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  • Blazing Angels: Squadrons of WWII im Gamezone-Test

    Die recht abwechslungsreichen Einsatzorte und die leicht erlernbare Steuerung sind die Highlights dieses Titels.

    Mit den "brennenden Engeln" erreicht uns das erste Flugspiel für Microsofts Xbox 360, wohingegen es auf der Xbox und natürlich dem PC schon einige Spiele dieses Genres gibt. Dabei ist Blazing Angels eher ein Vertreter der Arkade-Fraktion, denn mit einem Flugsimulator hat das Spiel nicht viel gemein. Der Hauptaugenmerk liegt auf dem Spielspaß und der leicht zugänglichen Steuerung, und nicht auf dem Erlernen flugtechnischer Künste oder Fertigkeiten. Stattdessen wird uns ein schnelles und unkompliziertes Gameplay geboten, welches uns aber genug Zeit lässt die eindrucksvollen Landschaften und Städte zu betrachten über die wir hinwegfliegen.

    Kreuz und quer durch den Krieg

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII Die Einzelspieler-Kampagne bietet uns genau 18 Missionen, wobei das anfängliche Training schon mitgezählt ist. Dieses absolvieren wir noch in einem Doppeldecker, welcher wohl aus dem ersten Weltkrieg übrig geblieben ist. Doch taugt er allemal um uns die grundlegende Steuerung des Flugzeuges und seiner zwei Waffensysteme beizubringen. Denn jedes Flugzeug besitzt wenigstens ein, meistens jedoch gleich mehrere, Maschinengewehre, die wir mit dem rechten Schalter auslösen können. Die jeweiligen Sekundärwaffen, also Bomben oder Raketen, aber auch Torpedos oder einen Fotoapparat, lösen wir mit einem Klick auf den rechten Stick aus, denn der linke Schalter ist mit einer ganz besonderen Funktion belegt. Ziehen wir diesen, richtet sich unser Blick direkt auf den angepeilten Gegner, durch die wir mit der B-Taste durchschalten können, wohingegen die A-Taste dazu dient die aktuellen Missionsziele anzupeilen. Denn Blick auf den Gegner gerichtet halten können, während wir die abgefahrensten Manöver hinlegen, ist ein unschätzbarer Vorteil im Vergleich mit ähnlichen Flugspielen, denn der bekannte Drehwurm, wenn man sich an einen windenden Gegner hängt, bleibt völlig aus. Zwar muss man ein Gewisses Geschick im Umgang mit dieser Kamera erlernen, da man in heftigen Gefechten schon mal die Übersicht verlieren kann, wenn es kein Oben und Unten mehr zu geben scheint, hat man dies aber erst einmal intus, steht den spannenden Luftkämpfen nichts mehr im Wege.

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII Haben wir das Training hinter uns gebracht, geht es auch schon in den Krieg. Für unseren ersten Einsatz werden wir nach Dünkirchen beordert, wo wir auf die ersten richtigen Gegner treffen die keine Rücksicht auf uns nehmen. Doch muss man deutlich sagen, dass der Schwierigkeitsgrad der ersten neun Missionen recht tief gehalten wurde, erst ab ca. der Hälfte des Spiels zieht er etwas an. Auch sind die ersten Missionen noch recht kurz, dauern kaum zehn Minuten bis wir wieder heim fliegen dürfen. Zusammengehalten werden die einzelnen Aufträge nur durch das immer gleiche Intro vor den Missionen, welches unser Flugzeug vor der Kulisse des bevorstehenden Auftrags zeigt. Eine Stimme aus dem Off erklärt noch in wenigen Worten worum es geht, selbstverständlich aus der Sicht eines Piloten, dem man bekanntlich auch nie alles sagt. Sodann genügt ein Knopfdruck und die Mission beginnt.

