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  • Bullet Witch im Gamezone-Test

    Alicia die Hexe mit dem großen Schießgewehr hilft den Menschen bei ihrem kurzen Kampf gegen die Dämonenhorden.

    Wer sagt denn, dass Hexen böse und hässlich sind? Wenn es nach der Geschichte in Bullet Witch geht, dann ist es genau umgekehrt. Dort nämlich übernimmt der Spieler das Geschick der menschenfreundlichen und zudem recht hübschen, da noch ziemlich jungen Hexe Alicia, die sich alleine den bösen Mächten entgegenstellt welche die Menschheit auszurotten drohen. Glaubt man der zugrundeliegenden Timeline, erschüttert im Jahre 2007 ein gewaltiges Erdbeben die USA, welches viele Menschenleben fordert. Doch ist dies erst der Beginn einer ganzen Reihe von Katastrophen welche den Planeten Erde heimsuchen. Nach dem Erdbeben taucht ein unglaublich aggressiver Killervirus auf, der die Menschheit erneut dezimiert, und diesem folgen herscharen von Dämonen welche die noch überlebende Menschheit endgültig auszurotten drohen.

    Alicia, die Hexe

    Alicia, die Hexe Alicia, die Hexe Dies ist der Zeitpunkt in dem wir als die Hexe Alicia ins Geschehen eingreifen. Niemand weiß so genau warum und weshalb, aber wir kämpfen auf der Seite der guten Menschen und stellen uns den Ausgeburten der Hölle. Soll heißen, wir ballern alles über den Haufen was nicht menschlich aussieht, wozu wir uns eines recht großen Gewehrs bedienen, welches im weiteren Verlauf noch aufgelevelt und um zusätzliche Funktionen erweitert werden kann. Dazwischen sprechen wir auch mal einen Zauber, beispielsweise um Panzer auszuschalten, welche wir mit einem Blitz vom Himmel in Asche verwandeln, oder wir rufen gleich einen Tornado herbei, der alles in seiner Nähe aufsaugt und wegschleudert. Die weniger wirksamen Zauber, wie ein antikes Mauerstück, welches wir kurzzeitig vor uns aufbauen können, oder den Rosenspeer, welcher gleich mehrere Gegner auf einen Schlag aufspießen und in Brand setzen kann, benötigt man eigentlich weniger, denn meist genügt es die Bullet Witch das tun zu lassen was sie am besten kann, nämlich schießen.

    Alicia lässts krachen Alicia lässts krachen Bullet Witch ist im Grunde ein 3rd-Person-Shooter den man mit Magieeffekten angereichert hat. Dazu gesellen sich ein paar RPG-Elemente, denn am Ende jedes der sechs Kapital können wir die erspielten Erfahrungspunkte auf Alicias Fähigkeiten verteilen. So ist sie in der Lage sich immer schneller zu heilen, ihre Magieenergie schneller aufzuladen, ihre Waffe zu verstärken oder neue Funktionen hinzuzufügen. Dabei steuert sich das Spiel wie jeder handelsübliche 3rd-Person-Shooter, Alicia lässt sich also mit dem linken Stick bewegen und mit dem rechten Stick bestimmen wir die Blickrichtung. Die rechte Schultertaste dient dazu die aktuell ausgewählte Waffe abzufeuern, und mit der linken Schultertaste können wir Alicia in jede beliebige Richtung springen lassen, was besonders wichtig ist um Explosivgeschossen auszuweichen. Bullet Witch verfügt zudem über kein Auto Aiming, es muss also manuell gezielt werden und das Fadenkreuz zentriert sich nicht automatisch auf Gegner. Allerdings ist die Reichweite der Schusswaffe recht hoch, so dass wir auch Gegner am Horizont noch mit unseren Kugeln erreichen.

