)

    Infos zur Spielzeit:
    Forte hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Bayonetta

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Forte
    9.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.0/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Bayonetta
    Bayonetta
    Developer
    PlatinumGames
    Release
    25.11.2010
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