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  • Besieger im Gamezone-Test

    Seit an Seit mit den Wikingern und den Cimmerianern treten wir in Besieger gegen die schrecklichen Oger an.

    Auf in den Kampf!

    Mit Besieger kredenzen uns die russischen Entwickler Primal-Software ein handfestes Echtzeitstrategiespiel mit mittelalterlichem Setting bei dem wir in die Rolle der Wikinger oder der Cimmerianer schlüpfen können. Dabei bedient sich das Game tief in den alten Mythen und präsentiert uns so manchen Namen und so manche Begebenheit mit der wir bereits Bekanntschaft gemacht haben. So treffen wir den Bruder des cimmerianischen Herrschers Konin, der sich beide Völker untertan machen möchte. Haben wir die erste Kampagne mit den Wikingern hinter uns, dürfen wir auch in seine Rolle schlüpfen und gegen den teuflischen Bruder Karon antreten.

    Was einem gleich zu Beginn des Spiels auffällt, ist die komplett in 3D gehaltene Spiellandschaft, die wir frei drehen und zoomen können, ganz so wie wir es augenblicklich brauchen. Bereits in der ersten Mission zeigt uns die Grafik-Engine zu was sie in der Lage ist und präsentiert uns herrliche Licht- und Schatteneffekte, die dynamisch über das Land wandern. An den Schatten lässt sich erkennen wie spät es augenblicklich ist und die Nacht schaltet sich nicht einfach ein sondern überzieht das Land zuerst mit langen Schatten, lässt es immer dunkler werden, und überzieht schließlich alles mit ihrer finsteren Schwärze. Womit man aber ebenfalls ziemlich bald konfrontiert wird ist die etwas lästige Kameraführung, die im Freien noch recht gut funktioniert, in den Dungeons aber alles andere als Spielerfreundlich agiert. Denn immer wenn sie über eine Erhöhung wanderte, fällt sie danach, obwohl überhaupt nicht gewünscht, in das Tal hinunter, zoomt also weiter ins Geschehen hinein als eigentlich gewollt. In den Dungeons führt das dazu, dass man bei fast jeder Bewegung der Kamera den Zoom wieder herausdrehen muss, um die Übersicht bewahren zu können. Derweil ist die bei diesem Spiel ziemlich nötig, denn unsere Recken scheinen, je größer die zusammengestellte Gruppe wird, ihren eigenen Willen zu besitzen. Gibt man beispielsweise zehn Mann den Befehl sich irgendwohin zu bewegen, gehen acht Mann den direkten Weg, wohingegen die restlichen Zwei dem heiligen Geist zu folgen scheinen und erst ziemlich verspätet am Ziel angelangen. Umso ärgerlicher, dass sie auch nicht in der Lage sind Formationen einzuhalten, erst am Zielpunkt formieren sie sich wieder. Der Weg hingegen vom Start- zum Zielpunkt wird vom Chaos regiert und ist nicht selten Spielentscheidend, wenn wieder ausgerechnet die stärksten Einheiten beschließen einen Ausflug zu machen.

    Ansonsten jedoch wird uns die übliche Kost geboten die man von solch einem Spiel erwarten darf. Es gibt diverse Gebäude welche diverse Dinge benötigen um bestimmte andere Dinge oder Einheiten herstellen zu können. Klar, dass hier eine Art Produktionskette existiert, so dass ein Gebäude auf das jeweils nächste angewiesen ist. An Rohstoffen existieren genau drei Stück, nämlich das Holz, der Granit und das Eisen. Die ersten beiden Rohstoffe kann man einfach über Tage abbauen, für das Eisen allerdings benötigt man erst ein Bergwerk aus dem das Eisen gewonnen werden kann.
    Die benötigten Krieger generiert man aus den vorhandenen Arbeitern, die wiederum von ganz alleine aus den bereitgestellten Wohnhäusern quellen. Da so ein Wohnhaus aber nur maximal 10 Leute beherbergen kann, besteht das Dorf meist zu Hälfte aus Wohnhäusern. Stirbt ein Krieger im Kampf wird automatisch ein neuer Arbeiter "hergestellt", der wiederum zum Krieger gemacht werden kann.
    Es gibt allerdings nicht wenige Missionen bei denen der Hausbau überhaupt nicht zum Einsatz kommt, sondern wir mit einer fest vorgegebenen Truppe ein bestimmtes Ziel erreichen müssen. Bei diesen gilt es besonders auf die mitgeführten Helden sowie die Heilerin Acht zugeben, denn stirbt unser Held ist das Spiel auf der Stelle zuende, und stirbt die Heilerin halten es die anderen auch nicht mehr lange aus.
    Das bereits angeschnittene Wegfindungsproblem der Einheiten kommt besonders negativ zu tragen wenn es darum geht eine befestigte Stellung zu halten. Denn um die Reichweite unserer Einheiten zu erhöhen ist es möglich sie auf der Stadtmauer zu postieren. Um dorthin zu gelangen müssen aber Rampen errichtet werden, mit denen unsere Krieger ziemliche Probleme haben. Schaffen sie es meist noch ohne Probleme die Mauer zu erklimmen, beginnt die Katastrophe wenn wir ihnen befehlen die Stellung zu wechseln oder die Mauer wieder zu verlassen. Da kann es schon mal passieren, dass sich die Einheiten auf der Mauer verlaufen und nicht mehr herunter finden, Stellen betreten die sie selbst nicht mehr verlassen können, oder gleich beginnen das Schlachtfeld zu verlassen weil sie meinen eine tolle Abkürzung gefunden zu haben. In der Praxis bedeutet dies leider, dass man mehr damit beschäftigt ist seine Krieger zu kontrollieren als sie zu befehligen. In Verbindung mit dem nicht funktionierenden Formationsbefehl und dem Unvermögen eine Truppe in einem Stück durch ein Tor bugsieren zu können, häufen sich die Glitches dermaßen, dass an ein vernünftiges Spielen kaum mehr zu denken ist. Wir hoffen sehr, dass ein bald erhältlicher Patch diese Probleme behebt.

