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  • BioShock: Der Untergang einer Stadt - Leser-Test von zoggerman

    Manchmal gibt es Spiele, die den Spieler wahrlich mitreißen. Ihn in die von den Entwicklern geschaffene Welt hineinziehen und ihn mit jeder verstrichenen Spielminute immer mehr von dem Game begeistert. Solche Spiele sind Meisterwerke. Und ein solches Meisterwerk ist Bioshock. Warum es ein so geniales Spiel ist erfahrt ihr in meiner Review zum Spiel.

    Der Flugzeugabsturz der alles verändert

    Das Spiel beginnt damit, dass unser Protagonist Jack in einem Flugzeug sitzt und über sein Leben nachdenkt. Doch gleich darauf stürzt das Flugzeug über dem Atlantik ab und Jack kann sich gerade noch so auf eine Insel mit einem Turm retten. Glück im Unglück könnte man denken, aber im Gegensatz zu dem was ihn darauf erwartet, ist der Absturz noch das geringste Übel. Hilfesuchend betreten wir den Turm und finden dort eine Tauchkugel vor. Diese bringt uns an einen geheimen Ort. Einer Stadt erbaut von einem Wissenschaftler für die Elite der Welt, um der Regierung und dem Glauben zu entgehen und um sich sein eigenes Utopia zu erschaffen. Wir betreten eine Stadt namens Rapture. Von dieser Stadt kann man aber alles andere als begeistert sein. War sie früher mal schillernd, ist sie jetzt dem Untergang geweiht. Schlimme Dinge sind dort passiert und man wird sofort damit konfrontiert. So wird Jack gleich zu Beginn von einem menschenähnlichen Monstrum, einem Splicer angegriffen. Mit einer Rohrzange können wir ihm den Gar aus machen. Doch Jack muss nicht allein durch diese Hölle gehen. Glücklicherweise bekommt er über Funk Nachrichten von einem gewissen Atlas, der ihn durch Rapture führt und ihm hilfreiche Informationen gibt. Im Gegenzug soll Jack Atlas' Familie vor Andrew Ryan retten. Und so machen wir uns auf, die Geheimnisse von Rapture aufzudecken und nach und nach erfahren wir was in dieser einst so schillernden Metropole unter Wasser geschehen ist. Und wir erfahren auch mehr über Jack selbst.

    ADAM, EVE und Plasmide

    Den Untergang der Stadt leitete das Erforschen von Genmanipulationen ein. Wissenschaftler entwickelten Stoffe, die es den Menschen der Stadt ermöglichte, übernatürliche Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Stoffe sind die sogenannten Plasmide. Mithilfe dieser Plasmide ist es möglich Elektroblitze aus dem Arm zu schießen und die Feinde damit zu paralysieren, seine Gegner einzufrieren mit einem Plasmid namens Winter Blast, es ist möglich die Splicer mit Flammen zu besiegen oder ihnen einen Insektenschwarm an den Hals zu jagen. All diese Plasmide bringen taktische Möglichkeiten mit sich. Sieht man zum Beispiel einen Feind, der im Wasser steht, so muss man nur einen Blitz ins Wasser schicken und der Gegner wird geröstet. Geht schnell und spart Munition. Durch die Elektroblitze kann man zudem Kameras, Kampfbots und Geschütze für kurze Zeit außer Gefecht setzen ums sie dann zu hacken. Das Hacken ist als kleines Minispiel aufgebaut, in welchem man einen Energiefluss zum Ausgang leiten muss, bevor die Zeit abläuft. Dieses Minispiel bleibt immer dasselbe, wird aber mit der Zeit immer anspruchsvoller. Und wer keine Lust dazu hat, der kann auch einfach einen Autohacker hernehmen, der die Arbeit für einen übernimmt. Diese findet man bei besiegten Splicern oder man kann sie an Automaten kaufen. Aber dazu später mehr. Zurück zu den Plasmiden. Diese kann der Spieler nicht unbegrenzt einsetzen. Nach einigen Einsätzen des Plasmids muss man sich einen Stoff namens EVE in die Venen jagen, damit man weiterhin auf die übermenschlichen Fähigkeiten zurückgreifen kann. Das Eve lässt sich in Regalen, Kisten, bei toten Gegnern oder bei den vorhin schon erwähnten Automaten finden. Doch wer denkt, dass einem die Plasmide geschenkt werden, der irrt. Die meisten Plasmide gibt es nur an den Gatherers Garden Automaten. An diesen Automaten kommt man aber mit Dollars nicht weit, denn anders als bei anderen Automaten, zu denen ich gleich komme, ist die Währung an den Gatherers Garden ein Stoff namens ADAM.

