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  • Brute Force im Gamezone-Test

    Mit Brute Force kredenzt uns Digital Anvil den besten aller Coop-Modes auf der Xbox, leider ohne richtiges XBL.

    Halo oder nicht Halo, das ist die Frage...

    Auch wenn es sich dieser Titel immer gefallen lassen muss mit Halo verglichen zu werden, so muss man doch sagen, dass Brute Force kein Halo ist. Das beginnt mit der 3rd-Person Ansicht der zu steuernden Charaktere, lediglich im Sniper-Mode blickt man durch das Auge des Akteurs, und endet noch nicht mit den spezifischen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder des zu steuernden Squad, die das Gameplay im Wesentlichen tragen. Dieses nämlich setzt sich aus der sehr kurz gehaltenen Vorgeschichte zusammen, in der wir erfahren das im Jahre 2340 Soldaten nicht mehr ausgebildet sondern geklont werden. Dafür verwendet man die Gene der besten Kämpfer die jemals das Licht der Welten erblickt haben. Für das Spiel ist das insofern wichtig, weil verlorene Teammitglieder nach beenden der jeweiligen Mission wieder hergestellt werden können, was lediglich einige Bucks aus der Tasche kostet. Verloren hat man also erst wenn alle Teammitglieder das Zeitliche gesegnet haben. Theoretisch ist es also möglich sich mit einer einzigen Figur durch die Level zu schlagen und auf die Anderen nicht zu achten, in der Praxis macht man es sich damit aber schwerer als das Spiel ist. Der besondere Reiz nämlich besteht darin die Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer möglichst optimal einzusetzen, da sie einem doch recht vielfältige Möglichkeiten eröffnen. Beginnen tut man das Game noch als Einzelkämpfer in Person von Tex, einem bärenstarken Elitesoldaten mit der Fähigkeit in den Berserk-Mode gehen zu können. In diesem ist er in der Lage alle beiden Waffen die er tragen kann gleichzeitig einzusetzen, was ihn zum Schlagkräftigsten Mitglied des Squad macht. Nach kurzer Spielzeit trifft er bereits auf das zweite Mitglied, einem außerirdischen Eidechsenmann mit einem ebenfalls sehr kämpferischem Charakter. Er kann zwar nur eine schwere Waffe tragen, ist aber in der Lage den Geist von Vengar zu beschwören, was ihn zum stärksten Nahkämpfer der Gruppe macht. In diesem Zustand verfälscht sich sein Blickfeld ähnlich wie das von Wolferine wenn er seine tierischen Instinkte benutzt, was die Feinde überdeutlich sichtbar werden lässt. Zudem genügt es ihm einen Feind zu fassen um ihn zu töten. Die Dritte im Bunde ist Hawk, sicherlich die körperlich schwächste, sie kann auch keine schweren Waffen bedienen, besitzt aber einen unbezahlbaren Stealth-Mode, der sie nicht nur unsichtbar werden lässt, sondern auch für elektronische Systeme nicht erfassbar macht, womit sie sich unbemerkt in stark gesicherte Areale begeben kann. Die vierte und letzte schließlich ist Flint, eine genetisch optimierte und mit mancherlei technischem Schnickschnack aufgerüstete Lady, die mit ihrem elektronischem Auge weiter sehen und besser zielen kann als der Rest des Teams und dank ihrer künstlichen Organe absolut immun gegen Giftgas ist.

    Damit dürfte klar sein, dass das Leveldesign entsprechend der Fähigkeiten der einzelnen Charaktere erstellt wurde, was das einmalige Gameplay von Brute Force zum tragen bringt. Denn der Wechsel zwischen den Akteuren kann jederzeit per Druck auf das Steuerkreuz vollführt werden, genauso wie man jederzeit die bekannten Befehle geben kann. Womit wir bei der KI wären, die natürlich besonders wichtig ist wenn man sich auf seine Truppe verlassen muss. Lange macht man sich darüber allerdings keine Gedanken, denn die gebotene Intelligenz der computergesteuerten Charaktere gehört mit zu dem Besten was augenblicklich auf den etablierten Konsolen existiert. Egal ob Freund oder Feind, immer verhalten sich die Figuren so als würden sie tatsächlich begreifen was um sie herum abgeht. Landet eine Granate in ihrer Nähe suchen sie schnell das Weite um möglichst wenig Schaden davonzutragen, und stehen sie unter Beschuss suchen sie eigenständig Deckung. Diese Logik geht sogar soweit, dass die Gegner festzustellen scheinen wann wir gerade nachladen müssen um diesen Augenblick zu nutzen aus der Deckung zu kommen und zu feuern. Kaum sind wir wieder schussbereit verziehen sie sich sofort wieder. Auch kommt es manchmal vor, dass sich übersehene Gegner verstecken um uns in den Rücken fallen zu können oder sich über den Spion herzumachen den es zu beschützen gilt.

