Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Brothers in Arms D-Day im Gamezone-Test

    Gerade hat EAs MoH Heroes den Genre-Thron bestiegen, da wird er auch schon von Gearbox' BiA D-Day verdrängt.

    Es ist schon merkwürdig, was das Thema Ego-Shooter auf der Playstation Portable angeht: Seit dem Launch des Handhelds sind nur sehr wenige Vertreter aus dem Genre erschienen - da ist es um so verwunderlicher, dass im Dezember gleich drei am Stück veröffentlicht werden. Neben "Medal of Honor Heroes" und "Socom 2" ist auch "Brothers in Arms: D-Day" ein ambitionierter Ableger mit Konsolenvergangenheit: Dort konnte die Serie nämlich mit "Brothers in Arms: Road to Hill 30" und "Brothers in Arms: Earned Blood" ungeahnte Erfolge einfahren - Dass ein erfolgreicher Konsolenvertreter aber nicht auch auf der PSP von Sony erfolg haben muss, zeigten schon viele Portierungen in der Vergangenheit. Im Shooterbereich konnten die letzten Spiele allerdings überzeugen, was vor allem an der endlich angepassten PSP-Steuerung lag - Doch bei "Brothers in Arms: D-Day" stellt sich dennoch die Frage, ob es die Komplexität und den Tiefgang des Konsolenvertreters ebenfalls spendiert bekommen hat oder ob die Jungs von Gearbox nur eine abgespeckte Version auf die PSP gepackt haben - Lest im folgenden Review mehr dazu:

    Mix it Baby!

    Brothers in Arms D-Day Brothers in Arms D-Day Nachdem ihr die kleine UMD in den Schacht der PSP geschoben habt, erwartet euch ein wirklich spannendes und herrlich inszeniertes Intro. Das gerenderte Filmchen wurde wie auch einige andere Zwischensequenzen in verbesserter Ingame-Grafik kreiert und zeigt, dass auch auf der Playstation Portable eine spannende und zugleich eindrucksvolle Inszenierung möglich ist. In der Nacht vor dem D-Day befindet sich die 101. U.S. Luftlandedivision hinter den feindlichen Linien in der Normandie. Als Matt Baker und Joe Hartsock führt ihr als Spieler die "Screaming Eagles" durch in tatsächlich geschehenen Schlachten in der Normandie-Kampagne der 101. US Luftlandedivision. Wie wir es aber schon so oft bei einer PSP-Portierung erlebt haben, schufen die Entwickler allerdings keine völlig neue Storyline, sondern vermischten Elemente aus den bisher erschienenen Teilen "Brothers in Arms: Road to Hill 30" und "Brothers in Arms: Earned Blood" - Für Spieler der Konsolenteile also wieder mal eine kleine Enttäuschung, da das meiste schon gesehen bzw. durchgespielt wurde. Diejenigen unter euch, die noch nicht in die Vorzüge der Serie gekommen sind und bisher nur Erfahrung mit "Medal of Honor" oder "Call of Duty" gemacht haben, werden allerdings aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen - Denn auch auf der Playstation Portable haben die Jungs von Gearbox eine wirklich packende und eindrucksvolle Atmosphäre geschaffen, die Direktkonkurrenten "Medal of Honor Horoes" alt aussehen lässt. Die Story wird nach jeder Mission durch einen erstklassigen Sprecher vorangetrieben und macht das Geschehen so um einiges realistischer. Da das komplette Spiel auf Deutsch übersetzt und synchronisiert wurde, könnt ihr dem erzählten natürlich auch ohne Probleme folgen. Hin und wieder erwarten euch auch gerenderte Zwischensequenzen, die dann in verbesserter Spielgrafik dargestellt werden und beispielsweise die Landung in der Normandie zeigt oder dramatische Ereignisse besser zeigt.

