Ein guter Third-Person-Shooter mit Macken, der aber spielerisch überzeugt und somit der ideale Happen für Zwischendurch ist.
Mit Gears of War gelang der Spieleschmiede Epic im Bereich der Third-Person-Shooter ein prachtvolles Stück Software welches weltweit großen Anklang fand und zu mittlerweile zwei weiteren Serienteilen geführt hat. Seither muss sich jeder Neuling dieser Sparte an der hoch gehängten Messlatte dieses Titels messen lassen. So ist es auch bei Binary Domain aus dem Hause SEGA. Futuristisches Setting, etablierte Spielmechanik, coole Charaktere und jede Menge Action werden auch hier geboten, bringt der Yakuza-Macher den Genre-Thron zum Wackeln?
Vor uns die Sintflut
Binary Domain
Binary Domain entführt uns in das Jahr 2080. Eine Thematik, die wir bisher eher als Panikmache abgestempelt haben, die globale Klimaerwärmung, wurde in dieser Zukunft bereits bittere Realität. Der Meeresspiegel stieg unaufhaltsam an und überflutete Stück für Stück das Festland. Viele Menschen ließen ihr Leben in den Fluten. Diejenigen jedoch, die das Glück hatten zu überleben flüchteten in den Himmel. Hier, hunderte Meter über dem zu Slums verkommenen alten Festland, errichtete man neue hochmoderne Städte und bot den Überlebenden ein Zuhause, eine Zukunft und einen Anflug von Sicherheit. Für den Bau dieser Städte fehlte es jedoch an der Ressource Mensch, weshalb man sich die Technik zunutze machte. Als man die Bevölkerungszahlen mit Robotern wieder aufgefüllt hatte wurden die neuen Menschen-Domizile überaus schnell realisiert.
Binary Domain
Als Marktführer setzte sich die Firma "Bergen - Advanced Robotic Technologies" gegenüber der japanischen Konkurrenz des "Amada"-Konzerns durch und besitzt zum aktuellen Zeitpunkt 95% Marktanteil. Da Bergen hauptsächlich für die Amerikaner produziert avancieren diese kurzerhand zur einzig übrigen Weltmacht. In der 2040 verabschiedeten neuen Genfer Konvention werden erstmals Rahmenbedingungen für die Roboterentwicklung schriftlich festgehalten. §23 dieser Konvention beschreibt dabei, dass es ausdrücklich untersagt ist die Maschinen wie Menschen aussehen zu lassen, sowie sie auch nur in irgendeiner Weise menschengleich zu machen. Doch wie es der Zufall so will wird ein Mensch als sogenannter Seelenloser, also als Robotermensch, entlarvt. Da dieser Seelenlose jedoch nicht von Bergen gebaut wurde, kann es sich nur um ein Amada-Produkt handeln. Eine Spezialeinheit, die sogenannte Rost-Crew, soll den Konzern in Japan infiltrieren, dem Gesetzesverstoß auf den Grund gehen und trifft im fernen Osten auf heftigen Widerstand. Wer ist nun wirklich die Seele hinter den Seelenlosen und wie viele haben bereits die Gesellschaft unterwandert?
