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  • Break Quest im Gamezone-Test

    Dieses Retro-Remake ist ein überraschend guter Breakout-Klon, der buchstäblich bis zum Backenzahn aufgemotzt wurde.

    Jeder Spieler kennt das Gefühl: Man hat Lust etwas zu spielen, aber das was man gerade installiert hat, ist im Moment zu komplex oder einfach zu zeitaufwändig. Was jetzt fehlt, ist ein schöner Pausenfüller, also das Spiel für zwischendurch. Die kleine Programmierstube "Nurium Games" hat für diesen Fall genau das Richtige für euch parat: Den aufwändig aufgebohrten Breakout-Klon "Breakquest", den ihr ab Ende Januar für knapp 10 Euro im Fachhandel kaufen könnt. Dieser vermag nicht nur durch das aufgemotzte Spielsystem zu einem Spielchen zu verleiten, sondern auch durch die liebevoll gestaltete Vektorgrafik, die dem klassischen Spielprinzip eine unerwartete Dynamik verleiht.

    Break Quest Break Quest Der Spieleklassiker "Breakout" ist wohl fast allen Spielern geläufig und gehört zu den ältesten Videospielen, die es überhaupt gibt. Doch obwohl das Spielprinzip, welches getrost als "Pong für Singleplayer" bezeichnet werden kann, schon arg angestaubt ist, hat es über die Jahre unzählige Umsetzungen und Varianten erfahren. So kennen zum Beispiel Gameboy-Fans der ersten Stunde den Klassiker unter dem Namen "Allyway", während den Homecomputer-Veteranen beim Namen "Arkanoid" ein Lichtlein aufgehen sollte. Doch egal welchen Namen das Spiel in seinen Umsetzungen trug, das Spielprinzip blieb immer gleich: In einem Bildschirmfüllenden Raum befindet sich eine Anzahl von Klötzen, welche bei wiederholter Berührung mit einem im Raum herumfliegenden Ball aufgelöst werden. Dieser Ball wird getreu der physikalischen Regel "Einfallswinkel = Ausfallswinkel" von allen Wänden und Klötzen reflektiert, so dass dieser auf ständig wechselnden Bahnen durch den Raum fliegt. Lediglich die untere Seite des Raums wird nicht von einer Wand abgeschlossen, so dass der Ball hier aus dem Raum fliegen könnte. Damit dies aber nicht passiert, steuert der Spieler ein kleines Fahrzeug, welches sich auf der Unterseite des Raumes horizontal bewegen und den Ball durch Reflektion auf neue Bahnen zu leiten kann. Ziel des Spiels ist es nun, alle Klötze eines Raumes durch Berührung mit dem Ball aufzulösen, wobei man eines von drei Leben verliert, wenn der Ball das Spielfeld verlässt. Hat man alle Blöcke abgeräumt, geht's in ein neues Level mit völlig neuer Klötzchen-Gestaltung.

    P.I.M.P. my Gameplay

    Break Quest Break Quest Natürlich wäre "Breakquest" keine Erwähnung in einem Review wert, wenn man es beim klassischen Breakout-Spielablauf belassen hätte. Die Jungs bei "Nurium Games" haben sich redlich Mühe gegeben, dem altbackenen Spielprinzip durch viele neue Elemente mehr Schwung zu verleihen. Es wurde so ziemlich alles eingebaut, was machbar war, allerdings ohne das ursprüngliche Spielprinzip zu verfälschen. Das fängt schon bei eurem Fahrzeug an: Während man beim Klassiker "Breakout" einfach nur einen Balken am unteren Bildschirmrand hin und her bewegte, welcher den Ball reflektieren sollte, dürft ihr hier ein kleines Raumschiff steuern, welches einen so genannten Bumper vor sich her trägt. Dieser Bumper kann im Laufe des Spiels unterschiedliche Formen annehmen, welche den Ball in verschiedenen Winkeln reflektieren. Die Form des Bumpers wird durch auflesbare Symbole beeinflusst, welche von zerstörten Blöcken spendiert werden und euch entgegenpurzeln. Doch nicht nur die Bumperform wird mit solchen Extras aufgemotzt, auch Extrawaffen wie Streuschuss, Raketen und Ähnliches kann man auf diese Weise ergattern, welche das Abbauen der Blöcke um ein Vielfaches beschleunigen. Weitere Extras veranlassen den Ball dazu auf eurem Bumper kleben zu bleiben, seine Form zu ändern oder spendieren euch gleich 4 Bälle. Jedoch sollte man genau Acht geben, welches Symbol man gerade einsammelt, denn es gibt auch negative Extras, welche zum Beispiel euren Bumper kurzzeitig verschwinden lassen oder eure Bewegungsgeschwindigkeit verringern.

