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BioShock (X360)

Release:
28.08.2007
Genre:
Action
Publisher:
2K Games
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BioShock: In diesem Spiel saufen Sie sprichwörtlich ab: BioShock ist schlichtweg ein atemberaubendes, einmaliges Spielerlebnis und Rapture ist folglich nicht nur das Utopia für Wissenschaftler und Künstler, sondern auch das der Spieler! - Leser-Test von morrowind

10.09.2007 17:31 Uhr
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BioShock: In diesem Spiel saufen Sie sprichwörtlich ab: BioShock ist schlichtweg ein atemberaubendes, einmaliges Spielerlebnis und Rapture ist folglich nicht nur das Utopia für Wissenschaftler und Künstler, sondern auch das der Spieler! - Leser-Test von morrowind [Quelle: ] Freut man sich auf ein kommendes Spiel, hat man zusätzlich immer große Erwartungen an das finale Produkt. Dabei spielt allerdings auch oft etwas die Angst mit, denn das fertige Game könnte ja letztendlich den Erwartungen nicht genügen oder sogar in einer Katastrophe enden. Ab und zu freut man sich jedoch auch auf ein Spiel, denn man ist sich im Klaren, dass hier nichts mehr schief gehen kann. Eines dieser Spiele ist zweifelsohne BioShock gewesen.
Als die Revolution im Shooter-Genre angepriesen, wurde der Titel bereit im Vorfeld gewaltig gefeiert. Kein Wunder, schließlich sah das Gezeigte absolut fantastisch aus und beeindruckt mit einer Vielzahl an spielerischen Möglichkeiten. Und eines kann ich Ihnen bereits jetzt sagen: BioShock ist zwar keine echte Revolution aber dennoch ein absoluter Meilenstein im Baller-Genre geworden. Und was für einer.
In BioShock übernehmen sie wieder einmal die Kontrolle eines namenlosen Helden, der mit einem Flugzeug mitten über dem Atlantik abstürzt. Glücklicherweise befindet sich in der unmittelbaren Nähe ein ominöser Turm, welche wie ein Leuchtturm aussieht, jedoch eine Tauchkapsel verbirgt, die eine Person zum wohl geheimnisvollsten Ort unseres Planeten befördert, nämlich nach RAPTURE.. Zufall? Wohl kaum, denn wie sich schon bald herausstellen wird, wird in Rapture nichts dem Zufall überlassen.
Nach der wunderschön schaurigen und atmosphärischen Tauchfahrt in der Tauchkapsel landen sie mitten im Chaos. Das ehemals anmutend perfekte Paradies für die gehobene Gesellschaft befindet sich nämlich in einem zerstörerischen Bürgerkrieg. Wie so oft waren die Menschen wieder einmal zu gierig und haben mit Hilfe des Wirkstoffes ADAM ihre Gene so übertrieben häufig modifiziert, dass sie schließlich zu aggressiven Monstern, den Splicern geworden sind. Diese Splicer fungieren außerdem auch als Hauptfeinde im Spiel.
Ihre Aufgabe ist es nun also, die Vorgänge in Rapture zu untersuchen und dem grausigen Treiben dort ein Ende zu bereiten, bevor die komplette Unterwasserstadt endgültig im Ozean versinkt. Die Story von BioShock ist im Grunde genommen recht simpel, dafür jedoch atemberaubend erzählt. Später im Spiel gibt es bezüglich des Oberbösewichts sogar eine dramatische Wendung, diese scheint jedoch arg vorhersehbar. Trotzdem: Die Hintergrundgeschichte von Rapture rund um Macht, Visionen und Habgier ist überaus gelungen. Vor allem wegen abartigen Ironie, die das Spiel durchzieht, denn auf der einen Seite klagt der Erfinder Andrew Ryan Regierungen und Religionen an und fordert sogar eine Anarchie, auf der anderen Seite strebt der gute Herr aber selbst nach Macht.