    Die Magie

    Alicia heilt mit ihrem Blut Alicia heilt mit ihrem Blut Auch wenn man sie im normalen Spielverlauf kaum benötigt, zwingt uns das Spiel an bestimmten Stellen die Magie einzusetzen. Bestes Beispiel dafür sind die Panzer, denen wir mit unserem Gewehr keinen Schaden zufügen können. Bestes Mittel gegen sie ist der Donnerschlag, den wir schon sehr früh im Spiel erhalten. Im normalen Kampf hingegen, wenn wir nicht zurückweichen wollen, stellt sich auch die antike Mauer als ganz praktisch heraus, welche wir per Zauberspruch schnell mal vor uns errichten können. Gibt es hingegen etwas wegzuräumen, bedienen wir uns der Willensstärke. Ein kleiner Wink von Alicia genügt und vor uns liegende Hindernisse werden regelrecht weggeblasen. Um auch mit größeren Dämonenmassen fertig zu werden die alle gleichzeitig auf uns feuern, empfiehlt sich der Einsatz der Raben. Diese stürzen sich auf die Gegner und verwirren sie, so dass wir genug Zeit bekommen sie uns einzeln vorzunehmen. Alicia verfügt aber auch über einen Heilzauber, den sie bei den begleitenden Soldaten ebenso anwenden kann wie bei Zivilisten, die uns immer wieder im Spiel begegnen und gerne im Schussfeld stehen. Dabei zeigt sich wie menschenfreundlich Alicia ist, denn sie heilt mit ihrem eigenen Blut.

    Ein Walnusskopf Ein Walnusskopf Um einen der Zauber auszulösen, müssen wir ein etwas zu umständlich ausgefallenes Menü bemühen. Mit den beiden Bumpern des Xbox 360 Controllers können wir durch drei Seiten des Menüs blättern, welches uns pro Seite bis zu drei verschiedene Zauber anbietet, die wir sodann mit der A, B oder X-Taste auslösen können. Abgebrochen wird diese Funktion dagegen mit der Y-Taste. In der Praxis bedeutet dies, dass wir, vor einem Panzer stehend welcher wild auf uns feuert, mehrmals einen der Bumper drücken müssen, bis gewünschter Zauber aufgetaucht ist, um sodann die entsprechende Taste zu drücken, woraufhin der Zielcursor erscheint mit dem wir den Panzer anvisieren, um nun endlich mit einem Druck auf die rechte Schultertaste den Donner auslösen zu können. In der Zwischenzeit feuert der Panzer aber fleißig auf Alicia, die in dieser Zeit seltsamerweise unverletzlich ist, wohl um den Spieler nicht zu verärgern. Das ist zwar nett gemeint, kommt aber seltsam, wenn die Granaten um sie herum explodieren, die sie normalerweise in Stücke reißen würden, in dieser Situation aber nicht mal ihre Frisur durcheinander bringt.

    Die Spielwelt

    Recht karge Innenwelten Recht karge Innenwelten Wie schon erwähnt bietet uns Bullet Witch genau sechs Kapitel, was nicht unbedingt viel ist, denn über eine Stunde wird man für keines der einzelnen Kapitel brauchen. Dafür sind die sechs Kapitel recht unterschiedlich gestaltet, und besonders der Ritt auf dem Verkehrsflugzeug stellt eines der Highlights von Bullet Witch dar. Etwas auffällig ist, dass sich das Spiel in den ersten Kapiteln noch oft der sogenannten Energiesperren bedient, also künstliche Mauern die uns ein Weiterkommen erst erlauben, wenn wir den jeweiligen Walnusskopf ausgeschaltet haben. Später im Spiel gibt es diese Mauern nicht mehr, die Walnussköpfe aber begegnen uns noch öfter. Nicht immer am Ende eines jeden Kapitels, sondern durchaus auch mehrmals währenddessen, begegnen uns besonders große Monster, die allesamt eine Schwachstelle besitzen die es herauszufinden gilt um sie bezwingen zu können. Im Vergleich mit den "normalen" Dämonen die einem ständig entgegenkommen sind diese aber erstaunlich schwach ausgefallen, oft genügt es schon nur wenige Sekunden die verwundbare Stelle zu bearbeiten, schon kippen die Riesen um und sind keine Gefahr mehr.

