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  • Bulletstorm: Gears of War-Lite - Leser-Test von koerbschn

    Sicherlich wird dem ein oder anderen unter uns die Überschrift nicht 100%ig zusagen, jedoch erinnert mich der Spielinhalt sowie auch die gesamte Aufmachung des Spiel an den Genreprimus. Allerdings ist selbiges auch nicht wirklich verwunderlich, zumal auch Bulletstorm aus dem Hause Epic stammt und "Mr. Gears of War" himself , Cliff Bleszinski, sich auch für dieses Spiel als Design Director verantwortlich fühlt.

    Es stellt sich jetzt nun die Frage, ob Bulletstorm als eigenständige Marke zu überzeugen weiß oder lediglich als Lückenfüller fungiert, welcher die Wartezeit bis zum verschobenen Release von Gears of War 3 im September füllen soll.

    Meinem Review liegt dabei die AT-Uncut-Epic Edition zugrunde, welche sich jedoch inhaltlich nicht von anderen internationalen Versionen unterscheiden dürfte. Lediglich ein garntierter Beta-Zugang zum GoW3-MP ist enhalten, wobei jedoch auch noch nicht wirklich sicher ist, ob dieser in Deutschland ansässigen Spielern von Nutzen sein wird.

    Bevor ich mich nun dem eigntlichen Spielinhalt widme, möchte ich nur noch einmal darauf hinweisen, daß in den folgenden Zeilen angesprochene Details nur in der Uncut-Version enthalten sind, da nach zahlreichen Berichten die deutsche Version um viele Details beschnitten wurde, welche sogar Auswirkungen auf das Gesamterlebnis haben.

    ***STORY***

    Die Story spielt in der Zukunft - genauer gesagt im 26. Jahrhundert. Ihr schlüpft in die Rolle von Grayson "Gray" Hunt, seinerseits ehemaliges Mitglied einer modernen Söldnergruppe namens Dead Echo. Diese war dem sadistischen General Sarrano unterstellt, desertierte jedoch, als die Mannen um Gray mitbekamen, das sie lediglich Marionetten des Generals waren, die dazu dienten, dessen Missgönner und Gegner aus dem Weg zu räumen. Also wandte man sich neuen Zielen zu und begann fortan eine Karriere als Weltraum-Pirat, jedoch immer mit dem Hintergedanken, daß Sarrano Killer auf sie hetzen würde - Mitwisser müssen schließlich mundtot gemacht werden.

    Eines Tages begegnen Gray und sein Trupp jedoch dem Schiff von Sarrano - der Ulysses, weshalb sie die Chance nutzen wollen, um mit einem Angriff des Raumkreuzers Rache für den Mißbrauch von Dead Echo zu nehmen. Leider funktioniert der Plan nicht so, wie zunächst gedacht. Zwar stürzt die Ulysses ab, jedoch entkommt General Sarrano mit einer Rettungskapsel und auch vom ehemaligen Söldnertrupp sind bis auf Gray und sein Kumpel Ishi Sato niemand übrig geblieben.

    Auf dem Planeten Stygia gestrandet, beginnt fortan der Kampf ums Überleben, getrieben von der Rache nach Vergeltung.

    ***GRAFIK***

    Mit der Unreal-Engine 3.5 ausgestatte weiß das Spiel vom optischen durchaus zu überzeugen. Die vielfältigen Gesichter des Planeten Stygia mit all seinen skurillen Bewohnern sind abwechslungsreich gestaltet - sie laden zwar nicht zum Träumen ein, denn einen Flair von Urlaub sucht man hier vergebens, dennoch hält man dank der ein oder anderen Weitsicht kurz inne, um sich für bestimmte Details in der Umgebung umzusehen. Da wir gerade beim Thema Weitsicht sind - im ersten Moment kann man zwar durchaus von Begeisterung sprechen, allerdings fallen auch immer wiederkehrendes Tearing und auch teils grobe Texturen negativ auf, welche einen als bald wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

    Wirkt das Gegnerdesign anfangs noch vielfältig, merkt man spätestens ab dem 3. Akt (übrigens ist das Spiel in 7 Akte mit je 3 Kapiteln unterteilt), das sich nicht mehr viel ändert. Jedoch ist das nicht ganz so tragisch, denn dank 7 verschiedenen Waffen, welche allesamt aufgerüstet werden können und einem unglaublichem Umfang von verschiedenen Skillshots (= verschiedene Kombinationen, Gegner hinzurichten) bleibt die Kampagne stets abwechslungsreich und fordernd.

    Zudem werden Freunde des Splatters mit Unmengen rotem Saft versorgt, denn das Abtrennen diverser Gliedmaßen durch Waffengewalt sowie das Einbeziehen der Umgebung (spitze Riesenkakteen, Dynamitfässer oder auch mit Spitzen behaftete Gitter) sorgt für jede Menge Blutlachen.

    ***SOUND***

    Die orchestrale, eindringliche Musik passt perfekt zur zukunftsorientierten und ebenso realitätsfremden Umgebung von Stygia und deren "Bevölkerung", wenngleich sie zum Großteil nur in den Menüs Verwendung findet. Jedoch in brenzligen Situation, in welchen Heerscharen von Gegnern einem nach dem Leben trachten, kommen ebenfalls musikalische Klänge zum Einsatz, die einen sofort erahnen lassen, das man sich in einer haarigen Situation befindet.

