Broforce: Der actiongeladene Switch-Port im stählernen Testosteron-Test
Test
Wollt ihr dem stolzen Ruf eures Weißkopfseeadlers folgen, mit glänzenden Augen vor der US-amerikanischen Flagge salutieren und gemeinsam mit euren Bros die Demokratur nach Veetman und Irakhistan bringen? Dann setzt euch endlich aufs Sofa, schnappt eure Switch und holt euch Broforce! Und vergesst bloß nicht, unseren stahlharten Test zu lesen. Keine Widerrede, Bros!
Stillgestanden und hergehört, Kameraden, Broforce (jetzt kaufen ) gibt's drei Jahre nach Release endlich auch für die Switch! Nun liegt es an euch, die Welt aus den Klauen übler Terroristen und schleimiger Aliens zu befreien.
Eine wahrhaftige Bromanze
Im humoristischen Action-Adventure schlüpft ihr in die vor Testosteron platzenden Körper zahlreicher persiflierter Achtzigerjahre-Helden wie Rambro oder B. A. Broracus und schnetzelt euch durch anspruchsvolle Missionen. Dabei verfügt jeder Charakter über einen Nahkampfangriff, eine limitierte Spezialattacke und einen Standard-Move. Indiana Brones peitscht den Übeltätern etwa mit seiner Gerte den Terror aus den Schädeln, während Brominator Feinden mit seiner Minigun einheizt.
Quelle: PC Games
Nach und nach schaltet ihr alle verfügbaren Bros frei. Action-Fans der Achtzigerjahre kommen hier garantiert ins Schwärmen.
Da sich bestimmte Figuren je nach Kriegslage besser zum Kämpfen eignen als andere, kann es ganz schön nerven, dass ihr keine Entscheidungsgewalt darüber habt, welche Kameraden ihr steuert. Befreit ihr etwa einen Gefangenen, tauscht ihr euren derzeitigen Charakter gegen einen willkürlichen Bro ein, um ein Extraleben abzustauben. Dieses habt ihr aber auch bitter nötig, immerhin befördern euch die vielseitig bewaffneten Gegner nur mit einem einzigen Schuss, Schlag oder Sprengstoffgürtel ins Jenseits. Auf normaler Schwierigkeitsstufe verlangen die Levels euch daher bereits einiges ab und sind zuweilen frustrierend. Abgebrühte Veteranen versuchen ihr Glück indes gar im schweren oder im Ironbro-Modus, bei dem der Tod des letzten Bros das gnadenlose Bildschirmende bedeutet.
Quelle: PC Games
Bei Bossen beißt man sich die Zähne aus. Wer verzweifelt, sollte einen Bro im Koop um Hilfe bitten oder einen Kriegsgefangenen retten, um ein Extraleben zu erhalten.
Sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus bewegt ihr euch überwiegend flüssig durch die wunderschön verpixelte Spielwelt. Die grandiose Rockmusik sowie der einzigartige Feldwebelhumor tun ihr Übriges: Wer mit seinem Bro durchs knietiefe Pixelblut stapft und mit stolz geschwellter Brust eine eigens verursachte Explosion bestaunt, den überkommt sogleich das unverkennbare Broforce-Gefühl. Dieses entfaltet sich vor allem in der Kampagne, bei der ihr in einem Hubschrauber die Terrorbrennpunkte ansteuert und den Worten eures Kommandanten lauscht. Wollt ihr bereits gemeisterte Levels später wieder einzeln anwählen, solltet ihr jedoch lieber im Arcade-Modus spielen.
Mit Kobroperation ans Ziel
Quelle: PC Games
Explosionen gehören zum guten Ton: Wenn Selbstmordattentäter platzen, fließt schon mal eine Menge Pixelblut.
Während ihr euch auf einer Switch in Deathmatch-Manier mit euren Freunden duellieren könnt, habt ihr auch die Möglichkeit, online oder lokal ein Squad zu gründen oder zu betreten. Mit bis zu vier Bros den zahlreichen Bossen die Stirn zu bieten, macht auch eine Menge Spaß - leider seid ihr oft nicht nur etwas länger auf der Suche nach Mitspielern, sondern müsst euch ebenfalls mit Verbindungsproblemen herumschlagen. Darüber hinaus ist auch der Netzcode nicht optimal. Unspielbar ist Broforce im Koop zwar dadurch nicht, toll ist es aber auch nicht umgesetzt. Auch beinhaltet der Port leider weder den Explosion-Run-Modus, noch den Level-Editor. Abseits dessen bietet das knallige Action-Adventure jedoch viele schöne Spielminuten, die sich echte Männer (und Frauen!) nicht entgehen lassen sollten.