Wunderschön ist dieses Rapture ohne Zweifel. Die komplette Stadt, sprich Spielwelt, ist in einem atemberaubend herrlichen Art Déco Stil gehalten und strotzt nur vor kleinen Details. Egal ob Werbeplakate, Propaganda-Banner, Läden oder Tagebücher: Die komplette, entdeckbare Stadt ist wie aus einem Guss und fühlt sich unheimlich organisch an. Besonders die Tagebücher vermitteln dem Spieler das Gefühl, sich in einer ungeheuer glaubwürdigen Welt zu befinden, da sie meistens von den tragischen Schicksalen der Erbauer oder Bürger handeln. Außerdem finden sich in Rapture teilweise Sätze die so überwältigend poetisch, schön und philosophisch korrekt sind, dass man sich für Tage in diesem Utopia aufhalten könnte. An allen Ecken und Enden erahnt man, wie schön diese Welt einst gewesen sein muss, wird jedoch daraufhin sofort wieder mit dem Leiden der Bürger konfrontiert. Die Tragik von Rapture begann bereits bei der Entstehung, denn die Vergangenheit hat uns bereits gezeigt, wenn man versucht, eine überlegene Rasse zu erschaffen. BioShock bietet so oder viele Botschaften oder Anspielungen auf die Geschichte. Man sollte die Evolution des Menschen eben nicht eigenhändig beschleunigen, das kann einfach nicht gut gehen.
Abseits der grandiosen Atmosphäre und genialen Spielwelt bietet BioShock aber auch in Sachen Gameplay einiges für gestandene Zocker. Die Revolution ist es zwar nicht geworden, wobei man hier einmal die Frage in den Raum werfen sollte, ob dies überhaupt noch möglich ist. Dennoch ist BioShock spielerisch ein absolutes Kunststück, wenn vielleicht auch nicht das Spiel in Perfektion geworden. Doch erst einmal eines nach dem anderen...
Grundsätzlich sollte man sich BioShock wie einen Shooter mit Magieeinsatz vorstellen. Nur heißt die Magie in Rapture eben Plasmide und man kann in der Welt noch andere Dinge anstellen. Eines haben Waffen und Plasmide gemeinsam, denn beide Arten von Gegnerbeseitigung lassen sich in Rapture aufrüsten, vorausgesetzt man findet ein dafür vorgesehen Waffen-Upgrade Station oder Adam. Erstere sind eher spärlich in den weitläufigen Levels verteilt, dafür müsst ihr nichts für ein Waffenupgrade blechen. Der Haken: Ihr könnt nur eine Waffe ein einziges Mal upgraden, danach muss man eben nach der nächsten Station Ausschau halten. Bei den Plasmiden verhält es sich hingegen anders: Zwar benötigt Ihr auch hier einen Automaten, um neue Fähigkeiten zu erwerben, diese kommen jedoch deutlich häufiger vor und schlucken mächtig viel Adam. Adam, das ist das Zeugs, das die Erfinder von Rapture rund um Andrew Ryan auf dem Meeresgrund gefunden haben. Um an das besagte Wundermittel zu gelangen, müsst Ihr die so genannten Little Sisters aufspüren. Diese pumpen nämlich mit einer Art Spritze das Adam aus den Leichen ehemals genmanipulierter Splicer und folglich liegt es am Spieler, die kleinen Damen zu überfallen und ihnen das Teufelszeugs zu entreißen. Das dumme an der Sache: Die Mädels werden ständig von den Big Daddies umgeben, welche unheimlich schwer bewaffnet und gepanzert sind. Das kann also nur auf eines hinauslaufen, nämlich auf eine bleihaltige Konversation.
Habt Ihr die dicken Brummer dann besiegt, sie sind übrigens die mit Abstand spektakulärsten Gegner in Rapture, könnt Ihr die Little Sister entweder heilen oder opfern. Auf jeden Fall lohnen sich beide Wege, da Ihr für beide Entscheidungen ausreichend belohnt werdet. Das Spiel hält übrigens für beide Vorgehensweisen verschiedene Enden parat.
