Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Call of Duty: World at War im Gamezone-Test

    Zurück im 2. Weltkrieg bietet Treyarch Action pur mit einem verbesserten MP-Modus, aber auch diversen Einschnitten.

    Nachdem Millionen von Spielern den Ausflug in den fiktiven Nahost-Konflikt des Spiels Call of Duty 4 genossen haben, werfen die Entwickler aus dem Hause Treyarch wieder die Zeitmaschine an und versetzen uns mit dem fünften Teil der Serie erneut in die Wirren des Zweiten Weltkrieges, bedienen sich aber reichlich am grandiosen Vorgänger. Ob World at War auch an diesen heranreichen oder gar übertreffen kann war im Vorfeld ein oft diskutiertes Thema, dem wir uns im nun folgenden Review in aller Ausführlichkeit widmen wollen. Bevor wir allerdings in die Schlachten eintauchen können und das Spiel starten können, werden wir aber noch von folgenden Worten gewarnt:
    Call of Duty: World at War enthält Gewaltdarstellungen, und historische Aufnahmen, die manchen Spielern vielleicht zu real sein könnten. Bedenken Sie dies vor dem Spielen. Zu spät denn die Disk liegt schon im Laufwerk, doch ob sich das auch bei der deutschen Fassung bemerkbar macht darf natürlich durchaus angezweifelt werden, doch mehr dazu an späterer Stelle...

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Beschäftigen wir uns eingangs erst einmal mit der Geschichte des Spiels, welche die Erzählweise des vierten Teils aufgreift und erneut mehreren Handlungssträngen folgt. Zum einen wäre da die Geschichte des US-Soldaten Private Miller der verschiedene Missionen in und um Japan zu bestreiten hat, wobei ihn seine Reise durch die tropischen Umgebungen des Pazifikkrieges führt. Zum anderen folgen wir Genosse Dimitri Petrenko, der sich mit seinen Kameraden von Stalingrad nach Berlin vorkämpft um dem Terror der deutschen Streitkräfte im Reichstag endgültig ein Ende zu bereiten. Im Zuge dessen bekommt der Spieler das serviert, was bei der Call of Duty-Reihe schon seit eh und je auf dem Programm stand: Action ohne Unterlass! Nach kurzen Zwischensequenzen wird man in das jeweilige Gefecht gestoßen und muss einen Weg aus der Hölle finden, die um einen herum losbricht.

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Leider offenbart sich mit der Geschichte des Spiels auch einer der größten Schwachpunkte des Ego-Shooters. Zwar wird alles intensiv und bombastisch inszeniert, wirkt jedoch komplett seelenlos. Man fiebert zu keiner Sekunde wirklich mit oder möchte zwanghaft wissen wie die Story weitergeht. Anstelle dessen arbeitet man eine Mission nach der anderen ab und erfreut sich an der nie enden wollenden Action. Doch vor lauter Action weiß man später oftmals gar nicht mehr, wie die Soldaten hießen mit denen man zu Felde zog und die neben uns fielen. Auch die Zwischensequenzen, die ein wenig Flair verbreiten und die Geschichte weiter voran treiben könnten bieten nichts neues, sondern wirken stellenweise sogar peinlich aufgesetzt. Abermals bekommt man die ewig gleichen Szenen des 2. Weltkrieges zu Gesicht, als ob die x-te Wiederholung auf n-tv oder Phoenix nicht bereits genug wären. Nach dem erfrischenden, unverbrauchten Setting des Vorgängers ist dies wahrlich ein gewaltiger Rückschritt...

    Lineare und bombastische Inszenierung mit altgekanntem Gameplay

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Schaut man sich das Gameplay und die Steuerung an, so werden Call of Duty 4-Veteranen umgehend zurecht kommen, da man so gut wie nichts verändert, sondern die sehr guten Spielmechanismen aus Modern Warfare übernommen hat. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund dafür, dass auf ein Tutorial komplett verzichtet wurde und uns die Entwickler sofort in die Action stürzen. Und die ist wirklich gewaltig, bombastisch und hektisch getreu nach dem Motto: Mittendrin statt nur dabei! Sei es nun, dass Dutzende von japanischen Truppen im Dschungel über uns herfallen, man sich als Scharfschütze im zerbombten Deutschland betätigt oder sich hinter das Steuer eines russischen Panzers schwingt, bzw. als Bordschütze eines amerikanischen Bombers agiert. Die Action scheint nicht abzureißen und lässt dem Spieler kaum Zeit zum Luftholen, da man von Gefechtssituation zu Gefechtssituation jagt und einem keine Pause vergönnt wird. Entscheidungen können wir jedoch nicht fällen, da wir uns wie ein guter Soldat strikt an die, von den Entwicklern erteilten, Befehle halten müssen und dass Spiel sehr linear gestrickt wurde. Jede Szene ist vorgegeben und überlässt keine eigenen Lösungswege. Die gescripteten Szenen präsentieren sich jedoch nicht so atemberaubend und mitreißend wie in CoD4, sprich der legendären Szene in der ein Helikopter von der Druckwelle einer Atomexplosion erfasst wird, um einmal ein Beispiel heranzuziehen.

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Call of Duty-Neulinge brauchen allerdings nicht zu fürchten, dass sie aufgrund der Steuerung nicht voran kommen, da diese nach wie vor sehr leicht zugänglich ist. Die insgesamt 33 Waffen lassen sich wie gewohnt mittels rechter Schultertaste abfeuern und einen Blick durch Kimme und Korn des jeweiligen Schießprügels wirft man mittels L-Button. Möchte man in Deckung gehen, reicht ein Druck auf den B-Knopf um sich entweder zu ducken oder ganz auf den Boden zu werfen um dem feindlichen Kugelhagel zu entgehen. Will man sich schnell zu einer schützenden Barrikade oder Deckungsmöglichkeit begeben, reicht ein Druck auf den rechten Analogstick um zum Sprint ansetzen, doch nach wie vor sollte man hierbei Vorsicht walten lassen, denn rennen und schießen können die Soldaten nach wie vor nicht. Aufgrund der teilweise wirklich enormen Gegnermassen die auf uns zustürmen, ist es jederzeit ratsam, sich in Deckung zu begeben und zu versuchen, immer eine optimale Angriffposition zu erreichen.

