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  • Carmen Sandiego: The Secret of the Stolen Drums im Gamezone-Test

    Jetzt wisst ihr warum Carmen immer wegläuft...

    Fast hätte man denken können, dass Carmen Sandiego von der Bildfläche verschwunden ist, so lange hat man nichts mehr von der berühmt berüchtigten Diebin gehört. Doch kürzlich vermehrten sich die Hinweise, dass sie wieder aktiv ist. In New York nämlich tauchte eine Spur von ihr auf, so dass ACME beginnen konnte die Verfolgung aufzunehmen. Denn das was Carmen so unwiderstehlich findet, ist das Erbe eines afrikanischen Königs, der auf dem Sterbebett liegend sein letztes Geheimnis preis gab. Er erzählte von dem Treffen vieler Könige, die ihr gesamtes Wissen in einem Kristall vereinten. Damit niemand in der Lage ist dieses Wissen zu missbrauchen, hat man den Kristall in einem geheimen Tempel versteckt, dessen Standort heute keiner mehr kennt. Das Geheimnis um seine Position hat man in mehrere magische Trommeln gepackt, die zusammengebracht den Ort verraten. Natürlich glaubt heute keiner mehr an alte afrikanische Sagen oder gar einen Kristall der Wissen speichern kann, bis auf Carmen Sandiego, die sich offensichtlich schon auf die Suche nach den Trommeln gemacht hat.

    Was sich im ersten Augenblick noch wie ein Action-Adventure anhört, entpuppt sich recht rasch als Splinter Cell-Klon im Comic-Look. Denn die primären Aufgabenstellungen der einzelnen Missionen bestehen aus dem möglichst unbemerkten Vorgehen, indem wir den viel und oft vorkommenden Wachrobotern von hinten anschleichen und mit unserem Stab eines über die Metallrübe kloppen, woraufhin sie meist einen Teil des Codes verlieren den wir zum Öffnen der nächsten Lasersperre benötigen. Dazwischen gibt es einige Monster auszuschalten, Statuen genannt, da diese ständig neue Widersacher produzieren. Die sonst noch vorkommenden Monster verdienen kaum einer Erwähnung, da sie zum einen trotz ihrer Größe so schwach sind, dass man sie mit zwei bis drei Schlägen ausschalten kann, und zudem auch noch aussehen als wären sie dem Mülleimer der Origami-Kindergartentruppe entsprungen.
    Neben dem Monsterkloppen gibt es noch drei verschiedene Arten von Rätselstellung die sich im Spiel gerne und oft wiederholen. Dazu gehören die bis zum Überdruss bereits aus anderen Action-Adventures bekannten Schalterrätsel, die ebenfalls nicht mehr ganz taufrischen Blasrohrrätsel, welche im Grunde auch nur Schalterrätsel mit entfernten Auslösern sind, sowie astreine Puzzlespiele, bei denen man für kurze Zeit das fertige Bild präsentiert bekommt und es sodann aus den einzelnen Teilen wieder zusammenfügen müssen. Um dem Spieler nicht zuviel Spielraum zu lassen, hat man den Puzzlespielen ein Zeitlimit gesetzt, in dem es gelöst werden muss.

    Ihr werdet es am Tonfall des Reviews schon bemerkt haben, irgendwie springt bei Carmen Sandiego der erwartete Spielspaßfunke nicht über. Denn vom ersten Level an fühlt man sich etwas hinters Licht geführt, sind einem doch sämtliche vorkommenden Spielmechaniken und Rätselstellungen in ähnlichen Spielen bereits schon einmal begegnet, meist sogar in wesentlich ausgereifterer Form als das in diesem Titel geschah. So hat man ziemlich schnell heraußen, dass die Wachroboter ziemlich blind sind und anscheinend keine drei Meter weit sehen, so dass man sich ihnen fast von jeder Seite nähern kann, lediglich den letzten Meter sollte man sich hinter ihnen befinden. Ähnliches gilt für die anderen Gegner im Game, die allesamt wesentlich größer sind als unser Hauptdarsteller, dafür aber kaum etwas wegstecken können. Meist genügen zwei bis drei Schläge, die bereits eine einzige Combo hergibt, schon zerplatzen selbst die größten Gegner. Auch die eigentlich gefährlichen Statuen, aus denen ständig neue Gegner quellen, lassen sich viel zu einfach ausschalten, oft schon bevor sie ein einziges Monster auf uns loslassen konnten.

