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  • Brothers in Arms: Earned in Blood im Gamezone-Test

    Auch auf der Xbox macht Earned in Blood eine hervorragende Figur, bis auf die manchmal verzögerten Schußgeräusche.

    Könnt ihr euch noch an Red erinnern, dem Rotschopf aus Brothers in Arms? Er ist es, in dessen Rolle wir im Nachfolger von Brothers in Arms, genannt Earned in Blood, schlüpfen. Derweil handelt es sich bei diesem Teil nicht um einen richtigen Nachfolger, denn die erzählte Geschichte spielt wieder an denselben Tagen, also am D-Day und der darauffolgenden Woche. So verwundert es auch nicht, das wir so manch bekannten Ort wieder aufsuchen, aber auch viele neue Begebenheiten kennen lernen, während wir uns mit unserer immer größer werdenden Truppe durch die Normandie schlagen.

    D-Day + 7

    Bekannte Gesichter Bekannte Gesichter Denn am allgemeinen Gameplay hat sich nichts geändert, wer bereits den Vorgänger gespielt hat kommt auf der Stelle auch mit Earned in Blood zurecht. Doch sind viele neue Dinge hinzugekommen, wie neue Waffen und Fahrzeuge, allen voran aber die deutlich gesteigerte Intelligenz der computergesteuerten Gegner. Zwar fährt man noch immer mit der bekannten Taktik aus Festnageln und Flankieren am aller Besten, dies wird einem aber nun bei weitem nicht mehr so einfach gemacht wie bisher. Denn oft sind es die deutschen Gegner die einen zuerst versuchen festzunageln um uns dann von der Flanke aus anzugreifen. Da darf man sich nicht wundern, wenn man beim heranschleichen an die deutsche Stellung plötzlich einem deutschen Soldaten gegenüberkniet der exakt dasselbe vorhatte. Aber auch die fest montierten MG-Geschütze sind nun noch bedrohlicher und können eine wahre Wand aus beschleunigten Bleigeschossen aufbauen, durch die man nur schwer durchkommt. Denn das man einen MG-Schützen nur schwer bis gar nicht dazu bringen kann sein Feuer einzustellen, sollte man einfach glauben, statt es selbst auszuprobieren.

    Was einem ebenfalls recht schnell auffällt ist die neue Erzählweise in Earned in Blood. Zwar war auch schon der Vorgänger wie eine Retrospektive aufgebaut, dieses hat man aber mit dem aktuellsten Teil der Serie auf die Spitze getrieben und erzählt nun die ganzen sieben Tage ab dem D-Day in einer Rückschau, die entsteht wie Red, ziemlich geschunden und am Ende seiner Kräfte, seinem Vorgesetzten Bericht erstattet.

    In Deckung, schnell!

    Amerikanische Bleischleuder Amerikanische Bleischleuder So kommt es, dass wir immer mehr von seinem Leben in Zivil, aber auch deren seiner Untergebenen erfahren, woraufhin sich eine persönliche Bindung zu den einzelnen Charakteren beim Spieler aufbauen sollte. Und schafft dies das Spiel nicht während der einführenden Erzählungen zu jedem Kapitel, geschieht es spätestens im Kampf selbst. Denn Earned in Blood ist mehr als hervorragend in Szene gesetzt und lässt uns innerhalb kürzester Zeit tatsächlich glauben im zweiten Weltkrieg um unser und das unserer Kameraden Leben zu kämpfen. Spätestens wenn man wie ein gehetztes Vieh hinter einem Mauervorsprung Deckung sucht, man laut brüllend den Befehl gibt die Köpfe herunter zu nehmen, und trotzdem sein bester Mann unter schlimmstem Geschrei von einem Scharfschützen zerlegt wird, bis er endlich nichts mehr sagt und uns das rote Kreuz über der Charakteranzeige den Tod dessen anzeigt, dann vermeint man in Ansätzen zu verstehen was die Soldaten damals wirklich durchgemacht haben. Krieg ist dreckig und gemein, und genau das vermittelt uns Brothers in Arms: Earned in Blood, welches weit davon entfernt ist den Krieg zu glorifizieren. Ganz im Gegenteil merkt man dem Spiel in vielen Situationen das Feingefühl der Entwickler an, die keinen Schritt zu Weit gingen. Zwar werden immer noch alle Register menschlicher Abgründe gezogen um uns voll in das Geschehen zu involvieren, Metzelattacken aber wie wir sie aus anderen Egoshootern her kennen, gibt es in BiA EiB nicht.

