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  • Carve im Gamezone-Test

    Carve bietet erstaunlich komfortable XBL-Features, die Trickmechanik aber kann nicht ganz begeistern.

    Nur einer kann gewinnen...

    Mit Splashdown besitzt die Xbox ja schon ein recht passables Jetski-Rennspiel, dessen zweiten Teil man leider der PS2 vorenthalten hat. Auch orientiert sich Splashdown eher an den klassischen Regeln der Sportspiele, so wie man sie auch aus ähnlichen Games dieses Genre kennt. Carve schlägt da eine etwas andere Richtung ein und setzt voll auf das Teamfeature, die Kämpfe während der Rennen und natürlich der Möglichkeit per Xbox Live online gegen Freunde antreten zu können.

    Das Starterfeld von Carve umfasst grundsätzlich acht Fahrer, wobei immer zwei einem Team angehören. Diese zwei versuchen möglichst gut zusammenzuarbeiten, um möglichst viele Punkte für das eigene Team einzuheimsen. Punkte gibt es erwartungsgemäß für das ausführen möglichst komplizierter Tricks die am besten auch noch schön kombiniert werden. Neben den Punkten erhalten wir nach Vorführung eines Tricks - und genau darum geht es in Carve - einen gehörigen Schub, dessen Länge sich nach dem Trick richtet und ob wir kombiniert haben, womit wir bis zu vier Tricks hintereinander abspulen können die für einen besonders langen Turbo sorgen. Zusätzlich wird die Rush-Anzeige gefüllt, die sich bei 100% in einen Superturbo verwandeln lässt. So ist man also die meiste Zeit im Rennen damit beschäftigt seine Tricks hinzulegen um möglichst viele Turbos zu erhalten, ohne die man keine Chance hat, selbst mit dem schnellsten Jetski. Denn auf der anderen Seite legen die Gegenspieler alles daran sich immer vor uns zu bugsieren, da wir im Fahrwasser des Vordermannes extrem an Geschwindigkeit verlieren. Zudem scheuen diese nicht davor zurück uns kräftig zu rammen oder beim ausführen der Tricks zu unterbrechen. Dabei gehen sie mitunter so weit, dass sie auch mal die Strecke verlassen und die Bojen von der falschen Seite umfahren, Hauptsache sie hindern uns daran zu überholen oder einen Trick zu machen. Das kann dünnhäutige Spielernaturen schon mal nerven, besonders wenn man in den höheren Stufen der Meisterschaft teilnimmt, wo man in vier aufeinanderfolgenden Rennen eine bestimmte Punktanzahl erreichen und entsprechend viele Tricks vorführen muss. Wenn dann die virtuellen Mitstreiter kaum versuchen den ersten Platz zu erreichen, sondern sich viel lieber mit uns beschäftigen und immer brav nach hinten sehen um uns optimal blockieren zu können, heißt es die Zähne zusammenzubeißen und bis zum Schluss durchzuhalten, denn ein restarten des Rennens ist nicht möglich, einzig zwei Wiederholungen für versagte Rennen dürfen wir wagen.
    Selbstverständlich schalten wir durch das Vorankommen in der Meisterschaft diverse Dinge frei, wie neue Boards, neue Tricks und neue Strecken und steigern auch unseren Skill. Dies ist auch unbedingt empfehlenswert wenn wir vorhaben online gegen den Rest der Welt anzutreten, da wir nur Spiele in der uns zugänglichen Klasse eröffnen können.

    Die Xbox Live-Features wurden vorbildlich in Carve umgesetzt. Klar, dass es die erwarteten Funktionen für ein Quick- und ein Optimatch zur Verfügung stehen, sowie der Möglichkeit selbst ein Game aufzumachen. So richtig begeistern aber können einen die vielen praktischen Kleinigkeiten die man eingebaut hat. So findet man hinter jedem Gamertag die zugehörige Nationalflagge und erkennt auf den ersten Blick ob der Mitspieler der eigenen Sprache mächtig ist. Noch viel praktischer aber ist die Möglichkeit der automatischen Einladung. Übernimmt man selbst die Rolle des Spiele-Hosts, kann man automatisch Einladungen zu dem Game verschicken lassen, die entweder nur die bekannten Besitzer von Carve erreicht, oder an alle in der Freundesliste geht. Das erspart einem das Nachsehen wer eben online ist und das einzelne verschicken der Einladungen. Daneben besteht die Möglichkeit ein Game auf eine Nationalität zu beschränken, z.B. nur deutsche Spieler zuzulassen sowie die zugelassene Motorleistung (Anfänger, Amateur, Profi) sowie die Sprachausgabe zu erzwingen, dass also nur Spieler mit Headset teilnehmen können. Hier hat man also ganze Arbeit geleistet und sich wirklich Gedanken über die Möglichkeiten des Xbox-Netzwerkes gemacht. Nur mit einem Anfänger-Skill darf man sich nicht wundern wenn man kaum Online-Spiele findet, da einem nur die Spiele angezeigt werden an denen man auch teilnehmen kann. Es lohnt sich also doppelt die Offline-Meisterschaft zu absolvieren, schon um möglichst viele Tricks zur Auswahl zu haben.

    Denn auch online dreht sich alles um die gezeigten Tricks die einem erst den erwarteten Geschwindigkeitsschub verleihen. Derweil kommt dort erst das gut gemeinte Team-Feature zum tragen, insofern man auch im Team gestartet ist und ernsthaft zusammenarbeitet. Denn die zwei Teammitglieder arbeiten an einer Punktetabelle und bekommen auch gemeinsam die falsch umfahrenen Bojen berechnet. Dafür gibt es nichts Schöneres als Vorne wegzuziehen während einem der Teamkamerad oder die Teamkameradin den Rücken freihält.