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII Nach Dünkirchen kommen wir direkt nach London, wo es die bösen deutschen Flieger abzuschießen gilt, um daraufhin direkt in die Wüste geschickt zu werden, wo wir heimlich Fotos von deutschen Stellungen machen müssen, Das Interessante an dieser Mission ist, dass man mit einem Sandsturm zu kämpfen hat der einem praktisch jede Sicht raubt. Um die deutschen Stellungen zu finden muss man sich am Funkgerät orientieren, dessen Empfang immer klarer wird je näher wir uns der Stellung befinden. Denn ein Radar oder ähnlichen HiTec-Schnickschnack haben wir natürlich nicht mit an Board. Haben wir die Stellung gefunden, müssen wir noch in der richtigen Geschwindigkeit und vor allen Dingen in der richtigen Höhe über die Stellung fliegen um ein Foto schießen zu können. Ein Ähnliches Zielsystem wie der Fotoapparat benutzt auch das Torpedo, bei dem es ebenfalls auf die Höhe und die Geschwindigkeit ankommt, wollen wir das Ziel auf den ersten Versuch treffen. Torpedos werden gegen große Schiffe eingesetzt, wie wir in Pearl Harbor selbst ausprobieren dürfen. Aber auch in Midway und am Guadalcanal kämpfen wir gegen Schiffe, mal kleine Landungsboote, mal richtig ausgewachsene japanische Flugzeugträger. Die erste fordernde Mission aber ist der Angriff auf das japanische Rabaul, bei dem wir nicht nur die anfliegenden Bomber schützen müssen, wir haben auch nur zwei Minuten Zeit um die startenden Abfangjäger der Japaner aufzuhalten, damit sie nicht an unsere Bomber kommen. Da der Flughafen aber von starken FLAKs geschützt wird, ist das keine einfache Aufgabe. Dafür ist die nachfolgende Mission in der Arktis, wobei wir im geheimen eine deutsche Produktionsstädte für schweres Wasser zerstören müssen, wieder so richtig zum Entspannen geeignet, denn sie bietet uns eine rasante Verfolgungsjagd durch einen vereisten Gletscher. Zurück aus der Arktis erleben wir den D-Day aus der Sicht eines Piloten der die Bodeneinheiten bei der Invasion unterstützt, um daraufhin Paris zu verteidigen, was ebenfalls eine sehr bemerkenswerte Mission ist. Dies deswegen, weil sich die Luftkämpfe tatsächlich um den Eifelturm herum abspielen, da ihn die Deutschen mit allen möglichen Einheiten besetzt haben. Und es ist schon ein besonderes Erlebnis in voller Geschwindigkeit unter dem Eifelturm durchzutauchen. Während die FLAKs die Luft schwarz färben und die Explosionen die Umwelt erzittern lassen. Die letzte und erste richtig schwere Mission spielt natürlich in Berlin, die in mehrere Untermissionen aufgeteilt wurde. So müssen wir zuerst im Tiefflug, um nicht von den FLAKs erwischt zu werden, vier Radarstationen ausschalten, bevor wir uns in die Höhe wagen können. Ist dies geschafft, sehen wir uns einer Übermacht deutscher Jäger gegenüber, weswegen das Ziel dieses Missionsabschnittes nur ist zu überleben. Drei lange Minuten gilt es den Jägern zu entkommen bis endlich die Verstärkung eintrifft. Haben wir dies überlebt, geht es erst richtig los, denn die vier Staffeln anfliegender Bomber wollen beschützt werden. Und weil das alleine nicht schon schwer genug ist, hat Deutschland das letzte aufgeboten was es noch gab, nämlich acht Düsenjäger die unseren Bombern zusetzen. Erst wenn diese sowie die deutsche Jägerstaffel ausgeschaltet sind und die Bomber ihr Ziel erreicht haben, geht man als "Überlebender" aus dem Spiel hervor, der den Nachkommen von seinen Erlebnissen berichten kann.

