Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Black & White: Black and White Oberrenner? - Leser-Test von omegablue83

    Drei Jahre haben wir auf das "God-Game" aus dem Hause Lionhead gewartet. Black & White entwickelte sich schnell zum Presseliebling, füllte unzählige Magazincovers und findet inzwischen auch in vielen TV-Sendungen große Beachtung.

    Black & White: Black and White Oberrenner? - Leser-Test von omegablue83 Quelle: PC Games Hardware Die Meinungen über den im Vorfeld hochgelobten Genremix von Peter Molyneux haben sich inzwischen geteilt: für die einen läutet Black & White eine neue Generation von PC-Spielen ein, für die anderen ist es "nur" ein guter Titel. Hält Black & White das, was es versprich ? Haben sich die unzähligen Verschiebungen ausgezahlt ?
    Eine Gewissensfrage
    Gleich zu Beginn steht die Bekanntschaft mit den beiden Beratern auf dem Plan: während der bärtige Vertreter der guten Seite recht harmlos daher kommt, und stets auf die Hilfsbereitschaft des Spielers plädiert, versucht sein roter Gegenspieler mit teuflischem Charme den inneren Schweinehund des Spielers zu wecken, und ihn zu allerlei Schandtaten zu verleiten. Die beiden Chaoten versuchen dem Spieler bei jeder wichtigen Entscheidung - vor allem bei Missionen - ins Gewissen zu reden. Welchen Weg man im Endeffekt einschlägt, bleibt jedem selbst überlassen. Kein Wunder, das Black & White als ein getarnter Psychotest bezeichnet wird. Der Umgang mit der anfangs sehr gewöhnungsbedürftigen Steuerung wird dem Spieler im Rahmen eines exzellenten Tutorials erklärt. Zunächst muss man den kleinen Dorfbewohnern beim Bau des Tempels - das Zentrum unserer Macht - unter die Arme greifen. Dieser Tempel ist jederzeit betretbar, und ist die Ausgangsposition des Spiels, wo man abspeichern, seine Kreatur tätowieren und unzählige Statistiken abrufen kann. Hat man diese Aufgabe hinter sich, muss das Ressourcenlager des Volkes aufgefüllt werden. Dies geschieht, indem man seinen Schützlingen Berufe zuweist, z.B. "Bauer", "Fischer" (für Nahrung) oder "Holzfäller" (für Holz). Damit die Bewohner, die nach einiger Zeit das Zeitliche segnen, nicht ausgehen, muss man hin und wieder für Nachwuchs sorgen - dafür müssen ein beliebiger Mann und eine Frau verkuppelt werden, letztere gebärt nach neun Spielmonaten (ein virtueller Tag dauert 11 "echte" Sekunden) einen kleinen Schreihals. Um den ganzen Aufbauprozeß zu beschleunigen, kann man von seiner Macht Gebrauch machen, und ein Paar Bäume und Tiere ins Dorflager werfen. Nach einer simplen Suchaufgabe öffnet sich ein Tor zu einem malerischen Tal, hinter dem der wohl wichtigste Part des Spiels wartet: die Kreaturen, eine Art Botschafter, die uns als Gott auf der Erde vertreten sollen. Zur Auswahl steht eine kräftige Kuh, ein putziger Affe sowie ein etwas grimmig blickender Tiger - allesamt wunderschön animiert, und mit verschiedenen Vor- und Nachteilen versehrt. So ist z.B. der Affe der intelligenteste Vertreter, dafür aber nicht sehr gut im Kampf - starke Fäuste hat der Tiger, der jedoch sehr begriffsstutzig ist, und fast doppelt so langsam lernt wie sein Schimpansen-Kollege. Innerhalb der fünf Spielabschnitte wird man immer wieder Kreaturen tauschen können, so wartet z.B. bereits in Level 1 ein versteckter Ziegenbock. Nach der Qual der Wahl darf man sein Kuscheltier beim Ausschlafen beobachten, und schon kurze Zeit später folgt ein weiteres Tutorial, in dem man an dessen Steuerung herantritt. Trotz unzähliger Möglichkeiten ist das Prinzip recht überschaubar. Der Spieler kann seiner Kreatur drei verschiedene Leinen anlegen: die "Leine der Gutmütigkeit" stimmt das Tier milde, und verleitet es zu guten Taten, ganz im Gegensatz zur Aggressionsleine, die eine Art Wutausbruch hervorruft. Die dritte Leine dient zum Beibringen - führt man der Kreatur etwas vor, behält sie dies, und versucht es nachzumachen. Streicheleinheiten sagen "gut gemacht - weiter so", während kräftige Schläge zum Abgewöhnen führen. All das geschieht mit dem Handmauszeiger - Menüs gibt es in Black & White nicht. Auf diese Weise bekommt die Kreatur im Laufe des Spiels eine eigene Persönlichkeit, mit individuellen Vorlieben und Macken. Ein Beispiel: Eure Kreatur stolpert bei der Nahrungssuche auf einen Dorfbewohner, den sie kurzerhand genüßlich verschlingt. Will man einen bösen Gott verkörpern, streichelt man seinen Schützling - in Zukunft wird die Kreatur regelmäßig Dorfbewohner zu sich nehmen. Eine gesalzene Backpfeife unterbindet das Menschenfressen hingegen. Auf dem Streifzug durch die prachtvolle Insellandschaft gibt es viel zu entdecken - ein Paradies für unsere noch kleine und unerfahrene Kreatur. Gerade zu Beginn muss der Spieler sehr oft züchtigen, da sein Vertreter so ziemlich alles in den Mund nimmt oder durch die Gegend wirft. Bereits die putzigen Animationen und Gesten der Kreatur fesseln stundenlang an den Bildschirm, oft lässt man seinen Sproß von der Leine, um einfach mal zu schauen, was er in der Umgebung anstellt. Die Erkundungstour endet oft in einem Wechselbad der Gefühle: auf der einen Seite freut man sich, wenn der scheinbar hoffnungslos blöde Tiger endlich verstanden hat, wie man seinen Dorfbewohnern beim Holzfällen hilft, auf der anderen Seite ärgert man sich, wenn die kerngesunde Kuh einen gepflückten Pilz in den Mund steckt, und kurz darauf in einen Drogenrausch mit Verfolgungswahn verfällt. Der Tamagotchi-Effekt ist dem Lionhead-Team mit Bravour gelungen - eine künstliche Intelligenz dieser Klasse gab es auf dem PC noch nie. Die Kreatur wird mit ein wenig Geduld wirklich das, was der Spieler von ihr will. Ausgeprägte Fähigkeiten und eine gewisse Eigenständigkeit Eures Sprößlings sind spätestens ab dem zweiten Spielabschnitt unverzichtbar, da Ihr Euch dort verstärkt ums Dorf kümmern müsst, und kaum Zeit für das Hochziehen der Kreatur findet. Bevor die Story richtig in Fahrt kommt, muss man ein Kampftraining absolvieren. Ein Streit zwischen zwei Kreaturen kann dann zukünftig in einer Kampfarena ausgetragen werden, in der wir unsere Kreatur durch Anklicken verschiedener Körperteile des Gegners zu einem Beat em' Up-Helden mutieren lassen. Die Kämpfe mögen recht unterhaltsam sein, und trainieren langfristig die Körperkraft die Kreatur - ein "echtes Kampfspiel" ist Black & White trotzdem nicht, auch wenn Lionhead dies oftmals betont hat. Die blauen Flecken, die unser Monster dabei kassiert, bleiben im Single- als auch im Mehrspielermodus erhalten. Wenn Ihr also bei einer Internetpartie einer mit Blessuren bedeckten Kreatur begegnet, wißt Ihr, dass man mit ihr nicht gut Kirchen essen kann. Sterben kann die Kreatur übrigens nicht: steigt die Energie- oder Hungeranzeige auf 100%, fällt Eurer Vertreter zu Boden, und erwacht kurze Zeit später im Vorhof des Tempels. Noch einige Wochen vor dem Release war ich recht skeptisch, schließlich wurde Black & White im Vorfeld mit Vorschußlorbeeren nahezu überhäuft. Das solche Hypes auch ein Schuss nach hinten sein können, stelle John Romero's Daikatana eindrucksvoll unter Beweis. Spätestens als ich die niedlichen Kreaturen in Aktion sah, zog mich Lionhead's Sproß voll in seinen Bann. Für mich ist Black & White mit Sicherheit ein Meilenstein, auch wenn der Titel einige unnötige Macken an Bord hat - aber welches Spiel ist schon perfekt ? Zumindest in Sachen Innovation ist Black & White nahe dran. Langzeitmotivation ist reichlich vorhanden, und dank der wunderschönen Grafik und der herrlichen Liebe zum Detail lassen sich Mankos wie z.B. die anfangs nervige Steuerung schnell vergessen. Alles in allem fällt es schwer, alle Features, Vor- und Nachteile von Black & White aufzuzählen - eine bestimmte Spielerschicht zu nennen, für die der Titel gut geeignet ist, fällt ebenfalls nicht einfach aus. Auch wenn Euch Black & White bisher nicht angezogen hat: ein kleines Probespiel lege ich wirklich jedem ans Herz, diese Gaudi sollte man einfach gesehen haben .

    Negative Aspekte:
    kurz,Story langweilig

    Positive Aspekte:
    Grafik,Innovation

    Infos zur Spielzeit:
    omegablue83 hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Black & White

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: omegablue83
    8.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Black & White
    Black & White
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Lionhead Studios
    Release
    17.08.2009

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Rollercoaster Tycoon World Release: Rollercoaster Tycoon World Atari , Pipeworks Software
    Cover Packshot von Transport Fever Release: Transport Fever
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
994340
Black & White
Black & White: Black and White Oberrenner? - Leser-Test von omegablue83
Drei Jahre haben wir auf das "God-Game" aus dem Hause Lionhead gewartet. Black & White entwickelte sich schnell zum Presseliebling, füllte unzählige Magazincovers und findet inzwischen auch in vielen TV-Sendungen große Beachtung.
http://www.gamezone.de/Black-und-White-Spiel-19043/Lesertests/Black-und-White-Black-and-White-Oberrenner-Leser-Test-von-omegablue83-994340/
24.10.2001
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/03/blackandwhite.jpg
lesertests