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  • C.P.U. Bach: Spiele sind euch zu stressig? Hört ein wenig Bach! - Leser-Test von Gonzo09

    C.P.U. Bach: Spiele sind euch zu stressig? Hört ein wenig Bach! - Leser-Test von Gonzo09 Es dürfte allgemein bekannt sein, dass Sid Meier zu den kreativsten und innovativsten Köpfen der Computerspielszene zählt. Neben den großen Hits wie Pirates oder Civilization hatte er allerdings auch schon immer seine Finger in vielen Sleeper-Spielen, die nie zu der Ehre kamen, die ihnen eigentlich gebührte. Einer dieser Titel, der 1994 für ein wenig Entsetzten sorgte, nicht wegen des Titels an sich, sondern wegen des Gerüchtes Meier würde sich aus der Spieleentwicklung zurückziehen, war "Sid Meier's CPU Bach".

    Fast jeder kennt den klassischen Piano Man in einer guten Hotelbar. Er ist ein Spieler der die Klassiker kennt und blind beherrscht, der sie aber auch immer zu neuen Kompositionen zusammenstellen kann. Kein Abend bei ihm wird wie der andere klingen, da die besten der Zunft sich auch von Stimmungen, Wetter und Anzahl und Art der Gäste leiten lassen und dem Anlaß so einen perfekten Soundtrack geben. Dieses ambitionierte Ziel wollte Sid Meier digital umsetzten und wählte dafür als Plattform das 3DO, damals die absolute State-of-the-Art-Konsole, und als Grundtenor die Werke von Johann Sebastian Bach.

    Was genau tut das Programm jetzt? Es erzählt einem, sofern man das wünscht, zunächst einmal etwas über Bach, seine Musik und sein Leben. Leider ist dieser Abschnitt etwas knapp geraten und wen es interessiert ist selbst bei Wikipedia besser aufgehoben. Dann gibt es eine Auswahl an Bach-Titeln, die zwar nicht groß, ca. 60 Minuten, ist, aber doch die wichtigsten Stücke enthält. Das allerdings ist auch nichts, was einen der Grabbeltisch des örtlichen CD-Ladens nicht besser bieten würde.

    Der eigentliche Clou besteht im "virtuellen Bach". Man gibt dem Programm ein gewisses Maß an Grundparametern vor z.B. ob es eine komplette Orchestrierung nutzen soll oder nur ausgewählte Instrumente, ob mit oder ohne Chor, Moll oder Dur. Anschließend beginnt der Rechner Kompositionen nach den Mustern von Bachs Werken zu erstellen und abzuspielen. Meine Vermutung ist, dass es Meier gelang, die Grundstrukturen der Musik Bach dem Rechner so zu vermitteln, dass dieser entlang des Grundgerüstes harmonische Kreationen hinbekommt. Denn alles was gespielt wird kling ein wenig nach Bach aber dann doch wieder nicht. Disharmonien sucht man allerdings vergeblich. Es lassen sich also vorzüglich Stimmungsabhängige Musikteppiche definieren, morgens geht es etwas ruhiger zu, abends speichert man sich dann ein Setting, dass z.B. belebter und Geigenlastiger ist.

    Neben den verschiedenen selbsterstellten Einstellungen lässt sich auch die neue Musik direkt speichern, sollte man das, was gerade läuft richtig gut finden. Damit auch auf dem Screen etwas zu sehen ist, gibt es eine recht einfach Visualisierung, die allerdings höchsten mit den alten Winamp-Kaleidoskopen vergleichbar ist. Für den Musiker lassen sich die gespielten Noten in der korrekten Notierung anzeigen und auch zu Nachspielen anzeigen, bzw. abspeichern. Als drittes optisches Schmankerl wird ein am Piano sitzender Bach angeboten, der sogar die richtigen Noten anschlägt, die wurde mir von einem Freund der Klavierspieler ist so bestätigt.

    Was ist jetzt der "Spiel"wert des Ganzen? Einfache Antwort, es gibt keinen. CPU-Bach ist in keiner Weise ein Spiel, sondern eine elaborierte Hintergrundberieselung für nebenbei oder ein interessantes Experiment für ernsthaft an Klassik Interessierte. Wer jedoch mit Bach oder Klassik an sich nichts anfangen kann, sollte Abstand zu diesem Silberling halten.

    Meine Wertung bezieht sich nicht auf CPU-Bach als Spiel, sondern als Anwendung. Ersetzt "Gameplay" gedanklich durch "Funktionalität".

    Negative Aspekte:
    Es ist KEIN Videospiel!

    Positive Aspekte:
    Immer neue wohlklingende Pseude-Bach-Variationen, etwas echte Bach-Musik, übersichtliche Benutzerführung, zahlreiche Speichermöglichkeiten für Musik und Presets

    Infos zur Spielzeit:
    Gonzo09 hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    C.P.U. Bach

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Gonzo09
    8.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • C.P.U. Bach
    C.P.U. Bach
    Release
    01.03.2001
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C.P.U. Bach
C.P.U. Bach: Spiele sind euch zu stressig? Hört ein wenig Bach! - Leser-Test von Gonzo09
http://www.gamezone.de/CPU-Bach-Classic-49516/Lesertests/CPU-Bach-Spiele-sind-euch-zu-stressig-Hoert-ein-wenig-Bach-Leser-Test-von-Gonzo09-1004620/
05.07.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2012/05/gamezone_1__0__1__2__3__4__5__6_.jpg
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