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  • Buffy the Vampire Slayer: Chaos Bleeds im Gamezone-Test

    Buffy is back: Jetzt komplett in deutscher Sprache und noch abwechslungsreicher.

    Nachdem im Fernsehen bereits die letzte Staffel über den Schirm flimmert, gibt sich Buffy mit dem aktuellsten Videospiel bereits ihr zweites virtuelles Stelldichein. Wer bereits den Xbox exklusiven Vorgänger gespielt hat wird sich auf Anhieb zurechtfinden, denn am Gameplay wurde nicht viel geändert. Zwar können wir nun neben Buffy auch in die Rolle von Willow, Xander, Faith, Spike und Sid die Bauchrednerpuppe schlüpfen, wobei alle Charaktere selbstverständlich ganz spezifische Fähigkeiten besitzen, das Ziel aber ist immer noch das gleiche, nämlich möglichst die ganze Höllenbrut wieder an ihren Ausgangsort zurückzuschicken. Allerdings darf man nicht unerwähnt lassen, dass sich die Leveldesigner noch einmal kräftig ins Zeug gelegt haben, denn das Design der zu beschreitenden Welten und die zugehörigen Aufgabenstellungen sind um einiges abwechslungsreicher geworden als noch im ersten Buffy Spiel, wo man sich noch fast ausschließlich durch die Gegend geprügelt hat bis - im wahrsten Sinne des Wortes - die Fetzen geflogen sind. Dies tut man zwar immer noch, es gibt aber wesentlich mehr Aufgaben und Herausforderungen zu bestehen und mehr Rätsel zu lösen, die aber nie über den Standard eines Aktion-Adventures hinausgehen. Es gilt also im schwierigsten Fall dahinter zu kommen mit welchem Werkzeug man etwas bestimmtes erledigen kann oder wo sich ein versteckter Mauerdurchbruch befindet um weiter zu kommen.

    Da alle spielbaren Charaktere sehr unterschiedliche Fähigkeiten besitzen muss man mit jedem einen anderen Kampfstil an den Tag legen. Wo Buffy noch mit roher Gewalt und unter Einsatz aller verfügbaren Waffen durchkommt, muss man mit Willow schon wesentlich vorsichtiger zu Werke gehen und ihre einmaligen Zaubersprüche gezielt einsetzen, da sie sonst schneller ihre magische Energie verliert als wir die Gegner niederstrecken können.
    Da es die vorgegebene Geschichte bestimmt welchen Charakter wir benutzen müssen, ist es ungeschickt sich auf nur einen zu konzentrieren, da man zur Erfüllung der Aufgaben die Fähigkeiten aller im Team gekonnt einsetzen muss. Das ist es was den Singleplayer-Part vom Vorgänger unterscheidet und für die erhoffte Abwechslung sorgt. Bereits im ersten Kapitel der insgesamt zwölf Stück dürfen wir die meisten Charaktere ausprobieren und uns mit ihren Fähigkeiten vertraut machen. Dabei merkt man recht schnell, dass der Schwierigkeitsgrad etwas angezogen hat, speziell was den oft vorkommenden und wichtigen Nahkampf betrifft. Mit wildem Tastengehämmere kommt man nämlich nicht mehr weit, stattdessen ist Timing gefragt und der gezielte Einsatz der verschiedenen Schläge. Nur so kommt man möglichst ungeschoren davon. Allerdings ist es auch kein Weltuntergang einmal ein Leben zu verlieren, denn die Level besitzen geschickt gesetzte Continue-Points, von welchen wir augenblicklich fortfahren können. Nur wenn das Spiel abgebrochen wird muss man beim nächsten Start den jeweiligen Level wieder von Vorne beginnen.

    Die Steuerung ist wieder genau so ausgefallen wie wir es erwartet haben, kommt aber mit vielen neuen Moves daher. Besonders bei der Steuerung merkt man die starken Unterschiede zwischen den Charakteren. Bewegt sich Buffy selbst noch angenehm schnell, so dass sie sich auch von Feinden umzingelt noch mit einem flotten Sprung aus der Gefahrenzone katapultieren kann, bewegen sich Xander und Spike schon deutlich langsamer. Dabei besitzt Spike noch den Vorteil wenigstens kräftig hinzulangen und entsprechend Schaden anzurichten, Xander hingegen ist nur etwas stärker als Willow und so eine der am schwersten zu spielenden Figuren, da er nur wenig wegstecken und nur schwach austeilen kann. Da kommt es einem sehr gelegen, dass man nun mit den Fernwaffen auch "aus der Hüfte" schießen kann. Dafür genügt es die linke Schultertaste zu drücken, woraufhin unser Akteur das nächste Ziel aufnimmt und freudig losgefeuert werden kann. Trotzdem gibt es zusätzlich auch noch die Egosicht, um bestimmte Ziele aufzunehmen welche die Automatik ignoriert. Dazu zählen Dinge wie elektrische Sicherungskästen oder unerreichbare Schalter, die man mit der Armbrust aus der Ferne bedienen kann.

