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  • Boom Boom Rocket im Gamezone-Test

    EA betritt das Xbox Live Arcade Parkett und feiert seinen Einstand spielerisch sehr musikalisch und optisch spektakulär.

    Musikspiele haben mittlerweile schon eine recht lange Tradition. Hämmerte man früher fast ausschließlich auf die Gamepads ein, dienen heute ausgeflippte Plastikgitarren, Tanzmatten, Bongos und Mikrofone dem Spielspaß. Ohne zusätzliche Peripherie ist ein rhythmisches und musikalisches Spiel schon gar nicht mehr denkbar. Da stellt sich uns natürlich die Frage, ob ein neues Xbox Live Arcade Spiel ohne expliziter Unterstützung eines solchen Controllers dennoch Spaß machen kann! Denn mit "Boom Boom Rocket" begibt sich EA auf das virtuelle Parkett und legt einen flotten Takt vor.

    Das Gameplay

    Boom Boom Rocket Boom Boom Rocket Prinzipiell erinnert das farbenfrohe Silvesterfeuerwerk an Konamis altehrwürdige "Dancing Stage" Reihe. Unterschiedliche Raketen getarnt als Symbole wandern über den Bildschirm und müssen mit dem Erreichen einer Linie in der oberen Hälfte schlussendlich vom Spieler punktgenau gespielt und somit zur Detonation gebracht werden. Je präziser die Arbeit verrichtet wird, desto grandioser das Feuerwerk und besser die Wertung, was zugleich auch deutlich mehr Punkte für die Highscoretable verspricht. Dabei basieren alle Symbole auf vier unterschiedliche und auf das Xbox 360 Gamepad angepasste Farben, aber für Fans des Tanzsports lassen sich diese auch in die bekannten vier Pfeilrichtungen einstellen. Der große und für alle Musikspielfans sehr gewaltige Unterschied basiert in der Art und Weise, wie die Symbole auftauchen. Während in fast allen herkömmlichen Musikspielen für jede unterschiedliche Note bestimmte Bahnen vorhanden sind, fliegen die Raketen in "Boom Boom Rocket" eher willkürlich auf die Linie zu. Mal langsamer, mal schneller, einmal von links nach recht, das andere mal kerzengerade - ein Schema ist nicht erkennbar, so dass die Realisierung der richtigen Tasten durchaus sehr knifflig werden kann.

    Boom Boom Rocket Boom Boom Rocket Wer aber ein wenig Gefühl für die Musik entwickelt, erkennt zumindest bei den höheren Schwierigkeitsgraden schnell eine gewisse Zusammengehörigkeit zwischen den zu spielenden Symbolen und den Melodien. Die Folgen orientieren sich an den Tönen und man muss diese quasi mit den Raketen nachmachen. Eine Energieleiste versorgt euch mit Nachschub an "Sprengstoff", verpasst ihr aber zu viele Leuchtfeuer, sinkt die Anzeige und sollte diese auf Null fallen - was ein schüttelndes Gamepad euch kurz vorher mitteilen wird - ist das Spiel vorbei. Lange und fehlerfreie Serien füllen die Anzeige und sorgen für einen hohen Multiplikator. Mit randvoller Leiste kann ein zusätzlicher Special gestartet werden, welcher nicht nur ein atemberaubendes Leuchtfeuerwerk auf den Bildschirm zaubern wird, sondern extrem viel Punkte verspricht. Die Kunst von "Boom Boom Rocket" ist eindeutig ein fehlerfreies Spielen der Noten und sammeln der Punkte, ansonsten sieht die Endwertung eher weniger rosig aus.