    Break Quest Break Quest Doch auch bei der Steuerung hat sich im Vergleich zum Original etwas getan, denn man kann die Flugbahn des Balles nun auch im Flug beeinflussen. Auf Knopfdruck fliegt der Ball nämlich eine Kurve in Richtung Spieler, was vor allem dann nützlich ist, wenn sich nur noch wenige Blöcke auf dem Spielfeld befinden. So braucht man nicht mehr Ewigkeiten warten, bis der Ball zurückgeflogen kommt, wenn er sich auf dem völlig falschen Kurs befindet und kann ihn auch während des Fluges einen Schwenk in die richtige Richtung vollziehen lassen. Ebenfalls neu ist, dass ihr in jedem eurer Bildschirmleben zwei Bälle verwenden könnt: Das heißt, das ihr eine zweite Chance bekommt, wenn der erste Ball aus dem Bildschirm fliegt oder aber den zweiten Ball gleichzeitig mit dem Ersten verwendet, da ihr diesen jederzeit per Knopfdruck ins Spielgeschehen entlassen könnt. Dabei spielen die sammelbaren Sterne auch eine Rolle, schafft ihr es nämlich sieben Sterne zu ergattern, bekommt ihr einen weiteren Ersatzball spendiert.

    Zurück in die Zukunft

    Break Quest Break Quest Was diese Breakout-Variante jedoch am stärksten von seinen Vorgängern abhebt ist die unheimlich dynamische Grafik. Anstelle der üblichen Bitmaps und Pixelsprites treten nämlich diverse Vektormodelle, welche in Echtzeit berechnet werden und somit problemlos die Form ändern können; ähnlich wie Polygonmodelle in der heute üblichen 3D-Grafik, nur eben in 2D. Dadurch ist die Grafik sehr plastisch und beweglich und spart obendrein noch eine Menge Speicherplatz. So können sich Blöcke, welche vom Ball berührt wurden, durch den Raum bewegen, wachsen, schrumpfen oder sich verformen, was auch ausgiebig angewandt wird, um die Spieldynamik zu erhöhen. Auf diese Weise wird das Geschehen mit den vielen herumfliegenden Extrawaffen-Symbolen und bis zu fünf Bällen auf dem Screen richtig lebhaft. Kein Vergleich zu den eher steril und leblos wirkenden früheren Breakout-Varianten. Man braucht also ein gutes Auge und schnelle Reflexe um ständig den Überblick zu behalten, denn schließlich braucht man die meiste Aufmerksamkeit für den Ball, der nicht aus dem Spielfeld fallen darf, während man versucht, möglichst nur positive Items einzusammeln.

    Break Quest Break Quest Doch nicht nur die Grafik ist außergewöhnlich, auch der der Sound ist überaus kultig. Wer allerdings an dieser Stelle knackige Samples und aufpeitschende Musik in CD-Qualität erwartet hat, liegt völlig falsch. Aus den Boxen ertönt feinster Mod-Sound, wie man ihn von früheren Computern (z.B. Amiga) kennt. Das Retro-Feeling welches dadurch erzeugt wird, ist unübertroffen und versetzt einen mit einem Schlag zurück ins Jahr 1990 - einfach Klasse. Zwar sind nicht alle Melodien besonders anspruchsvoll, doch der Großteil der Tunes geht gut ins Ohr und rundet somit den Gesamteindruck auf wundervolle Weise ab. Breakquest mutiert somit vom aufgemotzten Breakout-Klon zum effektreichen Erlebnis für zwischendurch, welches durch die 100 abwechslungsreich gestalteten Levels mit stetig steigendem Schwierigkeitsgrad auch lange Zeit zu beschäftigen weiß.

    Break Quest (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    toll aufgemotztes "Breakout"-Spielprinzip
    sehr dynamische Grafik
    kultiger Retro-Mod-Sound
    gelungene Steuerung per Maus oder Tastatur
    abwechslungsreiche Levelgestaltung
    witzige
    wenn auch kurz gehaltene Hintergrundstory
    manche Extra-Symbole sind nicht deutlich genug zu unterscheiden
    Auflösung nicht einstellbar (nur 640 x 480 Pixel)
    "nur" ein Spiel für zwischendurch
    keine Joypad-Unterstützung
  • Break Quest
    Break Quest
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    Nurium Games
    Release
    23.01.2006

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990609
Break Quest
Break Quest im Gamezone-Test
Dieses Retro-Remake ist ein überraschend guter Breakout-Klon, der buchstäblich bis zum Backenzahn aufgemotzt wurde.
http://www.gamezone.de/Break-Quest-Spiel-19347/Tests/Break-Quest-im-Gamezone-Test-990609/
09.01.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/01/breakquest14.jpg
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