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  • Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele im Gamezone-Test

    Kläre mit Samuel Gordon den rätselhaften Tod des Großvaters auf Schloss Black Mirror auf.

    Von verschlossenen Türen und verschlossenen Seelen...

    Nach zwölf langen Jahren kehrt Samuel Gordon wieder auf das Schloss Black Mirror zurück, wo er den Grossteil seiner Kindheit verbracht hatte, und das ihm nun in so schrecklicher Erinnerung blieb, seit seine Frau in den Flammen umkam. Eigentlich wollte er diesen dusteren Ort nie wieder aufsuchen, aber der gewaltsame Tod seines Großvaters William zwang ihn sich wieder mit der Vergangenheit, aber auch den Geschehnissen der Gegenwart auseinander zu setzen. So näherte er sich mit bangen Schritten dem alten Gewölbe, welches schon Generationen seiner Vorfahren bewohnten. Doch er hatte nur seinen Großvater William im Sinn und die Umstände um seinen rätselhaften Tod, der sich auf so grausame Weise aus dem Fenster gestürzt haben soll. Gordon wollte nicht daran glauben, dass er verrückt geworden sei, und wird bei seinen Nachforschungen auch bestärkt auf dem richtigen Weg zu sein. Denn je weiter seine Untersuchungen gehen, desto widersprüchlicher stellt sich ihm die Situation dar. Ganz offensichtlich gibt es Menschen die absichtlich versuchen ihn in die Irre zu führen, ihn belügen und ihm falschen Informationen zukommen lassen, so wie es liebe Personen aus der Familie gibt die alles für ihn geben würden. Gleichzeitig geschehen auch nach dem Tod des Großvaters seltsame Dinge in und um das Schloss Black Mirror, die Aufzuklären sich Samuel in den Kopf gesetzt hat. Vorher wird er diesen Ort nicht mehr verlassen.

    Technisch stellt Black Mirror ein ganz klassisches Point&Click-Adventure im positivsten Sinne dar. Ausschließlich mit der Maus bedienen wir alles nötige ohne auch nur eine Taste des Keyboards zu benötigen. Es genügt die Maus an den oberen Rand des Schirms zu schieben um ins Hauptmenü zu gelangen, und an der unteren Seite des Schirms befindet sich das recht groß ausgefallene Inventar unseres Hauptdarstellers Samuel Gordon. Je nachdem ob und wie man mit einem Gegenstand oder einer Person interagieren kann, verändert sich der Kursor entsprechend und zeigt uns die gegebenen Möglichkeiten an. Mit der linken Maustaste lösen wir die Standard-Aktion aus, also Nehmen oder Sprechen, und mit der rechten Maustaste können wir Untersuchen oder weitere Optionen auslösen. Um die Kameraführung müssen wir uns naturgemäß nicht kümmern, da die gezeigten Örtlichkeiten immer von derselben Kamera in Szene gesetzt werden. Dabei bemerkt man auch die sehr gelungenen Animationen der Akteure, denen es zwar mitunter etwas an Geschwindigkeit mangelt, die aber umso natürlicher umgesetzt wurden. Gibt man beispielsweise den Befehl eine Schublade zu öffnen, beugt sich Samuel wirklich nach vorne und zieht diese auf. Ebenso wenn er versucht eine vernagelte Tür mit einem Hammer zu öffnen, wobei wir die einzelnen Bretter zu Boden fallen sehen und nicht, wie in ähnlichen Adventures, einfach weggeblendet wird. Sogar wenn wir eine Person bei der Arbeit unterbrechen, führt sie ihren letzten Arbeitsschritt noch aus, legt das Werkzeug zur Seite und beginnt das Gespräch. Doch ist das bei Weitem noch nicht alles was uns dieses Adventure an lieb gestalteten Kleinigkeiten präsentiert. Verweilen wir für längere Zeit an einem Ort, kann es schon passieren, dass ein Blatt vom Baum zu Boden fällt während die Sonne untergeht und die Umgebung in rötliches Licht taucht. Denn Black Mirror besitzt eine richtiges Wetter- und Tageszeiten-System, welches einem erlaubt die gleichen Orte zu verschiedenen Zeiten auch verschieden zu erleben. Während der eine Spieler einen Ort am helllichten Tag bei strömendem Regen besucht, erlebt ein anderer exakt den gleichen Ort in der Nacht bei klarem Himmel, und muss ihn erneut aufsuchen weil die gesuchte Person den Schlaf der Gerechten schläft.