    Die Spielmodi

    Boom Boom Rocket Boom Boom Rocket Grundsätzlich spielt man in fast allen Modi auf Rekorde und versucht deshalb, möglichst fehlerfreie Folgen hinzubekommen. Weltweite Ranglisten, welche sofort nach Beendigung eines Songs angezeigt werden, bringen ein wenig Ansporn mit sich. Schließlich sieht man sich doch recht gerne in der besseren Hälfte, anstatt als Schlusslicht einer Tabelle zu gelten. Der Solokünstler studiert dabei jeden Titel auf drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, wobei "schwierig" durchaus schon eine Herausforderung für unerfahrene Musikfreunde darstellen wird. Für jeden beendeten Song und jeweils auf jeden Schwierigkeitsgrad erhaltet ihr neue Feuerwerkskörper als Bonus, welche anschließend unbewusst in das Repertoire eingebunden werden. Diese zaubern nicht nur einfache Lichtblitze in den Himmel, sondern bilden wundervolle Symbole und Zeichen. Die ultimative Herausforderung für den Profi ist der Ausdauermodus, bei dem ein Song kontinuierlich an Tempo gewinnt. Damit steigert sich auch das Spieltempo ins Unermessliche. Hier stellt sich einzig allein die Frage, wie lange man diesen Rausch mithalten kann und wie viel Highscorepunkte das Durchhaltevermögen wert ist. Alle gesellige Naturen müssen sich aber mit einem begrenzen Mehrspielermodus zufrieden geben, welcher nur lokal und nicht über Xbox Live spielbar ist. Wer zudem auf Achievements aus ist, wird eindeutig was zum knabbern haben. Die meisten Punkte sind auf sehr wenige Erfolge verteilt, die gar nicht mal so einfach zu holen sind. Dies birgt natürlich einiges an Motivation, aber sicherlich auch Frust.

    Die Musikauswahl und Grafik

    Boom Boom Rocket Boom Boom Rocket "Boom Boom Rocket" bietet dem Käufer zehn Songs an, welche zwar auf dem ersten Blick sehr unterschiedlich wirken, aber letztendlich doch derselben Thematik unterliegen. Musikalisch ist EA in der Epoche der Klassik angelangt und bietet uns "Coverversionen" von teils sehr bekannten Werken. Kundige Musikfans stoßen zum Beispiel mit dem Titel "William Tell Overload" auf die äußerst bekannte und markante "William Tell Overture". Aber auch an Größen wie Ludwig van Beethoven oder Johann Sebastian Bach hat man sich vergriffen. Aus deren künstlerischen Feder stammten zum Beispiel die Werke "Quasi una fantasia", besser bekannt als die "Moonlight Sonata", und die äußerst eingängige und einleitende Melodie von "Toccata and Fugue". Die Symphoniekompositionen, Operlieder und Klavierstücke wurden mit modernen Trance-, Dance- und Techno-Klängen angereichen und bieten daher einen eher für die Jugend definierten Hörgenuss. Die Musikauswahl klingt deshalb aber auch etwas eintönig und dürfte aufgrund der Thematik, sei es nun die elektronische Musik, als auch die klassischen Melodien, nicht jedermanns Sache sein.

    Boom Boom Rocket Boom Boom Rocket Optisch findet das Feuerwerk stets in der dunklen Nacht über den Straßen einer großen und mit einigen Fahrzeugen belebten Metropole statt. Die Kamera zeigt die Skyline und die Hochhäuser passend zur Musik aus verschieden Perspektiven und passt die Geschwindigkeit der Kamerafahrt auch stets an das Tempo der Titel an. Erreicht das klassische Werk eine besänftigende Passage, wird der Blick zum Beispiel auf den Himmel gerichtet. Die Häuserschluchten sind in einem sehr eintönigen Schwarz gehalten und bieten einzig allein durch die beleuchteten Fenster etwas Farbe. Der Sonnenuntergang sorgt wenigstens noch für etwas Licht im Dunkeln - wobei es primär aber um das Feuerwerk selber geht. Dieses erstrahlt in knallbunten Kolorierungen und erhellt den Bildschirm in einem grandiosen Farbspektrum. Ein ähnliches Effektfeuerwerk kennen wird ja schon aus Spielen wie "Geometry Wars: Retro Evolved". Grundsätzlich sehr hübsch anzusehen, aber leider auch sehr eintönig und mit der Zeit langweilig.

    Boom Boom Rocket (X360)

    Singleplayer
    6,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Optimale Abstimmung der Notenfolgen auf die Musik
    sehr spektakuläres Feuerwerk
    sehr farbintensiv
    Eintönige Musikauswahl
    nur 10 Songs
    keine offizielle Unterstützung an zusätzlicher Peripherie
    gewöhnungsbedürftige Darstellung der zu spielenden Noten
  • Boom Boom Rocket
    Boom Boom Rocket
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Bizarre Creations
    Release
    2. Quartal 2007
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991261
Boom Boom Rocket
Boom Boom Rocket im Gamezone-Test
EA betritt das Xbox Live Arcade Parkett und feiert seinen Einstand spielerisch sehr musikalisch und optisch spektakulär.
http://www.gamezone.de/Boom-Boom-Rocket-Spiel-19278/Tests/Boom-Boom-Rocket-im-Gamezone-Test-991261/
20.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/boomboomrocket_02.jpg
tests