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  • Breed im Gamezone-Test

    Starke und ausführliche Singleplayer-Kampagne, dafür nur durch- schnittlicher Multiplayer- Spaß.

    Im Jahre 2600 hat der Großteil der Menschheit den blauen Planeten verlassen. Unzählige Kolonien haben sie in den weiten des Alls errichtet, bis sich das Blatt im Jahre 2602 plötzlich auf dramatische Art und Weise wendete. Dies war das Jahr des Kontaktes mit den Breed, eine zwar relativ dumme aber umso aggressivere Rasse aus der schwärze des Alls. Zuerst griffen sie nur die äußeren Kolonien der Menschheit an, was diese dazu bewog, die größte jemals auf die Beine gestellte Armee zu mobilisieren. In gigantischen Schiffen machten sie sich auf den Weg die Breed auszurotten. Und der Plan schien aufzugehen, die Menschheit konnte die äußeren Regionen wieder für sich beanspruchen. So gab es keine Arbeit mehr für die extra gezüchteten Soldaten, die sogenannten GRUNTS (Genetically Revived UNiversal Tactical Sentient), die sich mit dem letzten verbliebenen Kampfraumer auf den Heimweg machen.
    Es war das Jahr 2625, als die Kämpfer in den vermeintlich heimatlichen Orbit einschwenkten und statt der erwarteten Jubelgesänge mit gepulster Energie und explodierenden Geschossen empfangen wurden. Denn unbemerkt von den Grunts haben sich die Breed bis ins Herz der menschlichen Zivilisation vorgearbeitet und alles Leben auf der Erde ausgelöscht. So begann das was schon längst erledigt geglaubt, der Kampf auf Leben und Tod zwischen den Menschen und den außerirdischen Eindringlingen.

    Breed spielt sich erwartungsgemäß wie ein astreiner Teamshooter aus der Egoperspektive. In keine der achtzehn gebotenen Missionen gehen wir alleine vor, sondern werden mindestens von einem Mitstreiter begleitet. Diese besitzen, so wie auch unser eigenes Ego, eine jeweils spezielle Ausbildung an diversen Waffen. So ist zwar jeder Kämpfer in der Lage auch jede Waffe aufheben und benutzen zu können, nur mit seiner speziellen Waffe aber erreicht er seine volle Leistung. Der Scharfschütze z.B. ist auch in der Lage den Raketenwerfer zu bedienen, wird damit aber nicht die Trefferrate des Spezialisten erreichen, so wie der Heavy-Gunner mit dem Scharfschützengewehr seine Probleme hat. Dieser Mechanik ist es zu verdanken, dass man eine Mission, für die man z.B. unbedingt den Scharfschützen benötigt, auch nach seinem Verlust noch erledigen kann, indem sich ein anderer die entsprechende Waffe schnappt. Da aber jeder Grunt nur maximal zwei Waffen tragen kann, muss man sich vorher einer entledigen, indem man sie einfach wegwirft, woraufhin sie jemand anderer aufnehmen kann. Noch einfacher funktioniert der Warenaustausch mit Munition und Healthpacks, die man sich einfach per Tastendruck von den Kameraden geben lassen kann, natürlich nur wenn sie auch im Besitz des Entsprechenden sind. Ebenso leicht geht es Befehle zu erteilen, wie "die Stellung zu halten" oder "in die Formation" zurückzukehren.

