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  • Call of Juarez: Bound in Blood im Gamezone-Test

    Auf dem PC gefiel uns der Titel sogar noch ein klein wenig besser als auf den HD-Konsolen.

    In Berlin, in den Dschungeln von Vietnam, vor der Küste der Normandie, Unterwasser, in den Weiten des Weltalls - welche Szenarien haben Spieler von Ego-Shootern bisher denn noch nicht zu Genüge begutachten können? Im Wilden Westen des 19. Jahrhunderts war man bislang jedenfalls selten, ist das die Chance für das Nachfolger-Sequel zu Call of Juarez, um sich vom Genre-Allerlei abzuheben? Jedenfalls weiß Bound in Blood trotz ein paar Schwächen sehr zu gefallen, da macht auch die Computerfassung keinerlei Ausnahme.

    Brüder auf Abwegen

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Wir schreiben das Jahr 1864. Kugeln zischen umher, Geschosse detonieren - wir befinden uns mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg und müssen versuchen, in der Haut von Farmersohn Ray McCall, uns auf Seiten der Konföderierten Südstaaten gegen die scheinbar übermächtige Fraktion der Nordstaaten zur Wehr zu setzen. Und es ist nicht die Tatsache, dass das eigene Heer für die Beibehaltung der Sklaverei steht, was Ray dazu bewegt, sich den Befehlen von ganz oben zu widersetzen. Nein, sein Bruder Thomas befindet sich in einer aussichtslosen Situation und braucht Hilfe, ebenso muss die nahe Verwandtschaft auf der eigenen Plantage beschützt werden, denn auf dieser Welt ist Familie das einzige von Wert.

    Dass Rays Entscheidung nicht ohne Konsequenzen bleiben wird, ist schnell abzusehen. Recht flott werden die Verweigerer selbst von den eigenen Leuten gejagt und mit dem Galgen bedroht, sodass den beiden Revolverhelden nichts anderes übrig bleibt, als gemeinsam mit dem dritten Bruder, Priester William, schnellstmöglich das Weite zu suchen. Von nun an führt ihr Weg über typische Wildwest-Städte samt Saloon, mexikanische Landschaften und Indianerdörfer, jedoch stets mit dem mythischen Schatz von Juarez im Hinterkopf.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Die Geschichte von Call of Juarez: Bound in Blood macht dem staubigen Setting alle Ehre und glänzt mit überraschenden Wendungen, tragischen Momenten und einem unglaublichen Tiefgang, wie man es nur selten in Videospielen erlebt. Es geht um den inneren Zwist und die unnachgiebigen Werte der drei Brüder, die unterschiedlicher nicht seien können - und, wie soll es auch anders sein, natürlich um eine hübsche Mexikanerin. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, Kenner des Vorgängers werden jedoch bereits den Hauptaspekt des Endes im Hinterkopf haben, schließlich liefert man mit Bound in Blood ein waschechtes Sequel zum vor drei Jahren veröffentlichten Titel.

