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  • Castlevania: Symphony of the Night im Gamezone-Test

    Ein Klassiker den sich kein Xbox 360 Spieler mit Retro-Allüren entgehen lassen sollte.

    Wow!, das Lineup an Xbox Live Arcade-Spielen, mit dem Microsoft und Lizenznehmer die Palette in den letzten Wochen aufgestockt haben, ist schon bemerkenswert. Erst der abgefahrene 2D-Shooter "Alien Hominid", gefolgt vom Multiplayer Spaß "Worms", und dann noch der "Hero Turtles" Arcade Automat von 1989, den wir in Deutschland hoffentlich nachgeliefert bekommen - das nennt man doch mal ein qualitativ hochwertiges Angebot mit tonnenweise Spielspaß für wenig Geld. Der echte Knaller im Arcade Monat März war aber eindeutig "Castlevania: Symphony of the Night". Gerade mal 800 Microsoft-Points kostet euch dieses ausgewachsene und ausgesprochen unterhaltsame 2D Action Adventure aus dem Jahr 1997.

    Castlevania: Symphony of the Night Castlevania: Symphony of the Night Castlevania aus dem Hause Konami ist eine dieser Serien, die einfach nicht totzukriegen sind. Seit dem Automatenoriginal aus den achtziger Jahren sind unzählige Fortsetzungen erschienen, die sich inhaltlich eigentlich kaum vom ursprünglichen Spiel unterscheiden: Ein wackerer Held macht sich auf, um Graf Draculas Schloss zu säubern und dem alten Blutsauger mal ordentlich die Meinung zu geigen, auf das dieser die nächsten hundert Jahre die nachbarschaftliche Idylle Transilvaniens in Frieden lasse. Traditionell kommt ein solcher Held aus der Belmont Familie und hat sich auf der im Jump and Run Genre angesiedelten Kammerjäger-Tour die Peitsche zum liebsten Werkzeug auserkoren. In "Castlevania: Symphony of the Night", das einst für Sony Playstation (und in Japan in leicht abgewandelter Form für Sega Saturn) erschien, sollte jedoch alles anders werden, denn nicht nur der Held war diesmal ein anderer. Erstmals nach dem unter manchen Fans geächteten zweiten teil, "Simon's Quest", bereicherte Konami das damals mehr als zehn Jahre alte, ausgebrannte Spielsystem mit RPG-Elementen und setzte damit den Grundstein für eine neue Castlevania Reihe, die sich heute vor allem auf den Nintendo Handhelds einer großen Popularität erfreut. "Castlevania: Symphony of the Night" war nicht nur ein Highlight der 32-Bit Ära, sondern auch eines der besten Konsolen-Castlevanias, die es je gab, und ist nun endlich im Xbox Live Arcade Angebot zum Download verfügbar.

    Blutsauger Saga

    Castlevania: Symphony of the Night Castlevania: Symphony of the Night Die Geschichte von "Symphony of the Night" spielt in Transilvanien im Jahre 1797. In einer spielbaren Rückblende zum Finale von "Castlevania X- Rondo of Blood" erfahren wir, wie Vampirjäger Richter Belmont den finsteren Dracula zur Strecke bringt und das Schloss des Grafen zu Staub zerfällt. Obwohl der Herr der Vampire der Legende nach nur ein mal in 100 Jahren wiederkommt, dauert es diesmal aber nur fünf Jahre, bis das Schloss Draculas erneut aus dem Nichts auftaucht und zu allem Übel auch der Vampirjäger Richter Belmont auf mysteriöse Weise verschwindet. Niemand kann sich die Umstände erklären, auch nicht Maria, Richters Stiefschwester, die mit der Suche nach ihrem Bruder beginnt. Doch die Rettung naht schon bald in Form des imposanten Sohn Draculas, mit dem einfallsreichen Namen Alucard (Dracula rückwärts). Dieser hat sich, wie Castlevania Experten durch den dritten Teil der Serie wissen, gegen seinen Vater gewendet und half einst dem Belmont Clan, den bösen Grafen zu besiegen. Gewillt den Vorgängen auf den Grund zu gehen, macht sich Alucard auf den Weg in die obersten Gemächer der Vampir Residenz, doch Gevatter Tod, der nicht gerne sieht, dass der Sohn seines Meisters gegen ihn arbeitet, entwaffnet ihn prompt, worauf dieser stark geschwächt wird. Hier beginnt das eigentliche Spiel. Springend und schwertschwingend gilt es nun, mit Alucard das Schloss zu erkunden und das Rätsel seines plötzlichen Erscheinens zu lösen.

