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  • Castlevania: Portrait of Ruin im Gamezone-Test

    Team-Feature, WiFi-Modus, Multiplayer... reicht das um den Vorgänger noch zu toppen?

    Castlevania ist eine der wenigen Spieleserien, die schon damals auf dem NES ihre ersten Erfolge feiern konnte. Doch durch den Fortschritt der Technik stellte sich natürlich irgendwann die Frage, ob man das gute alte Gameplay nicht in ein modernes 3D-Gewand packen möchte, um up to date zu bleiben und zu zeigen, dass man mit der Zeit geht. Dummerweise haben es die Ableger der Castlevania-Reihe, welche die dritte Dimension betreten haben, bei den Fans sehr schwer gehabt. Der einzigartige Charme des 2D-Gameplays wollte einfach nicht so recht aufkommen. Auf Nintendos DS hat man sich daher schon mit "Dawn of Sorrow" fürs klassische 2D entschieden. Auch der neuste Teil "Portrait of Ruin" baut wieder auf diesen Stil. Die Fans wird's freuen, doch was hat sich im Vergleich zum Vorgänger sonst alles getan?

    Kein Dracula?

    Castlevania: Portrait of Ruin Castlevania: Portrait of Ruin Im Großen und Ganzen dreht es sich bei Castlevania immer um das eine Thema: Dracula! Der Fürst der Finsternis verbreitet Angst und Schrecken und ihr spielt den tapferen Helden und haltet den bösen Vampir-Boss auf. Doch dieses Mal scheint es ein wenig anders zu laufen. Es tobt gerade der Zweite Weltkrieg, denn die Handlung setzt 1944 ein. Das Schloss von Dracula steigt erneut empor, genährt vom Hass und dem Leid unzähliger verlorener Seelen. In der Vergangenheit hat das Teufelsschloss schon häufig Grauen und Zerstörung über die Menschheit gebracht. Der Herr des Hauses scheint dieses Mal aber nicht dahinter zu stecken. Ein anderer Vampir namens Brauner macht sich die gigantische Macht von Draculas Gemäuer zu eigen. Er konzentriert seine Magie in Bildern, die im ganzen Schloss zu finden sind. Nur durch sie wird er verwundbar. Als Vampirjäger Jonathan Morris (ein Verwandter der legendären Belmont-Familie) und Zauberin Charlotte Aulin macht ihr euch gemeinsam auf, um den finsteren Brauner zu vernichten. Ob Dracula da nicht auch noch ein Wörtchen mitzureden hat...?

    Narrenzirkus und Pyramiden - die Welt der Gemälde

    Castlevania: Portrait of Ruin Castlevania: Portrait of Ruin Das Grundprinzip von "Portrait of Ruin" deckt sich mit dem von "Dawn of Sorrow". Ihr betretet das Schloss von Dracula um das Böse zu vertreiben und die Gefahr abzuwenden. Dazu werden sämtliche Räume erkundet. Doch es gibt da einen ganz wesentlichen Unterschied zum Vorgänger. Da Brauner nur durch seine Gemälde verwundbar ist, müssen genau diese zunächst gefunden werden. Steht ihr schließlich vor einem der Bilder, dient es als Portal und befördert euch in die kranke Welt des mysteriösen Vampirs. So verschlägt es euch beispielsweise in ägyptische Landschafen. Im Inneren einer Pyramide werden Mumien, Sphinx und andere Kreaturen bezwungen, die glatt aus dem Bekanntenkreis von Tutenchamun stammen könnten. Etwas ungewöhnlich für ein Castlevania und ein ziemlich harter Übergang vom finsteren Schloss in die Welt der Pharaonen. Noch extremer wird es jedoch, wenn ihr das Gemälde zur Zirkuswelt entdeckt habt. Hier werfen skurrile Akrobaten-Dämonen mit Karten nach euch, tänzeln über das Drahtseil oder laufen die Wände entlang. Die komplette Zirkuswelt trotzt nämlich den physikalischen Gesetzen. Hier ein schräges Haus, da ein verdrehter Gang. Alles scheint durcheinander zu sein.

    Castlevania: Portrait of Ruin Castlevania: Portrait of Ruin An sich ist die Idee mit den Bildern sehr gut, aber viele dieser "Außenwelten" fügen sich nur schwer in das Gesamtbild des Spiels ein. Einerseits lockern sie den Stil etwas auf und sorgen für frischen Wind, aber andererseits stören sie das beklemmende und knisternd spannende Ambiente, was Castlevania so sehr ausmacht. Es ist falsch zu sagen, dass die Entwickler keine Kreativität zeigen sollen, aber hier hat man es vielleicht ein wenig zu gut gemeint. Die Gemälde-Welten sind leider auch nicht ganz so gut inszeniert und durchdacht wie der Rest des Schlosses. Das hätte man etwas besser aufeinander abstimmen sollen.

