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  • Black: Richtig gut und doch so schlecht. Aufgrund verheerende Patzer scheitert "Black" an seinen eigenen Ansprüchen. - Leser-Test von morrowind

    Black: Richtig gut und doch so schlecht. Aufgrund verheerende Patzer scheitert "Black" an seinen eigenen Ansprüchen. - Leser-Test von morrowind Lange herbeigesehnt wurde er, der potenzielle Shooter-König "Black" und die Vorfreude aller Criterion Fans auf das Action-Spektakel war unglaublich groß. Als der Titel dann im Februar diesen Jahres jedoch für die Xbox und PS2 erschien, machte sich unter den Spielern jedoch Ernüchterung breit. Weshalb dies nicht ohne Grund geschah, möchte ich in diesem User-Review wie folgt erläutern.
    In "Black" schlüpfen sie in die Haut des skrupellosen Agenten Jack Kellar, einem Supersoldaten, der nur dann zum Einsatz kommt, wenn die Kacke mal wieder richtig am dampfen ist. In diesem Fall soll er einer international gesuchte Verbrecherbande rund um einen ehemaligen Kollegen Kellars' ausfindig machen und sich zerstören. Na, die Story klingt nicht gerade einfallsreich oder? Stimmt, den "Black" schafft es einfach nicht einen ordentlichen Erzählfluss aufzubauen, der von Anfang an ans Pad fesselt, nein, stattdessen werdet ihr von einem Level zum anderen gehetzt, ohne auch nur ein bisschen eine Ahnung zu haben, was das ganze soll. Außerdem bekommt ihr nicht einmal ein befriedigendes Ende zu sehen, was wiederum einen zweiten Teil erahnen lässt. Trotzdem: Hier wäre deutlich mehr drin gewesen, da die Zwischensequenzen nämlich hochwertig vertont und clever inszeniert sind.
    Naja, im Prinzip ist die Story in "Black" ja eigentlich nur Nebensache, die Entwickler haben sich anscheinend vielmehr auf ein flüssiges und vor allem bombastisches Gameplay fokussiert, was am Ende dann aber ebenfalls nicht ganz geglückt ist. Zu den Gründen dafür komme ich aber später.
    Das Gameplay von "Black" schert sich im Grunde genommen einen Dreck um irgendwelche Innovationen oder Rätsel. Wer einen intelligenten Shooter à la "Half-Life 2" erwartet, wird enttäuscht sein. Wer auf spielerische Freiheit wie in "Far Cry" hofft, dürfte mit Black ebenfalls nicht warm werden und wer außergewöhnliche Designs und packende Geschichten wie in "Prey" erwartet, sollte ebenfalls schleunigst das Weite suchen. Das Gameplay von "Black" ist nämlich so herrlich geradlinig, konservativ und eigentlich auch schon primitiv, das es eine wahre Freude ist. In jedem Level warten circa 200 feindliche Söldner auf euch, nur um kurze Zeit später das Zeitliche zu segnen. Mit MP, M16, Kalashnikov, Raketenwerfer, Scharfschützenwerfer und Konsorten ballert ihr alles zu klump, was nicht niet- und nagelfest ist. Dabei dürft ihr keinesfalls irgendwelche alternative Lösungswege oder andere Freiheiten im Leveldesign erwarten. Auf der anderen Seite kann man den Titel aber auch keinesfalls mit dem ähnlich primitiven Genre-Kollegen "Serious Sam" vergleichen, da ihr so gut wie nie hirnlos drauflos stürmen solltet. Die feindlichen KI-Schergen verhalten sich nämlich teilweise erstaunlich clever und können so einige Kugel wegstecken. Deshalb solltet ihr manchmal besser im Hintergrund agieren und Hinterhalte planen.
    Im Vorfeld wurde "Black" als unaufhaltsame Zerstörungs-Orgie bezeichnet, doch im Prinzip könnt ihr in "Black" nur wenige Level-Gegenstände zerstören. Auf diesem Gebiet bieten Konkurrenz-Produkte wie "Red Faction" viel mehr Freiheiten. In "Black" lassen sich im Grunde genommen nämlich auch nur auffällig herumstehende Gas-Container oder LKWs in die Luft sprengen. Zugegeben, in manchen Abschnitten, welche jedoch sehr selten vorkommen, entfesselt ihr ein wahres Inferno, ballert die Beton-Ummantelungen von Beton-Pfeilern zu Klump, reißt Wände ein und sprengt MG-Nester. Diese Abschnitte sind eigentlich auch das Highlight von "Black", da sie sehr rasant inszeniert und spielerisch wirklich beeindruckend sind. Ansonsten bleibt von der Zerstörungsorgie aber leider nicht mehr viel übrig. Dafür sind die Schießereien aber so packend wie in keinem anderen Ego-Shooter inszeniert. Nach jedem harten Feuergefecht fühlt ihr euch einfach unschlagbar und glaubt, dass euch nichts mehr stoppen kann. Doch auch das, zugegeben geradlinige, Leveldesign ist sehr gut gelungen. Das Spiel hetzt euch von einem Shoot-Out zum anderen und lässt so gut wie nie Langeweile aufkommen. Trotzdem hätte ich mir aber noch Fahrzeuge oder ähnliche Spieleinlagen gewünscht.
    En dickes Lob verdient die Atmosphäre von "Black". Das phänomenale Zusammenspiel der bombastischen Optik, der genialen Sound-Untermalung und der bombastischen wie wuchtigen Präsentation zieht euch in einen Bann, der euch so schnell nicht mehr los lässt. Außerdem sind auch die Nachladeanimationen genial und tragen, man glaubt es kaum, unheimlich viel zu diesem packenden Spielerlebnis bei.
    Doch leider hat der Titel auch eine düstere Seite. Das fängt schon einmal bei der skandalös kurzen Spielzeit an. Gerade mal knappe 5 Stunden braucht es, um den Abspann zu sehen und nach dem ersten Durchspielen gibt es nichts mehr, dass euch zu einem zweiten Durchgang verleiten würde. An dieser Stelle muss ich noch hinzufügen, dass ich eher ein Zocker bin, der sich mit dem Spielen Zeit lässt und Titel, deren Spieldauer heftig kritisiert wurde, ich denke da beispielsweise an "Prey", als lang empfinde. Doch was sich Criterion mit der Spieldauer von "Black" gedacht hat, ist mir ein Rätsel. Zudem vermisst man auch einen Mehrspielermodus und ein zufrieden stellendes Speichersystem. Ebenfalls nicht gerade Spielspaß fördernd ist der teilweise wirklich heftige Schwierigkeitsgrad. Besonders der letzte Raum des Spiels ist vor allem für Einsteiger brutal schwer.

  • Black
    Black
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Criterion Games
    Release
    21.02.2006
    Leserwertung
     
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Black
Black: Richtig gut und doch so schlecht. Aufgrund verheerende Patzer scheitert "Black" an seinen eigenen Ansprüchen. - Leser-Test von morrowind
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07.10.2006
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