    Duo Infernale: Big Daddy und Little Sister

    Wer an das ADAM kommen will, muss erst einmal eine Little Sister finden. Das sind kleine Mädchen, welche sich allerdings schon lange nicht mehr wie Mädchen verhalten. Mit einer großen Spritze saugen sie das ADAM aus Leichen heraus. Da dieser Stoff auch bei den Splicern sehr beliebt ist, braucht die Little Sister natürlich einen Beschützer. Und dieser tritt in Form eines Big Daddys auf. Das sind große Soldaten mit mächtiger Wumme und Bohrer als Arm. Die Big Daddys sind ein harter Brocken und wer ohne zu überlegen auf sie draufballert, der wird nicht lange leben. Man muss schon taktisch vorgehen, um sie zu überwältigen und dazu braucht man vor allem starke Waffen. Diese sind in großer Zahl im Spiel vorhanden. Man kann seine Gegner mit der Pistole, einem MG, einer Schrotflinte, mit einer Armbrust und mit weiteren Waffen ausschalten. Für den Big Daddy empfiehlt sich der Granatwerfer. 2-3 Schuss und der Big Daddy liegt tot am Boden. Und hat man das geschafft, kann man sich der Little Sister zuwenden. Nun hat man zwei Möglichkeiten: Man kann sie völlig ausbeuten und all das ADAM, das sie hat, aus ihr heraussaugen. Dies würde aber ihren Tod bedeuten. Man hat aber auch die Möglichkeit sie zu retten. Dadurch bekommt man zwar nur die Hälfte des ADAM, aber man wird dafür auch mit kleinen Geschenken belohnt, die uns am Gatherers Garden Automaten erwarten. Wie ihr euch entscheidet, wird das Ende des Spiels beeinflussen, denn je nachdem ob ihr die kleinen Mädchen rettet oder ausbeutet, gibt es ein gutes und ein schlechtes Ende.

    Willkommen im Circus der Werte!

    Kommen wir nun zu den Automaten. Da gibt es zum Einen den oben schon erwähnten Gatherers Garden. Dort könnt ihr euch neue Plasmide, Tonikaslots und neue Tonika kaufen. Von den Tonika gibt es drei verschiedene Varianten (Kampf, Körper, Technik). Jedes Tonika bringt euch einen kleinen Vorteil. So könnt ihr mithilfe der Tonika mehr Treffer einstecken, ihr bekommt mehr Zeit beim Hacken, ihr könnt euch unsichtbar machen, Sicherheitsalarme werden verkürzt oder ihr könnt auch schneller rennen. Von diesen Tonika könnt ihr weit über 50 Stück im Spiel finden und kaufen. Dann gibt es den Circus der Werte. In diesem könnt ihr normale Gegenstände, die ihr im Spiel braucht kaufen, wie z.B. Verbandskästen, EVE-Spritzen, Munition oder Auto-Hacker. Dieser Automat ist übrigens hackbar. Ist euer Hack erfolgreich, so gibt es mehr Gegenstände, die ihr käuflich erwerben könnt und die Preise sind zudem günstiger. Wer gerne bastelt, wird seine helle Freude an den U-Invent-Stationen haben. Dort könnt ihr eigene Gegenstände mit Dingen bauen, die ihr in der Spielwelt findet. Diese reichen von Gummi-Schläuchen über Enzym-Proben und Patronenhülsen bis hin leeren Spritzen. Mit diesen Gegenständen könnt ihr euch dann hauptsächlich Munition für eure Waffen erstellen. Auch bei diesem Automat habt ihr die Möglichkeit zu hacken um so die Anzahl der Gegenstände, die ihr verwenden müsst, zu verringern. An den El Ammo Bandito könnt ihr euch neue Munition kaufen, wenn euer Vorrat etwas knapp wird. An den Gen-Banken könnt ihr eure Plasmide und Tonika austauschen, die ihr benutzt. Da ihr nur eine begrenzte Anzahl von Slots habt, müsst ihr einige Plasmide und Tonika in diesen Banken lagern und falls ihr sie benötigt, könnt ihr dann an diesen Orten auf sie zurückgreifen. An den sogenannten Power to the People-Stationen könnt ihr eure Waffen upgraden. Jede Waffe kann zweimal erweitert werden. Um diese Automaten allerdings verwenden zu können, müsst ihr die Spielwelt erkunden, da ihr sie nicht auf der Karte finden könnt. Darüber hinaus könnt ihr jede Power to the People-Station nur einmal verwenden. Zu guter Letzt gibt es noch die Medi-Stationen, an denen ihr eure Gesundheit wieder auffrischen könnt. Aber Vorsicht: Im Kampf können sich auch die Splicer an diesen Stationen wieder heilen. Ihr könnt deshalb die Medi-Stationen auch einfach zerstören und dabei staubt ihr auch noch einen Verbandskasten umsonst ab.

