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  • Black: Sgt. Kellars kaukasische Sightbombing Tour - Leser-Test von X-Warrior

    Sargent Kellar hat es wirklich nicht leicht: Nicht nur, dass der Mann seinen Lebensunterhalt damit verdient Terroristen quer über den Globus zu jagen und damit Tag täglich sein Leben riskiert. Nun wurde der Protagonist des Ego-Shooters "BLACK" auch noch von seinen eigenen Leuten gefangen genommen und muss sich in einem Verhör, wegen seiner jüngsten Aktivitäten gegen die Terrororganisation "Seventh Wave", verantworten, während denen er nicht nur einmal Befehlsverweigerung begangen hat.

    Die Zwischensequenzen, in denen dieses Verhör dargestellt wird und die, die Handlung vorantreiben, wurden ansprechenderweise nicht vorgerendert, sondern mit echten Menschen verfilmt. Das eigentliche Spielgeschehen findet dabei in Rückblenden statt, in denen wir die Kontrolle über Kellar übernehmen und so aus erster Hand erfahren welche Ereignisse genau zu seiner Festnahme geführt haben. Leider legte der Entwickler "Criterion Games" BLACK dabei auf zwei Teile an, von dem der zweite nie erschienen ist. Weshalb das Spiel und seine Handlung gerade dann ein Ende finden, als Kellar den Hintermännern von Seventh Wave scheinbar schon sehr nahe ist, diese aber noch nicht dingfest machen konnte. Was den Spieler nach Beendigung des Spiels etwas unbefriedet zurück lässt. Glücklicherweise geht die Tiefe der Handlung aber nie über "Sargent Kellar wird dort und dorthin geschickt um diese und jede Aktivität von Seventh Wave zu unterbinden" hinaus, was das ganze Drama um die nicht zu Ende gebrachte Geschichte doch weitaus weniger schlimm macht, als es sich im ersten Moment anhört.

    Das Hauptaugenmerk der Entwickler lag bei BLACK ohnehin nicht auf einer möglichst komplexen Handlung, sondern auf der bombastischen Inszenierung, des ansonsten sehr "old-schooligen" Shooter Gameplays, welches uns weder Fahrsequenzen oder Schleicheinsätze abverlangt. Nicht einmal munteres Schalterdrücken ist in BLACK angesagt, sondern es muss lediglich das Levelende erreicht werden und, je nach ausgewähltem Schwierigkeitsgrad, eine bestimmte Anzahl von Geheimdokumenten gefunden, oder gewisse Objekte zerstört werden. An sich hört sich das jetzt nach gewohntem Shooter-Einheitsbrei an - und genau genommen ist BLACK in spielerischer Hinsicht auch nicht mehr. Was den geneigten Shooter Freund aber dennoch bis zu den Endcredits bei der Stange hält, ist wie sich BLACK zu präsentieren weiß.

    Bereits in der ersten Mission fällt dies durchaus positiv auf, als kurz nach Levelbeginn das erste Gebäude in die Luft fliegt und kurz darauf, vom Spieler selbst, ein Kirchturm, in dem sich ein Feind mit Raketenwerfer verschanzt hat, zum Einsturz gebracht wird.

    Allgemein ist es beachtlich, was Criterion hier für ein grafisches Feuerwerk aus der PS2-Hardware heraus gekitzelt hat: Mächtige Explosionen wechseln sich mit wunderschönen Rauch-, Feuer- und Lichteffekten ab, während sich die Texturen und Charaktermodelle ebenfalls das ganze Spiel über auf höchstem Niveau bewegen. Dazu gesellt sich noch eine teilweise zerstörbare Umgebung, die so manchen Spielabschnitt, nachdem Kellar ihn durchquert hat, in Schutt und Asche zurück lässt. Die einzigen Defizite, die sich bei der grafischen Leistung erkennen lassen, sind leichte Slowdowns, welche glücklicherweise aber nie lange genug andauern um wirklich ins Gewicht zu fallen oder Unmut beim Spieler zu erwecken. Etwas ärgerlicher sind da schon ein paar unsaubere Animationen der Gegner. Prinzipiell sind diese zwar ebenfalls ausgezeichnet ausgefallen - gerade in Nahkampf Mann gegen Mann, wirken diese Butterwich und glaubwürdig - doch, sobald es zu einem Feuergefecht über eine etwas größere Distanz kommt, fällt auf, dass hier etwas an Animationen eingespart wurde. Bei einem Distanztreffer eurerseits bewegen sich die Gegner nur abgehackt, als ob einige Zwischenbewegungen fehlen würden, die sie jedoch aufweisen, sollten diese auf kürzere Entfernung getroffen werden. Angesichts der restlichen und über jeden Zweifel erhabenen Optik lässt sich dieses kleine Defizit aber durchaus verkraften.

    An der Soundcodierung lässt sich hingegen nicht mal im Detail etwas bemängeln. Diese ist erstklassig geworden: Schreiende Feinde, heftiges Mündungsfeuer und gewaltige Explosionen lassen das Spielzimmer auf Wunsch erbeben. Auch die für das Spiel ausgesuchten Musikstücke können sich hören lassen. Obwohl sich diese während eines Spielabschnittes doch ab und an man wiederholen, untermalen sie den Spielablauf durchaus gekonnt und vermitteln eine angenehme Dramatik während des Spielens.

    Das Gameplay beschränkt sich, wie Eingangs bereits erwähnt, auf das Nötigste was einen 1st Person Shooter auszeichnet. Die eigentlichen Missionsziele mögen mit "Überquere die Grenze" oder "Finde diese und jene" Person betitelt sein, doch im Grunde muss immer nur das Levelende erreicht werden.
    Um sich den Anhängern von Seventh Wave erwehren zu können, greift Kellar auf ein reichhaltiges und modernes Waffenarsenal zurück, welches vom MP und Uzi über Schrotflinten bis hin zum Raketenwerfer reicht. Etwas ungewohnt sind im Gameplay nur die Entscheidungen, dass die Spielfigur weder in der Lage ist zu hüpfen oder Türen auf konventionelle Art zu öffnen. So muss unser Held um jede noch so kleine Erhöhung herumlaufen, anstatt einfach darüber hinweg springen zu können, während er verschlossene Türen nur unter zu Hilfename von Pumpgun oder Granaten öffnen kann.

    Dennoch bleibt BLACK ein wahres Actionfeuerwerk, welches die technischen Möglichkeiten der PS2 voll ausreizt und trotz des altbackenen und immer gleich bleibenden Spielablaufs mit seiner grandiosen Inszenierung punkten kann. Action-Fans werden hier in jeden Fall bestens bedient.

    Negative Aspekte:
    leichte Slowdowns ; Animationen wirken auf die Distanz sehr abgehackt ; Handlung nicht zu Ende gebracht

    Positive Aspekte:
    technisch Herausragend auf der PS2 ; teilweise zerstörbare Umgebung ; Gut in Szene gesetzte Action von Anfang bis Ende

    Infos zur Spielzeit:
    X-Warrior hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Black

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: X-Warrior
    9.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Black
    Black
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Criterion Games
    Release
    21.02.2006

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1010671
Black
Black: Sgt. Kellars kaukasische Sightbombing Tour - Leser-Test von X-Warrior
http://www.gamezone.de/Black-Spiel-18996/Lesertests/Black-Sgt-Kellars-kaukasische-Sightbombing-Tour-Leser-Test-von-X-Warrior-1010671/
21.03.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/04/PZ0406_Black_11.jpg
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