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  • Billy Hatcher and the giant Egg im Gamezone-Test

    Ein ungewöhnliches Spielprinzip sorgt für Spaß - eine schlechte Steuerung leider auch für Frust.

    Ich wollt' ich wär ein Huhn...

    Im Land des Morgens ist die Hölle los: Ein Pulk gemeiner schwarzer Krähen fällt über das ansonsten so friedliche Reich der Hühner her und verwandelt alle weisen Hähne in goldene Eier. Ohne Hähne gibt's keinen Morgen mehr im Land und natürlich auch keine Sonne mehr. Da kann natürlich nur Billy Hatcher helfen, der sich in sein legendäres Hühnerkostüm schwingt, um den bösen Krähen mal ordentlich die Federn lang zu ziehen.

    Der heiß erwartete Gamecube-exklusive Jump'n'Run des Sonicteams überrascht mit einem wirklich außergewöhnlichen Szenario in dem sich eigentlich alles um Eier und Hühner dreht. Billy, unser Protagonist, kann die im Spiel vorkommenden Eier auf sehr unterschiedliche Weise nutzen um sich damit seinen Weg durch die dunklen Heerscharen der Gegner zu bahnen. Die Eier halten sogar ziemlich viel aus und man benutzt sie vielmehr als Waffe, als das man sie beschützt. Billy kann sogar mit den Eiern springen, selbige auf seine Gegner schleudern, oder sie einfach damit überrollen. In den sehr bunten Welten liegt, wie in guten alten Arcade-Zeiten, jede Menge frisches Gemüse und Obst herum, welches zum vollautomatischen Ausbrüten der Eier sehr nützlich ist. Sobald ein Ei genügend "Nahrung" durch einfaches Überrollen aufgenommen hat, vergrößert es sich und wird damit auch gefährlicher wenn man es als Waffe einsetzt. Wenn das Ei genügend Nahrung zu sich genommen hat, kann Billy mit einem lautstarken "Kikeriki!" die Eier zum Leben erwecken. Neben einigen hilfreichen Powerups, welche zum Beispiel für das Überqueren von Wasserflächen hilfreich sein können, verstecken sich in den Eiern auch gerne sogenannte Eiertiere. Diese nützlichen Helfer sehen diversen Pokemon's gar nicht mal unähnlich und verfügen auch über ganz ähnliche Kräfte wie zum Beispiel Feuer, Wasser, Blitz und Wind. Die Eiertiere eigenen sich nicht nur hervorragend um Feinde auf sehr elegante Art loszuwerden, sie sind auch nötig um das ein oder andere Puzzle zu lösen. Selbstverständlich muss in den relativ großen Levels auch viel gelaufen und gesprungen werden, das mitgeführte Ei wird deshalb auch oft als Sprunghilfe missbraucht, oder über verschiedene Rollbahnen durch die Gegend befördert.

    Die verschiedenen Missionen sind ganz nach alter Mario-Manier in sieben verschiedenen Welten verteilt und jede Welt bietet bis zu acht verschiedene Level. Die Aufgabe des ersten Level besteht grundsätzlich darin, den im goldenen Ei gefangenen Weisen zu befreien, im zweiten Level geht es dann gegen einen dicken Obermotz zur Sache. Ab diesen Zeitpunkt kann man bereits zur nächsten Welt wechseln, oder natürlich bleiben und die zusätzlichen Bonusmissionen in der aktuellen Welt beenden. Diese bestehen meist aus einem Wettrennen oder der Suche nach einem besonders gut verstecktem "Emblem der Tapferkeit". Diese Embleme gibt es für jede erfolgreiche Mission, also so etwas wie die Sterne bei Mario & Co.

    Besonders in der späteren Levels wird Billy Hatcher ziemlich schwer und frustriert den Spieler mit stellenweise unfairen Situationen. Zumeist ist aber gar nicht das Missionsdesign der Übeltäter, sondern die Steuerung des Ganzen: Da Billy seine Eier jederzeit loslassen kann indem man einfach den Stick in die entgegengesetzte Richtung drückt, passiert selbiges nur allzu oft versehentlich. Man muss also bei der Bewegung ständig darauf achten nicht zu abrupte Bewegungen mit dem Ei zu veranstalten, sonst steht man plötzlich alleine da. Dies ist kein sonderlich guter Zustand, denn ohne Ei ist Billy völlig wehrlos. Da die späteren Level ohnehin schon einiges an Geschick abverlangen, ist man mit der sensiblen Eiersteuerung schlichtweg überfordert. Etwas mehr Feintuning hätte diesem Spiel an diesem Punkt sehr gut getan und für eine wesentlich bessere Wertung gesorgt.

    Denn eigentlich ist Billy Hatcher ein gut gelungener Charakter, auch wenn man ihm seine Schöpfer vom Sonicteam sehr schnell anmerkt. Generell sieht die Welt der Hühner der des blauen Igels verdammt ähnlich, auch so manche Wasser- oder Feuereffekte hat man bereits im letzten Sonic auf dem Dreamcast sehen können. Es scheint sich also um die selbe Grafikengine zu handeln, welche natürlich nicht schlecht ist, aber mittlerweile nicht eben nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Trotzdem schließt man zumindest den Hauptcharakter relativ schnell ins Herz und ist gewillt noch ein paar zusätzliche Runden in der verrückten Hühnerwelt herumzueiern. Die musikalische Untermalung geht sehr gut ins Ohr, Spieler mit Japan-Allergie sollten sich allerdings davon fern halten. Besonders der Titelsong ist sehr gut gelungen und das dazugehörige Video macht Lust auf mehr. Billy selbst spricht zwar nicht viel, dafür aber eine seltsame Mischung aus Englisch und Japanisch. Da sich die Menüs auch nicht so recht entscheiden konnten, ob sie nun in Deutsch oder doch lieber in Englisch sein sollen, kann man hier leider von keiner guten Lokalisierung sprechen. Natürlich ist dieses Spiel nicht auf seine Texte oder Sprüche angewiesen, man kann hier also ruhig ein Auge zudrücken.

    Ein witziger Multiplayermodus sorgt außerdem für kurzweilige Action: Bis zu vier Spieler versuchen sich mit gigantischen Eiern zu überrollen oder möglichst viele Eier ausbrüten. Wer hier geschickt als Eierdieb agiert, kann schnell viele Punkte machen und zudem seine Mitspieler damit in den Wahnsinn treiben. Für ein schnelles Spielchen zwischendurch sehr interessant und spaßig.

    Billy Hatcher and the giant Egg (GC)

    Singleplayer
    7,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    witzige Spielidee
    einprägsamer Hauptdarsteller
    große und viele Levels
    eingängige Musik
    lustiger Mehrspielermodus
    Eiersteuerung viel zu sensibel
    nicht immer ganz Fair
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Billy Hatcher and the giant Egg
Billy Hatcher and the giant Egg im Gamezone-Test
Ein ungewöhnliches Spielprinzip sorgt für Spaß - eine schlechte Steuerung leider auch für Frust.
http://www.gamezone.de/Billy-Hatcher-and-the-Giant-Egg-Classic-18962/Tests/Billy-Hatcher-and-the-giant-Egg-im-Gamezone-Test-989539/
31.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/11/TV2003103116523400.jpg
tests