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Call of Duty: Black Ops (PS3)

Release:
09.11.2010
Genre:
Action
Publisher:
Activision Blizzard

Call of Duty: Black Ops - Fesselnde Zahlenspiele - Leser-Test von alpha_omega

24.12.2011 03:02 Uhr
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Neu
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Nachdem Infinity Ward mit Call of Duty 4 und dessen Nachfolger Modern Warfare 2 bereits zweimal die Schlachtfelder des Zweiten Weltkrieges verlassen hatte ein moderneres Setting dem Ego-Shooter Call of Duty verpasste, so sollte im vergangenen Jahr auch das andere CoD-Produktionsstudio namens Treyarch einen Zeitsprung wagen und gut zwanzig Jahre in die Zukunft beziehungsweise aus heutiger Sicht immer noch Vergangenheit reisen. Für all derer die jetzt ganz schnell nachgerechnet haben und in Sachen Geschichte gut aufgepasst haben, dürfte nun klar sein, dass sich das Setting mit dem Vietnamkrieg beschäftigen könnte. Zu gewissen Teilen ist dieses auch richtig, doch beschäftigt sich Call of Duty: Black Ops, so der Name des aktuellsten Treyarch-Werkes nicht nur mit dem Guerilla-Krieg der Amerikaner in Vietnam, sondern auch mit den Wirren der Kubakrise sowie einigen Rückblenden in die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges, ja und selbst das Kennedy-Attentat wird kurz angeschnitten, doch dazu später mehr. Wie sämtliche Vorgänger, so erschien auch Black Ops als Multiplattformtitel für die HD-Konsolen Xbox360 und Playstation 3 sowie für den PC. Ebenso sorgte Black Ops für einen erneuten Rekord an verkauften Exemplaren und bescherte Publisher Activision volle Kassen. Im nachfolgenden Artikel möchte ich mich ein wenig näher mit der Playstation 3 Fassung beschäftigen. Starten wir also direkt durch und beginnen mit der Story, die im Vergleich zu den letzten Titeln richtig spannend abläuft und uns einen Hauptcharakter präsentiert, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern alles andere als schweigsamer und braver Soldat durchgeht.

Packende Story mit kleinem Makel

In einer Art digitalen Folterraum, der voll gestellt mit Bildschirmen und Monitoren uns wirre Bilder präsentiert, die wir anfangs nicht verstehen werden, befinden wir uns gefesselt sitzend auf einen Stuhl in der Rolle von Alex Mason. Eine verzerrte Stimme quält uns ständig mit wirren Fragen über irgendwelche Zahlen, an die wir uns doch bitte erinnern sollten. Doch finden wir erst immer dann ein Stück des gesamten Puzzles, nachdem wir wieder in eine Art Trance fallen und die Geschehnisse der Vergangenheit Review passieren lassen. Und so erfahren wir, dass wir unter anderem als Soldat in Vietnam gedient haben und auch in einem russischen Strafgefangenenlager eingesperrt waren. An eben jenen Orte treffen wir auf einen Mitinsassen, der auf den Namen Viktor Reznov hört, doch Moment mal, Viktor Reznov, mit dem wir bereits in Call of Duty: World at War an der Befreiung von Stalingrad und später auch beim Sturm auf den Berliner Reichstag an unserer Seite stand. Ja eben jener Reznov wird ein ganz wichtiges Puzzle-Teil, in der um Kubakrise, Vietnamkrieg und Kennedy-Attentat verwickelten Story sein, die ich hier allerdings nicht zu sehr verspoilern möchte.

Nur soviel sei verraten, der USA droht mal wieder eine verheerende Katastrophe, ausgeübt vom ewigen und schlimmsten Feind, dem Kommunismus, der diesmal durch Kubaner, Vietcongs und natürlich den Russen gleich in dreifacher Auswahl vertreten wird. Das ist schlimm, das ist übel und irgendwann auch mal tierisch ausgelutscht. Und dennoch ist die Handlung nicht nur erstklassig durchdacht, sondern wird sie uns in einem wirklich tollen Rahmen erzählt. Unter anderem auch von eben genannten Reznov, der diesmal nicht nur seine Stärken auf dem Schlachtfeld unter Beweis stellt, in dem er uns anbrüllt und den Weg weißt, nein auch in Sachen Storytelling macht eben jener Charakter einen super Job, was allerdings nicht heißen soll, dass weitere Protagonisten wie beispielsweise CIA Agent Hudson, schlecht wären, ganz im Gegenteil.

