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  • Call of Duty im Gamezone-Test

    Ein WWII Egoshooter der uns wegen seiner unglaublicher Perfektion ein einmaliges Spielerlebnis offeriert.

    Wer schon "MoH: Allied Assault" gespielt hat, der hat bereits erlebt wie sich ein gutes Leveldesign und gescriptete Abläufe auf das Gameplay auswirken. Denn technisch unterscheiden sich aktuelle Titel nur noch wenig voneinander, dass was einen Egoshooter aus der Menge hervorhebt ist die Inszenierung der Spielumgebung. Und eben dies ist es was aus "Call of Duty" etwas Besonderes macht, denn auch wenn es auf dem PC eine wahrlich gigantische Auswahl an Egoshootern gibt, kaum einer besitzt eine so dichte Atmosphäre und präsentiert dem Spieler ein Aha-Erlebnis nach dem Anderen, wie Call of Duty. Denn im Grunde bietet uns dieser Shooter nicht viel Neues, man kann ihn auch nicht unbedingt als besonders innovativ bezeichnen, allerdings ist einfach alles hervorragend umgesetzt, plus vieler Kleinigkeiten die aus Call of Duty so etwas Besonderes machen. Dazu zählt z.B. das Kimme & Korn Zielsystem, welches uns endlich vom angestaubten und eingeblendeten Fadenkreuz befreit und uns die Sicht bietet die man mit einem Gewehr in der Hand hat. In Verbindung mit den sehr gelungenen Waffengeräuschen und dem zugehörigen Mündungsfeuer bei gleichzeitigem Bildwackeln entsteht ein unglaublich realistischer Eindruck, gestützt von dem Geschrei und den Befehlen der Kameraden und dem infernalischem Kriegslärm. Arbeitet man sich in solch einem Setting Schritt für Schritt an die feindliche Mörserstellung heran und entdeckt um die Ecke blickend einen Panzer der eben sein Geschütz auf uns zudreht, hat uns die Simulation voll im Griff und instinktiv entfernen wir uns von der Mauer die Sekunden später nicht mehr existiert. Zu nah an solch einer Explosion verweilend bekommen wir zu spüren was eine Druckwelle ist, die uns den Boden unter den Füssen wegzieht und für Sekunden fast taub und blind werden lässt.

    Call of Duty bietet uns insgesamt drei große Kampagnen die wir jeweils auf der Seite der Amerikaner, Britten und Russen spielen dürfen. Dabei spart das Game nicht mit der Abwechslung und bietet uns neben den obligatorischen Fights an fest montierten Geschützen unter Anderem auch eine Fahrt in einem französischen PKW mitten durch die deutschen Stellungen durch, während man aus dem Fenster gelehnt versucht den Feinden den Garaus zu machen, oder steuert in Stalingrad gleich einen ganzen Panzer durch die verwüstete Stadt. Dabei kann man nicht oft genug erwähnen wie gut der komplette Spielablauf gescriptet ist, denn ständig werden wir überrascht und es passiert wieder etwas mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat. So wird der Spieler ständig auf Zug gehalten und voll ins Geschehen integriert. Selbst so kleine Ereignisse wie ein vorgeschickter Späher, der vor unseren Augen von einem Scharfschützen erlegt und nun wie ein Mahnmahl auf offener Strasse liegt, entwickelt sich so zu einer menschlichen Tragödie und sorgt für eine Gänsehaut wie es nur wenige WWII Shooter auf die Reihe kriegen.

    Die verwendete und aufgebohrte Wolfenstein-Engine verrichtet ihre Arbeit mehr als sauber und liefert uns nicht nur hoch detaillierte Umgebungen mit viel Aktivität, sondern auch viele Explosionen, zitternden Boden, fulminant explodierende Panzer und sogar abstürzende Stukas die es vor unserem Schützengraben in alle Einzelteile zerlegt. So ganz nebenbei kam auf unserem Testsystem mit 1,33 GHz Athlon, 256 MB RAM und GeForce4 Grafikkarte bei einer Auflösung von 1024x768 Pixel das Game nicht einmal ins Ruckeln, und das bei ganzen Herrschaaren von Gegnern die aus den verschiedensten Waffen auf uns Feuern während die Mörser um uns herum einschlagen und das Gelände umpflügen. Dabei werden uns mitunter wirklich riesige Areale geboten mit einer Fernsicht wie man sie sich als Sniper nur wünschen kann.