    Vielfalt bei den Gegnern

    An Gegnern wird in Bioshock nicht gespart. Überall im Spiel lauern sie. Und das trägt auch sehr gut zur Atmosphäre bei, denn die Splicer reden miteinander oder halten Selbstgespräche und wenn man in der Nähe von ihnen ist, hört man sie. In großen Räumen sieht man sie nicht gleich auf Anhieb und so erwischt man sich dabei wie man sich öfter als normal umschaut und sich vorsichtig vorantastet. Es gibt aber nicht nur einen Splicertyp, sondern gleich mehrere. So trifft man im Spiel auf die Leadhead Splicer, die Spider Splicer, die Thuggish Splicer, die Houdini Splicer und Nitro Splicer. All diese unterscheiden sich in ihren Angriffsweisen. Während sich die Spider Splicer an der Decke herumhangeln und plötzlich vor euch runterfallen und euch angreifen, können die Houdini Splicer von einem Ort an den anderen teleportieren. Man muss sich also je nach Gegnertyp eine andere Taktik ausdenken. So ist bei Nitrosplicern das Plasmid Telekinese von Vorteil. Diese Splicerart wirft mit Granaten nach euch. Mit dem Plasmid könnt ihr diese zum Absender zurück werfen. Ihr könnt natürlich auch wild auf die Gegner draufballern, aber dann dauert ein Kampf eben etwas länger. Ihr könnt eure Gegner zudem erforschen. Im Laufe des Spiels erhaltet ihr eine Fotokamera, mit der ihr Fotos von euren Gegnern schießen könnt. Mit jedem Forschungsschritt den ihr absolviert, kriegt ihr kleine Belohnungen. Dies sind meistens Schadenssteigerungen bei der jeweiligen Splicerart. Effektiv fotografiert ihr übrigens, wenn der Gegner euch gerade angreift. Das gibt die meisten Punkte und ein A-Ranking. Fotografiert ihr stattdessen einen toten Gegner, gibt es wenig Forschungspunkte und ein C-Ranking.

    Was geschah mit Rapture? Die Tonbänder geben Aufschluss!

    Die Story ist sehr wichtig in Bioshock. Man will unbedingt wissen, was in dieser einst so großartigen Stadt im Meer passiert ist. Informationen über Rapture und deren Bewohner, liefern euch die Tonbandaufzeichnungen, die überall in der Spielwelt zu finden sind. Insgesamt könnt ihr euch 122 Tonbänder anhören und so mehr über die Hintergrundstory erfahren. Was hat es mit den Little Sisters und den Big Daddys auf sich? Was ist in Rapture passiert? Was hatten Andrew Ryan, Fontaine, Tennenbaum und Suchong vor? All das wird aufgeklärt und je mehr Tonbänder man sammelt, desto nachvollziehbarer wird, was mit der Stadt geschah. Manche Tonbänder helfen euch auch im Spiel weiterzukommen und manche helfen euch mit Codes, Türen zu öffnen, die mit einer Zahlenfolge geschützt sind.
    Die Tonbänder tragen sehr zur Atmosphäre des Spiels bei. Ein Grund dafür ist, die tolle Synchronisationsarbeit der Sprecher. Die Emotionen kommen fantastisch und glaubwürdig rüber. Ein Lob an Lokalisierungsabteilung des Publishers. In diesem Bereich wurde tolle Arbeit geleistet.

