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  • Boogie im Gamezone-Test

    Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, daher kann uns dieses Musikspiel für die Wii nicht wirklich vom Hocker reißen.

    Musikspiele liegen voll im Trend. Auch wenn es schon weit vor Singstar Musikspiele aller möglichen Sparten gab, hat Sonys Karaokespiel-Reihe den Stein in den westlichen Videospiel-Gefilden erst ins Rollen gebracht. Vom Erfolg dieses Megasellers hätte sich so mancher Spielehersteller gerne mal ne Scheibe abgeschnitten, unter anderem Electronic Arts, die es mit dem Spiel "Boogie" versuchen. Strategisch geschickt wählte man als Plattform Nintendos Wii aus, denn die Maschine boomt in den Verkäufen, hat aber bei den Musikspielen ziemlich wenig Auswahl, und so dachte sich EA wohl, man könne eine Marktlücke schließen. Garniert wird die Boogie-Karaoke Party zudem noch mit einer gut gemeinten, wiimotegesteuerten Tanzeinlage.

    Boogie von Electronic Arts setzt auf Partystimmung. Dank eines beigelegten Mikrofons darf zu einer Anzahl eingespielter Songs gesungen, und mit der Wiimote - Nunchuck Kombination getanzt werden. Wie der Name des Spiels schon andeutet, hat man sich bei der Musik für Disco und Pop-Tunes entschieden, die recht groovig sind, wobei das Wort Boogie im musikalischen Sinne eher irreführend ist, denn einen waschechten Boogie Swing-Shuffle findet man nur bei den wenigsten der enthaltenen Stücke. Vielmehr zielte man bei der Namensgebung und der Musikauswahl auf das End 70er Boogie Klischee der Disco Ära, welches auch von einigen Protagonisten des Spiels reflektiert wird.

    Eierlegende Wollmilchsau

    Boogie Boogie Der Spielablauf ist relativ simpel. Man sucht sich einen von fünf stark überzeichneten Comic Charaktern aus und durchläuft mehrere virtuelle Gesangs und Tanzauftritte, bei denen die eigene Stimme und das eigene Rhythmusgefühl zum Erfolg führen. EA versucht in Boogie also die Vorteile von Karaoke und Rhythmusspielen zu vereinen. Im Storymodus durchlauft ihr mit jedem Charakter fünf Kapitel, in denen entweder getanzt oder gesungen wird, wobei jeder Charakter seinen eigenen Schwerpunkt hat. Allerdings steht es euch auch frei, die beiden Spielmodi einzeln anzugehen. In den Karaokepassagen nutzt ihr natürlich das beigelegte USB-Mikrofon von Logitech um selbst die Stimme erschallen zu lassen und folgt den sehr Singstar-ähnlichen Text und Tonhöhen-Angaben. Sollt ihr hingegen das Tanzbein schwingen, so greift ihr euch die Wiimote und optional die Nunchuck Einheit und schwingt sie im Takt in alle vier Himmelsrichtungen. Je nach dem, ob ihr die Wiimote nach oben, unten, links oder rechts bewegt, führt euer Avatar andere Bewegungen aus, die zudem noch in drei frei anwählbare Stile unterteilt wurden. Euer höchstes Ziel dabei ist es, im Takt zu bleiben und ein möglichst abwechslungsreiches Repertoire vorzuführen. Schafft ihr dies lange genug, so füllt sich ein Balken mit "Boogie Power" auf der rechten Bildschirmhälfte, und eröffnet euch besonders spektakuläre Optionen, die durch eine Kombo an Bewegungen ausgelöst werden. Zu guter Letzt lassen sich eure Performances noch in einem sehr einfachen Video-Editor nachbearbeiten. Hier könnt ihr einen von vier Kamerawinkeln bestimmen oder einen von 12 Spezialeffekten aktivieren.

    Boogie Boogie So weit die Theorie, die beim drüberlesen ganz spaßig zu sein scheint. In der Praxis erweist sich Boogie jedoch in mehrerer Hinsicht als Rohrkrepierer, denn die einzelnen Spielelemente wirken durchweg halbgar. Das fängt schon bei den fünf spielbaren Protagonisten an, denn keine von ihnen hat genug Charme und Charakter, um wirklich ins Herz geschlossen zu werden. Der "vollschlanke" Tankwart Bubba sieht zum Beispiel aus wie eine unfertige Kreuzung aus John Travolta und dem Seestern Patrick aus "Spongebob" (speziell was die Gesichtsanimation angeht), während der Jungspund Jet und das grüne Irgendwas namens Julius ein derart durchschnittliches Design aufweisen, das man gar nicht weiß, warum man eigentlich gerade eine dieser Figuren wählen sollte. Der Hungerhaken Lea muss sich dabei als einzige weibliche Figur mit dem Japano Wollkneul Kato einen Platz auf dem Quoten-Podest teilen. An sich ist es aber egal wen ihr wählt, denn inhaltlich und in Sachen Steuerung ändert sich so gut wie nichts. Daher kommen wir gleich mal zu den Mängeln beim Tanzen.