    Die Technik

    Alicia auf dem Flugzeug Alicia auf dem Flugzeug Die Grafik ist ein recht zweischneidiges Schwert und hätte für ein NextGen-Spiel durchaus noch etwas mehr Details bieten können. Denn auf der einen Seite darf man die Charaktere selbst, allen voran Alicia und ihre menschlichen Begleiter, aber auch die Dämonen selbst, durchaus als gelungen bezeichnen. Höchstens die etwas stacksigen Animationen könnte man bemängeln, dagegen sieht die Umwelt an vielen Stellen schon arg detailarm aus. Wo sich die Stadt am Anfang des Spiels noch sehen lassen kann, und auch die späteren offenen Landschaften durchaus ihren Reiz besitzen, glänzen besonders die unterirdischen Level mit einfachen und grauen Wänden ohne jeglichem Schmuck. Umso mehr fallen die Magieeffekte ins Auge, die immer wieder schön anzusehen sind.

    Und Ruhe ist Und Ruhe ist Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, wird sich auf die deutschen Untertitel verlassen müssen, denn die komplette Sprachausgabe ist in Englisch belassen worden. Diese läuft zu ihrer Hochform auf wenn Alicia ihre Zaubersprüche spricht, gibt sich ansonsten aber eher durchschnittlich. Dafür bietet uns die restliche Soundkulisse, neben Alicias Dauerfeuer, so manch lustigen Eindruck, wie das Geseier der Walnussköpfe, welches irgendwie an Mars Attacks erinnert, oder das gegurgelte Geschrei der zusammenbrechenden Dämonen, welches sie eindrucksvoll mit einer Sterbeanimation unterstützen die theatralischer kaum mehr sein könnte. Fast könnte man Mitleid mit den armen Kerlen bekommen, wenn sie als letzten Akt ihre untoten Daseins die Waffe in die Luft strecken und gar erbärmlich dabei zittern.

    Zwischenzeitliches Speichern ist bei dem Titel nicht notwendig, er verwendet die bekannten Checkpoints an die wir bei einem Ableben wieder ins Spiel gesetzt werden. Beenden wir das Spiel mitten in einem Kapitel ist es ebenfalls möglich beim nächsten Mal wieder beim letzten Checkpoint ins Spiel einzusteigen.

    Achievements & Wiederspielwert

    Gleich kommt der Tornado Gleich kommt der Tornado Die Achievements sind recht einfach verteilt, um nicht zu sagen etwas fantasielos. Für das jeweilige Beenden eines der sechs Kapitel gibt es 10 Punkte, und je nachdem in welchem Schwierigkeitsgrad wir dies geschafft haben am Ende des Spiels noch einen Bonus. Dazu gesellen sich sechs weitere, geheimgehaltene Achievements. Bei der kürze des Titels, und er ist für einen Vollpreistitel wirklich kurz ausgefallen, ist es klar, dass er es darauf anlegt, mehrmals durchgespielt zu werden. Dazu verleiten sollen uns die neuen Klamotten die wir für Alicia erhalten. Da sich am Spielverlauf selbst aber nichts ändert, ist es fraglich ob man wirklich die Motivation aufbringt dasselbe Spiel noch mal zu zocken, nur um Alicia mal in anderen Klamotten zu sehen.

    Bullet Witch (X360)

    Singleplayer
    6,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Glasklares Gameplay
    im Grunde ganz nette Präsentation
    sechs recht unterschiedliche Level
    die hübsche Alicia
    Die kurze Spielzeit
    niedriger Wiederspielwert
    die teilweise karge Umwelt
    das umständliche Magiemenü
    die viel zu leicht bezwingbaren Riesendämonen
  • Bullet Witch
    Bullet Witch
    Developer
    Cavia
    Release
    28.02.2007
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991180
Bullet Witch
Bullet Witch im Gamezone-Test
Alicia die Hexe mit dem großen Schießgewehr hilft den Menschen bei ihrem kurzen Kampf gegen die Dämonenhorden.
http://www.gamezone.de/Bullet-Witch-Spiel-19479/Tests/Bullet-Witch-im-Gamezone-Test-991180/
02.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/03/Gamezone-image24_1_.jpg
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