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  • Call of Juarez: Bound in Blood im Gamezone-Test

    Ein Edelwestern in Videospielform der wie seine Hauptdarsteller auch Ecken und Kanten aufweist.

    Ich stelle es mir für die Entwickler sehr schwer vor, den Nachfolger eines bereits recht gelungenen Titels auf die Beine zu stellen. Zum einen erwartet der Spieler natürlich das Bekannte, was meist kaufentscheidend ist, zum anderen aber möchte er auch Neues geboten bekommen und Schwächen ausgemerzt sehen. So sind die Entwickler oft zu regelrechten Balanceakten gezwungen um den Erwartungen der Spielerschar gerecht zu werden. Und nicht zuletzt sind auch die Erwartungen an das Technische heutzutage sehr hoch angesiedelt und schon kleinere Glitches oder Problemchen können einen Titel bei der Kundschaft komplett durchfallen lassen. Wie sich Call of Juarez - Bound in Blood hinsichtlich dieser Voraussetzungen schlagen konnte, lest ihr im folgenden Text.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Während wir in Call of Juarez noch abwechselnd in den Jungen Billy und den Prediger Ray schlüpften, also abwechselnd den Verfolgten und den Verfolger spielten, haben wir in Bound in Blood meist die Wahl welchen der zwei Brüder, Thomas oder Ray, wir im folgenden Kapitel spielen möchten. Meist deswegen, weil es auch einige Kapitel gibt in denen wir aus bestimmten Gründen einen bestimmten Charakter spielen müssen. Damit das ganze auch Sinn macht, verfügen beide über recht unterschiedliche Fähigkeiten. Während Thomas der eher bedachte Typ ist, der hervorragend mit dem Scharfschützengewehr und dem Lasso umgehen kann, zudem auch ein guter Kletterer ist, ist Ray das ziemliche Gegenteil. Er kann zwei Pistolen gleichzeitig bedienen und ist ein Meister im Umgang mit Explosivstoffen und durch und durch ein Nahkämpfer. Je nachdem für wen wir uns entschieden haben unterscheidet sich das Gameplay etwas, doch fast immer gehen die Zwei gemeinsam vor.