Habt Ihr das Adam also ergattert, könnte ihr es in neue, spektakuläre Plasmide stecken. So könnt Ihr beispielsweise die Gegner anfackeln, schocken oder mit Bienen belästigen oder Ihr könnt Ziel Dummy's erschaffen oder die Feinde aufeinander losgehen lassen, um nur wenige Fähigkeiten zu nennen. Die Plasmide sind auf jeden Fall eine Bereicherung für das Spiel, da Ihr so deutlich mehr taktische Optionen im Kampf und für den Alltag in Rapture besitzt.
Leider könnten die Feuergefechte etwas brachialer sein, da sie ziemlich statisch und trotz des Plasmideneinsatzes und der coolen Waffen etwas monoton ausfallen. Schließlich kommen die Feuergefechte in BioShock ja nicht zu kurz, habt Ihr beispielsweise einen Bereich gesäubert, wird wenige Minuten später ein neuer Splicer auftauchen. Das kann zwar zuweilen etwas nervig sein, trägt aber wiederum unheimlich viel zur genialen lebendigen Spielwelt und Atmosphäre bei. Nirgends kann sich der Spieler sicher fühlen und an jedem Örtchen geht etwas vor sich. Dieses Gefühl ist den Machern zweifelsohne herausragend gut gelungen.
Sterbt Ihr trotzdem einmal den Bildschirmtod, heißt das allerdings nicht das Ende aller Tage. Überall in Rapture verteilt sind die so genannten Vita-Stations, wo Ihr nach einem Ableben wieder aufwachen werdet. Zusätzlich lässt sich das Spiel auch jeder Zeit speichern. Löblich, denn so bleibt das Spiel stets fair, ohne zu anspruchslos zu sein. Habt Ihr einen Feind besiegt, solltet Ihr den Kadaver der Splicer unbedingt noch auf Munition, Kohle oder sonstigen Schnickschnack untersuchen, denn all dies ist in Rapture rar gesät. Das Geld benötigt Ihr um bei Automaten Euren Essens-, Medikit- oder Munitionsvorrat aufzufrischen. Ebenfalls interessant ist dabei auch das Gameplay-Element, neue Sachen selbst zu erfinden. An den Invent-Automaten seid Ihr nämlich dazu in der Lage, neue Munitionstypen oder sonstige Dinge zu erfinden. Dieses Feature ist zweifelsohne richtig toll geworden.
Außerdem besteht die Möglichkeit, Geräte und Kampfbots zu hacken. Dieser Vorgang läuft in einem etwas nervigen Minispiel ab, welches teilweise ziemlich verhunzt wirkt. Habt Ihr das Spielchen allerdings gemeistert, arbeiten die jeweilige Maschinen, Kameras und Selbstschussanlagen mit eingeschlossen fortan für Euch
Das Leveldesign von BioShock ist super gelungen. Eigentlich läuft das Spiel zwar streng linear ab, durch die glaubwürdige Spielwelt und der Tatsache, dass Ihr alte Plätze erneut besuchen dürft, habt Ihr stets das Gefühl, Euch in einer offenen Welt zu bewegen.
Auch der Abwechslungsreichtum ist beachtlich. Neben Miniwäldern, Häfen und Medical Pavallions besucht Ihr auch Forschungsanlagen und sogar die Zentralsteuerung von Rapture. Die Spieldauer ist beachtlich: Für ein einmaliges Durchzocken habe ich mindestens 18 Stunden benötigt, vorausgesetzt man lässt sich auf die famose Spielwelt ein und hetzt nicht nur den Hauptaufgaben hinterher. Leider sind die Aufgabenstellungen etwas monoton und laufen oft ziemlich ähnlich ab. So müsst Ihr zum Beispiel des Öfteren irgendwelche Teilchen zusammensuchen. Fantastisch gelöst wurde hingegen wieder die eingängige, flüssige wie intelligente Bedienung. Die Tastenbelegung samt Ringmenüs gestaltet sich wunderbar intuitiv.
Selbstverständlich gibt es in Rapture noch viel mehr zu entdecken, doch all dies in diesem Review aufzulisten wäre doch ziemlich happig. Ich habe mich hier bewusst auf die wichtigsten Faktoren und Gameplay-Elemente fokussiert.

Moderation
10.09.2007 17:31 Uhr
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1006452
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10.09.2007
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