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  • Call of Juarez: The Cartel - Trio Infernale - Leser-Test von alpha_omega

    Mit Call of Juarez sowie dem Nachfolger Bound in Blood sorgte Ubisoft für zwei wirklich ausgezeichnet gute First Person Shooter, die im Genre des Wilden Westens angesiedelt waren. Glaubhafte Charaktere mit individuellen Fähigkeiten, spannende Kulissen und natürlich die zahlreichen Revolver-Duelle hinterließen einen bleibenden Eindruck. Mit dem Titel Call of Juarez: The Cartel, welcher im August dieses Jahres hierzulande für Xbox 360 sowie Playstation 3 erschien, wagte man erstmals den Sprung in die Neuzeit, was aber nicht gleichzeitig hieß, dass man den Spieler beidhändige Revolver-Action und die typischen Locations wie Grand Canyon und Wild-West-Geisterstadt vorenthalten wollte. Ob The Cartel trotz des Zeitsprungs ähnlich punkten kann, wie seine beiden Vorgänger, erfahrt ihr nun in nachfolgendem Review, welches sich mit der PS3-Version beschäftigt.

    Die Story des Spieles beginnt am Unabhängigkeitstag im Jahre 2011, als ein terroristischer Anschlag auf das DEA, der amerikanischen Drogenfahndung, verübt wird und alle Mitglieder bis auf einen gewissen Eddie Guerra dabei ums Leben kommen. Kurze Zeit gründet die Regierung eine Task-Force, welcher neben dem DEA-Mitgliedes Guerra auch die FBI-Agentin Kim Evans sowie den LAPD Officer Ben McCall angehören. Zusammen soll das Trio über die Hintergründe des Anschlags ermitteln, welche auf das Konto eines mexikanischen Drogen-Kartels gehen soll, welches sich in Los Angeles niedergelassen hat. Jeder der drei Cops besitzt natürlich über diverse Kontakte, die er zum Teil mit in die Ermittlungen einbezieht, zum Teil aber sie auch seinen beiden Kollegen verheimlicht, und man über die genauen Hintergründe erst aufgeklärt wird, wenn man die Story mit jedem einzelnen Charaktere durchgespielt hat. Wie auch bei den beiden Vorgängern, so handelt es sich bei The Cartel um einen klassischen Ego-Shooter, bei dem wir diesmal allerdings nicht nur mit alt würdigen Revolvern und Schrotflinten herumballern, sondern auch mit modernen Waffen wie zum Beispiel der MP5, der AK47 oder dem M60. Allerdings wird keine der einzelnen Waffen über Modifizierungen wie Schalldämpfer oder Laservisier verfügen.

    Hauptausgangspunkt unserer Reise ist also Los Angeles, in dem wir einen Großteil unserer insgesamt 15 Missionen absolvieren werden. Dabei geraten wir unter anderem zwischen einen Drogenbandenkrieg, ermitteln in einem Bordell oder stürmen durch eine Discothek. Doch nicht nur die Vororte und Ghettos von LA dienen als Schauplätze für zahlreiche Schusswechsel, nein auch die aus den Vorgänger bekannten Locations wie etwa ein bergiges Waldstück, wo wir nach Marihuana-Feldern suchen, um die zu vernichten, ein verlassenes Fort und natürlich auch die Schatzsucherstadt Juarez werden Ausflugsziele sein. In Sachen Gameplay zeigt sich The Cartel allerdings leider nicht ganz so abwechslungsreich, denn bis auf die vielen Schusswechsel sowie einige Verfolgungsjagden mit unserem Dienstfahrzeug, gibt es kaum Nennenswertes zu vermelden. Wie auch schon im Vorgänger, so bauten die polnischen Macher von Techland auch diesmal wieder den Konzentrationsmodus mit ins Spiel, der zum einen dann aktiviert wird, wenn wir mal wieder eine Tür eintreten und einen Raum blitzartig stürmen, oder auch während des Gefechts, nach einer gewissen Anzahl an Kills individuell aktiviert werden kann. Im Konzentrationsmodus verfolgen wir dann nun das Spielgeschehen mit einem Zeitlupeneffekt, die Gegner werden mit einem leuchtenden Blau eingefärbt und unser Charakter, mit dem wir gerade zu Werke sind, lässt ein paar coole Sprüche los. Auf die coolen eins gegen eins Duelle wird man hingegen verzichten müssen.

