Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Call of Duty 3 im Gamezone-Test

    Wer vom Zweiten Weltkrieg noch nicht die Nase voll hat, bekommt in CoD3 viele neue Features und Gegebenheiten geboten.

    Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, als Activision gewillte Spieler in die virtuelle Welt des zweiten Weltkrieg entließ. Damals arbeitete man mit Infitiy Ward zusammen und schuf eine überaus realistisch anmutende Kriegswelt. Nun, kein knappes Jahr später, ermöglicht der Publisher erneut den Weg zurück in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts. Wieder einmal soll der Spieler Geschehnisse des zweiten Weltkrieges erleben. Dieses Mal allerdings kredenzt nicht mehr Infity Ward die künstlichen Welten, vielmehr holte man sich die Entwicklerschmiede TreyArch ins Boot, welche sich ausschließlich um die Konsolenvertreter des dritten Teils der Kriegs-Shooterei kümmern. Und dabei versprechen Entwickler als auch Publisher, dass der Spieler trotz altbackenem und partiell sehr ausgelutschtem Thema doch noch Neues entdecken soll.

    Und schon wieder Kriegswirren

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Unbestritten, die Wirren des vorzugsweise zweiten Weltkriegs scheinen schier unerschöpflich zu sein, zumindest im Hause Activision, welche die Spieler bereits zum dritten Mal in die Welt von Call of Duty entlassen. Und so macht ihr euch erneut auf die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts zu besuchen - virtuell, versteht sich - und einmal mehr sollt ihr auf der Seite der Siegermächte stehen. Eure Aufgabe ist es, wie sollte es auch anders sein, den Krauts zu zeigen, dass mit euch nicht zu spaßen ist. Vor allem aber sollt ihr beweisen, warum Deutschland den Krieg verloren hat. So verschlägt es euch nach Frankreich, genauer gesagt in die Normandie, welches im Jahre 1944 von der deutschen Wehrmacht besetzt wurde. Wie bekannt, diente die Küste der Normandie als Landungszone für die Alliierten, welche von dort aus ihre groß angelegte Invasion begannen. Aber keine Sorge, den sogenannten D-Day habt ihr bereits hinter euch; Ihr steigt weiter im Landesinneren ein und ihr kämpft u.a. zusammen mit französischen Untergrundkämpfern gegen die deutsche Wehrmacht um so der Normandie bzw. Frankreich die Freiheit wiederzugeben.

    Grundausbildung im Eiltempo

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Wer auf eine lange Einleitung, hinweisgebendes Story-Geplänkel oder gar detailreiche Instruktionen setzt, ist definitiv fehl am Platz. Vielmehr werdet ihr in eine unmittelbare Gefahrenzone geschubst, in der ihr nur wenig Zeit habt euch mit den grundlegenden Elementen vertraut zu machen. Hierzu gehören einige wenige Zielübungen mit dem Gewehr und im Anschluss dürft ihr noch austesten, wie genau ihr eine Granate schmeißen könnt oder nicht. Ist dies abgeschlossen, ruft auch schon der erste Einsatz: Also ab auf den LKW und los geht es. Und während ihr noch auf der Ladefläche hin- und her geschüttelt werdet, die Kollegen ein Witzchen machen und ein vergessenes Team-Mitglied noch versucht den Aufsprung zu schaffen, nimmt die Fahrt auch schon ein jähes Ende. Eine Granate explodiert direkt an eurem LKW; Es gibt Tote und Verletzte und ihr seid damit mitten den Wirren des Krieges angekommen.

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Der Einstieg in das Soldatenleben wird euch im ersten Abschnitt noch recht leicht gemacht, fehlen euch doch noch essentielle Handgriffe und natürlich auch eine gewisse Übung. Die stellt sich allerdings recht schnell ein, so dass ihr mit dem verbleibenden bzw. überlebenden Trupp in die nahe gelegene Dorf-Trümmerwüste einfallen könnt. Feinde ausspähen und erledigen, selbst nicht getroffen werden, die Kollegen nicht aus den Augen lassen, hoffen, dass diese einem den Rücken etwas frei halten und dabei solltet ihr auch den richtigen Weg finden. Und damit seid ihr bestens gerüstet, was euch in den folgenden gesamt 14 Kapiteln des Spiel kredenzt wird. Schleicht und pirscht euch durch die Landstriche und Trümmerhaufen, erobert besetztes Gebiet zurück, abwechselnd in der Haut von US-Soldaten als auch Verbündeten, und sorgt dafür, dass die Wehrmacht einmal mehr eine auf den Deckel bekommt. Gesamt also ein gewohnt vorgegebener bzw. linearer Spielverlauf.

    Und was ist jetzt neu?

