Ben 10 Omniverse im Test: Noch mehr Durchschnittsware für Wii U
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Die Umsetzung von Ben 10 Omniverse liefert uns ein recht typisches Abenteuer, in welchem sich Ben und sein Partner Rook zahlreiche Schlägereien liefern und dabei Monstern, bösen Buben und riesigen Bossen die Leviten lesen. Die Geschichte wird in 5-6 Stunden aufgeteilt auf elf Episoden erzählt, die dank des Bösewichts Malware einen interessanten Wechsel zwischen der Gegenwart, in der Ben ein fast erwachsener Teenager ist, und der Vergangenheit, wo wir auf die junge Ausgabe seines Ichs treffen, liefert. Rook wird immer wieder durch die Zeit geworfen, dadurch kommt etwas Spannung und Pfiff in den Cartoon. Optisch präsentiert sich der Titel wie ein Zeichentrick mit allerfeinster Cel-Shading Grafik. Das Gewand steht dem Spiel ganz gut, ein technisches Wunderwerk braucht man aber definitiv nicht erwarten. Vielmehr wirkt das Leveldesign leider teils zu repetitiv und ruft doch das eine oder andere Gähnen hervor.
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Das mag vielleicht aber auch an dem eher mäßigen Schlagabtausch liegen. Wer auf den netten kooperativen Modus Wert legt, sollte Ben 10 Omniverse eher im hohen Schwierigkeitsgrad starten, ansonsten wird es doch viel zu einfach. Denn egal ob nun irgendwelche Spinnen, herum ballernde Roboter oder riesige Bosse sich uns in den Weg stellen, das Fußvolk des Bösen lässt sich mit nur wenigen Handgriffen schnell verarzten. Die Prügeleinlagen wirken dabei oftmals gar erzwungen. Immer wieder hindert zum Beispiel eine Barriere uns am Weiterkommen. Erst wenn sämtliche aus dem Nichts heraus materialisierende Feinde über den Jordan geschickt wurden, dürfen Ben und sein Freund Rook den linearen Pfad weiter wandern. Die zahlreichen Verwandlungen, deren vier Alienformnen stets auf dem Steuerkreuz liegen oder per Pausenmenü neu konfiguriert werden können, sorgen durchaus für unterschiedliche Argumente. Mal werden die Feinde elektrifiziert, mal flambiert oder doch nur mit mächtigen Pranken geprügelt – am spielerischen Ablauf eines solchen Kampfes können selbst die Spezialattacken aber nicht viel ändern.
Völlig anders sieht es bei den zahlreichen Denkaufgaben aus. Die Rätsel müssen mit den speziellen Fähigkeiten der Alienformen und teils sogar kooperativ mit dem Partner gelöst werden. Simple Schalterrätsel führen uns meist in geheime Räume mit Sammelobjekten (welche Lebensenergie erhöhen oder die Durchschlagskraft verbessern), oder gefährliche Gebiete wollen geschickt umgangen werden. Ben 10 Omniverse versteht sich mit Sicherheit nicht als Jump'n'Run, doch manchmal hüpft man der Gefahr auch besser aus dem Weg. Ansonsten werden Fässer auf Luftschächte gestellt, Computer geknackt und andere Dinge erledigt. Dabei kommt die Spürnase eines Aliens zum Einsatz, welche unsichtbare Geruchsspuren aufdeckt, Klotz das 'Lego-Monster' baut sich zu einer Brücke zusammen oder Objekte werden rein durch mentale Kraft hin und her bewegt. Leider, wie so vieles bei diesem Titel, wiederholen sich die recht guten Ideen. Da freut man sich über jedes neue Rätsel, welches nicht als ähnliche Kopie schon vorher gelöst wurde.
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Die Wii U macht zwar zusätzlich Gebrauch des Gamepad, doch die Menüwahl auf dem zusätzlichen Touchscreen wirkt völlig erzwungen und ist sicherlich kein sonderlich tolles Feature. Einzig allein die Möglichkeit, auf den TV komplett verzichten zu können, mag durchaus interessant sein. Technisch kämpften wir leider auch mit Soundaussetzern, die sich in einem Knacken zeigten. Gelegentlichen Problemen mit der Steuerung nagten zudem an den Nerven. Immer wieder bliebt der Protagonist inmitten eines feindlichen Heers unbeweglich stehen und lies sich nur mit wilden Buttonmashing dazu bewegen, etwas zu tun. So etwas darf einfach nicht passieren. Ansonsten müssen wir auch noch ein paar Rüffel an den Kameramann loswerden, der weder in Klettereinlagen noch in den Kämpfen das Bild ins optimale Licht rückt. Da die Kamera aber fest sitzt und nicht manuell bedienbar ist, kann man als Spieler kaum Einfluss nehmen und muss sich mit dem zufrieden geben, was man zu Gesicht bekommt.
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