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  • Black im Gamezone-Test

    Grandiose Grafik, bleihaltige Daueraction und spektakuläre Explosionen - doch reichen all diese Zutaten für einen Hit?

    Wenn sich die Macher des legendären "Burnout" an das beliebte Genre der Egoshooter wagen, dann ist das schon etwas ganz Besonderes. Bereits im Vorfeld war klar, dass die Grafik von "Black" nicht weniger als atemberaubend sein wird. Aber auch das Gameplay sollte laut Criterion Games alles andere als gängiger Shooter-Einheitsbrei werden. Haben die talentierten Jungs rund um Alex Ward mit "Black" tatsächlich einen ähnlich durchschlagenden Überraschungshit wie einst mit "Burnout" abgeliefert?

    Black Black Nach dem minutenlangen und mit einer fantastischen Filmmusik unterlegten Intro erwartet man sich in Sachen Story von "Black" verständlicherweise ziemlich viel. Doch bereits nach dem zweiten Level ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Hintergrundgeschichte wird nämlich weder mittels spannender Ingame-Zwischensequenzen vorangetrieben noch bekommt man von den spartanischen Filmschnipseln zwischen den Aufträgen besonders viel Lust auf mehr. Ganz im Gegenteil: Die ominöse Geschichte rund um die Terrororganisation "Seventh Wave" und deren Anführer Sgt. Lennox ist eigentlich sogar ziemlich langweilig und völlig nebensächlich. Aus welchen Gründen auch immer ihr den gefährlichen Oberbösewicht verfolgt, die insgesamt acht Missionen führen euch quer durch den Kaukasus und mitten durch unzählige Terroristenhorden. Dabei schlüpft ihr in die Haut von Sgt. Jack Kellar, einem verdeckten Geheimagent, der so geheim ist, dass man sogar seine Existenz verschweigt. Da die Story bei "Black" leider absolut austauschbar ist, springt nicht mal ein Fünkchen Spannung abseits des eigentlichen Gameplays über. Wer sich hier also einen fesselnden Plot und aufwendig ausgearbeitete Charaktere erwartet hat, wird leider ziemlich enttäuscht sein.

    Feuer frei - aus allen Rohren!

    Black Black "Black" ist ein klassischer Shooter - und das durch und durch. Auf unnötiges Gameplay-Geplänkel in Form von Fahrzeugen, Physikspielereien, Teamkameraden oder Zwischensequenzen hat man getrost verzichtet und sich voll und ganz auf die reine Baller-Action konzentriert. Was dem Spiel also in Sachen Story fehlt, wird teilweise mit atemberaubenden Feuergefechten und einem knackigen Schwierigkeitsgrad wieder wettgemacht. Trotzdem werden den anspruchsvollen Spielern unter euch genau diese in den letzten Jahren etablierten Innovationen fehlen, da es dem Spiel auf Dauer schlichtweg an wichtiger Abwechslung fehlt. Selbst die hin und wieder an eurer Seite kämpfenden Teammitglieder entpuppen sich schnell als mehr oder weniger nutzlose Statisten, da ihr sie weder kommandieren könnt, noch ihre Feuerkraft besonders viel gegen die unzählige Übermacht der Terroristen ausrichten kann.

    Black Black Die überaus intelligenten Gegner in "Black" halten euch jedoch ordentlich auf Trab, da sie mitunter durchaus überraschende Tricks aus dem Hut ziehen. Sobald sie euch entdeckt haben, nehmen sie die Verfolgung auf und suchen auf dem Weg sogar nach passender Deckung. Das Verhalten der vermummten Fieslinge variiert aber auch, denn ein mit mehreren Schutzwesten gepanzerter Schrotflinten-Killer sucht gar nicht erst nach schützender Deckung, sondern stürmt grundsätzlich direkt auf auch zu. Neben den zahllosen Kanonenfutter-Gegnern, welche ihr in der Regel mit ein paar Schüssen vom Bildschirm putzt, gibt es aber auch ein paar besonders lästige Widersacher: Beispielsweise den Burschen mit der Panzerfaust oder auch manch gut versteckten Scharfschützen. In solchen Situationen müsst ihr schnellstens eine gute Deckung finden und mit gut gezielten Schüssen versuchen diese Feinde unschädlich zu machen.