    Das bewährte Befehlssystem Das bewährte Befehlssystem Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf dem taktischen Vorgehen und dem richtigen Einsatz der zur Verfügung stehenden Kämpfer und Fahrzeuge. Denn nicht nur die Gegner-KI wurde deutlich angehoben, auch die eigenen Mannen verhalten sich nun noch lebensechter und auch vorsichtiger. Sie ziehen sich selbst in die nächste Deckung zurück wenn sie unter Beschuss geraten dem sie nichts entgegenzusetzen haben, melden uns neu ankommende Gegner oder klären uns auf wenn etwas nicht so funktioniert wie es soll. Kann eine Gruppe beispielsweise den Punkt den wir ihnen zugewiesen haben nicht erreichen, wird das auch ausgesprochen, so wie nicht erreichbare Gegner gemeldet werden. Das macht die nach wie vor vorhandene taktische Übersicht, welche uns das Kampfgeschehen von der Vogelperspektive aus zeigt, eigentlich ziemlich überflüssig. Denn wenn man es darauf anlegt kann man das komplette Spiel auch ohne ihre Hilfe beenden. Zugegeben, an mancher Stelle ist es schon ganz praktisch die feindliche MG-Stellung schon ausmachen zu können bevor man in ihr Schussfeld gerät, wirklich nötig aber hat man die taktische Ansicht eigentlich nicht.

    Grafik & Sound

    Häuserkampf Häuserkampf Grafisch hat sich nicht viel getan, auf den ersten Blick sieht Earned in Blood wie sein Vorgänger aus. Trotzdem entdeckt man im Detail durchaus einige Neuigkeiten, und die hinzugekommenen bebauten Gebiete die uns richtige Häuserkämpfe bieten haben dem Spiel sehr gut getan und sorgen für die erwartete Abwechslung. Auch glaube ich, dass die Charaktere selbst nun etwas besser aussehen, besonders ihre Gesichtsausdrücke sind wieder einmal sehr gelungen und lassen uns glauben richtige menschliche Regungen zu sehen. Umso schlimmer wenn sie dann verletzt zu humpeln beginnen, nicht mehr richtig laufen können und ihr Gesicht blutverschmiert ist.

    In solchen Momenten verlässt man sich voll auf das wohlige Schlagen des MG-Bolzen, der uns mit jedem Knall erinnert das wir noch am Leben sind. Solange diese primitive Mechanik noch ihre Arbeit erledigt gibt es noch eine Zukunft, für uns und unsere Kameraden. Denn der Tod der Gegner bedeutet unser Überleben, und das ist es wohl was immer tiefer an der Psyche von Red nagt.

    Lagebesprechung Lagebesprechung Um uns voll an seine Leid teilhaben zu lassen setzt man wieder ganz geschickt die selten eingestreute Musik ein, die uns bereits zum Start mit der bekannten melancholischen Melodie empfängt. Für meinen Geschmack aber gibt es im Spiel etwas zuwenig Musik, an vielen Stellen im Spiel hört man ausschließlich das Geschrei der eigenen Mannen, das der Gegner und wie die Waffen miteinander streiten. Diese hören sich zwar wirklich exzellent an, am Bumm so mancher Knarre kann man sich gar nicht satt hören, und auch die deutsche Synchronisation ist wieder hervorragend ausgefallen, etwas mehr Musik hätte dem Spiel aber nicht geschadet, besonders in den schweren und entscheidenden Kapiteln hätte man ruhig noch etwas Klassik einstreuen können. Dafür ist das was zu hören ist technisch aller erste Sahne und besitzt das Potenzial den Nachbarn mit ins Kriegsgebiet zu nehmen.

  • Brothers in Arms: Earned in Blood
    Brothers in Arms: Earned in Blood
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Gearbox Software
    Release
    05.10.2005

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Brothers in Arms: Earned in Blood
Brothers in Arms: Earned in Blood im Gamezone-Test
Auch auf der Xbox macht Earned in Blood eine hervorragende Figur, bis auf die manchmal verzögerten Schußgeräusche.
http://www.gamezone.de/Brothers-in-Arms-Earned-in-Blood-Spiel-19397/Tests/Brothers-in-Arms-Earned-in-Blood-im-Gamezone-Test-990434/
10.10.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/10/TV2005101011304400.jpg
tests