    Die Soundkulisse gehört sicher zum Besten was man bisher in einem WWII-Shooter gehört hat. Das beginnt mit den authentischen und knackigen Waffengeräuschen, geht über die Motoren der Panzer und Explosionen der Mörser bis hin zu der ebenfalls sehr gut gelungenen deutschen Synchronisation der Soldaten selbst. Zusammengenommen ergibt das einen Geräuschteppich der direkt aus der Hölle stammen könnte. Und wird es im Spiel tatsächlich einmal ruhig, ist das eher ein beunruhigendes Zeichen und kommt einem in diesem Augenblick schon sehr unreal vor, so wie einem Soldaten wohl das gesamte Kriegsgemetzel.

    Die Steuerung hält sich an bekannte Standards und benötigt so nur wenige Minuten Einarbeitungszeit. Wie gewohnt können wir uns mit der bekannten ASDW-Tastenkombination bewegen und steuern mit der Maus die Blickrichtung und die Waffe. Auf den Ziffernatsten liegen zur Direktanwahl die maximal vier verschiedenen Waffen, wovon nur zwei schwer sein dürfen, die dritte und vierte stellt meist eine Pistole und die Granaten dar. Da die Waffen allerdings keine sekundäre Schussfunktion haben, wie wir sie aus futuristischen Shootern her kennen, ist die rechte Maustaste frei für das Wechseln zwischen der Ego- und der Kimme & Korn-Sicht. Besitzt die Waffe zudem ein Zielfernrohr wird dieses in jener Ansicht verwendet.
    Besonders beeindruckend ist der Umstand, dass beim Feuern die Kombination aus Mündungsfeuer, zitterndem Bild und der harten Waffengeräusche fast das Gefühl entstehen lässt man könne die Waffe spüren oder die Maus hätte ein Rumble-Feature.

    Da man selbst als ungeübter Spieler in spätestens zehn Stunden Spielzeit die drei großen Finallevel erlebt haben dürfte, hat man "Call of Duty" noch einen mehr als ausführlichen Multiplayer-Part spendiert. Dieser kann es zwar nicht ganz mit solchen Multiplayer-Giganten wie Battlefield 1942 aufnehmen, bietet aber dank der doch sehr unterschiedlichen Spielmodi einen recht hohen Spielwert. Bei dem Mode "Hinter feindlichen Linien" schlüpft ein Teil der Spieler in die Rolle einer kleinen Gruppe alliierter und eingekesselter Soldaten. Sie erhalten Punkte indem sie am Leben bleiben, wohingegen die Achsenmächte nach ihrem virtuellen tod wieder ins Spiel einsteigen und so weiter Punkte sammeln können. Hinter "Bergung" verbirgt sich ein Spielmode bei dem die eine Truppe gegen die Zeit versucht einen bestimmten Gegenstand aus dem Feindgebiet zu bergen und sicher ins eigene Lager zu bringen. Die Gegenspieler versuchen selbstverständlich alles um die Invasoren aufzuhalten. Ebenfalls auf Zeit spielt man "Suchen & Zerstören", wo es darum geht möglichst alle angegebenen Ziele auszuschalten, während die Gegner versuchen dies zu verhindern. Die noch vorhandenen Modi "Deathmatch" und "Team-Deathmatch" sollten sich von selbst erklären und sind wohl der Vollständigkeit halber mit ins Spiel aufgenommen worden.

    Call of Duty (PC)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Herrlich gescriptete Ereignisse
    fulminante Grafik und Sound
    süchtig machendes Gameplay
    gelungener Multiplayer-Part
    Kimme & Korn Feature
    Einmal angefangen
    kann man nicht mehr aufhören
  • Call of Duty
    Call of Duty
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Infinity Ward
    Release
    07.11.2003
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Call of Duty
Call of Duty im Gamezone-Test
Ein WWII Egoshooter der uns wegen seiner unglaublicher Perfektion ein einmaliges Spielerlebnis offeriert.
http://www.gamezone.de/Call-of-Duty-Spiel-19641/Tests/Call-of-Duty-im-Gamezone-Test-989544/
04.11.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2012/04/callofduty_tactic.jpg
tests