    Auch auf der PSP ein Taktik-Shooter

    Brothers in Arms D-Day Brothers in Arms D-Day Einer der positiven Aspekte auf den stationären Konsolen war sicherlich die Tatsache, dass es sich bei "Brothers in Arms: Road to Hill 30" und "Brothers in Arms: Earned Blood" nicht um stupide Run & Fun - Shooter handelte, sondern die Gegner mit einer sehr ausgereiften KI bestückt und daher nicht so einfach zu besiegen waren. Ähnlichen haben die Jungs von Gearbox auch die PSP-Version ausgestattet: Die bösen "Krauts", besser bekannt als die Deutschen, sind nämlich auch im mobilen Ableger "Brothers in Arms: D-Day" mit einer sehr ausgereiften künstlichen Intelligenz versorgt worden. Traf man im Konkurrenten "MoH Heroes" meist auf frei herumlaufende Gegner, so muss man diese im PSP-Brothers in Arms schon mit der Lupe suchen - Denn meist verschanzen sich die Gegner hinter irgendwelchen Hecken, umgefallenen Kutschen oder Mauerresten. Dieser Umstand verhindert natürlich ein einfaches Los-Preschen und knipst euch meistens ganz schnell das Lebenslicht aus. Die Entwickler setzen genau wie in den Konsolen-Teilen auf das Motto "Über die Flanke angreifen!". Dieser Spruch zieht sich eigentlich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel, was zum einen positiv ist, da eigentlich immer die Möglichkeit besteht, den Gegner intelligent auszuschalten, zum anderen aber auch schnell monoton wirkt. Denn bei vielen Konfrontation gibt es einen, stupide zu befolgenden Weg, der euch dann direkt an die ungeschützte Stelle des Gegners führt. Hier kommt dann also wieder ein beliebter Spruch im Gaming-Bereich zum Tragen: Weniger wäre hier mehr gewesen. Wen das allerdings nicht allzu sehr stört, der erlebt ein herrlich taktisch ausgelegten Shooter. Ähnlich wie auf PS2, Xbox & Co könnt ihr euren meist aus ein oder zwei Mann bestehendes Team nämlich Befehle geben - Ein Feature, dass schon aus den beiden "Socom"-Titeln bekannt sein dürfte, in "Medal of Honor Horoes" aber schlicht verzichtet wurde. Um beispielsweise euren Männern Bewegungsbefehl zu geben, genügt es die Dreiecks-Taste gedrückt zu halten, woraufhin der Bewegungskursor erscheint, den ihr mit dem Analog-Nub beliebig positionieren könnt, habt ihr die gewünschte Position erreicht, genügt ein einfaches Loslassen der Taste und die virtuellen Gefährten laufen zu dieser Stelle. Interessant hierbei ist, dass sich die Kameraden dann meist selbstständig die nötige Deckung suchen, um nicht von gegnerischen Kugeln durchsiebt zu werden.

    Brothers in Arms D-Day Brothers in Arms D-Day Eine weitere Möglichkeit der Interaktion mit seinem Team besteht darin, den Männern den Befehl zum Sperrfeuer zu geben: Visiert ihr die oder den Gegner an, könnt ihr durch drücken der Dreiecks-Taste den Befehl zum unablässigen Feuern geben. Damit "nagelt" ihr den Feind quasi fest, was euch die Möglichkeit gibt, wie oben schon erwähnt, über die Flanke anzugreifen. Andersrum könnt ihr natürlich auch selbst den Feind in Schach halten, sodass dann eure Soldaten ihn über die Flanke erledigen. Manchmal kommt es aber auch vor, dass die feindliche Stellung sehr weit entfernt liegt - Gebt ihr dann den Befehl zum Sperrfeuer, werden eure Kameraden ziemlich schnell darauf hinweisen, dass sie mit ihren Waffen den Gegner nicht erreichen. Weiter gibt es genau wie auf der heimischen Konsole auch die Funktion des "Stürmens" - Diese solltet ihr allerdings mit Vorsicht verwenden, denn gerade in Unterzahlsituationen wird das ganze sehr blutig für euch und eure Soldaten ausgehen. Auch bei einer feindlichen MG-42-Stellung wäre es glatter Selbstmord, das Nest zu stürmen. In einigen Missionen kommt aber auch vor, dass euer virtueller Team-Partner kein einfacher Soldat ist, sondern ein ganzer Panzer, dem ihr genau wie den Fuß-Truppen Befehle geben könnt: Der große Unterschied zu normalen Soldaten ist natürlich die starke Panzerung, zudem verfügt das Gefährt über Bordkanone und MG. Darüber hinaus könnt ihr sogar auf den Panzer klettern und das MG selbst benutzen, müsst dabei jedoch bedenken, dass nun natürlich ihr selbst ein hervorragendes Ziel abgebt. Unverwundbar ist der Panzer aber auch nicht - Trefft ihr auf Mörser oder gegnerische Panzer kann auch das Leben des gepanzerten Gefährts ganz schnell vorüber sein.

    Realismus wirklich überall?