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Mutet das Gameplay in seinen Grundzügen überaus ausgelutscht und verbraucht an, so muss man dem zweifelsfrei zustimmen. Wobei man sich natürlich immer die Frage stellen muss: Wie kann man einen Kriegs-Shooter noch besser machen - vor allem wenn es schon so viele Vertreter des Genres gibt? Nun, es sind die Kleinigkeiten, die hier durchaus einen Löwenanteil ausmachen und dem Spiel neue Impulse verpassen. So auch bei dem neuerlichen Einsatz in der Normandie, da Soldaten nicht mehr einfach nur schießende und Granaten werfende Figuren vor einem geschichtlichen Hintergrund darstellen. Denn dieses Mal hat man euren Aktionsradios erweitert und bietet euch mit kleinen aber überaus reizvollen Intermezzos frischen Wind im angestaubten Kriegs-Ego-Shooter Spiel.

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Ohne Zweifel ein Goodie für die Augen sind die deutlich zerstörbareren Umgebungen. Auch wenn der Publisher bzw. Entwickler versprochen hat, dass man so gut wie alles kurz und klein hauen und/oder schießen kann, ist dem nicht ganz zutreffend. Das Ergebnis zeigt sich quasi in der Mitte, da viele Orte, die ihr besuchen müsst, ohnehin schon zerstört sind, sich aber in dieser Hinsicht von einer überaus beinahe schon erschreckenden Echtheit zeigen. Dazu kommt, dass genau diese zerbröselten Bauwerke nochmals Schaden nehmen, wenn sie unter erneuten Beschuss geraten. Andere Bereiche wiederum zeigen sich nach wie vor immun gegen das kaputt gehen und stehen wie ein Fels in der Brandung und fallen keinen Zentimeter in sich zusammen.

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Durftet ihr bisher nur Panzer fahren, könnt ihr euch nun als hilfsbereiter Mitfahrer entpuppen und dazu beitragen, dass bestimmte Missionsziele noch schneller erreicht werden. So werdet ihr in bestimmten Abschnitten auf einem Panzer Platz nehmen und euch als Späher beweisen. Dabei nutzt ihr ein Fernglas und gebt dem Fahrer als auch dem Bediensteten am Geschütz die genauen Koordinaten durch, wo sich feindliche Soldaten versteckt halten bzw. aus vermeintlich sicherem Versteck auf euch feuern. Dank eures Ausspähens aber kann die Panzerbesatzung die Gegner über den Jordan schicken und ihr habt freie Fahrt.

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Richtig frischen Wind pusten die Quick-Time Events ins Spiel. So dürft ihr euch als Soldat erstmals nicht nur schießend sondern auch kämpfend beweisen. D.h. in bestimmten Situationen werdet ihr von feindlichen Soldaten körperlich angegriffen. Das lasst ihr selbstverständlich nicht auf euch sitzen und ihr wehrt euch. Hierfür müssen die Trigger jeweils abwechselnd gedrückt werden, so dass der Gegner keine Chance hat euch z.B. mit einem Gewehr zu erdrosseln. Habt ihr den ersten Schritt geschafft und den Widersacher von euch weg geschubst - eine passende Tasteneinblendung zeigt an, wann dies möglich ist - stürzt sich der feindliche Kollegen erneut auf euch. So beginnt das Spiel von vorne, bis final die Taste eingeblendet wird, mit der ihr dem Typen den absoluten Rest geben könnt. Und so wie sich sozusagen im Nahkampf etwas getan hat, beweist sich auch die Nutzung von Sprengsätzen - gerne verwandt um z.B. gegnerische Flak sowie Geschützstände in die Luft zu jagen - von einer neuen Seite. Auch hier greift das Prinzip des Quick-Time-Events. So müsst ihr euch dem jeweiligen Objekt nähern und seid ihr in der richtigen Position, heißt es die Sprengladung gemäß Tastenfolge und richtiger Stickrotation scharf zu machen. Dann heißt es fix die Füße in die Hand genommen und aus dem Gefahrenbereich abgehauen. Und last not least dürft ihr euch auch im Granatenweitwurf betätigen - und das mal ausnahmsweise nicht im klassischen Sinn. Darunter ist zu verstehen, dass ihr eure Gegner mit deren eigenen Waffen schlagen könnt. In der Praxis bedeutet dies, dass ihr die Granaten eurer Gegner - so fern ihr schnell genug seid - aufheben und zurückwerfen könnt. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, am Ende aber, wenn man den Dreh einmal raus hat, überaus effektiv.

