Blades of Time im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Nach X-Blades nun Ayumi die Zweite! Doch auch sie kann die Hürde nicht wirklich nehmen und wird definitiv scheitern …

Ayumi, attraktiv, luftig bekleidet, schwer bewaffnet und Single. Darüber hinaus gierig nach Schätzen und immer auf der Suche nach wilden Abenteuern. Kurz mal die Gedanken sortieren. Ja genau, ganz richtig! Das fesche Girl verzauberte bereist aufgrund Estetik im Cel-Shading Look, konnte anno 2008/2009 aber nur hartgesottene Zocker vor dem Bildschirm sabbern lassen. Nach dem mehr oder weniger inoffiziellem Vorgänger X-Blades, für Publisher und Entwickler zurecht ein Desaster, versucht Gaijin Entertainment in einem zweiten Anlauf mit Blades of Time alles besser zu machen. Dies mag irgendwie zwar gelungen sein, lockt aber dennoch keinen Actionfan mehr hinterm Ofen vor.

Blades of Time Blades of Time Den gerade zu frechen sowie feschen Anime-Look aus X-Blades hinter sich lassend wandelt die adrette Ayumi in einem neuen Gewand. Modern, eher westlich getrimmt würzen ihre Schöpfer das altbekannte Genre der Abenteurerin mit einem eher realistischen Stil, der ihr vielleicht im Ganzen nicht bekommt, aber insgesamt schick anzusehen ist. Die holde Maid zeigt auch in der Neuauflage gern und reichlich Fleisch, zwischen den wenigen Fetzen, welche die wichtigsten Teile des Körpers bedecken. Manch einer schaut gerne dem prallen Hintern hinterher, doch hat Drachenland - eine mystische und parallele Welt zwischen dem hier und dem Jenseits, in dem sich Ayumi auf Schatzsuche begibt - neben dem Eindringling reichlich zu bieten, um auf Sightseeing-Touren zu gehen. Ob Dschungel, vom Christoph Columbus und Da Vinci inspirierte Luftschiffe, schneebedeckte Hochebenen oder düstere Tempelanlagen, die Schatzsuche verzückt mit einem durchwegs gelungenen Design und einer üppigen Flora und Faune. Optisch sicherlich keine Referenz, aber ganz gut gelungen, auch wenn viele Texturen eher unscharf wirken.

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Leider ist Blades of Time alles andere als ein technisches Wunderwerk. Denn obwohl die grafische Pracht einen HD-Screen recht gut ausreizt, scheinen die Konsolen mit der Programmierung nicht ganz zufrieden zu sein. Schluckauf in Form von heftigen Ruckeleinlagen trübt den Spielgenuss und vor allem die PS3-Spieler werden schweißgebadet ihren lieben Rechenknecht trösten und streicheln, sobald der Titel mal wieder ein unvermeidliches Standbild auslöst - da hilft nämlich nur noch der widerliche Reboot. Bei uns kündigte sich ein solches Ereignis immerhin dahingehend an, dass nach und nach einzelne Tonspuren aussetzten. So kann man gegebenenfalls schon vorab reagieren, bevor man die Konsole komplett abschmiert und neu gestartet werden muss. Die Xbox 360 Version lag uns leider nicht vor, doch soll diese stabiler laufen. Dennoch tragen solche technischen Mängel unweigerlich zum Unmut bei, und diesen kann der Titel sich eigentlich nicht leisten.

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