    Hat also das Leveldesign durchaus zugelegt und begeistert das neue "Buffy" wegen des abwechslungsreichen Gameplays, gibt es leider auch Dinge die nicht mehr so ganz gelungen sind. Dazu gehören definitiv die verwendeten Animationen der Charaktere, die oft recht zackig von einer Bewegung in die nächste übergehen, sowie die häufigen Klippingfehler, welche mitunter Arme und Beine der Charaktere Mauern durchdringen oder gleich zur Hälfte darin verschwinden lassen. Besonders scheußlich ist es, wenn man Gegner bereits hinter einer Mauer lokalisieren kann, weil Teile ihres Körpers zu uns durchschauen. Dazu gesellt sich eine halbautomatische Kamera die sich bewegt als stünde sie auf einem Anhänger den der Akteur hinter sich her zieht. Da sie einen ganz bestimmten Abstand zum Spieler akribisch einhält, ist man beim betreten kleinerer Räume gezwungen wie ein LKW in das Zimmer hinein zu manövrieren und dann eine Wendeschleife hinzulegen, da man selbst mit dem Kamerastick nicht in der Lage ist die Sicht zu drehen solange die virtuelle Kamera noch im Türstock hängt. Das man so dem einen oder anderen Gegner direkt in die Arme läuft ist klar, mit etwas Übung aber meistert man auch diese Hürde.
    Die Gegner-KI hat ebenfalls deutlich zugelegt, was man daran merkt, dass einem bereits zwei Zombies gleichzeitig ganz schön das Leben zur Hölle machen können. Denn kaum wenden wir uns einem Gegner zu ist der zweite auch schon dabei uns in den Rücken zu fallen und an der wichtigen Lebensenergie zu zerren. Da passt es überhaupt nicht ins gute Gesamtbild, dass die computergesteuerten Charaktere offensichtlich nicht in der Lage sind Aktivitäten außerhalb ihres Levelabschnitts zu erkennen. Betreten wir einen Raum durch eine Türe bemerken uns diese erst wenn wir die Türe durchschritten haben, bleiben wir hingegen dahinter stehen, kann man meist die Gegner unter Beschuss nehmen, ohne dass sie überhaupt checken von wo Gefahr droht. Dieses Manko kann man an einigen Stellen im Spiel geschickt ausnützen, was etwas an der Atmosphäre nagt.

    Dafür muss sich die gezeigte Grafik nicht verstecken, auch wenn man sich des Gefühls nicht erwehren kann, dass man bei der Engine offensichtlich Kompromisse eingegangen ist um den Anforderungen eines Multiplattformtitels gerecht zu werden. Denn ist das erstmalige verwendete bunte Licht, wie es z.B. in der Kirche auf dem Friedhof verwendet wird, wenn sich die Sonne in den herrlichen Bleiglasfenstern bricht, wirklich ein Augenschmaus, dafür wirken die Level selbst nicht ganz wie das technisch auf einer Xbox Mögliche. Dafür bekommen wir im Gegenzug einen ebenso sauberen 50 wie 60 Herz PAL-Mode geliefert, an dem es nichts zu mäkeln gibt, sowie so etwas wie eine Unterstützung für 16:9 Fernseher. So etwas deswegen, weil die Menüs anscheinend noch in 4:3 dargestellt werden, das Spiel selbst aber dann im 16:9 Format läuft.
    Sehr angenehm ebenfalls, dass es bei weiten nicht mehr so viele dunkle Stellen im Spiel gibt, man Buffy also auch problemlos tagsüber bei Sonnenschein spielen kann, ohne die Vorhänge zuziehen zu müssen. Der typischen Atmosphäre tut das aber keinen Abbruch.

    Die Soundkulisse orientiert sich musikalisch natürlich sehr am Serien-Original, inklusive der bekannten Titelmelodie, trumpft aber erstmals in der deutschen Synchronisation mit den in unseren Breitengraden aus der TV-Serie bekannten Synchronsprechern auf. Dies betrifft übrigens alle Charaktere, also auch Buffy selbst, die nun im Gegensatz zum ersten Buffy-Spiel endlich die richtige Stimme besitzt. So kann man auf die optional zuschaltbaren Untertitel getrost verzichten.

    Leider überhaupt nicht überzeugen kann der ebenfalls mitgelieferte Mutliplayer-Part, der zwar ganze vier verschiedene Spielmodi bietet, die aber allesamt wie ein nettes Minigame wirken aber keinesfalls wie eine herausfordernde Multiplayer-Challenge. An dieser Stelle hätten wir uns statt der vier Games lieber einen vernünftigen Coop-Mode gewünscht, was sich aber anhand der starren Story und der Charaktervorgabe wohl nicht verwirklichen lies. So muss man sich mit der "Kaninchenjagd", der "Herausforderung", der "Herrschaft" und dem "Überleben" zufrieden geben, welche sich allesamt auf den gleichen Arealen abspielen und auch vom Gameplay her recht ähnlich sind. Einzig der Mode "Herausforderung" bringt etwas Abwechslung ins Spiel, indem ein Spieler die Rolle von Buffy übernimmt und bis zu drei weitere Spieler in die Rolle der Zombies schlüpfen, welche Buffy das Leben schwer machen.

    Buffy the Vampire Slayer: Chaos Bleeds (XB)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Original deutsche Synchronstimmen aller Akteure
    sechs verschiedene spielbare Charaktere mit spezifischen Fähigkeiten
    abwechslungsreiches Gameplay
    60 Hertz Support
    Klippingfehler nicht zu knapp
    ungünstige automatische Kamera die sich nur ungern ins Handwerk pfuschen lässt
    schwacher Multiplayer-Mode
  • Buffy the Vampire Slayer: Chaos Bleeds
    Buffy the Vampire Slayer: Chaos Bleeds
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Eurocom Entertainment
    Release
    14.10.2003

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Buffy the Vampire Slayer: Chaos Bleeds
Buffy the Vampire Slayer: Chaos Bleeds im Gamezone-Test
Buffy is back: Jetzt komplett in deutscher Sprache und noch abwechslungsreicher.
http://www.gamezone.de/Buffy-the-Vampire-Slayer-Chaos-Bleeds-Spiel-19457/Tests/Buffy-the-Vampire-Slayer-Chaos-Bleeds-im-Gamezone-Test-989504/
15.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/10/TV2003101416013400.jpg
tests