    In Sachen Dialoge stellt Bulletstorm vermutlich das Novum der Videospielgeschichte. In bisher keinem anderen Spiel habe ich bisher solch derben Humor und verbale Entgleisungen vernommen, wie während meiner 6stündigen Spielzeit. Jedoch finde ich es mehr als übertrieben, das die Medien Bulletstorm als das wohl gefährlichste Spiel ansehen und im sogar unterstellen, es würde sexuell anziehend sein und gleichermaßen Delikte in diese Richtung provozieren. Man sollte dem Ganzen einfach eine gewisse Ironie abgewinnen und sich ganz einfach an den Sprüchen und Wortgefechten ergötzen und amüsieren - denn wer sich davon negativ beeinflussen lässt, dem ist nicht mehr zu helfen.

    ***STEUERUNG***

    Ein weiteres Indiz dafür, aus welcher Schmiede der Titel stammt. Klar, bei Bulletstorm handelt es sich um einen 1st Person Shooter, so das Manöver wie im immer gern von mir herangezogenen Gears of War in Sachen Deckung, Ausweichen usw. einfach nicht möglich sind. Jedoch ist auch Grays Repertoir beachtlich, wenngleich man maximal auf 3 Waffen gleichzeitig zurückgreifen kann, hier und da vorhandene Versorgungskapseln jedoch immer wieder eine andere Kombination zulassen. Ein In-Deckung-Gehen oder Über-Den-Boden-Rutschen ist ebenfalls möglich, jedoch funktioniert das nicht immer so geschmeidig, wie man es gern hätte oder aus der 3td Person Sicht gewohnt ist.

    Alles in allem ist das Gamepad jedoch sinnvoll mit den jeweiligen Aktionen belegt und wem die Standardeinstellungen nicht passen, der hat zumindest die Möglichkeit, auf andere Optionen umzusteigen. Besonders erwähnenswert sei hierzu vielleicht gesagt, das man sogar ein Layout für Linkshänder eingefügt wurde, jedoch vermag ich nicht zu beurteilen, inwieweit dieses selbigen Spielern entgegegenkommt.

    ***GAMEPLAY/UMFANG***

    Wie bereits ein paar Zeilen weiter oben kurz erwähnt gliedert sich die Kampagne in 7 Akte, welche in jeweils 3 Kapitel unterteilt sind. Daraus ergibt sich eine Spielzeit von etwa 5 - 6 Stunden, was jedoch auch vom Schwierigkeitsgrad abhängt, welchen man zu Beginn des Abenteuers auswählt. Erscheinen einem während des Spielverlaufes einige Passagen zu leicht oder schwer, ist ein Wechsel zwischen "sehr leicht", "leicht", "normal", "schwer" bis hin zu "sehr schwer" jederzeit möglich.

    Der bei Ankündigung versprochene Coop-Modus für die Kampagne fiel im fertigen Spiel leider dem Rotstift zum Opfer, jedoch können sich Liebhaber von Mehrspielergefechten im Anarchie-Modus austoben. Leider muss ich an dieser Stelle erneut den Vergleich zum 2. Teil der Gears of War-Saga ziehen, denn wer daraus den Horde-Modus kennt, wird sich auch gleich bei Bulletstorm zu Hause fühlen. In 20 Wellen gilt es mit bis zu 5 Spielern die herannahenden Gegner mit möglichst spektakulären Skillshots zu erledigen, um die vorgegebene Punktzahl zu erreichen und so eine Welle weiter zu rutschen. Dabei führen besonders "Team-Aktionen" zum Erfolg, bei welchen mindestens 2 Spieler einen Gegner laut der jeweiligen Vorgabe malträtieren müssen. Die Levelgrenze liegt dabei bei Level 65, wobei die individuelle Gestaltung seines Charakters, welche durch erklommene Stufen voranschreitet, zusätzlich motiviert.

    Wer jedoch auch nach der Kampagne weiter auf Solopfaden wandeln möchte, dem sind die Echos ans Herz gelegt. In 20 verschiedenen Arealen, welche in gekürzter Form der Kampagne entnommen wurden, gilt es als Einzelkämpfer besonders viele Skillshots zu verüben, um die daraus resultierende Punktzahl als Sterne gutgeschrieben zu bekommen.

    ***FAZIT***

    Mit Bulletstorm hat Epic einen soliden Shooter auf die Beine gestellt, der sich vor allem durch sein Skillshot-System und den teils extrem sarkastischen Humor von der breiten Masse absetzt. Allerdings sind es aber auch genau die gleichen Punkte, die es dem Titel schwer machen könnten, bei der breiten Spielerschaft für Begeisterung zu sorgen. So sollte es am Besten jeder selbst entscheiden - am Besten mit einem kurzen Probespielchen - ob er sich von der Atmosphäre auf Stygia gefangen nehmen lässt.

    Ich für meine Seite bin mit Bulletstorm recht zufrieden, wenngleich ich zugeben muss, das mich anfängliche Preview-Videos wenig überzeugten und mich hauptsächlich die Option zur GoW3-Beta zm Kauf animiert hat.

    Negative Aspekte:
    teils derber Humor ist nicht jedermanns Sache; Kampagne recht kurz gehalten; teils grafische Schwächen im Detail; fehlender Coop-Modus trotz voriger Ankündigung; deutsche Version stark entschärft und somit negativ für das Gesamterlebnis

    Positive Aspekte:
    solider Shooter; motivierendes Skillshot-System; derber, sarkastischer Humor; "sympatischer" Held; fordender Anarchie-Modus

    Infos zur Spielzeit:
    koerbschn hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Bulletstorm

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: koerbschn
    7.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Bulletstorm
    Bulletstorm
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Epic Games
    Release
    24.02.2011

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Bulletstorm
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http://www.gamezone.de/Bulletstorm-Spiel-19475/Lesertests/Bulletstorm-Gears-of-War-Lite-Leser-Test-von-koerbschn-1010664/
18.03.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/02/Bulletstorm-_Seite_2_-_oben.jpg
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