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  • Bionic Commando im Gamezone-Test

    Bei solch beschwingter Action muss ein nächster Teil nicht wieder 20 Jahre auf sich warten lassen.

    Mit Bionic Commando lieferte Capcom anno 1987 einen wahren Meilenstein des Jump 'n Run Genres ab, denn anstelle sich plump von links nach rechts durch die Gegnerhorden zu ballern, konnte man mit seinem bionischen Arm verschiedene Ebene erklimmen und den Kampf gegen finstere Nazischergen aufnehmen. Die Nazis mussten in dem nun vorliegenden Nachfolger dem "zeitgemäßen" Allseitsfeind weichen: den Terroristen. Die Umgebungen sind nicht mehr flach und zweidimensional, sondern werden imposant und in 3D dargestellt. Ob jedoch das kultige Flair des Originals ebenfalls übernommen oder sogar noch übertroffen werden konnte, könnt ihr wie folgt nachlesen.

    Was der Mensch nicht kennt, das fürchtet er

    Bionic Commando Bionic Commando Die Geschichte des Spiels ist 10 Jahre nach der des Arcade-Titels Bionic Commando: Rearmed angesiedelt. Nachdem sowohl Nathan als auch viele andere "bionisch modifizierte Menschen" erfolgreich und durchschlagend für Haus und Vaterland in diverse Schlachten zogen, wuchs jedoch die Angst innerhalb der Bevölkerung. Plötzlich hieß es von diversen Seiten, dass die bionischen Kommandos gefährlich seien und die innere Sicherheit gefährden würden, weswegen man die Truppen zusammenpferchte und die robotischen Gliedmaße wieder entfernte. Dabei kam es zu diversen Todesfällen; einige starben, andere flüchteten vor ihrem Schicksal. Nathan hingegen wurde inhaftiert und fristete die vergangenen fünf Jahre in einer kargen Zelle sein Dasein. Bis heute, denn aus den einst entflohenen Truppen hat sich eine Terroristenorganisation gebildet, welche die Welt, vor allem aber Ascension City, in Atem hält. Diese Bedrohung gipfelt in einem nuklearen Angriff durch die Terroristen, welcher die einst blühende Stadt in ein atomar verseuchtes, zerstörtes Gebiet verwandelt. Die Regierung gerät unter Zugzwang, denn dieser Akt der Gewalt darf natürlich nicht ungesühnt bleiben, weswegen ein alter Krieger reaktiviert wird. Der geneigte Leser kann sich natürlich denken, dass hiermit Nathan Spencer, der Protagonist unserer Geschichte, gemeint ist. Dieser muss die feindlichen Truppen nun im Alleingang aufhalten und zwar um jeden Preis. Doch warum sollte er tun was eine Regierung von ihm verlangt, die ihn schon einmal verraten hat? Weil diese Regierung ausschlaggebendes Druckmittel in den Händen hält und Nathan nichts anderes übrig bleibt, als seinen bionischen Arm erneut umzuschnallen und den Kampf aufzunehmen...

    Schwungvolles Gameplay

    Bionic Commando Bionic Commando Wie sich sicherlich jeder denken kann wurde das Gameplay verstärkt auf das bionische Hilfsmittel des Helden ausgelegt, welcher sich damit durch verschiedene Landschaften wie die eben erwähnte Stadt, diverse Höhlen oder Dschungelterritorien schwingt. Eine offene Welt wird jedoch nicht geboten, da alles recht linear abläuft und der Weg stets vorgegeben wird; auch wenn man minimal andere Routen wählen kann um an ein Ziel zu gelangen. Man sollte dem Spiel aber zugute halten dass es möglich ist, sich praktisch überall festzuklammern. So schwingt man von Stahlbalken zu Stahlbalken, erklimmt auf vertikalem Wege diverse Hochhäuser oder zieht sich aus einer Gefahrenzone auf eine rettende Plattform. Ab und an kommt es natürlich auch zu Auseinandersetzungen mit diversen Gegnergruppen, die mit Hilfe der vorhandenen Waffen jedoch keinerlei größere Probleme darstellen sollten. Die KI der sogenannten "Grunts" hält sich nämlich, gelinde gesagt, in Grenzen und lediglich größere Gegner wie zum Beispiel die Biomechs oder die aus der Entfernung feuernden Sniperschützen können richtig gefährlich werden. Hat man den Dreh allerdings erst einmal raus, dann ist auch der größte und heimtückischste Gegner keine wirkliche Herausforderung für Spencer. Damit sich das Gameplay nicht einzig und allein auf schwingen-springen-schwingen-springen-schießen beschränkt, erhält Nathan im Verlauf des Spiels immer mehr Möglichkeiten seinen Arm einzusetzen oder spezielle Manöver mit diesem auszuführen. Einige davon sind unter anderem dringend von Nöten, um spezielle Gegner auszuschalten oder in der Umgebung weiter voran zu kommen. Der Umgang mit jedem dieser neuen Moves will jedoch ebenfalls erst einmal gelernt werden; der aufbauende Schwierigkeitsgrad diesbezüglich macht es wirklicht leicht, Nathans Bewegungen kontrolliert zu bändigen.