    Ebenso ausgereift wie die KI gibt sich auch die Grafik- und Physik-Engine, welche die Xbox so richtig ausreizt und eben mehr bietet als die ewigen Multiplattform-Titel mit ihrem kleinstem gemeinsamen Nenner. Stattdessen glänzt die Grafik mit ihren unterschiedlichen und hoch detaillierten Leveln, sinnvoll eingesetzten Filtern, wie die leichte Unschärfe bei verletztem Charakter, und einer relativ stabilen Framerate die nur ganz selten etwas in die Knie geht. Viele Objekte können zudem manipuliert oder zerstört werden, wie die Respawn-Points der Feinde, Kisten oder Container sowie diverse Geschütze. Die automatische Kamera erledigt ihre Aufgabe ebenfalls recht gut, auch wenn man nicht umhinkommt manchmal manuell zu korrigieren, besonders wenn man ins Kreuzfeuer geraten ist.
    Grafisches Highlight allerdings sind die vielen Cutscenes im Game, welche die Geschichte angenehm spannend fortführen und von einer Qualität sind wie man sie sich in jedem Game wünschen würde. Auch technisch hat man ganze Arbeit geleistet und einen PAL-Balken freien 60 Herz Mode integriert, der ebenso flüssig läuft wie die 50 Herz Darstellung.

    Der gebotene Multiplayer-Part allerdings ist ein zweischneidiges Schwert. Dies deswegen weil die beiden mitgelieferten Deathmatch-Modi nicht wirklich begeistern können, auch wenn sie speziell designte Areale beinhalten und man sogar Squad gegen Squad spielen kann, wobei die überzähligen Mitglieder von der CPU in bekannt intelligenter Weise gesteuert werden. Trotzdem wirken diese beiden Spielmöglichkeiten etwas aufgesetzt und kommen nicht an die Klasse eines Halo heran. Dafür begeistert der Coop-Mode umso mehr, welcher bis zu acht menschlichen Spielern gleichzeitig ermöglicht die Missionen zu spielen. Dabei kann man sich per Splitscreen ebenso wie per lokal vernetzter Xboxen ins Kampfgetümmel stürzen, bei absoluter Beibehaltung aller Features die auch die Singleplayer-Kampagne bietet. Das bedeutet, dass jeder Spieler jederzeit in einen freien Charakter wechseln kann, man ist also nicht an eine Figur gebunden. Ganz im Gegenteil kann man jederzeit die Charaktere wechseln um z.B. eine Aufgabe zu erledigen die ein anderer Spieler nicht schafft, oder nur um zu zeigen wie es richtig gemacht wird. In Verbindung mit den speziellen Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer entsteht so besagtes einmaliges Gameplay von Brute Force. Wirklich schade das man zwar per Xbox Live neuen, noch nicht näher beschriebenen, Content downloaden kann, aber es nicht möglich ist wirklich online zu spielen. Umso positiver, dass man die lokalen Xboxen vernetzen kann.

    So positiv der bisherige Eindruck auch war, umso enttäuschender ist die Soundkulisse geworden. Dies beginnt bei der deutschen Spracheinstellung damit, dass die Stimmen der Akteure in ihrer Lautstärke stark schwanken, mitunter so leise werden das man sie nicht mehr verstehen kann, um im nächsten Augenblick überlaut weiterzureden, geht über die Stimmen der Eidechsen die bestenfalls noch zu Kapitän Blaubär gepasst hätten und fast noch lächerlicher klingen als die Außerirdischen in der deutschen Halo-Version, und endet bei den Waffengeräuschen die so leise abgemischt wurden, dass keinerlei Feeling aufkommt zwecks der verwendeten Gewalt. Besonders die Minigun oder das Schrotgewehr klingen so schwächlich, dass sie oft im Kampfgetümmel untergehen.
    Digital Anvil sei dank, besitzt die europäische Version aber auch die englischen Soundsampels, welche auch brav benutzt werden wenn man die Xbox auf Englisch schaltet. Zwar kämpft auch die englische Version mit den schwächlichen Waffengeräuschen, dafür sind die Stimmen wesentlich deutlicher zu verstehen und die Echsen klingen etwas glaubwürdiger. Wer also der englischen Sprache mächtig ist sollte sie bevorzugen.

    An die benutze Steuerung hat man sich innerhalb der ersten Mission gewöhnt, auch wenn sie sich nicht ganz an den üblichen Standard hält. Zwar steuert man den eigenen Charakter und dessen Blickrichtung mit den gewohnten Analogsticks und gefeuert wird mit den Schultertasten, die Aktiontasten aber werden benutzt um zwischen den beiden möglichen Waffen zu wechseln, zu springen, nachzuladen, Healtpacks zu benutzen oder die spezielle Fähigkeit zu aktivieren. Die Funktionen dieser werden einem aber Schritt für Schritt nähergebracht und stellen einem vor keine Probleme. Einzig ein etwas schnelleres Drehen der Kamera würde man sich manchmal wünschen.

    Brute Force (XB)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Bester Coop-Mode bisher auf der Xbox für max. acht Spieler gleichzeitig
    hervorragende InGame Grafik genauso wie Cutscenes
    ausgeglichener Schwierigkeitsgrad der fordert aber niemanden verzweifeln lässt
    Etwas misslungenes Mischungsverhältniss der Soundkulisse, dafür DTS 51 Support
  • Brute Force
    Brute Force
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Digital Anvil
    Release
    13.06.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Harry Potter für Kinect Release: Harry Potter für Kinect Warner Bros. Interactive , Eurocom Entertainment
    Cover Packshot von Justice League Heroes Release: Justice League Heroes Warner Bros. Home Entertainment Group , Snowblind Studios
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Brute Force
Brute Force im Gamezone-Test
Mit Brute Force kredenzt uns Digital Anvil den besten aller Coop-Modes auf der Xbox, leider ohne richtiges XBL.
http://www.gamezone.de/Brute-Force-Spiel-19416/Tests/Brute-Force-im-Gamezone-Test-989315/
13.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/08/brute_04.jpg
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