    Brothers in Arms D-Day Brothers in Arms D-Day Wie oben bereits erwähnt, verfügt "Brothers in Arms: D-Day" über eine wirklich cineastische Atmosphäre und weiß vor allem in den Zwischensequenzen zu begeistern. Doch wie realistisch verhält sich die PSP-Version im wirklichen Spielverlauf? Nun, was vor allem auffällt und auch gleichzeitig etwas das Gesamtbild trübt, sind die verschwindenden toten Soldaten auf Feindesseite. Habt ihr nämlich einen "Kraut" in die ewigen Jagdgründe geschickt, löst sich dieser, nachdem er authentisch zusammengesackt ist, nämlich in Luft auf. Das ist natürlich nicht entscheidend für den Spielverlauf, trübt aber die Atmosphäre etwas. Das Ganze wirkt dann noch bizarrer, wenn man bedenkt, dass die eigenen Kameraden tatsächlich auf dem Boden liegen bleiben. Und wenn wir gerade beim Thema Tod sind: Auf fiese Blutlachen oder sonstige Spielereien, die man aus anderen Spielen kennt, haben die Entwickler ebenfalls verzichtetet. Den roten Saft bekommt ihr nur selten zu Gesicht, nämlich nur dann, wenn entweder ihr selber getroffen werdet, oder ihr einen Gegner verletzt. Im Gegensatz zu den feindlichen Soldaten könnt ihr eure eigenen Kameraden allerdings nicht verletzten. Weder Schüsse noch Granaten können euren virtuellen Helfern etwas anhaben - sicherlich im meist hektischen Kampfgeschehen eine nette Hilfe seitens der Entwickler, aber wieder ein etwas unrealistischer Aspekt in "Brothers in Arms: D-Day". Einen weiteren Abzug in der B-Note gibt es in Sachen Spiellogik: Seit ihr nämlich mit dem späteren Hauptdarsteller Joe Hartsock in einem Team unterwegs und wird dieser dann erschossen, ist er wie durch ein Wunder im späteren Spielverlauf und den Zwischensequenzen wohlauf. - Wo wir gerade bei Logikfehlern sind - Eure Kameraden verfügen nämlich über einen unerschöpflichen Vorrat an Munition. Das hat zwar zur Folge, dass sie euch jederzeit zur Verfügung stehen, um den Feind unter Sperrfeuer zu nehmen, was allerdings wieder einmal dem Realismus schadet. All diese Punkte sind zwar keine wirklichen Abzüge in der Spielwertung, sollten aber dennoch nicht unerwähnt bleiben.

    Brothers in Arms D-Day Brothers in Arms D-Day Aber es gibt auch viele Punkte, die für einen ausgeprägten und realistischen Spielverlauf sprechen: So verfügt ihr als Spieler beispielsweise über keinerlei Medi-Packs oder sonstiger Medikamente, sondern müsst den ganzen Level mit eurer Gesundheit auskommen - und die ist nach einer Begegnung mit einem feindlichen MG-42 in Sekunden aufgebraucht. Auch haben eure Kameraden eine individuelle Identität und verfügen zudem über ein eigenen Namen und Aussehen. All diese Punkte machen eure Helfer im Gefecht zu eigenen Persönlichkeiten und der Verschleiß ist zu keinem Zeitpunkt so hoch wie in "Medal of Honor Heroes", in dem ihr mit namenlosen 08/15 Soldaten durchs Spiel lauft. Weiterer Pluspunkt von "Brothers in Arms: D-Day" ist die taktische Analyse von jeder Situation, wie sie auch schon von der Konsole bekannt ist. Mit dieser könnt ihr euch einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen, was natürlich eine überlegtere Herangehensweise an jede Kampfhandlung zulässt. Alles in allem können wir also sagen, dass uns der Ego-Shooter von Gearbox eine viel tiefere und packendere Atmosphäre bietet, als das Konkurrenzprodukt von Electronic Arts. Vor allem kann "D-Day" hinsichtlich der Spiellänge punkten - Diese ist mit 12 sehr umfangeichen Missionen nämlich von der Spieldauer nämlich gut doppelt so lang wie in "Medal of Honor Heroes". Hier können sich andere Entwickler noch eine gehörige Scheibe abschneiden.

  • Brothers in Arms D-Day
    Brothers in Arms D-Day
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Gearbox Software
    Release
    05.12.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991087
Brothers in Arms D-Day
Brothers in Arms D-Day im Gamezone-Test
Gerade hat EAs MoH Heroes den Genre-Thron bestiegen, da wird er auch schon von Gearbox' BiA D-Day verdrängt.
http://www.gamezone.de/Brothers-in-Arms-D-Day-Spiel-19393/Tests/Brothers-in-Arms-D-Day-im-Gamezone-Test-991087/
11.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/49859.jpg
tests