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  • Captain Silver: Früher Hui, Heute Pfui - Leser-Test von JoRice

    Captain Silver: Früher Hui, Heute Pfui - Leser-Test von JoRice Eine weitere Perle meiner Kindheit, welche sich mir nachhaltig in Erinnerung gebrannt hat. Leider hat die Erfahrung gezeigt, dass Kindheitserinnerungen häufig mit der Realität kollidieren, und im Nachhinein betrachtet doch gänzlich anders wirken.
    Mit gemischten Gefühlen starte ich also die Konsole.

    Der Anfangsbildschirm ist relativ einfach gehalten. Der Titel der Spiels in goldenen Lettern umrahmt einen Totenkopf mit einem glühenden grünen Auge. Ein Optionsmenü fehlt leider.
    Auf Knopfdruck geht es also schon direkt in die Handlung. Wir steuern hierbei den Abenteurer "Jim Avery", welcher dem sagenhaften "Captain Silver" seinen Schatz entwenden will. Theoretisch kein Problem, stellen sich hierbei jedoch einige Probleme in den Weg:
    Nicht nur, dass offensichtlich einige Akteure etwas gegen unseren Plan einzuwenden haben, el Capitan höchstpersönlich hat ebenfalls Wind von unserem Vorhaben bekommen, und bewacht nun seinen Schatz wie eine eifersüchtige Freundin. Dass er längst tot ist, stört den Mann dabei herzlich wenig.
    "Also gut, ohne Fleiß kein Preis... ääh Schatz" denken wir uns und ziehen los, den untoten Namensgeber wieder in die ewigen Jagdgründe zu schicken.
    Glücklicherweise hat unser Held auch daran gedacht, seinen Säbel einzupacken, so dass wir recht gut mit unserer Umwelt "interagieren" können.
    Womit wir auch schon bei der Steuerung ankommen, welche erwartungsgemäß simpel ausfällt:
    Mit der ersten Taste schwingen wir das Entermesser (wahlweise stehend oder kniend), mit der zweiten taste setzen wir die Sprungkünste des Blondschopfes unter Beweis. Dank dieser von Gott bzw. Sega verliehenen Gaben, gelingt es uns recht ordentlich, die Levels zu bewältigen, zumal die Gegner recht simpel gestrickt sind und keine größere Probleme bereiten.
    In jedem Level flattert zudem eine Fee über den Bildschirm. Wer sich die Mühe macht, diese einzufangen, wird mit einem verbesserten Schlag belohnt (ein Stern wird zusätzlich abgefeuert), und wer zwei Feen einfangen kann, ohne ein Leben zu verlieren, lässt fortan den Zorn Gottes mit jedem Schlag auf die Gegner niederregnen... Okay, okay, bei jedem Schlag fliegen drei Sterne aus der Klinge, jedoch auch nur über einen halben Bildschirm.
    Zudem kann nur Geradeaus geschossen werden. Gegner, welche von oben kommen, müssen also nach wie vor mit einem normalen Hieb niedergestreckt werden.
    Apropos Gegner:
    Da wären also Bären, welche uns geradewegs ins Messer latschen, Katzen, welche uns von Mauervorsprüngen anspringen, Frösche, die von Bäumen fallen oder Fledermäuse, die offensichtlich einen über den Durst gekippt haben und orientierungslos in der Gegend rumflattern. Alle Gegner teilen hierbei eine Gemeinsamkeit:
    Durch penetrieren der Schlagtaste verabschieden diese Sich ohne große Probleme oder Widerworte von der Oberfläche.
    Auch die Endgegner, deren ganze zwei, stellen mit einer minimalen Strategie kein großes Problem dar. Anders sieht dies jedoch mit der Lebensenergie aus:
    Nach einer Berührung geht unsere Figur in Walhalla ein, weshalb die Bewegungen durchaus geplant überdacht werden sollten. (Es gibt jedoch auch in jedem Level eine Weste, welche einen Schlag absorbiert). Da die Steuerung anständig ausfällt, ist dies auch durchaus möglich und ermöglicht es, nach einer kurzen Einübung, das Spiel ohne den Verlust eines Lebens zu beenden.
    Bevor ihr jetzt jedoch anfangt zu klatschen, lasst euch gesagt sein, dass das gesamte Spiel aus vier (!) Leveln besteht und ihr nach flotten 20 Minuten den Abspann über den Bildschirm flimmern seht. Und dat wars!
    Der Wiederspielwert ist also nach einer Stunde komplett ausgereizt, denn wer will schon denselben lahmen Text am Ende des Spiels (Held kapert Schiff und fährt nach Hause, und wenn er nicht hat gestorben ist, gibt es irgendwann ein Remake, was Gott verhüten mag) mehr als dreimal lesen? Selbst die romantischste Frohnatur ist irgendwann an den Grenzen ihrer Kapazität angelangt!
    Was das Spiel (ein wenig) aufpeppelt, ist die Tatsache, dass besiegte Gegner Buchstaben hinterlassen. Wer es schafft, mit diesen Buchstaben
    "C A P T A I N S I L V E R" zu schreiben, bekommt ein Extraleben gutgeschrieben. Und das ist noch nicht alles!!!!!!!!!!!
    (  Extrem übertriebener und vergeblicher Versuch, das Spiel aufzuwerten  )
    Die Buchstaben sind gleichbedeutend mit Gold, mit welchem wir an drei Stellen des Spiels Sprungschuhe, eine Weste oder eine Fee kaufen können.
    Ein positiver Faktor bei diesen Einkäufen ist, dass Westen und Feen über die Levels erhalten bleiben, was eine Anschaffung doch deutlich attraktiver macht.
    Wo wir gerade bei Attraktiv sind: Der Sound weiß durchaus zu gefallen und geht dem Spieler während des gesamten Spiels (#HarHar#) nie auf die Nerven.
    Ab dem zweiten Durchlauf kann auf diesen aber dann doch verzichtet werden, bei aller Liebe.
    Die Grafik ist kunterbunt gehalten und erzeugt eine gute Atmosphäre, allerdings durchziehen alle Augenblicke störende Balken den Bildschirm. Zudem sind die Gegner so dermaßen pixelig gehalten, dass man oft gar nicht erkennt, in was man gerade sein Messer rammt.
    Die verschiedenen Levels sind jedoch sehr abwechslungsreich gehalten und überzeugen mit verschiedenen Gegnertypen und Szenarienwechseln.