    Nach dem Krieg ist vor dem Krieg

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII Doch weil die Konflikte nie abreißen, gibt es auch nach der Einzelspieler-Kampagne noch einiges zu tun. Als kriegserprobter Veteran können wir uns direkt in die beiden Mini-Kampagnen stürzen, welche in Bombardement- und Luftkampf-Missionen eingeteilt wurden. Für den schnellen Spaß zwischendurch hingegen bietet uns das Spiel den Arcade-Mode an, bei dem es darum geht alle ankommenden Staffeln in möglichst kurzer Zeit zu besiegen. Wer sich hingegen lieber mit einem starken Feind duelliert, statt gegen eine komplette Staffel anzutreten, der ist im "Duell der Asse" bestens aufgehoben. Denn für jedes freigeschaltete Flugzeug im Spiel können wir den Ace-Titel erringen, indem wir den jeweiligen Ace im selben Flugzeug besiegen. Haben wir dies geschafft, können wir fortan den benutzten Flieger in der Ace-Lackierung zum Einsatz mitnehmen.

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII Unsere Leistung wird nach jedem Einsatz bewertet, wir erhalten einen bis fünf Sterne dafür, und als höchste Belohnung gibt es noch einen Orden zu verdienen, wenn wir eine Spitzenleistung hingelegt haben. Gleichzeitig werden pro Mission auch bis zu zwei Flugzeuge freigeschaltet, welche man dann im Arcade-Mode oder dem Duell der Asse benutzen kann. Der unschöne Haken an der Sache ist, dass wir zwar angehalten werden alle Flugzeuge freizuschalten, um mit diesen dann den Ass-Mode zu bestehen. Nur dumm, dass wir nirgendwo sehen können welche Flugzeuge es in welcher Mission freizuschalten gibt. Wir können also nach der Karriere nicht mehr feststellen welche Missionen mit einer besseren Bewertung abgeschlossen werden müssen um an die fehlenden Flugzeuge zu kommen. Wenn wir das aber nicht wissen, kommen wir nie an alle Flugzeuge, und somit können wir auch nie alle Ass-Herausforderungen gewinnen, weil uns die Flugzeuge dazu fehlen. Und auf gut Glück einfach das ganze Spiel noch mal zu zocken, kann auch nicht das Gelbe vom Ei sein. Zwar gibt es einen Statusbildschirm welcher unseren Spielfortschritt anzeigen soll, doch ist dieser sehr mager ausgefallen und zeigt uns gerade mal an wie viele Gegner welchen Typs wir schon zerstört haben.

    Flügelmänner und Befehlssystem

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII In nur wenigen Missionen sind wir alleine unterwegs, meist werden wir von mehreren Flügelmännern begleitet. Diesen können wir auch, wie nicht anders zu erwarten, diverse Befehle geben. Der wichtigste dürfte der Angriffs- oder Verteidigungs-Befehl sein, zwischen dem wir einfach mit dem Steuerkreuz nach Vorne umschalten können. Geben wir den Angriffsbefehl, greifen unsere Flügelmänner alles in ihrer Nähe an, umgekehrt verteidigen sie uns gegen feindliche Angriffe wenn wir den Befehl geben, oder bleiben in Formation bei entsprechender Anordnung. Zusätzlich ist es möglich ein direktes Ziel angreifen zu lassen, also jenes welches wir eben im Visier haben, oder dieses zu verteidigen. Der lustigste und sicherlich unrealistischste Befehl ist der zur Reparatur, welcher nur dann funktioniert wenn wir Flügelmänner dabei haben. Ist das der Fall, genügt ein Druck auf die Reparaturtaste, woraufhin uns eine Folge aus vier Tasten eingeblendet wird die wir möglichst schnell und fehlerfrei nachtippen müssen, damit die Reparatur während des Fluges funktioniert. Wie das vonstatten geht, sei dahingestellt, im Spiel selbst jedenfalls ist man recht dankbar für diese Funktion, denn ohne Schaden übersteht man kaum eine Mission.