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War War die Nahkampf-Funktion in Modern Warfare zwar schon vorhanden, so hat Treyarch diesen Faktor noch etwas weiter ausgebaut. Unachtsame Feinde kann man gleich reihenweise mit Messer oder Bajonett erledigen, doch auch die Gegner gehen oftmals zum Nahkampf über und versuchen uns niederzustrecken. Geschieht dies und man liegt hilflos am Boden hat man jedoch den Bruchteil einer Sekunde Zeit den Spieß umzudrehen und eine Art Counter-Attack anzuwenden, so dass nicht der Spieler, sondern der virtuelle Feind ins Gras oder den Matsch beißen muss. Zusammengefasst kann man aber durchaus sagen, dass die Steuerung nach wie vor sehr sauber und ausgezeichnet eingebunden wurde, so dass all unsere Befehle schnell und flüssig von unserer virtuellen Soldatenmarionette ausgeführt werden.

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Aber auch die gegnerischen Einheiten wissen sich flüssig, gut animiert und vor allem intelligent zu bewegen. Die KI ist nämlich keinesfalls zu unterschätzen und verlangt euch auf den höheren Schwierigkeitsstufen einiges ab. Wer sich traut, den Veteran-Grad anzugehen wird nicht nur gefordert, sondern gerät ein ums andere Mal an das Limit der eigenen Reaktionsgeschwindigkeit. Aber eben darin besteht die Herausforderung, was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass die Angelegenheit in den niedrigeren Schwierigkeitsgraden ein Spaziergang wird. Zwar ist es wesentlich einfacher, sich als Rekrut durch die insgesamt 13 Level zu ballern, jedoch gibt es auch hierbei die ein oder andere fordernde Stelle.

    Selten sah die Hölle des Krieges detailreicher aus

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War In Punkto Grafik kann man den Entwicklern keinerlei Vorwurf machen und nur den Hut ziehen, da hierbei an alles gedacht und einiges aus der überarbeiteten Version der CoD4-Engine gekitzelt wurde. Dem Spieler bieten sich sehr abwechslungsreiche Szenarien und Umgebungen, sowie sauber animierte Kampfgefährten und wenn man zwischen unschönen Leichenbergen im schmutzigen Schützengraben umher kriechen muss, dann werden die Schrecken des Krieges hervorragend visualisiert. Wie bereits angesprochen wirkt World at War wesentlich düsterer und ruppiger als die jeweiligen Vorgänger und macht damit einen großen Schritt in Richtung realistische Spielerfahrung. Wenn der Flammenwerfer das grüne Gras in verbrannte Erde verwandelt und das Blut der Gegner in Sand oder Matsch sickert, dann ist das grafisch gesehen ganz großes Kino. Slow-Downs und Ruckler können nur äußerst minimal verzeichnet werden. Doch angesichts der enormen Action, die auf beinahe jedem Millimeter des Bildschirms tobt, ist dies verzeihlich und fällt aufgrund der exorbitanten Explosionen und des hektischen Geschehens ohnehin nicht ins Gewicht.

    Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Der Sound steht der Grafik in nichts nach und weiß durch seine druckvollen Klang zu begeistern. Überall um einen herum kracht und scheppert es, dass es eine wahre Freude ist und die Soundeffekte somit in die Kategorie Obere Klasse einzuordnen sind und dass ohne mit der Wimper zu zucken. Die Musik wirkt ebenfalls unaufdringlich und begleitet das Spielgeschehen im angemessenen Maße ohne dabei aufdringlich oder gar störend zu erscheinen. Etwas störend ist jedoch der Drumcomputer der streckenweise viel zu künstlich zum Einsatz kommt und die Szenerie sogar von sogar Techno-lastigen Tönen beschallt wird. Die Synchronisation kann sich durchaus hören lassen, auch wenn es vielleicht etwas unglücklich war eine der Hauptfiguren mit Tobias Meister, der deutschen Stimme von Hollywood-Star Jack Black zu besetzen. Dieser tobt sich ja gerade in der Vietnam-Komödie Tropical Thunder aus, weswegen die nötige Ernsthaftigkeit zu großen Teilen nicht wirklich gegeben ist, da immer wieder Erinnerungen an die Späße des amerikanischen Comedian geweckt werden. In der englischen Version hingegen geben sich Stars wie Gary Oldman (Dracula, The Dark Knight) oder Kiefer Sutherland (Flatliners, 24) die Ehre und leihen einigen Randfiguren wie dem russischen Sergeant Reznov oder Corporal (später Sergant) Roebuck ihre unverwechselbaren Stimmen.

  • Call of Duty: World at War
    Call of Duty: World at War
    Developer
    Treyarch Corporation
    Release
    12.11.2008
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991982
Call of Duty: World at War
Call of Duty: World at War im Gamezone-Test
Zurück im 2. Weltkrieg bietet Treyarch Action pur mit einem verbesserten MP-Modus, aber auch diversen Einschnitten.
http://www.gamezone.de/Call-of-Duty-World-at-War-Spiel-19665/Tests/Call-of-Duty-World-at-War-im-Gamezone-Test-991982/
20.11.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/Screenshot_12jpeg_1280x720.jpg
tests