    Alles in allem kein wirklich schlechtes, aber mit Sicherheit auch kein gutes Spiel. Obwohl das Spiel in fast allen Belangen zu gefallen weiß, ist die Spieldauer eine absolute Frechheit. Verbundenen mit dem nicht- vorhandenen Wiederspielreiz bekommt der Spieler ein halbe Stunde gute Unterhaltung geboten, bevor das Spiel weiterverschenkt wird.
    Damit ist eines der besseren Jump n' Runs des Master Systems nur Nostalgikern und Sammlern zu empfehlen.

    Negative Aspekte:
    SEHR kurz, Tod nach einem Treffer, langweilige Gegner

    Positive Aspekte:
    Aufrüstbarer Schuss, abwechslungsreiche Szenarien

    Infos zur Spielzeit:
    JoRice hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Captain Silver

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: JoRice
    6.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    4/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Bewerte dieses Spiel!
  • Captain Silver
    Captain Silver
    Publisher
    Sega
    Developer
    Sega
    Release
    1987
    Leserwertung
     
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1005604
Captain Silver
Captain Silver: Früher Hui, Heute Pfui - Leser-Test von JoRice
http://www.gamezone.de/Captain-Silver-Classic-19702/Lesertests/Captain-Silver-Frueher-Hui-Heute-Pfui-Leser-Test-von-JoRice-1005604/
19.01.2007
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