    Wohl wegen der neuartigen Verfolgerkamera hat man auf eine Cockpitsicht komplett verzichtet. Grundsätzlich sehen wir unser Flugzeug aus der Verfolgerperspektive, wobei die Kamera entweder direkt nach Vorne schaut, oder bei gezogenem linken Schalter dem anvisierten Gegner folgt. Da es auch einige Missionen gibt bei denen wir selbst Starten oder Landen müssen, gibt es auch eine Taste um das Fahrwerk ein- und auszufahren, sowie eine Funktion den Motor zu starten. Dies geschieht indem wir den rechten Stick im Kreis drehen bis der Motor anspringt.

    Sound & Grafik

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII Auch auf der Xbox macht Blazing Angels eine recht gute Figur. Besonders die Städte wie Paris, Berlin oder London sind schon ein Erlebnis, da wirklich jedes einzelne Haus als dreidimensionales Objekt existiert, sich auf den Strassen sogar der Nachschub bewegt, so dass wir wirklich glauben uns über einer echten Stadt zu bewegen. Aber auch die Flugzeuge selbst sind sehr gelungen, und der Doppeldecker aus der Trainingsmission sieht ebenso gut aus wie die deutschen Jets die man ganz zum Schluss zu Gesicht bekommt. Doch erlaubt sich das Spiel auch negative Ausreißer nach unten, wie die schon sehr leer aussehende Wüste, manche eher an einen Schuhkarton erinnernde Bodeneinheit oder der niemals sinkenden Schiffe, die trotz Volltreffer weiterhin umherschwimmen. Wirklich unschön aber sind eigentlich nur die immer wieder auftauchenden Synchronfehler im Bild, welche dieses in zwei Teile teilt die dann versetzt angezeigt werden, sowie die einrechende Framerate wenn wir dem Boden zu nahe kommen. Zudem sollte man sich erst eine Kanne Kaffee aufstellen wenn man die Spiele-DVD eingelegt hat, denn bis die gesamten Daten in den Chache der Xbox geschaufelt sind, ruckelt und zuckelt das Game aufs übelste. Sind aber erst einmal alle Daten im Cache, ruckelt auch nichts mehr. Im Gegensatz dazu aber zeigt uns das Spiel in den Pearl Harbor Aufträgen oder der D-Day Mission so richtig zu was es in der Lage ist, wenn sich der Himmel vor lauter Rauchfahnen verdunkelt, die Explosionen in der Luft ebenso wie zu Lande die Atmosphäre erzittern lassen und der Kriegslärm sogar die orchestrale Untermalung übertönt, dann ist man richtig mittendrin, statt nur dabei.

    Blazing Angels: Squadrons of WWII Blazing Angels: Squadrons of WWII Auch wenn die Texte und die Untertitel in deutscher Sprache gehalten wurden, ist doch das komplette Spiel in Englisch. Die japanischen Piloten sprechen ebenso Englisch wie die Deutschen und die Russen, und was für ein grausames. Besonders bei den deutschen Piloten meint man immer es mit einem Schwarzenegger-Verschnitt zu tun zu haben, so seltsam betonen sie die Wörter. Besonders das "Gett mie aut off hier" oder das "Sches onme" frisst sich einem schnell in die Gehörgänge und zerstört jedwedes Gefühl es hier mit deutschen Piloten zu tun zu haben. Schade, dass man die Sprachausgabe nicht lokalisiert hat, die man in dieser Form höchstens in England anbieten kann. Doch muss man auch erwähnen, dass man sich bei den Funksprüchen insofern viel Mühe gegeben hat, als dass es praktisch nie still wird im Game. Ständig ist irgendwas los im Äther, und empfangen wir keine eigenen Funksprüche, dann lauschen wir denen der Feinde.

  • Blazing Angels: Squadrons of WWII
    Blazing Angels: Squadrons of WWII
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    30.03.2005
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Blazing Angels: Squadrons of WWII
Blazing Angels: Squadrons of WWII im Gamezone-Test
Die recht abwechslungsreichen Einsatzorte und die leicht erlernbare Steuerung sind die Highlights dieses Titels.
http://www.gamezone.de/Blazing-Angels-Squadrons-of-WWII-Spiel-19080/Tests/Blazing-Angels-Squadrons-of-WWII-im-Gamezone-Test-990706/
27.03.2006
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