Alles wie gehabt, oder doch nicht?

Und so kommt es nur folge rechtlich, dass wir auch in Black Ops in die Rolle von mehreren Personen schlüpfen, sodass wir neben Mason unter anderen auch Reznov, Hudson und in einer Mission in die Uniform eines Black Bird Piloten schlüpfen werden. Zum größten Teil, ich würde mal schätzen so ungefähr zu 80%, steuern wir allerdings Alex Mason und begleiten diesen in seinen einzelnen Missionen wo wir unter anderem aus dem russischen Gefangenenlager flüchten, im Vietnamkrieg an den klischeehaften Missionen wie Dorfinfiltrierung, Hubschraubereinsatz, die Fahrt mit einem Boot über einen Fluss oder durch einen von Charlie gebauten Rattentunnel kriechen. Mit Hudson reisen wir unter anderen nach China, während wir als Reznov erneut in Deutschland, an der zugefrorenen Ostsee nach einer speziellen Zielperson suchen. Alles in allem unterscheidet sich das Gameplay kaum von seinen Vorgängern. Man läuft wie immer durch sehr enge und lineare Level, ballert mit den für die Zeit typischen Handfeuerwaffen, und der Feind steht wie immer auf die Farbe rot und bietet uns zudem nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Schießbuden-KI, die für schnelle unkomplizierte Schusswechsel sorgt und Taktik eher außen vor lässt.

Doch dafür wird das komplette Spielgeschehen wieder mit einer urig guten Inszenierung präsentiert. Es gibt nur ganz selten Ruhephasen, lediglich wenn wir mal ein wenig C4 platzieren müssen, durch das dreckige Wasser eines Flusses schwimmen, oder in Schleicheinsätzen, diesmal bevorzugt mit Pfeil und Bogen den Gegner umgehen sollen oder lautlos ausschalten, herrscht Ruhe. Die eigentlichen Highlights, wie das Explodieren eines gigantischen Schiffes, feindlicher Helikoptereinheiten, einer Rakete oder das systematische Zerstören eines vietnamesischen Dorfes, und und und, wirken einfach zu oft aufgesetzt und anhand der Vielzahl mit denen die einzelnen Ereignisse stets pompös dargestellt werden, wird man das Gefühl einer Reizüberflutung irgendwie nicht los. Ebenso erinnern die eigentlichen Neuerungen, wie zum Beispiel ferngesteuerte Valkyra-Raketen, die man manuell ins Ziel lenkt, eher an Gadgets und Waffen, die man bereits aus anderen CoD-Titeln kannte.

Weite Sprünge und unkonventionelle Verhörmethoden

Marginale Veränderungen, und dieses ist eher ein wenig verwunderlich, wird man hingegen bei der Steuerung antreffen, die ansonsten eigentlich noch nie verändert wurde in den letzten vier Jahren. Die Standartbelegung mittels linker Schultertaste in den Zoom zu gehen beziehungsweise über Kimme und Korn und falls vorhanden via Rotpunktvisier den Feind anzuvisieren, und ihn mit der rechten Schultertaste mit Blei vollzupumpen, ist weiterhin gleich, ebenso wie sämtliche Aktionen wie Sprung, Nachladen und in die Hocke gehen beziehungsweise zu kriechen. Die Waffenphysik ist erneut vorbildlich, die Kugeln durchdringen dünne Materialien und sorgen für (allerdings reduzierten) Schaden beim Gegner und auch am Verhalten der einzelnen Waffen wie etwa Rückstoß, gibt es nichts zu meckern. Neu hingegen ist der optisch spektakuläre Hechtsprung, den man ausführt, wenn man vom Sprint direkt zum Liegen wechseln will. Spielerisch hingegen ist das unrealistische Gehopse eher ein Nachteil, speziell im Mehrspielermodus, zu dem wir nun im Detail kommen.