    Bionic Commando Bionic Commando Wirklich fies sind jedoch die streckenweise sehr weit auseinander liegenden Checkpoints, die den ein oder anderen Frustanfall hervorrufen dürften. Ein Beispiel: Während man bereits einen gefährlichen, radioaktiv verseuchten Fluß überquert hat, nimmt man ein paar Grunts auseinander, hangelt sich ein gigantisches Gebäude hoch und segnet beim anschließenden Kampf mit einer weiteren, härteren Gegnerformation dummer Weise das Zeitliche. Also; Alles noch einmal von vorn, was auf Dauer recht missmutig stimmen kann, zumal man alle Gegner nochmals erledigen, bzw. Gegenstände einsammeln muss. Oftmals verlangt das Spiel förmlich eine spezielle Situation auswendig zu lernen um sie erfolgreich zu meistern. Wirklich vermiesen tut es den Spielspaß zwar nicht und viele mögen es als fordernd empfinden, doch an einigen Stellen hat sicherlich auch der ein oder andere Spielveteran zu schlucken, vor allem auf der höchsten der drei Schwierigkeitsstufen. Wem das alles zu knifflig ist der kann in den Optionen den "Levelsprung" wählen, kann hierbei jedoch weder Aufgaben erfüllen noch Achievements erreichen.

    Bionic Commando Bionic Commando Abseits der Pfade auf denen man wandelt können diverse Bonusgegenstände einsammelt werden, welche neue Bilder in der Galerie, Waffen oder sonstiges Zubehör frei schalten. Doch wollen diese erst einmal gefunden werden und liegen dementsprechend versteckt oder an nur schwer zu erreichenden Stellen, die den schnellen Spielertod nur allzu leicht herbeiführen. Darüber hinaus gibt es diverse Aufgaben zu erfüllen, sei es nun dass man 350 Gegner ins Jenseits befördert, bestimmte Attacken erfolgreich meistert oder einfach mal 5 Grunts mit einer Granate das Lebenslicht auspustet. Das Erfüllen dieser Aufgaben wird wiederum mit Bonusgegenständen oder den begehrten Achievements belohnt.

    Mit Timing durch die postatomare Szenerie

    Bionic Commando Bionic Commando Auf Bionic Commando trifft ein Sprichwort zu, welches eigentlich eher in Zusammenhang mit Beat 'em Ups verwendet wird; Leicht zu erlernen, schwierig zu meistern. Zwar scheint es leicht zu sein, sich mittels L- und A-Taste durch die Straßen der Stadt zu schwingen, doch bedarf es einer Menge Fingerspitzengefühl, bis man den richtigen Rhythmus gefunden hat. Wer sich zuvor mit den Videospielumsetzungen zu Spider-Man beschäftigt hat, dem könnte auffallen, dass sich das Schwingen mit Hilfe des bionischen Arms wesentlich kniffliger gestaltet, als mit den Netzen der Spinne. Ein anderes Sprichwort jedoch besagt, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und nach einer gewissen Eingewöhnungsphase sollte es keinerlei Probleme bereiten sich gekonnt von Objekt zu Objekt zu hangeln. Anfangs hilft jedoch nur Üben, Üben und nochmals Üben.

    Bionic Commando Bionic Commando Die Steuerung als solches ist äußerst solide, so dass jeder eingegebene Befehl umgehend ausgeführt wird. Nur innerhalb von Gebäuden kommt es hin und wieder zu geringen Problemen mit den Kamereinstellungen wenn man sich schwingend fortbewegt, doch im "freien Feld" bekommt man saubere und flüssige Einstellungen zu sehen, so dass es nach besagter Übungsphase einfach großartig ist sich von Ort zu Ort zu hangeln. Im Verbund mit den immer weiter wachsenden Fähigkeiten gelingen so teils haarsträubende Manöver, die den Actiongehalt höher schnellen lassen und für zusätzliche Adrenalinschübe sorgen. Mit "A" abspringen, den Haken mit "L" ausfahren, sich über einen Abhang schwingen um dann inmitten einer Gegnerformation mittels "Y"-Taste eine "Tod von Oben"-Aktion ausführen, damit die Gegner wie Kegel umfallen; Das hat schon was und sieht mitunter recht spektakulär aus.

  • Bionic Commando
    Bionic Commando
    Developer
    Grin
    Release
    22.05.2009
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Bionic Commando
Bionic Commando im Gamezone-Test
Bei solch beschwingter Action muss ein nächster Teil nicht wieder 20 Jahre auf sich warten lassen.
http://www.gamezone.de/Bionic-Commando-Spiel-18957/Tests/Bionic-Commando-im-Gamezone-Test-992217/
22.05.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/05/4v4w6cv46cv54wc.jpg
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