    Die präsentierte Grafik aus sehr schön gestalteten Umgebungen und Räumen, in Verbindung mit den vielen kleinen Spielereien, wie das unglaublich echt wirkende Wasser, dezent eingesetzte Rauch- und Nebeleffekte sowie die vielen Animationen im eigentlich starren Bild hinterlassen einen mehr als positiven Eindruck. Man sieht dem Endergebnis einfach an wie viel Arbeit die Entwickler in jedes einzelne Detail gesteckt haben. Hier ist offensichtlich mehr als das Herzblut nur eines einzigen Grafikers eingeflossen. Allerdings erkauft man sich die herrliche Grafik mit nur zwei vorhandenen Auflösungen, nämlich 640x480 und 800x600 Pixel, wahlweise in 16 oder 32 Bit Farbtiefe. Im Gegenzug benötigt Black Mirror keine HighEnd-Maschine um vernünftig zu laufen, es gibt sich bereits mit einem 400 MHz PC und einer durchschnittlichen Grafikkarte völlig zufrieden.

    Sicherlich ebenso ein Kunstwerk wie die kredenzte Grafik stellt die Soundkulisse dar, die es zum einen herrlich versteht die entsprechende Stimmung aufzubauen, indem gekonnt die Hintergrundgeräusche mit den Missionsbezogenen Sounds vermischt werden, sowie mit einer deutschen Synchronisation aufwartet wie man sie sich in jedem Adventure wünschen würde. Auch wenn so manchem Spieler einige Gespräche etwas zu lang sein werden (man kann sie per Mausklick abkürzen), hören sie sich meist wie wirkliche Gespräche an und nicht wie vom Blatt abgelesene Notizen. Besonders Samuel Gordon hören wir oft und viel Sprechen, weswegen man sich für ihn um eine ganz besondere Stimme gekümmert hat. Niemand anderes als der Synchronsprecher von Jonny Depp persönlich, David Nathan, gab Samuel seine Stimme und sorgt so für den cineastischen Eindruck während des Spiels.

    Das Gameplay bietet uns allen voran eine dicht geflochtene Geschichte voller Intrigen, Lügen und unehrlicher Menschen, verlangt viel und oft zu sprechen um an die nötigen Informationen und Gegenstände zu kommen, und lässt uns immer wieder gerne dieselben Strecken hin- und herlaufen. Allerdings kann man einen einmal besuchten Ort, womit nicht die einzelnen Zimmer gemeint sind sondern die Orte im eigentlichen Sinn, per gefundener Karte jederzeit direkt anspringen lassen, wovon man schon bald regen gebrauch macht. Außer man kann sich wieder einmal nicht an der herrlichen Grafik satt sehen und geniest jeden einzelnen Schritt in der Umgebung von Black Mirror. Denn genau das ist es was Black Mirror herrlich versteht, den Spieler so richtig in den Bann der Geschichte zu ziehen. Einzig der Gruselfaktor könnte nach meinem Geschmack ruhig etwas höher sein, denn besonders im ersten Kapitel spielt sich das Game sehr wie eine Detektivgeschichte und weniger wie ein Horror-Adventure.

    Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele (PC)

    Singleplayer
    8,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Geringe Systemanforderungen
    herrliche Grafik
    ebenso herrliche Soundkulisse und deutsche Synchronsprecher
    verstrickt erzählte Geschichte
    gelungene Rätselstellungen
    Wettersystem
    Mitunter recht lange Gespräche (die man abbrechen kann) und weite Wegstrecken (die man ebenfalls meist per Karte abkürzen kann)
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Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele
Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele im Gamezone-Test
Kläre mit Samuel Gordon den rätselhaften Tod des Großvaters auf Schloss Black Mirror auf.
http://www.gamezone.de/Black-Mirror-Der-dunkle-Spiegel-der-Seele-Spiel-19024/Tests/Black-Mirror-Der-dunkle-Spiegel-der-Seele-im-Gamezone-Test-989835/
14.04.2004
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