Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Call of Duty 2: Big Red One im Gamezone-Test

    Kann die packend inszenierte Geschichte der 1. Infanteriedivision an den Erfolg der PC-Version anknüpfen?

    Nachdem Activision mit "Call of Duty 2" bereits auf dem PC einen weiteren, gelungenen Weltkriegs-Shooter abgeliefert hat, kommen nun auch die Konsolen dran. "Call of Duty 2: Big Red One" ist allerdings kein simpler Abklatsch der PC-Version, sondern ein völlig eigenständiges Spiel mit neuen Charakteren, Einsätzen und auch merklichen Unterschieden in Sachen Gameplay. Kann das aufwendig produzierte Spiel an den Erfolg der PC-Version anknüpfen?

    Call of Duty 2: Big Red One Call of Duty 2: Big Red One Die "First Expeditionary Division" wurde bereits im Ersten Weltkrieg gegründet und kurz darauf in die "1. Infanteriedivision" umbenannt. Die harten Männer dieser bis heute bestehenden Truppe haben ihren Spitznamen "Big Red One" dem offiziellen Schulterabzeichen der Einheit zu verdanken, welches eine große rote Eins darstellt. Die Erfolge dieser kampferprobten Soldaten haben im Zweiten Weltkrieg Geschichte geschrieben: Sie waren die Ersten, die eine europäische Stadt von den Nazis befreiten, zuvor gegen Rommels Afrika-Korps in Afrika kämpften und schließlich maßgeblich bei der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 beteiligt waren.

    Mehr Story dank echten Teammitgliedern

    Call of Duty 2: Big Red One Call of Duty 2: Big Red One Im Gegensatz zu "Call of Duty 2" für den PC kann "Big Red One" sogar mit einer richtigen Story aufwarten: Die Entwickler haben sich nicht nur am geschichtlichen Hintergrund der namensgebenden Einheit bedient, sondern dem Spieler auch sechs gut ausgearbeitete Truppmitglieder zur Seite gestellt. Zu den Kameraden findet man im Handbuch und im Bonusmenü des Spiels sogar eine individuelle Hintergrundgeschichte samt Beruf, Familienstatus und diversen Hobbys. Während der zahlreichen und absolut filmreif inszenierten Zwischensequenzen des Spiels erzählen die Jungs auch mal etwas von Zuhause oder machen sich über die Eigenarten eines Kumpels lustig. Wenn dann auch noch der harte, aber herzensgute Sergeant Hawkins euch und die Kameraden der "Big Red One" zur Einsatzbesprechung bittet, ist Atmosphäre nahezu perfekt. Leider wird im eigentlichen Spielverlauf nicht mehr ganz so häufig von dieser zentralen Stärke des Spiels Gebrauch gemacht und auch wenn früher oder später eines der Teammitglieder im Kampf fällt, weiß man leider nicht immer genau, um welchen der Charaktere es sich jetzt genau handelt. Dafür sehen sich die Jungs einfach viel zu ähnlich und werden während der Zwischensequenzen nicht häufig genug in das Gespräch mit einbezogen.

    Call of Duty 2: Big Red One Call of Duty 2: Big Red One Natürlich beruft sich das Spiel auch auf eine der wichtigsten Qualitäten der "Call of Duty"-Serie: Es zeigt die dramatischen Schlachten an den Fronten des Zweiten Weltkrieg aus nächster Nähe und bringt somit auch eine sehr wichtige und emotionale Komponente mit in Spiel. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn man sich auch darauf einlässt und das Ganze nicht wie ein Videospiel behandelt, sondern eher wie einen interaktiven historischen Film. Denn dann entsteht bei "Big Red One", genau wie auch beim großen PC-Bruder, eine absolut einzigartige Atmosphäre. Obwohl man sich hier nicht bis zum großen Endgegner vorarbeitet oder dem spannenden Ende der Geschichte entgegenfiebert, sind es die kurzen und beklemmenden Einblicke in den Zweiten Weltkrieg, die bis zum Schluss fesseln können.

    Einfach gestrickt, aber alles andere als "08/15"

    Call of Duty 2: Big Red One Call of Duty 2: Big Red One Wenn es um das reine Gameplay hinter der cineastischen Fassade von "Big Red One" geht, dann hat sich eigentlich nicht viel im Vergleich zum Konsolen-Vorgänger getan. Denn im Prinzip haben wir es auch diesmal mit einem äußerst gradlinigen Shooter der alten Schule zu tun, der weniger mit seinen spielerischen Qualitäten als mit seiner Inszenierung überzeugen kann. Im Vergleich zu anderen Genrevertretern wird einem in "Big Red One" sogar noch weniger Handlungsfreiheit als üblich geboten, da die Missionen grundsätzlich komplett vorgescriptet sind und damit fast schon wie in einem spielbaren Film ablaufen. Der spielerische Anspruch begrenzt sich oftmals sogar nur darauf, mit der Waffe zu zielen und bei brenzligen Situationen im richtigen Moment den kurzzeitigen Rückzug anzutreten. Einige Situationen an fest installierten MGs erinnern sogar an alte Klassiker wie "P.O.W." oder "Operation Thunderbolt", da man seine Gegner wie in einer Schießbude gleich reihenweise vom Bildschirm putzt. Dieses wie auf Schienen ablaufende Gameplay nimmt euch einerseits große Teile an spielerischer Freiheit, andererseits sind dadurch aber auch besonders spannende und filmreife Scriptsequenzen möglich.