    Die Songliste des Spiels:Black Eyed Peas -- "Let's Get It Started"Blondie -- "One Way Or Another"Britney Spears -- "I'm A Slave 4 U"Britney Spears -- "Oops I Did It Again"The B-52's -- "Love Shack"Carl Douglas -- "Kung Fu Fighting"Chic -- "Le Freak"The Commodores -- "Brick House"Culture Club -- "Karma Chameleon"Cyndi Lauper -- "Girls Just Want To Have Fun"Daft Punk -- "One More Time"Dee-Lite -- "Groove Is In The Heart"Fergie -- "Fergalicious"Gypsy Kings -- "Baila Me"Jackson 5 -- "ABC"Jackson 5 -- "Dancing Machine"Jackson 5 -- "I Want You Back"Jamiroquai -- "Canned Heat"Jamiroquai -- "Virtual Insanity"Jennifer Lopez -- "Get Right"Katrina & The Waves -- "Walking On Sunshine"KC And The Sunshine Band -- "That's The Way (I Like It)"Kelis -- "Milkshake"Kool & The Gang -- "Celebration"Lou Bega -- "Mambo No. 5 (A Little Bit of...)"M -- "Pop Muzik"Martha Reeves & The Vandellas -- "Dancing in the Street"MC Hammer -- "U Can't Touch This"Pink -- "Get The Party Started"Pussycat Dolls Feat. Busta Rhymes -- "Don'tcha"Red Hot Chili Peppers -- "Love Rollercoaster"Rihanna -- "SOS"Simply Red -- "Stars"Sister Sledge -- "We Are Family"Taste Of Honey -- "Boogie Oogie Oogie"Thalia -- "Tu Y Yo"The Village People -- "YMCA"The Weather Girls -- "It's Raining Men"

    Die Wiimote im Takt zu Bewegen ist an sich kein Problem. Da euch ein akustisches Metronom, dass über den Wiimote-Lautsprecher ausgegeben wird, behilflich ist, dürften jedenfalls die wenigsten Spieler bei dieser Übung versagen, so dass es nur auf die Variation der Moves ankommt. Bei diesem Punkt herrscht aber leider große Eintönigkeit. Drei Stile a vier Bewegungen pro Person ergeben laut Adam Riese und Eva Zwerg unglaubliche 12 Moves, die ihr mehr als drei Minuten lang so oft wiederholt, bis ihr sie nicht mehr sehen könnt, und bei allen Charakteren ziemlich abgehackt aneinander gehängt werden. Nach tanzen sieht das Gehopse jedenfalls nicht aus, daher gibt es weder optisch noch spielerisch etwas erwähnenswertes in diesem Modus. Derart unmotiviert habe ich selten die Wiimote geschwungen, und auch in Gesellschaft wird es nicht unbedingt spaßiger. Da helfen auch die kleinen Syncho-Einlagen nichts, in denen ihr kurzzeitig den Z-Button des Nunchuck einsetzt, um die Lippen eures Tänzers zum Gesang zu bewegen, oder Posen für Fotografen einzunehmen. Bedauerlich ist zudem, dass man dem Spieler bei einer Hand voll Songs noch unnötige Stolpersteine in den Weg legt. So wird bei den drei Titeln von den "Jackson Five" von euch verlangt, auf den Offbeat zu schlagen, was für unmusikalische Naturen doch sehr schwer sein kann, da man im Track vor allem auf die Percussions hört, die aber Onbeat spielen.

    Yes Sir, I can boogie, but I need a certain Song....

    Der Gesangspart ist deutlich ergiebiger, was aber nicht verwunderlich ist. Letztendlich bedient man sich in Sachen Visualisierung bei bereits vorhandenen Klassikern wie Singstar und Karaoke Stage. Die Erkennung der Tonfrequenz und das Mikrofon funktionieren tadellos (letzteres sogar am PC, wie ich festgestellt habe) und bieten für ein auf Konsolen ausgelegtes System eine angenehme akustische Fülle. Natürlich klingt die Gesangsausgabe am Fernseher deswegen noch immer nicht klar, denn mit echtem Gesangsequipment können solche Leichtmikros einfach nicht mithalten, aber das Ergebnis war allemal zufriedenstellend, und so konnte ich technisch keine größeren Makel finden. Und trotzdem habe ich leider einige Kritikpunkte, die sich vor allem auf die Songauswahl beziehen.

    Rein vom Hörgenuss her hat EA ein paar wirklich partytaugliche und hörenswerte Klassiker zusammengetrommelt, die hier und da von ein paar aktuellen Songs garniert werden (siehe Songliste). Es ist nicht unüblich, dass bei Karaokespielen Covers eingespielt werden, und keine Originalversionen, daher wollen wir uns an diesem Punkt nicht all zu lange aufhalten. Was aber definitiv aufstößt, ist dass die Auswahl rein vom spielerischen Aspekt schlecht ist. So ist ein Song wie "One More Time" von Draft Punk zum Beispiel kaum singbar. Einerseits besteht dieses Lied fast nur aus Vocoder-Gesangssamples, die teilweise übereinander gelegt wurden, andererseits hat der Titel gesanglich gesehen kaum Substanz. Ebenso ergeht es "Pop Music" von Marcus und anderen Songs, die aus vielen Sprechpassagen bestehen. Diese sollen nämlich ebenfalls punktgenau in Tonhöhe des Originals dargeboten werden, wenn man Punkte kassieren will, und das hat leider nichts mehr mit Gesang, Karaoke oder ähnlichem zu tun. Das führt zu reiner Imitation. Gerade bei den Rap Passagen einiger Songs wie z.B. dem durchaus partytauglichen, aber musikalisch erbärmlichen "You Can't Touch This" von MC Hammer, kommt man sich schnell lächerlich vor, wenn man versucht, gesprochene Passagen der Originalstimme nachzuäffen. Zudem will ich mal die paar Leute sehn, welche die Tonlage des prä-pubertären Michael Jackson mitsamt seinen Brüdern treffen, und von den Jackson Five hat man immerhin drei Songs eingebaut.

  • Boogie
    Boogie
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    30.11.2007

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Boogie
Boogie im Gamezone-Test
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, daher kann uns dieses Musikspiel für die Wii nicht wirklich vom Hocker reißen.
http://www.gamezone.de/Boogie-Spiel-19270/Tests/Boogie-im-Gamezone-Test-991410/
04.09.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/09/Boogie_wii3.jpg
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