    Neben der Singleplayer-Kampagne bietet uns Besieger auch mehrere Multiplayer-Möglichkeiten, die wir so aber eigentlich eher in einem Egoshooter vermutet hätten. Denn schon die Bezeichnungen "Deathmatch", "Capture the Flag", "Cooperative", "Hold Artifact", "King of the Hill" und "Free for all" lassen erkennen was das jeweilige Spielziel ist. Leider kämpfen auch die Online-Modi mit erwähnten Wegfindungs- und Kameraproblemen.

    Die Soundkulisse bietet uns angenehme und zum Setting passende Hintergrundmusik, sowie eine deutsche Sprachausgabe die anscheinend etwas besser ausgefallen ist als das englische Original. Die Bestätigungen der Einheiten hören sich durch die Bank sehr gelassen an und nur wenn wir einen Angriffsbefehl geben erheben sie auch die Stimme. Ansonsten jedoch scheint sie nichts aus der Ruhe zu bringen.

    Von der Kamerasteuerung abgesehen bedient sich Besieger in recht gewohnter Manier und hält alle Funktionen dort für uns bereit wo wir sie auch vermuten. Einheiten des gleichen Typs lassen sich alle markieren indem wir eine davon Doppelklicken, viele der Gebäude lassen sich upgraden, wozu es natürlich entsprechende Ressourcen benötigt und wenn wir mit der Maus einen Rahmen ziehen werden alle darin befindlichen Einheiten markiert. Von dem praktisch nicht funktionierendem Formationsbefehl abgesehen, ist es auch sehr lästig, dass die jeweils schnellste Einheit, selbst wenn wir einen Formation angegeben haben, immer als Erstes den Zielpunkt erreicht. Meist ist dies nämlich die Heilerin, die weder zuschlagen noch sich selbst heilen kann. Sie als erstes dem Feind gegenüberzustellen ist natürlich unsinnig, wo sie doch hinter der Front besser aufgehoben ist. Zusätzlich verweigert sie immer den Befehl sich zu bewegen, wenn wir ein Angriffsziel angewählt haben, weil sie der Meinung ist, dass sie nicht kämpfen kann. Soll sie ja auch gar nicht, sondern nur die verwundeten Krieger heilen. So aber ist man gezwungen die Heilerin immer aus der Formation zu lösen und einzeln zu befehligen, wie auch die Helden, die zwar besonders stark sind, bei ihrem Ableben aber das Spiel beenden.

    Besieger (PC)

    Singleplayer
    7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Egoshooter-Spielmodi in der Multiplayer-Kampagne
    schöne 3D-Engine
    Unausgereifte Wegfindungsroutine
    Formationen werden nicht gehalten
    störrische Kamera
  • Besieger
    Besieger
    Publisher
    Dreamcatcher
    Developer
    Primal Software (RU)
    Release
    08.10.2008

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989954
Besieger
Besieger im Gamezone-Test
Seit an Seit mit den Wikingern und den Cimmerianern treten wir in Besieger gegen die schrecklichen Oger an.
http://www.gamezone.de/Besieger-Spiel-18889/Tests/Besieger-im-Gamezone-Test-989954/
19.07.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/08/Barmalay.jpg
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