    Aufgrund der Tatsache, dass wir es mit unterschiedlichen Charakteren zu tun bekommen, die sich allesamt nicht ganz grün sind, bekommen wir während der einzelnen Missionen hin und wieder einen eingehenden Telefonanruf von einem unserer zahlreichen Hintermänner, welche uns nicht nur vor den Gefahren der anderen warnen, sondern uns auch mit zahlreichen Nebenmissionen versorgen, die wir allerdings dann in Secret Mission erledigen müssen. Zumeist handelt es sich bei den Quest um diverse Dinge die wir finden müssen, um sie dann nach Möglichkeit nicht vor den Augen der anderen Kollegen einzusammeln. Für jede erfüllte Aufgabe erhalten wir dann Erfahrungspunkte, die dann wiederum ausschlaggebend für unsere Waffen sind. Denn vor Antritt einer jeden Mission, bekommen wir die Möglichkeit unser Waffenarsenal mit je einem Gewehr und je zwei Pistolen aufzurüsten. Allerdings gilt es diverse Waffen erst frei zu schalten, in dem man fleißig Nebenaufgaben meistert. Einige Spieler werden dies jetzt mit Sicherheit überflüssig finden, zumal getötete Gegner ebenfalls stets genügend Munition und die unterschiedlichsten Waffentypen fallen lassen. Was man ebenfalls als überflüssig einstufen wird, sind die albernen Run'n Cover Einlagen, denn ausgerechnet in diesen trifft der Feind besonders gut. Sodass wir uns stets der Qual hingeben müssen, hinter vorgeschriebenen Deckungen zu verstecken und zu warten bis die beiden Kollegen endlich Feuerschutz geben.

    Jeder der einzelnen Hauptcharaktere verfügt wie auch schon in den Vorgängern über spezielle individuelle Fähigkeiten, die allerdings nur marginal ausfallen. So kann zum Beispiel die Scharfschützenexpertin Kim den Bildschirm noch näher heranzoomen, als ihre männlichen Kollegen, während Ben wohl das Talent des beidhändigen Revolvers bei seinem Ur -urgroßvaters Ray McCall geerbt zu haben scheint. Ebenso trennen sich hin und wieder die Wege unseres Trio, was speziell für den Storyverlauf einen ganz entscheidenden Einfluss hat. Doch gilt es vor allem im kooperativen Onlinemodus, bei dem bis zu drei Spieler die Storykampagne in Angriff nehmen können, stets zusammen zu halten, speziell in den Situationen, wenn wir in den Kugelhagel aus fahrenden Fahrzeugen geraten. Je nach dem wir sehr man sich mit den Nebenaufgaben, beziehungsweise den privaten Interessen der Akteure beschäftigt, wird man sich ungefähr 7-8 Stunden bei vollem Level Up und im normalen Schwierigkeitsgrad beschäftigen, bis man den Abspann dieses eher wirren Story-Quarks verfolgt. Doch handelt es sich dabei nicht um reine Spielzeit, denn sehr oft wird das Spiel durch ewig lange Cutszenes unterbrochen, welche weder spannend inszeniert, sondern vielmehr mit langweiligen Dialogen ausgeschmückt wurden.

    Ebenfalls einfallslos wie das Gameplay fallen auch die Vergaben der einzelnen Trophäen aus, die sich nur zumeist darauf beschränken, eine gewisse Anzahl von Gegner aus speziellen Situationen, wie Drive by oder Konzentrationsmodus zu eliminieren. Der Multiplayer, in dem wir je nach Wahl in die Rolle von Polizisten oder Gangster schlüpfen, ist auch nicht annähernd so gut und Langzeit motivierend wie beim Vorgänger. Das liegt zum einen daran, dass es lediglich zwei verschiedene Spielmodi gibt, welches sich aus einem einfachen Team-Deathmatch sowie einem Wettbewerb ergeben, die dem die einen spezielle Dinge verteidigen müssen und die andere versuchen diese zu stehlen, zum anderen gibt's online auch nur zwei lumpige Trophy's, die man auch relativ schnell im Sack haben sollte. Wer hingegen auf das typische Aufleveln und Waffen freischalten steht, könnte hingegen etwas mehr Freude am Mehrspielerpart haben. Massen kompatibel ist auf jeden Fall die Steuerung, die ziemlich einfach von der Hand geht, aber unter dem Irrsinn eines automatischen Deckungsfeature leidet, was eigentlich kein Mensch braucht. Stellt man sich zu nah vor ein Objekt, so legt unser Charakter seine Waffe ab, beziehungsweise quer. Ein Zielen ist dann nicht mehr möglich und auch der Sichtbereich wird deutlich eingeschränkt.

