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  • Beautiful Katamari im Gamezone-Test

    Fans des Skurrilen kommen an diesem japanischen Ausnahmetitel nicht vorbei, auch wenn er sich kaum weiterentwickelt hat.

    Im vierten Anlauf sollte man es eigentlich langsam raus haben. Das erste Werk muss nie perfekt sein, schon gar nicht wenn es etwas komplett Neues ausprobiert. Schon beim zweiten Anlauf geht der Reiz von Neu langsam verloren, alles danach müssen sich einfach Sprünge in der Qualität zeigen. Ja, Namco und King of Kosmos, genau mit Euch beiden rede ich!

    Beautiful Katamari Beautiful Katamari Nach dem absoluten Offbeat-Erfolg des ersten Katamaris für die PS2, Katamari Damacy - hierzulande nicht erhältlich und auch sonst nicht leicht zu bekommen - mussten natürlich Fortsetzungen her. Solltet Ihr von Katamaris noch nie etwas gehört haben, lässt sich das eigentliche Spielprinzip recht schnell zusammenfassen. Ihr steuert mit einem winzigen Prinzen einen Ball durch ein Pop-Art-Japan. An besagtem Ball, genannt Katamari, bleibt alles kleben, was kleiner als er selbst ist. Zunächst überrollt Ihr Münzen und Stecknadeln. Bald wird der Ball größer und Bücher, Katzen und sogar Babys können aufgerollt werden. Immer weiter, bis Ihr schließlich weder vor Häusern noch Autos haltmacht. Das einzige Limit stellt die Zeit dar, von der Ihr nur einen sehr knapp bemessenen Rahmen habt, um den Katamari auf die richtige Größe zu rollen.

    Beautiful Katamari Beautiful Katamari Im Prinzip war es das und angereichert mit japanophilen Look, schrägster Musik und Zwischensequenzen, wie die Welt des Warholschen Playmobillandes sie noch nie sah, wurde es Kult. Über Nacht und sofort. Aber schon beim zweiten Spiel wurde eins klar: Die Idee mit dem Ball allen möglichen Krams aufzurollen war extrem cool und spaßig, nur fehlte es ihr auf Dauer ein wenig an Substanz. So boten auch Teil 2 und der PSP-Ableger eine Menge neues Herumrollen aber keine Revolution war in Sicht. Nun, Next-Gen ist da, das erste dazugehörige Katamari endlich auch, Namco muss doch was Neues in Petto haben. Nö. Stattdessen hielt man es offensichtlich nicht einmal für nötig die alten Mängel zu beheben.

    Wo bin ich, wo ist der Prinz und was zur Hölle rollte ich da grad auf?

    Beautiful Katamari Beautiful Katamari In einem Review zum ersten Katamari schrieb ich nett und vergebend von teilweise massiven Kameraproblemen, aber hey, es war was Neues, wer will da mäkeln. Inzwischen floss viel Wasser die Spree runter und die Kamera verhält sich auch in Beautiful Katamari kein Stück schlauer. Besonders in den Innen-Arealen, also Häusern, die so richtig zugeramscht sind, werdet Ihr sehr häufig eine ganze Bretterwand vor dem Kopf haben, eine Katze aus allernächster Nähe betrachten oder darüber rätseln, warum riesige Schriftzeichen so deutlich ins Bild gerückt werden. Wo der Prinz mit seinem Ball sich befindet und was er gerade aufrollt, das weiß er hoffentlich selbst. Ihr habt nämlich keine Ahnung...

    Ein weiterer Kritikpunkt, wenn auch kein wirklich heftiger, war die Steuerung. Wie gehabt navigiert Ihr den Ball mittels beider Analogsticks, was im Prinzip ganz gut, in der Praxis immer noch einen Tick zu träge funktioniert. Da Beautiful Katamari von Euch teilweise harte Leistung in kurzer Zeit abfordert, wird es Euch zur Weißglut treiben, wenn der Prinz sich mal wieder mit aller Gemütsruhe in eine weite Kurve legt, statt schnell auf die Kommandos zu reagieren. Und wenn dann noch die Kamera aussetzt, muss Euer Pad um sein Leben fürchten.

    Warum liegt in Kürze noch mal Würze?

