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  • Castle Strike: Die Burgherren kommen! - Leser-Test von BigJim

    Castle Strike: Die Burgherren kommen!  - Leser-Test von BigJim Ein Vergleich mit den Quasi-Konkurrenten der "Stronghold"-Serie drängt sich auf. Auch wenn der Unterschied auf den ersten Blick nicht sehr gravierend erscheint: Castle Strike ist schnörkelloser, actionlastiger und spielt sich entsprechend. Längst ist das Mittelalter-Spektakel als Budgettitel für den erschwinglichen Preis von 5-10 € erhältlich.

    Castle Strike spielt in der Zeit des 100jährigen Krieges. Es ist die geschichtliche Epoche der grossen Kämpfe Mann gegen Mann, der Belagerungen und der Leibeigenschaften. Als Hauptfigur Thorwald von Rabenhorst gerät der Spieler in den Strudel aus Familienzwistigkeiten, Bevölkerungsarmut, Pest und gnadenlosen Kämpfen. Insgesamt gilt es 27 Missionen zu bestehen. Drei Nationen (Deutsche, Franzosen, Engländer) stehen mit jeweils einer eigenen Kampagne zur Auswahl. Der Schwerpunkt liegt auf dem Einzelspielerpart. Der Mehrspielerteil umfasst die Modi "Deathmatch", "Bergfried erobern" sowie "Burgfräulein entführen".

    Wie gesagt legt Castle Strike sein spielerisches Gewicht auf Kampf. Zwar sammeln Sie auch Ressourcen, aber der wirtschaftliche Teil hat bei weitem nicht den Stellenwert wie beispielsweise in Stronghold oder vergleichbaren Echtzeit-Strategiespielen. Das ist für meine Begriffe auch ganz gut so. Wenn ich in die Ritterrüstung steige, möchte ich Schlachten schlagen und keinen Gedanken an Wirtschaftsimulationen verschwenden müssen. Somit ist Castle Strike frei von überflüssigem Beiwerk. Die gut gemachten Zwischensequenzen und die Handlung bewahren auf der anderen Seite aber gleichzeitig davor, dass dieses Game zur stupiden Zerstörungsorgie wie einst in "Ballerburg" ausartet. Es bleibt immer noch genügend Freiraum zur Erschaffung von Burgen und Dörfern zuzüglich der (Waffen-)Forschung. Der Festungsbau macht besonders Spass. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen, Burgen nach eigenen Vorstellungen errichten.

    Die Erstürmung und Verteidigung der Burgbefestigungen ist das eigentliche Kernelement von Castle Strike. Schwere Katapulte, Geschütze und Belagerungstürme sind hier des Spielers wichtigste Waffen. Unsere Leibeigenen führen selbstständig Reparaturarbeiten aus oder löschen Feuer. Die Truppe hingegen ist von Ihren Befehlen abhängig. Gelegentlich gibts auch Unterstützung von geistlicher Seite: Mönche segnen Ihre Einheiten, damit diese noch kampfkräftiger werden und den Gegner per Rammbock oder Brandpfeil schneller und effektiver ins Jenseits befördern. Auf dem Schlachtfeld verfügt die Truppe über diverse Formationsmöglichkeiten, deren richtiger Einsatz über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Ausserdem besitzt der Spieler Spezialisten unter den Soldaten, die im Alleingang Bomben legen oder unterirdische Tunnel in feindliche Befestigungsanlagen zu graben vermögen.

    Grafisch ist Castle Strike - vergleicht man es mit Referenz-Titeln wie Rome:Total War - leicht unter Durchschnitt. Allerdings ist die Grafik immer noch wesentlich hübscher anzusehen als z.B. im ersten Stronghold. Die Steuerung wird in einem gesonderten Tutorial behandelt und dürfte für Genre-Anhänger rasch zu absolvieren sein. Castle Strike spielt sich mit frei schwenkbarer Kamera und stufenlosem Zoom. Sound und Geräuschkulisse werden einschlägigen Standards gerecht. Die (deutschen) Sprecher machen ihre Arbeit gut. Die Hardwareanforderungen verhalten sich - für Verhältnisse des Jahres 2009 - extrem moderat. Ein Uralt-PC genügt, um die Ritter bei ihren Feldzügen zu begleiten. Nachdem Data Becker diverse Patches veröffentlichte, sind die anfänglichen Schwächen, z.B. bei der künstlichen Intelligenz der Spielfiguren, weitgehend beseitigt.

    Wer Mängel sucht, wird sie zweifellos auch bei Castle Strike finden. Aber das sind Kleinigkeiten, die die Gesamtwertung nicht wesentlich trüben. Entscheidend ist vielmehr der Hinweis, dass es sich hier um ein actionlastiges, auf Burgenkämpfen konzentriertes Spiel handelt. Wer mehr Wert auf Abwechselung und fortschrittlichere Grafik legt, wird natürlich mit aktuelleren Titeln besser beraten sein, obwohl es bis in die Gegenwart hinein nur wenige Konkurrenten gibt. Für reine Kämpfernaturen aber heisst es: "Helm auf, Visier runter - auf nach Castle Strike!"

    (Anmerkung: Dieses Userreview ist die überarbeitete Fassung eines Lesertests von mir, der am 23. Dezember 2004 auf pcgames.de veröffentlicht wurde.)

    Negative Aspekte:
    Kleinere KI-Aussetzer; Missionen ähneln sich sehr stark (Burgen-Strategie).

    Positive Aspekte:
    Akzeptable Grafik; ordentlicher Sound; sehr gute Steuerung; annehmbare Gesamtspielzeit (15-20 Stunden).

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Castle Strike
    Castle Strike
    Publisher
    Data Becker GmbH & Co. KG (DE)
    Developer
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    Release
    01.2004

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Castle Strike
Castle Strike: Die Burgherren kommen! - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Castle-Strike-Spiel-19802/Lesertests/Castle-Strike-Die-Burgherren-kommen-Leser-Test-von-BigJim-1008785/
09.08.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/08/14_1_3_.jpg
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