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  • BioShock im Gamezone-Test

    Gut ein Jahr nach der Ertveröffentlichung können nun auch Playstation 3-Besitzer nach Rapture abtauchen.

    Im Vorfeld zur nachträglichen Veröffentlichung von Bioshock für die Playstation 3, welches für die Xbox 360 und den PC schon länger erhältlich war, versprachen uns die 2k Studios einiges an zusätzlichen Content, welcher die "neue" Version von der bisherigen unterscheiden soll. Wer sich nun aber die veröffentlichte Blu-ray genauer ansieht, wird gerade mal ein zusätzliches Plasmid und ein neues Tonika entdecken, ansonsten entspricht die PS3-Fassung exakt der Xbox 360 Version. Denn auch von den versprochenen "Challenge Rooms" ist in der Verkaufsversion nichts zu sehen, es gibt sie etwas später erst, augenblicklich wird der 20. November dieses Jahres angegeben, im PSN-Store zum Download. Ob es sie einzeln oder im Paket geben wird, ebenso ob sie kostenlos oder gebührenpflichtig sein werden, ist noch unbekannt. So bekommen also die PS3-Spieler exakt das gleiche Spiel geboten wie die Xbox 360-Besitzer, inklusive des neuen Plasmids und des Tonikums.

    Es gibt Spiele die müssen einem erklären wie sie funktionieren und warum man etwas macht. Es gibt aber auch Spiele die einen in eine andere Welt entführen, die einem eintauchen lassen in das Fantasieprodukt des Autors, so dass sich von ganz alleine ein Fluss einstellt der uns immer weiter in die Geschichte hineinzieht, ohne uns mit technischen Belangen zu nerven oder künstlich zu wirken. Nicht viele Spiele schaffen das, denn es ist wahrlich eine Kunst aus einem Videospiel mehr zu machen als nur eine mathematisch korrekte Ablauffolge von vorbestimmten Ereignissen. Doch wenn dies den Entwicklern gelingt, und mit BioShock ist ihnen das ohne Zweifel, dann kann einem ein Videospiel in eine Welt entführen die beeindruckender und mitreißender ist als jeder Film.

    Die Gedanken sind frei

    Der Atlantik brennt Der Atlantik brennt Wir schreiben das Jahr 1960 und unser Protagonist Jack sitzt im Flugzeug und sinniert über sein Leben. Lange hat er dazu aber keine Zeit, denn das Flugzeug stürzt in den Atlantik und er kann sich nur knapp auf eine kleine Insel mit einem Turm retten. Als hätte man auf ihn gewartet, steht das Tor weit geöffnet und das angehende Licht lädt dazu ein die bereitstehende Tauchkugel zu betreten. So kommen wir nach Rapture, einer geheim gehaltenen Stadt am Grund des Atlantik, geschaffen von einem Wissenschaftler der keine Grenzen kennt. Doch betreten wir kein Metropolis, sondern eine Stadt die im Untergang begriffen ist. Merkwürdige und grausame Dinge gehen dort vor, die wir auf unserem Weg zurück an die Oberfläche erst erkunden müssen, um überhaupt den Hauch einer Überlebenschance zu haben. Denn die Bewohner von Rapture sind in der Regel alles andere als freundlich, da freut sich Jack umso mehr, dass er offensichtlich einen Verbündeten hat. Ein gewisser Atlas nämlich hat Funkverbindung zu ihm aufgenommen und leitet ihn durch Rapture, unter der Bedingung, dass Jack im Gegenzug seine Familie aus den Fängen von Andrew Ryan befreit, dem durchgeknallten Wissenschaftler der das ADAM marktfähig machte, und damit den Untergang Raptures einleitete.

    Rapture Rapture Doch bevor wir verstehen was es mit diesem Adam auf sich hat, machen wir unsere ersten Erfahrungen mit den Plasmiden, genetische Erweiterungen die uns übermenschliche Fähigkeiten verleihen. Da gibt es Blitze die wir verschleudern können, einen Gefrierstrahl ebenso wie einen Feuerstrahl, sowie weit komplexere Plasmide, auf die wir gleich eingehen werden. Der elektrische Blitz beispielsweise, lässt sich auch benutzen um elektrische Geräte kurzzeitig außer Kraft zu setzen. So gewinnen wir die Zeit die wir benötigen um Geschütze oder Überwachungssysteme zu hacken. Dazu wird das immer gleiche aber auch immer anspruchsvoller werdende Minigame verwendet, bei dem es darum geht einen Energiefluss erfolgreich zum Ausgang zu leiten bevor die vorgegebene Zeit abgelaufen ist. Schaffen wir das, gilt das Gerät als gehackt und es arbeitet ab sofort für uns. Sind wir hingegen ein schlechter Hacker, können wir das Gerät auch gleich kaufen, insofern wir über die entsprechenden Barmittel verfügen, oder wir benutzen einen Autohacker, den es ebenfalls vorher zu besorgen gilt. Doch auch hier bietet uns das Spiel mehrere Möglichkeiten. Statt einen fertigen Autohacker an einen der vielen in Rapture verstreuten Automaten zu kaufen, ist es auch möglich einen selbst zu bauen. Denn wir finden im laufe des Spiels die lustigsten Gegenstände, wie Gummischläuche oder leere Patronenhülsen, und aus eben diesen Dingen können wir wieder, am entsprechenden Automaten, neue Objekte erschaffen.