    Im (Wilden) Westen nichts Neues

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Passend zum Setting präsentiert sich Bound in Blood als typischer First-Person-Shooter, bei dem es jeden, der sich den Brüdern in den Weg stellt, an den Kragen geht. Das Besondere dabei ist, dass man sowohl in die Rolle von Ray als auch in die von Thomas schlüpfen kann - beide jeweils mit exklusiven Fähigkeiten. So ist der jüngere Thomas geübter im Umgang mit präzisen Schusswaffen auf Entfernung und kann sogar mit dem Lasso, das Cowboy-Symbol schlechthin, umgehen und damit an entlegene Vorsprünge gelangen. Ray hingegen ist eher der draufgängerische Typ, der lieber schießt als überlegt und dabei auf zwei Revolver gleichzeitig oder gar Dynamit zurückgreifen kann. Beide Charaktere haben also ihre Vor- und Nachteile, was sich auch auf das Spielerlebnis auswirkt, da man je nach Wahl (vor nahezu jedem Level kann man sich für einen der beiden entschieden) an diversen Stellen auf eine andere Weise vorgehen muss.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Ansonsten kommt Bound in Blood in gewohnter Shooter-Manier daher, das heißt sich von A nach B zu bewegen, zwischendurch einige Skripte auszulösen und in Moorhuhn-Manier jeden Schergen einen Kopf kleiner zu machen. Zwar will man das lineare Spielgeschehen in späteren Abschnitten mit einem Mini-Open World-Feature samt Nebenmissionen ein wenig auflockern, wirklich überzeugen kann das jedoch nicht. Anders handhabt es sich bei den Duellen, die schon immer einen wesentlichen Anteil am Wildwest-Flair hatten und das auch hier beweisen: Bei besonderen Widersachern fällt die Kamera auf Allerwertesten-Höhe, sodass man lediglich sein Schießeisen und den Kontrahenten im Blick hat. Klingelt die Glocke, heißt es den Revolver schnellstmöglich zu ziehen und gezielt zu schießen, damit man selbst nicht ins Gras beißen muss. Diese Momente wurden sehr schön umgesetzt und glänzen vor allem durch die dadurch entstehende, mit Anspannung und Konzentration gespickte, Atmosphäre. Zudem gut in Szene gesetzt sind etwa besondere Augenblicke, etwa eine Verfolgungsjagd auf einer Kutsche, die dafür sorgen, dass man am Spiel zu keiner Zeit die Lust verliert.

    Call of Juarez: Bound in Blood Call of Juarez: Bound in Blood Ebenso erwähnenswert sind die Konzentrationsmodi, die sich freischalten lassen, wenn man einer bestimmten Anzahl an Feinden den Garaus gemacht hat. Hat man einen davon aktiviert, wird die Zeit deutlich verlangsamt, sodass man mehrere Kontrahenten mehr oder weniger gleichzeitig aufs Korn nehmen kann. Sowohl Ray als auch Thomas haben separate Modi, mit ersterem ist es möglich, mehrere Gegner zu markieren, die am Ende einer kurzen Zielphase von ihm beschossen werden. Thomas hingegen zielt automatisch auf die sich in der Nähe befindlichen Schergen, als Revolverheld muss man die Maus dabei bei jedem Schuss nach hinten ziehen. Zusätzlich gibt es an einigen Stellen des Spieles einen gescripteten Modus, bei dem beide Charaktere zur Waffe greifen und Fadenkreuze über den Bildschirm wandern, sodass man bei einem anvisierten Gegner die linke (für Thomas' Fadenkreuz) beziehungsweise rechte (Ray) Maustaste drücken muss, um heil aus der Situation herauszukommen. Ebenso kann man eine solche Funktion aktivieren, wenn man gerade einen Bogen in der Hand hält, um mehrere Pfeile auf zukünftige Opfer gleichzeitig abzufeuern. Obwohl gewollt, hat das natürlich - vor allem der Konzentrationsmodus von Thomas - wenig mit der Realität und echtem Schießen zu tun, jedoch lockerte man damit das Spielgeschehen gehörig auf und man weiß die dadurch enstehende Abwechslung auf jeden Fall zu schätzen. Die damit einhergehende Steuerung ist auch ansonsten durchaus (gewohnt) gelungen und hat dank der Genauigkeit von Maus und Tastatur einen Vorteil gegenüber den Konsolenversionen.

  • Call of Juarez: Bound in Blood
    Call of Juarez: Bound in Blood
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Techland
    Release
    18.08.2010

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Call of Juarez: Bound in Blood
Call of Juarez: Bound in Blood im Gamezone-Test
Auf dem PC gefiel uns der Titel sogar noch ein klein wenig besser als auf den HD-Konsolen.
http://www.gamezone.de/Call-of-Juarez-Bound-in-Blood-Spiel-19661/Tests/Call-of-Juarez-Bound-in-Blood-im-Gamezone-Test-992328/
12.08.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/05/CoJBiB_ALL_Screenshot_Thumbnail_11.jpg
tests