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  • Call of Duty 3: Call of Duty Reloaded - Leser-Test von smikz

    Call of Duty 3: Call of Duty Reloaded - Leser-Test von smikz Quelle: Activision Call of Duty, Call of Duty 2, Call of Duty 4... da fehlt doch was, werden sich interessierte Computerspieler fragen. Ja, der dritte Teil der Reihe erschien im letzten Jahr exklusiv für die aktuellen Konsolen. Eine Besonderheit daran ist, dass diesmal nicht das Entwicklerteam von Infinity Ward, die sich für die Teile Eins, Zwei und Vier verantwortlich zeichnen, daran beteiligt war, sondern Treyarch, die momentan auch an der fünften Episode World at War werkeln. Das Umsiedeln der Entwicklerteams war der erste Schritt dahin, jedes Jahr ein weiteres Spiel aus dem Call of Duty - Universum zu veröffentlichen, wobei jedes Team abwechselnd an einem Teil arbeitet und diesen im Zweijahresrhythmus zu verbreiten. Call of Duty 3 wirkt in vielerlei Hinsicht lediglich als Lückenfüller zum vierten Teil, der nun nicht mehr im Zweiten Weltkrieg, sondern in der heutigen Zeit, spielen sollte, da man das Szenario als vorübergehend ausgelutscht sah und kaum noch Platz für Innovationen da sei. Ob sich der Griff zum Spielregal dennoch gelohnt hat?

    Geschichtsstunde Reloaded
    Wie gesagt, wird man als Spieler wieder einmal in die Vierzigerjahre versetzt und muss als Soldat der Alliierten dafür sorgen, dass Hitler-Deutschland den Krieg verliert. Diesmal führt der Weg nicht über Stalingrad, Afrika oder den nordfranzösischen Küstenstreifen, die man allesamt schon in den Vorgängern ablaufen durfte, sondern durch die französische Normandie, die von den deutschen Schergen befreit werden muss. Diese haben nämlich Paris und Umgebung eingenommen, sollen aber nun mehr oder weniger gewaltfrei nach Hause oder über den Jordan geschickt werden. Der Weg des Spielers führt dabei über das zerstörte St. Lô, das naturnahe Toucy oder den Fluss Mayenne, wie gewohnt als Soldat mehrerer alliierter Nationen. So zieht man, je nach Mission, als Amerikaner, Brite, Canadier oder Pole in die Schlacht; deren Weg kreuzen sich erst im Finale wenn der Kessel von Falaise zu einem erfolgreichen Ende führt. Anders als in den Vorgängern, die sich in Sachen Geschichtskunde ein wenig mehr Mühe gegeben haben, bekommt man in Call of Duty 3 nicht allzu viel Hintergrundwissen spendiert. Zwar wird die gesamte Mission knapp umrissen, wirklich schlauer kommt man nach der Spielsession jedoch nicht heraus. Dabei erzählt in der deutschen Version ein gelangweilt scheinender Sprecher ein paar Worte über das vorgefallene, der Rest der Story wird mithilfe von Ingame-Szenen fortgeführt. So beginnt man als Soldat, der gerade mal kurze Schießübungen hinter sich hat, um sich ein wenig einzufinden, und der sich auf der Ladefläche eines LKWs, welcher in Richtung Zielgebiet zusteuert, vorfindet. Ein Kamerad kommt zu spät und will gerade noch auf das Gefährt aufsteigen, als eine Mörsergranate gleich neben diesem Explodiert und man schnell ins kühle Wasser geworfen wird, da man nun sein erstes Treffen mit den Nazis vor sich hat.

    Die Story des Spieles bleibt während des gesamten Spieles relativ oberflächlich und die Zwischensequenzen, die diese erzählen sollen, sind meist recht kurz gehalten. Eigentlich wird man gleich ins Gefecht geworden, das sich durch eine spektakuläre, filmische Inszenierung, wie man es aus den Call of Duty - Spielen gewohnt ist, auszeichnet. Überall fliegen einem Kugeln um die Ohren, Soldaten gehen lauthals zu Boden oder explosive Geschosse zerbersten gleich neben dem Alter Ego. Die Orte des Geschehens bewegen sich zwischen ziemlich realistisch nachgebildeten, zerstörten Städten und langweilig anmaßende Gelände, die nur so vor deutschen Bunkern strotzen. Vor allem aber die zerbombten Ortschaften beeindrucken ungemein und wirken durch gescriptete Ereignisse real und bedrückend, sodass neben dem Spieler schnell mal ein Panzergeschoss in ein Haus einschlägt und dessen Fassade zerbröseln lässt. Die durch das umkämpfte Szenario entstehende Atmosphäre ist durchweg gut und bleibt auf einem konstant hohen Niveau, das man bei sich selbst an der Anspannung während der Gefechte anmerken kann. Man merkt jedoch, dass es spielerische und storytechnische Höhepunkte einfach fehlen, wie man sich in den vorherigen Versionen beispielsweise im virtuellen Stalingrad erleben konnte. Diese konstante Gerade an Erlebtem, das dem Spieler, sofern er die Pause-Taste nicht betätigt, enthält zudem auch keine Ruhephase, was dazu führt, dass man im Verlaufe des Spieles unemotional alles um sich herum abschießt, ohne mit der Wimper zu zucken. Gelang es noch in den ersten beiden Teilen, diese besondere Atmosphäre zumindest teilweise dazu zu nutzen, dass sich der Spieler mit den schrecklichen Begebenheiten auseinandersetzen kann, ist es hier doch Fehlanzeige.

  • Call of Duty 3
    Call of Duty 3
    Developer
    Treyarch Corporation
    Release
    21.03.2007
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Call of Duty 3
Call of Duty 3: Call of Duty Reloaded - Leser-Test von smikz
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13.08.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/03/Playzone_0407_Call_of_Duty_3_08.jpg
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