    Black Black Was bei "Black" wirklich zählt, ist die reine Action und die haben die Entwickler ganz hervorragend umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich die Waffen, von denen allesamt sehr vorbildlich in Szene gesetzt wurden und mit ihren markigen Geräuschen auch akustisch sehr realistisch rüberkommen. Wie schon in "Halo" könnt ihr jedes am Boden liegende Schießeisen per Tastendruck aufnehmen, maximal dürfen zwei Waffen mitgenommen und per Tastendruck jederzeit gewechselt werden. Auch Handgranaten finden sich in teilweise gut versteckten Kisten, welche in den teilweise minutenlangen Belagerungs-Shootouts eine sehr willkommene Hilfe darstellen. Doch trotz der schön inszenierten Waffenauswahl bietet auch der virtuelle Waffenschrank von "Black" nur längst bekannte Ballermänner. Alte Hasen klammern sich an ihre AK47 und kommen damit bis zum letzten Level bestens zurecht. Zwischendurch wird in engen Gängen und zum "Öffnen" von Türen auch mal kurzzeitig die Shotgun ausgepackt. Später darf man dann hin und wieder auch einen Raketenwerfer benutzen, meist aber nur für einen einzigen Schuss, um beispielsweise ein MG-Nest auszuschalten.

    Kugelhagel mit explosiven Folgen

    Black Black Die insgesamt acht Missionen führen euch durch verlassene Fabrikhallen, besetzte Kleinstädte und unterirdische Forschungseinrichtungen in Osteuropa. Die weitläufigen Level wurden mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet: Jede Waffe und jeder Gegner sind sehr geschickt platziert worden und sorgen für kompromisslose Daueraction bis zum Schluss. Damit der bildgewaltige Kugelhagel so schnell nicht zum erliegen kommt, hat man übrigens immer genügend Medikits und eigentlich niemals zu Neige gehende Munitionsvorräte in den trickreich gestalteten Missionen verbaut. Trotzdem kann man sich in "Black" nicht einfach im Rambo-Stil durch seine Widersacher ballern, ganz besonders der taktisch kluge Einsatz von Deckung und der oftmals hochexplosiven Umgebung spielt hier die entscheidende Rolle. Sobald zwei Feinde gleichzeitig auf euch zielen, wird es höchste Zeit nach passendem Schutz Ausschau zu halten, da auch der beste Superagent nur relativ wenige Schüsse wegstecken kann. Aus der Deckung heraus nehmt ihr die Feinde dann einzeln aufs Korn, bis schließlich auch der letzte von ihnen ausgeschaltet ist. Das "säubern" der Level von Feinden macht in "Black" ganz besonders viel Spaß, da man sich so Stück für Stück vorankämpfen kann und nicht von unrealistischen Respawn-Feinden genervt wird.

    Black Black Der eigentliche Clou bei "Black" ist jedoch die Interaktion mit der Umgebung, welche unter Dauerbeschuss nach und nach zu Schutt und Asche verfällt. In einem heißen Gefecht schießen euch die Feinde innerhalb von wenigen Sekunden wortwörtlich die Deckung weg, weshalb ihr blitzschnell zur nächsten sicheren Ecke hechten müsst. Das Springen zwischen verschiedenen Häuserecken und Betonpfeilern muss zudem mit der regelmäßigen Suche nach Medikits und Waffen verbunden werden, weshalb ein minutenlanger Bleiaustausch ziemlich schweißtreibend werden kann. Und natürlich fliegt in "Black" so einiges in die Luft: Um genau zu sein, bleiben von den anfangs noch schön aufgeräumten Levels nach einem Durchgang nur noch ein paar rauchende Häufchen Asche übrig. Die Entwickler haben alle explosiven Gegenstände freundlicherweise rot markiert, weshalb es für euch ein Leichtes ist, die ahnungslosen Feinde mit zahlreichen Detonationen rücklings zu überraschen. Wer sich die Umgebung in dieser Hinsicht zu Nutze macht, kommt deutlich besser voran und entledigt sich oft gleich mehrerer Probleme mit einem einzigen Schuss.

    Black Black Trotzdem sollte an dieser Stelle auch gesagt werden, dass "Black" kein echtes "Geomod" beherrscht, ihr also nicht jedes beliebige Gebäude zu Kleinholz verarbeiten könnt. Die entsprechenden Stellen müssen schon von den Entwicklern schon im Vorfeld als zerstörbar deklariert worden sein, sonst passiert auch beim Beschuss mit einer Panzerfaust rein gar nichts. Im Prinzip handelt sich bei den gewaltigen Explosionen in "Black" also auch nur um eine weiterentwickelte Version der guten alten "explosiven Fässer", welche so auch schon beim Genre-Uropa "Doom" zum Einsatz kamen. Trotzdem macht es jede Menge Spaß ganze Autos, Häuser und Benzintanks in die Luft zu jagen - ohne dieses Spielelement würde "Black" um einiges weniger Spaß machen.

  • Black
    Black
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Criterion Games
    Release
    21.02.2006

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990645
Black
Black im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Black-Spiel-18996/Tests/Black-im-Gamezone-Test-990645/
23.02.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/02/TV2006022112445700.jpg
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