    Teamplay

    Castlevania: Portrait of Ruin Castlevania: Portrait of Ruin Ein weiterer markanter Unterschied ergibt sich durch die Heldenbesetzung. Man schickt nicht mehr den coolen Soma Cruz ins Rennen, sondern kehrt zu den Wurzeln der Serie zurück und lässt einen Verwandten der legendären Belmonts auf die Meute des Grauens los. Jonathan Morris ist gerademal 18 Jahre jung. Er bekommt aber tatkräftige Unterstützung von der taffen Charlotte Aulin. Sie ist sogar noch zwei Jahre jünger als Jonathan, sehr intelligent, rational und mächtig was Magie und Zauberei angeht. Die beiden ergänzen sich also perfekt. Im Spiel selbst ist es aber ein wenig anders. Es darf immer nur einer der beiden aktiv gesteuert werden. Während ihr also mit Jonathan Vampire killt, ist Charlotte nicht einmal im Bild. Man kann sie jedoch herbeirufen. Sie wird dann automatisch gesteuert. Es ist jederzeit möglich sie wieder wegzuschicken oder in ihre Haut zu schlüpfen und sie selbst zu steuern, während Jonathan automatisch agiert. Aufgrund seiner Stärke im Kampf, werdet ihr vermutlich meist als Jonathan spielen und Charlotte ab und an um Unterstützung bitten. Sie hat daher eher eine untergeordnete Funktion. Ohne sie wäre eure Mission aber trotz allem erfolglos. Hier und da kommt es vor, dass ihr auf den Partner angewiesen seid. Ob schwere Gegenstände, die einer alleine nicht verschieben kann oder der Sprung von den Schultern um höher gelegene Plattformen zu erreichen - zwei Helden sind immer besser als einer. Man hat sich wirklich einfallsreich gezeigt, denn das Teamplay funktioniert kinderleicht und ist gut durchdacht. Leider kommt es aber nur am Rande zum Einsatz. Viel zu selten beruht ein Rätsel auch wirklich darauf, dass ihr beide Charaktere geschickt miteinander kombinieren müsst. Meistens reicht es eine neu erworbene Fähigkeit (wie etwa den Doppelsprung oder Slide) einzusetzen, um neue Ebenen im Schloss zu erreichen.

    Castlevania: Portrait of Ruin Castlevania: Portrait of Ruin Dennoch profitiert man von der weiblichen Unterstützung. Gerade bei den saftigen Bossfights kommt ihre helfende Hand sehr gelegen. Im Kampf gegen eine verführerische Pharaonenbraut lässt sich Jonathan durch eine fiese Attacke der lasziven Ägypterin den Kopf verdrehen und zum Bösen bekehren. Spielt ihr aber mit Charlotte, so hat dieser Angriff keinerlei Effekt. Überdies lassen sich zu zweit ganz besondere Kräfte freisetzen. Mit wirkungsvollen Teamattacken beschwört ihr ganze Vulkane, hackt gemeinsam blitzschnell auf den Feind ein oder lasst kraftvolle Blitze kreisen. Dieses Feature ist echt gelungen und unheimlich praktisch. Selbstverständlich verbraucht ein solcher Angriff aber eine ordentliche Menge magischer Energie. Doch keine Sorge, diese füllt sich auch in "Portrait of Ruin" wieder von alleine auf, wenn auch langsam.

    Castlevania: Portrait of Ruin Castlevania: Portrait of Ruin Durch Herzchen, die überall zu finden sind, kann das ein wenig beschleunigt werden oder durch den Einsatz gewisser Tränke. Diese dürfen bei einem handelstüchtigen Mönch erworben werden. Er bietet aber auch Waffen, Rüstungen und andere nützliche Goodies an, die euer Abenteuer ein wenig erleichtern sollten. Mit jedem besiegten Gegner gibt es zwar Erfahrungspunkte und die Eigenschaften steigen mit jedem Level, doch nur durch Rüstungen und andere Accessoires könnt ihr aktiven Einfluss auf die Fertigkeiten eurer Helden nehmen. Ob Charlotte lieber im Angriff oder in ihrer Magie gestärkt wird, hängt schließlich zu gewissem Anteil auch von der Wahl ihrer Garderobe ab. Für Jonathan gilt das natürlich ebenso. Ähnlich wie der handelnde Mönch versorgt euch auch der rastlose Geist "Wind" mit nützlichen Gegenständen. Er ist sehr großzügig und lässt sogar manchmal mächtige Zauber für euch springen. Bei ihm habt ihr es aber nicht so leicht. Von Gold hält er nicht viel, also schickt er euch lieber auf kleine Missionen, die ihr für ihn erfüllen sollt. Sobald ihr diese Sidequests erfolgreich abgeschlossen habt und wieder zu ihm zurückgekehrt seid, bekommt ihr die Belohnung. Ein nettes Feature.

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Castlevania: Portrait of Ruin
Castlevania: Portrait of Ruin im Gamezone-Test
Team-Feature, WiFi-Modus, Multiplayer... reicht das um den Vorgänger noch zu toppen?
http://www.gamezone.de/Castlevania-Portrait-of-Ruin-Spiel-19824/Tests/Castlevania-Portrait-of-Ruin-im-Gamezone-Test-991163/
16.02.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/02/P09_2_dual.jpg
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