Kritiker werden nun natürlich behaupten, dass speziell die Solokampagne von Black Ops nur ein weiteres Update seiner Vorgänger ist, was man allerdings mit dem Argument, was sollte man denn ändern, wenn sowieso alles toll ist und jeder es kauft, eiskalt abschmettern könnte. Was natürlich langsam aber sich ausbleibt oder zumindest abschwächt, ist der Aha-effekt, der speziell bei Call of Duty 4 noch für verblüffendes Erstaunen sorgte. Wohl auch deshalb bauten die Macher zahlreiche Szenen man mit in das Spiel ein, welche man lieber nicht seinen Kindern zeigen sollte. Das Erdrosseln mittels Drahtseil gehört ja mittlerweile schon zum guten Standard, die Art von "Befragung" bei der man Glassplitter aus Fensterscheiben schlägt, um diese dann im Mund einer Zielperson zu zerschmettern, erinnert hingegen an ganz schlimme Verhörmethoden. Gott sei dank, so muss man wohl sagen um den ohnehin schon fragwürdigen Ruf der Serie nicht noch mehr zu schädigen, blieben Szenen, wie diese aus dem Film Platoon aus.

Größer denn je, der Mehrspielermodus

Call of Duty: Black Ops bietet zwar einen der umfangreichsten online Multiplayer, kein Wunder, bei gut einer halben Million Spieler, die man auch heute ein Jahr nach Release noch auf den Servern antrifft, so wirklich verändert zum Vorgänger hat sich aber auch dort nichts gravierendes. Neben den Perks, mit denen man seinen Charakter in den einzelnen Waffenklassen mit individuellen Eigenschaften wie schnelleren Sprinten, erhöhten Kugelschaden oder auch schnelleren Nachladen bestücken kann, sind natürlich auch die CoD-typischen Killstreaks Belohungen wieder mit an Bord, die Gott sei dank, diesmal nicht ganz so extrem ausfallen, wie noch in einem Modern Warfare 2. Das witzigste Gadget, was man neben Mörserunterstützung, Aufklärungsflugzeug oder auch Radarstörung erhält, ist dabei ein funkferngesteuertes kleines Spielzugauto, welches mit C4 bestückt, manuell zum Gegner gelenkt werden muss, ehe man den Sprengstoff zündet. Die Pace, sprich Spielgeschwindigkeit von Black Ops ist hingegen ähnlich hoch wie bei einem Modern Warfare 2, was ich persönlich allerdings nicht wirklich prickelnd finde, speziell in Bezug auf den Realismus, den die Entwickler zudem mit dem Wegfall des Quickscopes beim Snipern ja eigentlich erhöhen wollten. Die Konsequenz des Wegfalls des schnellen Zoom's beim Scharfschützen ist allerdings, dass man kaum noch auf Spieler mit der Sniper-Rifle trifft, auch weil viele Maps zumeist zu verwinkelt sind und eher für Rusher geeignet sind. Zudem ist auch das Balancing bei einigen Waffen zu unausgeglichen, wie anders ist es sonst zu erklären, dass gut ein Fünftel aller Spieler mit dem Sturmgewehr Galil inklusive aufgesetzten Schalldämpfer unterwegs ist?

Doch dafür besitzen wir nun die Möglichkeit den Onlinemodus von Black Ops gemeinsam mit einem weiteren Mitspieler gemeinsam an einer Konsole zu spielen, was speziell in den Spielmodi, wo Kommunikation eine äußerst große Rolle spielt, nicht verkehrt ist und es generell menschlicher ist, seinen Spielpartner neben sich sitzen zu haben, als mit ihm nur via Headset zu sprechen. Eine weitere Neuerung sind die sogenannte Wager-Matches, bei denen man in drei verschiedenen neuen Spielmodi um Geld spielt, wenn man unter den besten drei landet. Besonders beliebt ist dabei ein Spielmodus, in dem jeder Spieler mit einem Revolver beginnt und mit jedem erzielten Kill eine andere Waffe erhält. Der Spieler, der zuerst alle zwanzig Waffen erfolgreich benutzt hat, gewinnt und beendet gleichzeitig das laufende Spiel. Allerdings kann man auch wieder zurückfallen, wenn man von einem anderen Spieler mit dem Messer eliminiert wird. Ebenso spaßig ist der Modus "One in the chamber". Hier startet man mit nur einer einzigen Kugel im Lauf einer Pistole und erhält erst eine weitere, wenn man einen Spieler tötet.