    Ziemlich eingeschränkt muss auch der eine oder andere Qualitätstester gewesen sein, als er die Spiel- und Ingamegrafik absegnetet. Kommen wir jedoch zuerst zum positiven Aspekt, nämlich die Gestaltung der einzelnen Schauplätze, die teilweise wirklich sehr authentisch wirken. Das Leveldesign bietet ebenfalls kaum Grund zur Kritik, im Vergleich zu Call of Duty wirken vereinzelte Levels richtig großräumig und bieten somit auch taktisch mehr Möglichkeiten. Doch können die positiven Argumente leider nicht über grausame Patzer wie extreme Ruckler, die man vor allem in der Solokampagne deutlich spüren wird. Tearing und plötzlich aus dem Nichts auftauchende Grafikelemente kannte man ja auch schon aus den letztem Teil, beides findet man auch in The Cartel wieder. Vor allem bei den Verfolgungsfahrten tauchen urplötzlich Gegner vor der Frontscheibe auf. Ganz besonders schlimm hat es auch die deutsche Synchronisation erwischt, unmotivierte Sprecher, die nicht annähernd so gut das Gesprochene betonen, wie ihre englischsprachigen Kollegen, die alles in einem einen guten Job machen. Der Soundtrack vermag hingegen doch recht zu gefallen. Wird man hin und wieder auch mit den stimmigen Westernsound aus den Vorgängern akustisch beglückt.

    Fazit. Rein objektiv betrachtet handelt es sich bei Call of Juarez: The Cartel um einen äußerst schwachen Vertreter seines Genres. Die Schusswechsel gegen die zumeist überforderte KI, die selbst im schwersten Schwierigkeitsgrad von den meisten Spielern locker überrollt werden sollte, sowie eklatante Grafikpatzer und einer Story, die einen einzigen wirren Verschwörungshaufen parat hält, deuten daraufhin, dass Techland wohl irgendwie unter einem enormen Zeitdruck stand, blickt man auf die wirklich ausgeklügelten Vorgänger, denn alleine der Zeitsprung des Ego-Shooters kann nicht ausschlaggebend dafür sein, dass das Franchise so sehr an Qualität verloren hat. Nichts desto trotz hatte ich persönlich mit The Cartel meinen Spaß. Zum einen gefiel mir das Flair der zahlreichen Orte, an denen ich mich austoben durfte, zum anderen musste ich an so ziemlich keiner Stelle des Spieles mein Gehirn einschalten, weder beim Gameplay, noch bei den albernen Dialogen und spanischen Flüchen, die mir so während des Spieles an den Kopf gehauen wurden. Um es kurz zu machen, wer auf unkomplizierte Shooter-Action, kurzfristige Straßenrennen und Silikonbrüste steht, ist mit Call of Juarez: The Cartel bestens bedient.

    Negative Aspekte:
    Eklatante Grafikpatzer wie extremes Ruckeln Tearing usw., unmotivierte deutsche Sprecher, langweilige Dialoge, unglaubwürdige Story, völlig sinnfreies Deckungsfeature, aufgezwungene Run´n Cover Passagen, marginale individuelle Charakterstärken

    Positive Aspekte:
    authentische Locations, unkomplizierte (aber anspruchslose) Action, gute englische Sprecher, Online-Koop-Modus für drei Spieler, private Interessen

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Call of Juarez: The Cartel

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    6.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Call of Juarez: The Cartel
    Call of Juarez: The Cartel
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Techland
    Release
    21.07.2011

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Call of Juarez: The Cartel
Call of Juarez: The Cartel - Trio Infernale - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/Call-of-Juarez-The-Cartel-Spiel-19663/Lesertests/Call-of-Juarez-The-Cartel-Trio-Infernale-Leser-Test-von-alpha-omega-1010956/
04.12.2011
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