    An dieser Stelle würde sich ein Coop-Spiel regelrecht anbieten, doch verzichtete man bei Techland darauf ihn umzusetzen. Zugegeben, so wie das Spiel inszeniert wurde gibt es durchaus einige wenige Stellen an denen das Coop-Game nicht funktionieren würde, so wie es inszeniert wurde. Trotzdem hätte man das aber auch umschiffen können, wenn es gewollt gewesen wäre. So jedenfalls wird der jeweils andere Bruder grundsätzlich von der KI gesteuert und weicht uns nur selten von der Seite.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Was uns vom ersten Augenblick an ziemlich faszinierte ist die unglaublich dichte Story die Bound in Blood erzählt. Da geht es richtig zur Sache und man hat die unterschiedlichsten Dinge erlebt bis erst der Abspann nach ungefähr acht bis zehn Spielstunden über den Screen rollt. Wir erlebten den Bürgerkrieg im Schützengraben, bedienten Kanonen und Gatlings, sprengten Brücken, heizten den Indianern ein die unsere Gewehre klauten und nicht zuletzt erlebten wir auch ein richtiges Beziehungsdrama, bei dem ein heißes Mädchen eine ebenso wichtige Rolle spielte wie ein alter Schatz. Das Ende der Geschichte wird dann aber leicht vorhersehbar, was schlicht an dem Umstand liegt, dass Bound in Blood die Geschichte vor Call of Juarez erzählt, ja sogar recht direkt davor.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Doch trotz der vielen Abwechslung und der spannend erzählten Geschichte zeigt Bound in Blood eine deutliche Gameplay-Schwäche. Denn spätestens nach ein- bis zwei Spielstunden bemerkt man, dass man im Grunde permanent dem Sternchen nachläuft, welches den nächsten Checkpoint repräsentiert. Dort gilt es dann alle Gegner auszuschalten, das nächste Stückchen Story zu erleben oder einfach nur das nächste Sternchen zu finden. Zugegeben, an keiner Stelle des Spiels wird man ratlos zurückgelassen, denn die Hinweise unserer Brüder sind mehr als deutlich und wer dem Sternchen folgt liegt nie falsch. Trotzdem wirkt das etwas verstaubt, ganz besonders dann, wenn wir über ein noch seltsameres Phänomen stolpern. An manchen Stellen im Spiel ist es nämlich möglich sich von seinem Bruder zu entfernen. Tun wir dies, erhalten wir eine Warnmeldung es zu unterlassen, gehen wir trotzdem weiter, wird das Spiel eiskalt beendet, mit dem Hinweis, dass wir unseren Bruder im Stich gelassen hätten. Noch lustiger wird's aber an den Stellen, an denen uns das Spiel regelrecht zum Bruder zurückschiebt, damit eine gescriptete Sequenz wie gewünscht ablaufen kann. Das ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man plötzlich nicht mehr die Kontrolle über seinen Charakter hat und sich dieser von ganz alleine bewegt. Doch möchte ich deutlich sagen, dass dies nicht allzu oft passiert und sich Bound in Blood ansonsten recht ausgereift gibt.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Wie beispielsweise die Steuerung, sie geht wunderbar leicht von der Hand und wer schon mehr als nur ein Game gezockt hat findet sich auf der Stelle zurecht. Man kann "aus der Hüfte" heraus ebenso schießen wie klassisch und exakter über Kimme und Korn. Zusätzlich gibt es noch den Konzentrationsmodus, der gleich in vier verschiedenen Varianten daherkommt, je nachdem welche Person und welche Waffe wir benutzen. Allen gemein aber ist, dass wir während der Konzentrationsphase das Spiel in Zeitlupe erleben. In Person von Ray haben wir dabei ein bestimmtes Zeitkontingent während dessen wir mehrere Gegner markieren können, woraufhin Ray eine Salve loslässt die niemals ihr Ziel verfehlt. Spielen wir Thomas müssen wir nicht mal zielen sondern in gekonnter Westernmanier, als hielten wir selbst den Revolver, im richtigen Augenblick den rechten Stick nach Unten schnalzen lassen. Das kommt wirklich cool und macht ziemlich viel Spaß. In manchen Situationen kommt der Koop-Konzentrationsmodus zum Einsatz, bei dem wir die zwei Fadenkreuze der zwei Brüder gleichzeitig am Schirm sehen und im richtigen Moment auch den richtigen Kerl feuern lassen müssen. Komplettiert wird der Reigen vom KM für den Bogen, der uns erlaubt gleich mehrere Pfeile fast gleichzeitig ins Ziel zu bringen.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Ebenso spaßig wie das schnalzen lassen des Sticks beim Feuern mit dem Revolver ist der Einsatz des Lassos, welches wir erst durch das Rotieren des rechten Sticks in Bewegung setzen müssen bevor wir es zielgenau werfen können. Wie schon erwähnt kann nur Thomas das Lasso benutzen, darum ist er es auch der die Passagen übernimmt wo wir uns mit seiner Hilfe irgendwo hinaufziehen oder etwas herunterholen müssen. Hier offenbart sich aber eine kleine Schwäche der Egoperspektive, denn am Lasso hängend bzw. schwingend sehen wir den Boden unter den Füssen nicht mehr, was so manchen Absturz zur Folge hat, besonders bei den heikleren Kletterpassagen.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Auf eine Gesundheitsanzeige kann Bound in Blood komplett verzichten, den hier benutzt das Spiel die inzwischen hinlänglichst bekannte Methode der Selbstheilung. Werden wir getroffen verfärbt sich das Sichtfeld rot, unser Charakter fängt heftig zu stöhnen an, was das Zeichen ist in Deckung zu gehen bis er sich nach wenigen Sekunden wieder erholt hat. Sterben wir hingegen, müssen wir beim letzten Checkpoint wieder einsteigen, die recht fair verteilt wurden. Besonders die Schlüsselsituationen müssen wir so nie zweimal spielen. Dafür wird uns praktisch ständig die Trommel eines Revolvers eingeblendet, welche uns anzeigt ob wir den Konzentrationsmode benutzen können oder noch nicht. In je kürzeren Abständen wir Treffer landen, umso öfter und schneller können wir ihn einsetzen. Lassen wir uns zwischen den Treffern zu viel Zeit, beginnt das Aufladen des KM von Vorne.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Wurde das Feuer im Vorgänger noch relativ oft als tragendes Gameplay-Element eingesetzt, beispielsweise um dem Gegner die Sicht zu versperren oder Wege erst gangbar zu machen, beschränkt es sich in Bound in Blood auf die Öllampen, die, egal ob sie brennen oder nicht, abgeschossen werden können um die unmittelbare Umgebung in Brand zu setzen. Das Feuer vertreibt Gegner, schadet aber auch uns selbst, wenn wir ihm zu nahe kommen. Bleiben noch die Pferde zu erwähnen, auf deren Rücken wir uns des öfteren wiederfinden, oder die wir vor den Karren gespannt benutzen. Schnell sind sie allemal und gehorchen jedem Steuerbefehl, was aber bisschen zu Lasten der Glaubwürdigkeit geht. Besonders wenn man auf dem Pferd sitzen wie in einem regulären Egoshooter seitwärts läuft während man die Feinde im Visier behält, ist das zwar gut für den Spieler, hinterlässt aber einen etwas unrealistischen Eindruck. Ebenso können wir die Vierbeiner unglaublich schnell Haken schlagen lassen, was wiederum gut für den Spieler ist, so aber in der Praxis wahrscheinlich nicht funktionieren würde.

  • Call of Juarez: Bound in Blood
    Call of Juarez: Bound in Blood
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Techland
    Release
    02.07.2009

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Call of Juarez: Bound in Blood
Call of Juarez: Bound in Blood im Gamezone-Test
Ein Edelwestern in Videospielform der wie seine Hauptdarsteller auch Ecken und Kanten aufweist.
http://www.gamezone.de/Call-of-Juarez-Bound-in-Blood-Spiel-19661/Tests/Call-of-Juarez-Bound-in-Blood-im-Gamezone-Test-992298/
13.07.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/07/CoJBiB_ALL_Screenshot_Desertors_oe_10_0__120531145809.jpg
tests