    Zugegeben, ich hatte Anfangs etwas Probleme mit der Tricksteuerung, die kaum innovativ von der Hand geht und das Auswendiglernen der möglichen Tricks verlangt. Zudem werden einem diese nicht in einem Tutorial nähergebracht, sondern wollen umständlich im Options-Menü angelesen und ausprobiert werden. Im Laufe des Spiels aber geht die Tricksteuerung immer leichter von der Hand und nimmt auch die Zahl derer immer weiter zu, so dass eine angenehme Lernkurve entsteht. Diese endet aber ziemlich abrupt wenn wir die zwölf grundlegenden Tricks intus haben und uns eigentlich nur noch die Signaturen der einzelnen Fahrer aneignen müssen, die erst freigeschaltet werden wollen. Hier hätten etwas mehr Tricks nicht geschadet. Auch mit dem Ausbremsfeature hat man es meiner Meinung nach etwas übertrieben, denn ein vor einem fahrender Jetski kann einen fast bis zum Stillstand abbremsen, indem er sich einfach immer direkt vor uns hält. In der Hitze des Gefechts kann einem da schon mal der Hut hochgehen, wenn man einen auf hätte. Ansonsten aber entstehen durch dieses System offline wie online recht spannende Rennen deren Ausgang bis zum Ende nicht vorhersehbar ist. Da spielt auch der Umstand der maximal auszulassenden Bojen eine nicht kleine Rolle. Haben wir nämlich zu viele ausgelassen, werden wir disqualifiziert. Dazu muss man aber wissen, dass jede Strecke wenigstens eine Abkürzung besitzt, die man aber nicht benutzen kann ohne wenigstens eine Boje auszulassen. Man muss sich also ganz genau überlegen ob man die Abkürzungen riskiert oder nicht, da es auch welche gibt die gleich zwei oder drei Bojen umfahren.

    Die gebotene Grafik präsentiert uns bunte Innenstädte ebenso wie weiße Polargebiete, wobei das unterschiedlich verwendete Wasser immer wieder für Staunen sorgt. Finden wir in Europa noch klares Wasser mit weißer Gischt vor, fahren wir am Nordpol durch eine ölverschmierte Brühe welche in allen Regenbogenfarben glänzt. Doch auch bei schlechtem Wetter entsteht ein herrlicher Effekt auf der Wasseroberfläche, wo jeder Tropfen einen Ring zu hinterlassen scheint, trotz der aufgewühlten Oberfläche welche die Umwelt in tausend Farben spiegeln lässt. Doch auch die Charaktere selbst sind nett designt und müssen sich nicht verstecken, einzig die Siegeranimationen wirken etwas unmotiviert.
    Allerdings hat man es meiner Meinung nach mit dem vielen Wasser auf der Kamera etwas übertrieben, was einem mitunter viel von der Sicht nimmt, und zudem werden einem immer gigantisch große Pfeile eingeblendet, damit wir ja nicht vergessen auf welcher Seite wir die kommende Boje zu umfahren haben. Dies ist aber schon nach kurzer Spielzeit unnötig, da man sich dann schon gemerkt hat, dass man an einer roten Boje rechts und an einer gelben links vorbei zu fahren hat. In diesem Augenblick wünscht man sich die Pfeile abschalten zu können.
    Auch technisch hat man ganze Arbeit geleistet und bietet uns einen ebenso ruckelfreien 50 und 60 Hertz-Mode, selbstverständlich, wie wir es von der Xbox gewohnt sind, ohne jegliche Balken. Lediglich die Auswahlmenüs gehen stark auf die Augen, da die gewählte Option jeweils heftigst zu blinken beginnt, so dass man die ohnehin nicht ganz leicht zu lesende Schrift kaum mehr erkennt.

    Die Soundkulisse hält wunderbare Motorsounds bereit, spart nicht mit Flüchen und Sprüchen der Mitfahrer und beschallt uns aus dem Hintergrund mit den unterschiedlichsten Musikstücken. Zugegeben, was die computergesteuerten Fahrer und Fahrerinnen alles von sich geben ist weder wichtig noch verständlich. Ich bin mir aber ziemlich sicher ab und zu einen deutschen Wortfetzen erkannt zu haben, neben so motivierenden Sprüchen wie "Gib Gas" oder "Hast eh keine Chance". Beim Online-Gaming spielt dies sowieso keine Rolle mehr, da man sich dort Hauptsächlich mit seinem Teamkameraden unterhält, um die optimale Strategie zu fahren. Die gewählte Musik kann einem gefallen, muss aber nicht. Wahrscheinlich deswegen hat man die Stilrichtungen breit gestreut, so dass für jeden wenigstens ein Song dabei sein sollte. Schade, dass es nicht möglich ist eigene Soundtracks einzubinden, das wäre das i-Tüpfelchen an dem ansonsten technisch gut umgesetzten Game gewesen.

    Carve (XB)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragend integrierte XBL-Features
    ruckelfreier 50 und 60 Hertz-Mode
    das Teamfeature
    gelungene Grafik
    recht abwechslungsreiche Strecken
    Fahrwasser der Konkurrenten bremst extrem und diese können ganz schön fies sein
    kein eigener Soundtrack möglich
    Tricks müssen auswendig gelernt werden
  • Carve
    Carve
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Argonaut Games Plc. (UK)
    Release
    18.03.2004

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Carve
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http://www.gamezone.de/Carve-Spiel-19768/Tests/Carve-im-Gamezone-Test-989758/
26.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/TV2004032917392600.jpg
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