    So ausgerüstet können wir uns in die erste Mission stürzen und erfahren wie sich Breed in der Praxis gibt. So sind wir nicht an einen Charakter gebunden, sondern können jederzeit zwischen allen noch lebenden Kameraden durchschalten. Dies ist auch bitter nötig, denn leider kommen uns die virtuellen Mitstreiter nicht immer so entgegen wie man es gerne hätte. So gehört es in Breed zum guten Ton, dass man aus ziemlicher Entfernung von irgendwelchen befestigten Stellungen aus unter Beschuss genommen wird, wogegen man sich nur mit einem gezielten Schuss auf den Kopf des Schützen wehren kann. Von alleine kommen die Bots nicht auf die Idee dieses zu tun, das bleibt dem Spieler überlassen. Generell muss man anmerken, dass sich die eigenen Mannen zwar recht gut schlagen, aber doch mit zwei Problem zu kämpfen haben. Zum einen kann es nämlich schon passieren, dass ein Kollege oder eine Kollegin nicht zu uns aufschließen kann, weil er/sie schlicht den Weg ins oder aus dem Gebäude nicht mehr findet, und zum anderen gehen unsere Mitstreiter gerne mal baden, weil sie an irgendwelchen Stellen vom Weg abkommen und dann von der Insel ins Wasser rutschen. Gibt es an besagter Stelle keine Möglichkeit das Land zu betreten, dann ertrinken sie einfach. Dieser Umstand scheint aber den Entwicklern bekannt zu sein, denn extra dafür, um zu erkennen wenn sich einer unserer Leute verlaufen hat, gibt es eine Anzeige in Form eines roten Lämpchen. Leuchtet dieses neben dem Icon eines der Kämpfer, signalisiert uns das, dass Besagter nicht mehr zu uns aufschließen kann. Ansonsten allerdings verhalten sich die Computergesteuerten recht vernünftig und mit der entsprechenden Waffe ausgestattet taugen sie schon um einen den Rücken freizuhalten oder die Vorhut zu bilden, die gerne und schnell zum Auslöser greift.
    Etwas ärgerlich hingegen ist der Umstand, dass das Game in seltenen Fällen das Überschreiten der Checkpoints nicht bemerkt und es darum unterlässt entsprechende Ereignisse auszulösen. Wenn man weis was einen Erwartet, bemerkt man dies sehr schnell und kann versuchen das Ereignis im nachhinein auszulösen, was aber auch nicht immer funktioniert, kennt man entsprechenden Level hingegen noch nicht, führt einem das Spiel unweigerlich in eine Sackgasse aus der man nur entfliehen kann wenn man die Mission neu startet. Da diese in der Regel nicht gerade klein sind ein recht ärgerlicher Umstand. Bleibt zu hoffen, dass dieser Bug mit angekündigtem Patch ausradiert wird.

    Für besonders viel Abwechslung und Spielspaß sorgen die vielen verschiedenen Geschütze und Gefährte, die man auf einfachste Art und Weise bedienen kann. Selbst die Stellungen und Fahrzeuge der Breed kann man besetzen bzw. benutzen. Für den meisten Spielspaß sorgen freilich die Gefährte die man zu Zweit benutzen kann, indem einer die Steuerung und der andere Spieler das Geschütz bedient. Dies funktioniert in der Form natürlich nur im Multiplayer-Part, da man in den Singleplayer-Missionen selbstverständlich von einem Bot unterstützt wird. Definitiv die schnellste Möglichkeit sich in Breed fortzubewegen sind die Fluggeräte, die uns vom Raketenrucksack bis hin zum Bomber alles bietet was sich mit einem Rückstoßtriebwerk in die Lüfte erheben kann. Dabei muss man der Steuerung per Maus ein besonderes Lob aussprechen, die sich im Vergleich mit der Preview-Version noch einmal kräftig verbessert hat. Fast fühlt sie sich an wie die von Freelancer, die einem eine erstaunlich gute Kontrolle über das jeweilige Gefährt gibt und trotzdem nicht das Gefühl vermissen lässt etwas Fliegendes zu steuern.

    Die Steuerung unseres Charakters selbst hält sich an den bekannten PC-Standard mit einer Mischung aus Maus- und Tastatursteuerung. Die Geschwindigkeit der Figur hängt stark von der Schräglage des Untergrunds ab, je steiler dieser ist desto langsamer bewegt sie sich. Dies trifft auch auf die Fahrzeuge zu, die praktisch in der Lage sind die steilsten Steigungen zu überwinden, auch wenn sie langsamer werden als das nebenher gehende Fußvolk. Mit dem Zielen selbst gibt es auch keine Probleme, besonders die ballistischen Bahnen der Geschosse können überzeugen.