    Beautiful Katamari Beautiful Katamari Kamera, Steuerung, was gab es noch an alter Nörgelei über Katamari? Ah, richtig, der geringe Umfang des Solospiels. Und siehe da, Strike Three, Namco gibt Euch zwei Abende Spaß allein vor der Xbox. Das liegt keineswegs daran, dass die Levels zu einfach wären, im Gegenteil. Das Zeitlimit wurde teils dramatische verkürzt und einen richtig großen Ball zusammenzurollen, der über das geforderte Maß hinausgeht, stellt eine echte Herausforderung dar. Gelegentlich auch eine wirklich frustrierende aber schlussendlich schafft Ihr es halt doch. Und dann noch ein paar Mal, bis Ihr an den Punkt kommt, wo Ihr Euch die Augen reibt und fragt: Das war es schon? Ja, war es. Etwas mehr als ein Dutzend Levels, die dann auch noch teilweise die gleichen Areale nutzen. Der Wiederspielwert ist nicht zu unterschätzen, Ihr könnt ja eine Menge Sachen wie die Cousins des Prinzen freischalten und auch immer größere Katamaris zu rollen, lockt stets. Trotzdem hätte es schon etwas mehr sein können und für die geforderten 50 € eigentlich auch müssen.

    Ein wenig wird die mitunter seltsame Aufgabenstellung der einzelnen Stages Euch fordern und frusten und zumindest die Spielzeit unfreiwillig verlängern. So sollt Ihr für die Sonne einen heißen Katamari rollen. Gut, Eiswürfel und Kühlschränke senken die Temperatur, so wie Lagerfeuer oder Sylvesterraketen sie steigen lassen. Keine Frage. Aber was ist mit der Katze, dem Fahrrad oder anderen wärmeneutralen Objekten. Auch sie verändern anscheinend die Temperatur meines Katamari und ich habe nicht den Hauch einer Ahnung warum!

    Der PS2-Grafikemulator auf 360

    Beautiful Katamari Beautiful Katamari Alte Schwächen wurde also gepflegt, das bekannte Spielprinzip nicht variiert, modernisiert, revolutioniert oder anderweitig ge-iert. Aber es ist eine neue Konsolengeneration mit grob geschätzt Millionen Mal mehr Grafikpower als der PS2 jemals zur Verfügung stand. Und Beautiful heißt es auch noch, das ist doch ein Versprechen für HD-Pracht in wunderschön, richtig? Nö. Sicher, niemand wollte ein Katamari-Game im Look von Gears of War (...obwohl, interessanter Gedanke...), es muss schon bunt, knuffig und Comic-mäßig sein. Und diese Qualitäten erfüllt auch Beautiful Katamari.

    Nur hätte es wirklich geschmerzt den "HD"-Anteil zumindest irgendwie anzusprechen? Ein wenig auf die 2002er Polygone zu verzichten und statt einfach nur mehr Items zu verteilen diese auch ein wenig augenfreundlicher zu gestalten? Ein gelegentlicher HDRR-Effekt hätte doch sicher nicht weh getan. Der Charakterlook ist da, er wirkt aber kaum anders als auf der PS2 und als Krönung ruckelt er gelegentlich auch noch ein wenig.

    So jetzt hab ich ja eine ganze Weile verbal auf dieses Game eingedroschen und Ihr erwartet sicher in Kürze das vernichtende Fazit. Kommt aber nicht. Warum? Weil das unverwüstliche Spielprinzip und der krude Humor den alten und neuen Schwächen mit Erfolg trotzen können.

    Beautiful Katamari Beautiful Katamari Namco hat vielleicht nicht viel dazugelernt, aber sie haben verstanden, dass einer der großen Reize in dem Aufrollen immer seltsamerer Gegenstände liegt und dies zelebriert auch Beautiful. Es lässt sich nicht wirklich erklären, aber über eine vorher mit Dingen, Tieren und Menschen gefüllte Oberfläche zu kullern und säuberlich alles dem Katamari einzuverleiben, dann zu wenden und noch mehr Zeugs mitzunehmen erzeugt ein gutes Gefühl tief unten in der eigene Seele. Man stellt die Ordnung im Universum her, die der King of Kosmos gestört hat und das ist eine gute Tat. Das Spiel lässt Euch das fühlen.

  • Beautiful Katamari
    Beautiful Katamari
    Publisher
    Namco Bandai
    Developer
    Namco Bandai
    Release
    09.02.2009
    Leserwertung
     
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Beautiful Katamari
Beautiful Katamari im Gamezone-Test
Fans des Skurrilen kommen an diesem japanischen Ausnahmetitel nicht vorbei, auch wenn er sich kaum weiterentwickelt hat.
http://www.gamezone.de/Beautiful-Katamari-Spiel-18847/Tests/Beautiful-Katamari-im-Gamezone-Test-991670/
27.02.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/02/screen1_large_29_.jpg
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