    Die technische Seite des Spiels

    Auf Seiten der Technik haben die Entwickler eine tolle Arbeit geleistet. Die Grafik ist famos, es gibt nur selten ein paar kleinere Pop-Ups, aber die trüben den Spielspaß nicht im Geringsten. Die Spielumgebung und die Orte sind mit so vielen Details ausgestattet, das man sich vorkommt in einer echten Stadt umherzuwandeln. Und durch die vielen zerstörten Orte kommt zudem das Feeling rüber, dass diese Stadt zerstört ist und dem Untergang geweiht ist. Ein modernes Atlantis sozusagen. Die Entwickler haben es geschafft mit der Umgebung die Atmosphäre fantastisch rüberzubringen. Auch in Sachen Sound haben sie sich nicht lumpen lassen. Vorhin wurde schon die Synchro gelobt, aber auch die musikalische Untermalung ist sehr gut gelungen. Bei Kämpfen passt sich die Musik gut an und in manchen Momenten, wie zum Beispiel überraschenden Schatten, die sich bewegen, tut die Musik ihr Übriges um den Puls nach oben zu treiben. Im Bereich der Steuerung gibt es auch nichts zu meckern. Die ist sehr gut verteilt auf dem Controller und geht deshalb nach kurzer Zeit locker von der Hand. Mit LB, beziehungsweise RB kann man Plasmide und Waffen wechseln. Hält man die Tasten gedrückt, kann man sich die Waffen und Plasmide in aller Ruhe aussuchen, da das Spielgeschehen pausiert. Um mit einer Waffe aber über Kimme und Korn zielen zu können muss man den rechten Analogstick reindrücken und nicht LT drücken, wie in anderen Shootern. Mit LT werden nämlich die Plasmide abgeschossen. Aber ansonsten ist die Steuerung nicht schwer zu erlernen und keineswegs träge.

    Die Achievements

    Die Achievements sind zum Teil im Vorbeigehen zu holen und zum Teil muss man schon etwas für die Punkte arbeiten. So werden Erfolge für bestimmte Spielziele vergeben, dann muss man alle Splicerarten vollständig erforschen. Upgrades zu allen Waffen freischalten gehört genauso dazu, wie das Spiel im schwersten Schwierigkeitsgrad durchzuspielen. Wer alle Little Sisters rettet, der darf sich auf 100 satte Punkte freuen. Für Historiker gibt es auch den Erfolg alle Tonbandaufnahmen zu finden. Ein Achievement ist aber richtig hart. Mit einem kostenlosen DLC kommt dieser auf die Liste hinzu. Für 100 Punkte muss man das Spiel auf Hart durchspielen, allerdings muss man dabei auch die Vita Chambers deaktivieren. Das Spiel würde also am letzten Speicherpunkt weitergehen. Das heißt so oft speichern wie möglich. Alles in einem sind die Erfolge mit etwas Übung gut zu holen und mit etwas Zeitaufwand beim ersten Durchspielen kriegt man schon locker über 800 Punkte zusammen.

    URTEIL

    Irrational Games hat mit Bioshock eines der besten Spiele aller Zeiten auf den Markt gebracht. Die Atmosphäre ist top, genauso wie die Grafik, der Sound und die Steuerung. Das Gameplay ist abwechslungsreich und mit den Plasmiden kann man in den Kämpfen auch taktisch vorgehen. Die Synchronisation ist sehr gut gelungen, weshalb man auch die deutsche Version empfehlen kann. Leider wurde das Spiel etwas geschnitten. Dies betrifft vor allem spritzendes Blut und Schusswunden. Aber das trübt auf keinen Fall den Spielspaß, denn es kommt ja aufs Gameplay an und nicht darauf, wie viel Blut auf dem Bildschirm fließt. Aufgrund des Gewaltgrades ist das Spiel aber keineswegs für Kinder geeignet. Aber für Erwachsene, die auf gute Unterhaltung in Horror-Atmosphäre mit toller Story stehen, denen sei Bioshock ans Herz gelegt. Denn dieses Spiel ist ein wahres Meisterwerk!

    Negative Aspekte:
    nichts

    Positive Aspekte:
    tolle Atmosphäre, super Synchronisation, gute Steuerung, spitzen Grafik, abwechslungsreiches Gameplay, Rapture ist einfach cool

    Infos zur Spielzeit:
    zoggerman hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    BioShock

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: zoggerman
    9.6
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.0/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • BioShock
    BioShock
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Irrational Games (US)
    Release
    17.10.2008

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BioShock
BioShock: Der Untergang einer Stadt - Leser-Test von zoggerman
http://www.gamezone.de/BioShock-Spiel-18980/Lesertests/BioShock-Der-Untergang-einer-Stadt-Leser-Test-von-zoggerman-1010189/
13.08.2010
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