    Beinahe realistisch

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Keine Frage, die Welten von Call of Duty haben schon immer durch ihre Optik bestochen, welche zugegeben partiell sehr realistisch ausgesehen haben. Dank einiger Umstände als auch Patzer der Entwickler bleibt am Ende dennoch den Eindruck bestehen, dass es "nur" ein Spiel bzw. eine künstliche Welt ist. Und doch verwischen die Spuren zunehmend, denn mit dem nun dritten Streich des kriegerischen Treibens hat man es geschafft, die überzeugende Darstellung des zweiten Teils noch zu toppen. Selbst auf einem normalen Standard-TV wissen die Umgebungen, die als relativ abwechslungsreich beschrieben werden können, zu überzeugen. Dabei fällt positiv auf, dass allein durch die Optik eine überaus gekonnte Atmosphäre vermittelt wird, welche zudem durch einige, wenn auch wohl dosierte Zwischensequenzen, in Spielegrafik gehalten, unterstützt wird. Und wer nun denkt, dass doch ein paar Fehler(chen) vorhanden sein müsste, der hat damit auch recht. Wobei man gleich einfließen lassen muss, dass es sich dabei um vollkommen unnötige Fehler handelt, die am Ende allerdings einen überaus komischen Aspekt aufweisen. So z.B. schwebende Waffen und Granaten. Habt ihr einen bzw. mehrere Gegner über die Klinge springen lassen, bleibt es nicht aus, dass die Hinterlassenschaften der Widersacher, eben Gewehre, Granten & Co., einfach so in der Luft hängen. Gleiches gilt auch für die Gegner selbst, die wie eine Wachsfigur in der Landschaft kleben bleiben und nicht einmal durch weitere Erschütterungen bzw. Explosionen verschwinden bzw. umfallen. Auch sehr unglücklich die Tatsache, dass die Soldaten der Wehrmacht offensichtlich die Fähigkeit haben durch Wände zu gehen, bzw. sie versuchen es. Speziell in Gebäuden werdet ihr diesem Phänomen erliegen, da euch die Gegner durch die Mauer hindurch anvisieren und erledigen können. Dabei zeigt sich Kopf, ein Teil des Körpers sowie die Beine, gesamt in laufender Haltung und mit gezückter Waffe. Ein weitere nicht gelungener Aspekt sind verschiedenste Wasserdarstellungen. So zeigt sich das kühle Nass von einer sehr unbeweglichen als auch sehr unnatürlichen Seite. Oder wie sonst erklärt es sich, dass es keine Wellen gibt, wenn ein Panzer durch ein Flüsschen fährt oder ihr in einem Graben nach dem rechten Weg Ausschau haltet? Auch die Animationen hätten ein paar Stufen mehr durchaus vertragen können. Man soll ja nicht päpstlicher sein als der Papst, doch die teilweise extremen Schwankungen in der Darstellung der Protagonisten ist schon hin und wieder übel. Wirkt die eine Figur noch butterweich und überaus flüssig in ihrer Bewegung, erscheint die andere wiederum total merkwürdig und man muss sich ernsthaft fragen, was die Entwickler darstellen wollten. Ohne Zweifel gelungen ist dennoch das Ziel, die vorhandenen Figuren recht unterschiedlich aussehen zu lassen, so dass sich zweifelsfrei erkennen lässt, ob man es mit einem Freund oder einem Feind zu tun hat. Ebenfalls wieder ein erwähnenswerter Pluspunkt sind die Uniformen der verschiedenen Einheiten.

    Call of Duty 3 Call of Duty 3 Und damit habt ihr die Punkte, warum die Optik zwar ein ganz klares Puls verdient hat und auf jeden Fall lobend erwähnt werden muss, allerdings im Endergebnis nicht in der Topliga mitspielen kann. Zu viele Kleinigkeiten können doch sehr störend wirken, wenngleich das eigentliche Spielgeschehen davon relativ unangetastet bleibt. Zumal auch sonst Gott sei Dank keine wirklich störenden Elemente wie Flimmern oder gar Treppchenbauten enthalten sind. Ein paar Clippingfehler bleiben zwar auch hier nicht aus und auch marginal auftretende Pop Ups lassen sich nicht schön reden, aber immerhin gehen sie in den z.T. extremen Wirren und dem vielen Rauch einfach unter. Apropos Rauch: Von dem könnt ihr eine ganze Menge bewundern - wobei das vielleicht das falsche Wort ist, denn dieser wirkt teilweise so grob, dass der Rauch in dem sonst eigentlich gelungenen Szenario wirklich fehl am Platz wirkt.

  • Call of Duty 3
    Call of Duty 3
    Developer
    Treyarch Corporation
    Release
    09.11.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991002
Call of Duty 3
Call of Duty 3 im Gamezone-Test
Wer vom Zweiten Weltkrieg noch nicht die Nase voll hat, bekommt in CoD3 viele neue Features und Gegebenheiten geboten.
http://www.gamezone.de/Call-of-Duty-3-Spiel-19644/Tests/Call-of-Duty-3-im-Gamezone-Test-991002/
13.11.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/MP_-_Eder_Damn.jpg
tests