Generell setzt Black Ops mehr aufs Geld verdienen, anstatt der üblichen Erfahrungspunkte, die es auch diesmal gibt, allerdings nur für das Rank up der Charakterklasse stehen. Damit der Spieler auch über die bereits mit integrierten Herausforderungen, die es im Spiel frei zu schalten gilt, darüber hinaus noch motiviert wird, gibt es zudem jeden Tag neue Challenges, sogenannte Contracts in denen man quasi einen Vertrag abschließt und man in einer gewissen Nettospielzeit diverse Aufgaben erledigen muss. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich dabei nach dem einzubringenden Geld, von dem man allerdings vorher, wie bei jedem anderen Job, erst einmal selbst investieren, sprich in Vorkasse gehen muss. Auch Waffen und auch deren Aufsätze gilt es nun also zu erkaufen, zusätzlich kann man seinen eigenen Charakter ein individuelles Aussehen verpassen, wenn man das nötige Kleingeld parat hat. Ja selbst Rotpunktvisiere kann man nicht nur farblich anders gestalten, sondern ihnen spezielle Motive wie zum Beispiel Herzform verpassen.

Zombies im Neuzeit- und Retrogewand

Ein Herz für Zombies hatten die Macher von Treyarch scheinbar nicht, denn wie auch schon in World at War so wird man auch in Black Ops in zahlreichen Zombimodi die Möglichkeit bekommen, auf die lästigen Untoten zu ballern. Im Splittscreen oder auch online mit bis zu vier Spielern kann man auf zwei verschiedenen Maps auf Zombiejagd gehen, die allerdings sich mit einer ähnlich hohen Pace spielt, wie der Onlinepart. Und so erwachen wir entweder im Kino der Toten wo wir von Nazi-Zombies und Zombie-Hunden empfangen werden oder im Pentagon wo wir unter anderen als John F. Kennedy oder Fidel Castro dem Angriff der Untoten standhalten müssen. Als kleines Extra Bonbon bekommen wir zudem den Arcade-Titel Dead Ops spendiert, einem Draufsichtshooter im typischen Neunziger Jahre gewandt, bei dem wir ebenfalls wahlweise im kooperativen Spielmodus mit Schnellfeuergewehr, Flammenwerfer und anderen nützlichen Icons den heranstürmenden Zombiewellen Paroli bieten müssen. Dead Ops ist mit Sicherheit eine lustige und spaßige Alternative zum Multiplayer und zur Storykampagne, die man diesmal leider nicht zu zweit angehen kann, doch gibt beziehungsweise gab es im Bereich der klassischen Draufsicht-Shooter mit Sicherheit schon weitaus besseres zu sehen.

Atemberaubende Dschungelgebiete und pulsierendes Großstadtflair

Wie bereits erwähnt, so zerrt auch Black Ops ganz klar von einer bombastischen Inszenierung, die sowohl in Bild als auch in Ton von der ersten bis zur letzten Sekunde komplett durch gestylt wurde und nur in ganz wenigen Augenblicken Anlass zur Kritik bietet. Zwar beschweren sich viele Spieler, dass Call of Duty schon seit vielen Jahren mit ein und der selben Engine programmiert wird, doch seien wir mal ehrlich, gibt es derzeit nur ganz wenige Ego-Shooter, die in Sachen Grafik auch nur annähernd so gut aussehen. Ich würde sogar glattweg behaupten, dass Black Ops an einigen Stellen sogar noch einen Zacken besser aussah, als der direkte Vorgänger Modern Warfare 2. Speziell die Dschungelareale in Vietnam geizen nicht mit tollen Wassereffekten, der uns trotz dreckiger Flussbrühe immer noch fantastisch das Sonnenlicht reflektieren lässt. Oder die Flora an sich, die mit ihren dichten Grün der wuchernden Bäume für eine tolle Spielumgebung sorgt, der es vielleicht lediglich ein klein wenig an Leben fehlt, sprich das eine oder andere Urwaldtierchen hätte man ruhig mit einbauen können.

Als Ausgleich zum packenden Vietnam-Terrain - in dem mir persönlich nur das Basislager des US-Camps optisch nicht so sehr gefallen hat, speziell die Hügel von denen die Vietcong-Wellen anrollen, vermittelten einen eher altbackenen Eindruck - erhalten wir fernöstliches Großstadtflair in Hong Kong, welches uns in atemberaubender Form die Vorzüge von Blitz und Donner in Vollendung präsentiert. Ein ähnliches Setting bekam ja bereits im Spiel Kane & Lynch 2 und um es kurz zu machen, kann der Titel aus dem Hause Eidos nicht annähernd eine derart dichte Atmosphäre auf den Bildschirm zaubern, allein die knackig scharfen Konturen, sucht man beim ungleichen Duo vergebens. Nicht ganz perfekt, aber immer noch gut genug um viele andere Genre-Kollegen locker abzuschütteln, zeigen sich die Animationen der einzelnen Charaktere. Speziell bei den Gesichtsanimationen konnte ich eine klare Verbesserung feststellen, während bei den Körperbewegungen immer noch zum Teil ein wenig schlaksig wirken.