    Da machen die verschiedenen Fähigkeiten unseres Protagonisten schon etwas mehr Spaß, auch wenn er im Grunde nur genau das kann was man aus ähnlichen Games her kennt. Er kann schleichen und laufen, einen Doppelsprung ausführen, sich ducken und abrollen, an die Wand drücken und - das ist endlich etwas Neues - er ist in der Lage auf einem Seil zu balancieren. Das unterscheidet sich Spieltechnisch zwar nicht von der Funktion am Seil zu hängen, sieht aber wenigstens nicht schlecht aus.

    Auf den Rest des Games trifft dies leider nicht zu. Denn auch wenn man absichtlich einen Comic-Look erzeugen wollte, wirkt die gesamte grafische Präsentation schon etwas mager und Detailarm. Da man sich noch dazu immer wieder in den gleichen Umgebungen bewegt und auch von den Gegnern her kaum Abwechslung droht, hat man sich schon bald an der detailarmen und immer etwas eckig wirkenden Umwelt sattgesehen. Selbst die Anfangs noch nett anzusehenden Animationen der Charaktere wiederholen sich schon sehr bald und sorgen so auch nur noch für ein müdes Gähnen.

    Auch die Soundkulisse taugt nicht irgendjemand hinter dem Ofen hervorzuholen. Zwar sind die Musikstücke recht nett anzuhören, da sie sich aber in einer Endlosschleife zu befinden scheinen und nur selten gewechselt werden, ist man dieser auch bald überdrüssig. Zudem hat man versucht die Musik dynamisch an das Geschehen auf dem Schirm anzupassen, aber was das Spiel hier veranstaltet hört sich für menschliche Ohren nicht besonders attraktiv an. Die schnellen Rhythmen beim Kampf z.B. werden nämlich abrupt eingeblendet und ebenso hart wieder ausgeschaltet, so als würde jemand zwischen zwei Radiosendern hin- und herwechseln. Wenigstens hören sich die Synchronsprecher relativ gut an, was wahrscheinlich daran liegt, dass man erst gar nicht den Versuch unternommen hat das Spiel zu lokalisieren. Lediglich die Texte wurden eingedeutscht, gesprochen wird ausschließlich in Englisch.

    Die Steuerung erledigt ihre Arbeit eigentlich ohne zu murren, mit dem kleinen Ärgernis, dass man unseren Charakter nicht auf der Stelle drehen kann. Dies bedeutet, wenn er z.B. direkt zu uns in die Kamera schaut und wir ihn um 180 Grad drehen wollen indem wir den linken Stick nach Vorne drücken, beginnt er einen kleinen Wendekreis zu beschreiben bevor er in die gewünschte Richtung läuft. Dies wird aber dann problematisch, wenn man eine der Sprungpassagen zu meistern hat, wo man bereits bei der Landung vorhersehen muss wo man weiterspringen will, da man auf schmalen Vorsprüngen oder schwebenden Steinen einfach nicht genug Platz zum Manövrieren hat. Wenn dann die automatische Kamera auch noch meint sich perdu in die falsche Richtung drehen zu müssen, ist der Frust vorgeplant.

    Carmen Sandiego: The Secret of the Stolen Drums (XB)

    Singleplayer
    5,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Man kann jederzeit Speichern
    Alles nur geklaut und keinen Pixel besser gemacht
  • Carmen Sandiego: The Secret of the Stolen Drums
    Carmen Sandiego: The Secret of the Stolen Drums
    Publisher
    Acclaim Entertainment
    Developer
    Acclaim Entertainment
    Release
    02.03.2004

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989731
Carmen Sandiego: The Secret of the Stolen Drums
Carmen Sandiego: The Secret of the Stolen Drums im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Carmen-Sandiego-The-Secret-of-the-Stolen-Drums-Spiel-19735/Tests/Carmen-Sandiego-The-Secret-of-the-Stolen-Drums-im-Gamezone-Test-989731/
04.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/TV2004030415251200.jpg
tests