    Willkommen! Willkommen! Generell spielen die verschiedenen Automaten eine große Rolle in BioShock, denn nur durch sie kommen wir an neue Plasmide, Körper- und Werkzeug-Tonikas oder die wichtigen Slot-Erweiterungen um mehr Plasmide, Tonikas und Waffen benutzen zu können. Es dauert eine Weile bis man verinnerlicht hat an welchen Automaten es was zu kaufen oder zu arrangieren gibt. Doch sind es genau sie die im späteren Verlauf des Spiels für die unglaubliche Handlungsfreiheit des Spielers sorgen, denn bei den Erweiterungen waren die Entwickler wirklich einfallsreich. Als Beispiel führe ich die Fähigkeit auf unsichtbar zu werden, oder erlittenen Schaden in Gesundheit umwandeln zu können. Ebenso können wir ein Phantombild von uns erzeugen um Gegner abzulenken oder sie gleich in Wut versetzen, was sich aber nur dann empfiehlt, wenn auch andere Gegner vorhanden sind, nicht dass wir die ausgeteilte Wut abbekommen. Doch all diese Erweiterungen brauchen Adam, und an das Adam kommen wir nur durch die Little Sisters heran.

    BioShock BioShock Bei den Little Sisters handelt es sich um kleine Mädchen welche von dem grausamen Wissenschaftler eine Tiefseeschnecke eingepflanzt bekamen, welche in der Lage ist das aus den Leichen extrahierte ADAM in EVE zu verwandeln, welches für die Plasmide benötigt wird. Und weil die Mädchen als Adam-Lieferant natürlich gefährlich leben, werden sie von den sogenannten Big Daddys beschützt, die es ebenfalls auf das Adam abgesehen haben und so quasi in einer Zweckgemeinschaft mit den Little Sisters leben. Sie besorgen das Adam und geben etwas davon ab, dafür werden sie im Gegenzug von den Big Daddys beschützt. Das Dilemma in dem sich der Spieler befindet, besteht nun darin, dass man erst einmal den Big Daddy ausschalten muss um an das Mädchen heranzukommen, und hat man dies geschafft, steht man vor der schweren Entscheidung ob man das Mädchen von der Schnecke "erlösen" möchte, was sie überlebt uns aber nur den halben Adam-Vorrat einbringt, oder ob wir sie töten um an das ganze Adam zu kommen. Denn schon bald bemerken wir, dass wir nicht nur in dieser Sache offensichtlich nicht alles wissen, und es gibt anscheinend mehrere Parteien, die allesamt ihr eigenes Süppchen kochen und versuchen uns für ihre Zwecke einzuspannen.

    BioShock BioShock Eine ebenso wichtige Rolle wie die Plasmide spielen die schon erwähnten Tonika, welche es im Spiel in den drei Varianten Köper-, Technik- und Kampf-Tonika gibt. Die Tonika wirken passiv, also jedes Tonika in unserem Slot ist immer aktiv und muss nicht separat ausgelöst werden, wie die Plasmide. Allerdings müssen wir die zusätzlichen Slots mit Adam kaufen, erst dann können sie mit neuen Fähigkeiten ausgestattet werden. Dafür benötigen sie dann, quasi "im Betrieb" kein Eve, wie die Plasmide. Besonders die Kampf-Tonika werden im späteren Verlauf des Spiels wichtig und bieten uns so praktische Funktionen wie eine Körperpanzerung oder ein elektrischer Schlag der alles trifft was uns berührt.

  • BioShock
    BioShock
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Irrational Games (US)
    Release
    17.10.2008

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BioShock
BioShock im Gamezone-Test
Gut ein Jahr nach der Ertveröffentlichung können nun auch Playstation 3-Besitzer nach Rapture abtauchen.
http://www.gamezone.de/BioShock-Spiel-18980/Tests/BioShock-im-Gamezone-Test-991936/
29.10.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/10/crashsite.jpg
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