    Die gebotene Grafik gibt sich alle Mühe anhand höchst aufgelöster Texturen ein möglichst reales Bild zu erzeugen. Dies gelingt aber nicht ganz, da man im Freien, und dort bewegt man sich fast ausschließlich, nicht die einfache Vektorkonstruktion des Geländes übersehen kann, auf dem sich der nur spärliche Bewuchs verteilt. Dagegen sehen die Gebäude und die Charaktere wesentlich besser aus, so wie auch die Gefährte und Fluggeräte, die mit angenehm vielen Details geschmückt sind. Ebenfalls sehr gelungen sind die Explosionseffekte sowie das Explodieren ganzer Gebäudekonstruktionen, die man mit den starken Waffen der Geschütze oder Panzer regelrecht abreißen kann. Wie sich hingegen das viel vorkommende Wasser gibt, hängt stark von den Einstellungen im Optionsmenü ab und reicht von einer blauen Fläche bis hin zu einer richtig real erscheinenden Wasseroberfläche, die dann aber schon ganz schön an den Ressourcen des verwendeten Rechners nagt.

    Die Soundkulisse gibt sich ebenso durchwachsen wie die Grafik. So können die Waffengeräusche vom ersten Augenblick an begeistern, so eine Durchschlagskraft wie schon alleine der Ton vermittelt, allerdings wird es bei der Musik und der deutschen Synchronisation schon etwas dünn. Denn so treibend die verwendeten Klänge auch sein mögen, verliert die Musik doch schon bald ihre Wirkung, da ständig dieselben Rhythmen verwendet werden. Hier hätten wir uns schon etwas mehr Abwechslung gewünscht statt immer das gleiche Lied kredenzt zu bekommen.
    Die deutsche Synchronisation ist im Grunde gelungen, vor allem wegen des unüberhörbaren Engagements der deutschen Sprecher, trotzdem kommen sie sehr hölzern mitunter auch übertrieben 'rüber, als wollten sie ein Hörspiel für Kinder vertonen, was der Atmosphäre leider nicht sehr zuträglich ist.

    Denn das muss man Breed schon anlasten, dass es trotz der wirklich ausführlichen Aufträge, der eigentlich epischen Hintergrundgeschichte und der vielen Handlungsmöglichkeiten etwas an Atmosphäre fehlt. Irgendwie schafft es das Spiel nicht dem Zocker die tödliche Bedrohung durch die Außerirdischen in seiner ganzen Tragweite zu vermitteln. Dafür stehen auf der Plus-Seite definitiv der 18 Aufträge umfassende Missions-Mode der Singleplayer-Kampagne, die einem schon einige Zeit vor den Schirm fesseln können, sowie die vielen Gefährte und der mitgelieferte Multiplayer-Part.

    Der Multiplayer-Part erlaubt uns die drei Spielweisen "Deathmatch", "Team Deathmatch" und "Team Deathmatch Melee", die man im lokalen LAN ebenso spielen kann wie über das Internet per integriertem Gamespy. Der im Vorfeld versprochene Coop-Mode fand leider nicht mehr ins fertige Produkt. So ist es leider nicht mehr viel, was uns Breed für den Spaß mit Freunden bietet, denn die Deathmatch-Varianten sind langsam doch etwas angestaubt und wenigstens ein innovativer Mode hätte dem Game gut zu Gesicht gestanden.

    Breed (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Viele verschiedene Fluggeräte
    Fahrzeuge und Geschütze
    angenehm großer Umfang und dazu passende lange und abwechslungsreiche Missionen
    knackige Waffengeräusche
    Wegfindungsprobleme der virtuellen Kameraden
    in seltenen Fällen werden Checkpoints nicht aktiviert
    nur "Deathmatch"-Spielmodi im Multiplayer-Part
  • Breed
    Breed
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    Brat-Designs
    Release
    20.02.2004
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Breed
Breed im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Breed-Spiel-19357/Tests/Breed-im-Gamezone-Test-989713/
25.02.2004
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