    Call of Duty 2: Big Red One Call of Duty 2: Big Red One Die Missionen nehmen im Vergleich zur PC-Version einen etwas anderen Verlauf und ihr kämpft mit der "Big Red One" nicht nur in Afrika, sondern auch einen Großteil des Spiels in Italien und schließlich in Frankreich, Belgien und sogar Deutschland. Die 13 sehr großzügig angelegten Aufträge verfügen über mehrere Checkpunkte und können unter Umständen jeweils sogar länger als eine halbe Stunde dauern. Auffällig waren dabei die ziemlich häufigen Häuserkämpfe in den Ruinen verlassener Städte. Auch ein kurzer Abschnitt in einem Halbkettenfahrzeug und zahlreiche Einlagen an fest installierten MGs oder Panzerabwehr-Geschützen sorgten im Spielverlauf für genügend Abwechslung. Ein ganz besonders dickes Lob haben sich die Entwickler aber für ihre wirklich gelungene Bomber-Mission verdient: An Board eines B52-Bombers übernehmt ihr während dieses Auftrags nicht nur die Luftabwehr gegen angreifende Stukas, sondern müsst auch zielgenau diverse Bodenziele zerstören.

    Call of Duty 2: Big Red One Call of Duty 2: Big Red One Während der hauptsächlich am Boden stattfindenden Schlachten spielt natürlich das typische Zielsystem der Serie eine wichtige Rolle: Per Schultertaste wechselt ihr in die Zielansicht, welche auf sehr realistische Weise über Kimme und Korn des Gewehrs funktioniert. Doch genau hier verbirgt sich einer der großen Kritikpunkte des Spiels, da man die Gegner selbst nur in den seltensten Fällen wirklich gut erkennen kann. Die Soldaten der Achsenmächte heben sich farblich nur wenig von der Umgebung ab und meist muss man sich damit begnügen, einzig und allein auf das Mündungsfeuer ihrer Waffen zu zielen. In dieser Hinsicht war die PC-Version von "Call of Duty 2" deutlich besser und man hatte dort tatsächlich das Gefühl gegen einzelne Soldaten zu kämpfen und nicht gegen schwer erkennbare Lichtblitze am Horizont. Auch stört hin und wieder der Umstand, dass aufgrund des scriptlastigen Spieldesigns einige Stellen sehr unglaubwürdig wirken: Solange man sich immer brav in Richtung der einzelnen Missionsziele auf dem Kompass bewegt, wird man zwar davon verschont bleiben, wer jedoch einzelne Bereiche endgültig von allen Feinden säubern möchte, wird leider feststellen müssen, dass das Spiel unendlich viele Feinde hinterher schiebt.

    Probleme mit der KI

    Call of Duty 2: Big Red One Call of Duty 2: Big Red One Da man ja als Mitglied der "Big Red One" ständig von seinen Kameraden umgeben ist, hat man bisweilen tatsächlich das Gefühl an der Seite einer starken Mannschaft inmitten einer gewaltigen Schlacht zu kämpfen. Dieser prinzipiell sehr gute Eindruck wird leider davon getrübt, dass es mit der anprogrammierten Intelligenz der Jungs nicht sonderlich weit her ist. Sehr häufig versperren sie einem beim Zielen die Sicht, laufen mitten in eine zuvor platzierte Sprengladung oder stehen direkt vor einem Feind ohne überhaupt auf die Idee eines Angriffs zu kommen. Das Ganze geht natürlich auch wieder auf die massiv eingesetzten Scripts zurück, denn wenn das Spiel dem Trupp sagt, er solle vorrücken, wird nicht immer überprüft, ob auch tatsächlich alle Gegner im Zielgebiet ausgeschaltet wurden. Dann stehen die eigenen Läute oft recht dümmlich zwischen den feindlichen Einheiten und erwidern das Feuer nur sporadisch und sehr ungenau. Schade drum, denn mit etwas mehr Feintuning hätten solche unglaubwürdigen Patzer vermieden werden können.

  • Call of Duty 2: Big Red One
    Call of Duty 2: Big Red One
    Developer
    Treyarch Corporation
    Release
    16.11.2005
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990539
Call of Duty 2: Big Red One
Call of Duty 2: Big Red One im Gamezone-Test
Kann die packend inszenierte Geschichte der 1. Infanteriedivision an den Erfolg der PC-Version anknüpfen?
http://www.gamezone.de/Call-of-Duty-2-Big-Red-One-Classic-19643/Tests/Call-of-Duty-2-Big-Red-One-im-Gamezone-Test-990539/
21.11.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/11/tv2005112114301300.jpg
tests