Rundum zufriedenstellend ist auch die Vertonung, zumindest bei der englischen Version, die bei mir im Laufwerk zappelte. Die Sprecher sind nicht nur perfekt auf den jeweiligen Charakter abgestimmt, sondern leisten sie vor allem bei der Betonung einen erstklassigen Job. Wer die deutsche Version besitzt, sollte also spätestens nach dem ersten Durchgang direkt die Sprache seiner Konsole ändern, um auch direkt einen Vergleich der jeweiligen Synchronsprecher zu erhalten. Neben hoch motivieren Sprechern bekommen wir natürlich auch wieder satte Soundeffekte der einzelnen Waffen sowie einen Soundtrack, der wie immer sehr fassettenreich ausfällt und uns in jeder Spielsituation mit den passenden Musikstücken versorgt, die sich mal aus rockigen Gitarrenriffs oder auch aus orchestralen Klängen ergeben. Wenn man überhaupt einen kleinen Kritikpunkt in der wie immer tollen Akustik ausfindig machen möchte, so sollte man vielleicht die nicht ganz so ausgeprägten Außengeräusche erwähnen. Speziell in den Dschungelgebieten wäre, wie auch schon bei der Optik, vor allem in Sachen Fauna einiges mehr möglich gewesen.

Fazit.
Never change a winning Team, oder um es im Falle von Activision und Produktionsstudio Treyarch zu sagen, warum eine gewinnbringende Strategie grundlegend ändern, wenn man mit der selben Taktik den nächsten Bestseller auf den Markt wirft. Denn Call of Duty: Black Ops, bietet genau dass, was man bereits in den letzten vier Jahren gesehen hat. Eine kurze Solokampagne von ca. 5 Stunden, die allerdings von der ersten bis zu letzten Minute keinerlei Atempausen zulässt, einen Mehrspielermodus, der über Monate, wenn nicht sogar durch seine vielen Herausforderungen, die stets von Treyarch online aktualisiert werden, über Jahre begeistern kann sowie die lustigen Zombie-Spiele, die man zwar eher in die Kategorie "just for fun" stellen kann, aber schon mittlerweile zum Standard der Treyarch-Werke zählen, ebenso wie der teilweise extreme hohe Grat an Gewalt, den man in abgeschwächter Form in der deutschen Version wahrnehmen wird. Dass es sich bei Black Ops dennoch nicht nur um ein reines Update seiner Vorgänger handelt, spürt man im speziellen im Onlinepart. Die neuen Wager-Matches sorgen für viel Laune auch wenn es letzten Endes auch hier schlichtweg immer nur um das virtuelle Töten Gleichgesinnter geht. Eine klare Kaufempfehlung kann ich von daher, trotz der relativ hohen Bewertung meinerseits welche natürlich auch eher subjektiv ist, nicht aussprechen, es sei denn ihr könnt vom Franchise Call of Duty einfach nicht genug bekommen.

Negative Aspekte:
Kaum Innovationen im Solopart, der Feind steht mal wieder auf die Farbe rot, Pace im Multiplayer wie auch schon bei MW2 zu hoch, unausgeglichenes Waffen-Balancing (MP), albernes neues Hechtsprung-Feature

Positive Aspekte:
Die wohl beste Story in einem Spiel der Marke Call of Duty, wortgewandte Haupt- und Nebencharaktere, fantastische englische Synchronsprecher, authentische Dschungelgebiete, gewaltiger Mehrspielermodus mit Onlinepart und Zombie-Modus, spannend inszeniert

Infos zur Spielzeit:
alpha_omega hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
alpha_omega

8.4
Gamezone
Spielspaß-Wertung
9/10
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
9/10
Steuerung
8/10
Sound
9/10
Gameplay
8/10
Erfahrener Benutzer
Moderation
24.12.2011 03:02 Uhr
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