    Ein wahrer Klassiker

    Castlevania: Symphony of the Night Castlevania: Symphony of the Night Nach alter Castlevania Tradition geht es in SotN recht hüpflastig zu und auch die Steuerung ist sehr Jump and Run typisch. In flotter, aber auf Grund des Alters etwas grob aufgelöster 2D Grafik, bewegt ihr also euer Heldensprite mit einfachen Tastenkommandos durch die Gemäuer des Schlosses, die allerhand Plattformen, Fallen und gegnerische Monster beherbergen. Schlürfende Zombies, fliegende Medusa-Köpfe, axtschwingende Ritter und andere finstere Ungeheuer haltet ihr euch diemsmal aber vornehmlich mit dem Schwert vom Leib, denn die Peitsche bleibt denn Belmonts vorbehalten. Alternativ greift ihr zwar noch auf eine Anzahl Zaubersprüche zurück, die durch Streetfighter-ähnliche Buttonfolgen ausgelöst werden, doch wurden ansonsten die typischen Castlevania Merkmale im grundsätzlichen Gameplay beibehalten. So kann Alucard z.B. Spezialwaffen wie eine Axt, ein Messer oder Weihwasserflaschen werfen, was ihn jedoch eine gewisse Anzahl Herzen kostet, die er erst beim Zerschlagen von Kerzen zurückerhält.

    Trotz der grundsätzlichen Jump and Run Mechanik hat sich Symphony of the Night im Vergleich zu seinen 8 und 16-Bit Vorgängern inhaltlich merklich in Richtung Action Adventure gedreht und weist in seiner Struktur starke Parallelen zu Nintendos "Super Metroid" auf. Die Areale des Schlosses sind also nicht in abgeschlossene Level unterteilt, sondern frei erkundbar, werden jedoch hin und wieder durch magische Siegel oder andere Hindernisse versperrt. Abhilfe dagegen schaffen Items, die euch zu einem Doppelsprung verhelfen und versiegelte Türen öffnen, oder es Alucard erlauben, sich zeitweise in einen Wolf, eine Fledermaus oder eine Nebelwolke zu verwandeln. Einige davon findet ihr in den Unzähligen Kammern des Schlosses, andere müssen hingegen beim Bibliothekar gegen bare Münze eingekauft werden. Dazu gesellen sich nun noch einige RPG-Elemente, die bis 1997 sehr untypisch für die Serie waren. Während ihr ständig nach besseren Waffen und Rüstungen Ausschau haltet, mit denen ihr über das RPG-typische Inventarsystem beide Hände des Helden sowie Kopf und Körper separat ausstatten könnt, geben euch z.B. allerhand Statistiken Auskunft über eure Fähigkeiten und Attribute, während Erfahrungspunkte den Aufstieg eures Charakters indizieren. Der ein oder andere (manchmal Bildschirmfüllende) Obermotz steht euch im Laufe des Spiels natürlich auch im Weg, was euch dazu zwingt, jede Menge Behälter zu finden, welche die Anzahl eurer maximalen Hitpoints und Herzen erhöhen.

    Besonders hilfreich und zugleich putzig sind zudem die Begleiter, die man finden kann. Auf Wunsch helfen euch nämlich eine kleine Fee, ein Teufelchen, ein gigantisches Schwert, ein Totenschädel oder eine Fledermaus beim Kampf bzw. nehmen euch den manuellen Einsatz von Heiltränken ab. Um auch wirklich kampftauglich zu sein, müssen diese Sidekicks aber ebenfalls über Kampferfahrung aufgelevelt werden, was die optionale Spielzeit angenehm verlängert. Apropos Spielzeit: Um die ausgedehnte Suche im Schloss nicht an einem Stück bewältigen zu müssen, könnt ihr euren Spielstand an bestimmten Stellen speichern (in einem Sarg, wo sonst...) und größere Laufwege durch Schlüsselförmige Warp-Portale abkürzen.

    Spielspaß Sinfonie

    Castlevania: Symphony of the Night Castlevania: Symphony of the Night Der kreative Rundumschlag, den Konami 1997 bei "Symphony of the Night" vollzog, gab dem Vampirjäger Thema spielerisch wie inhaltlich endlich den verdienten Tiefgang, und so spielt sich das 2D Action Adventure auch nach zehn Jahren noch immer ausgezeichnet. Die ausgiebige Suche nach brauchbaren Items, das Erforschen des riesigen Schlosses und Finden geheimer Wege, sowie die durch Gespräche mit Freunden und Fremden umrissene Geschichte machen aus diesem Castlevania ein beinahe zeitloses Stück Software. Vor allem das tolle Grusel-Ambiente weiß zu überzeugen, das trotz der recht farbenfrohen Grafik gut rüberkommt. Dazu tragen vor allem die Charakterdesgns von Ayami Kojima und auch die sehr melodiöse Musikbegleitung von Michiru Yamane eine erhebliche Portion bei, die zu jeder Zeit die richtige Stimmung erzeugt und verspielt zwischen Gothic-Rock, Pop und symphonischen Klängen wechselt. Gut, die hölzern eingesprochenen Dialoge der Protagonisten sowie die zum Teil grobschlächtigen 3D Hintergründe und manchmal etwas altbackenen Soundeffekte geben durchaus die Herkunft bzw. das Alter des Titels preis, doch dies verzeiht man dem Spiel gerne, denn es ist nie zu schwer und bietet doch eine angenehme Herausforderung. Stunde um Stunde werdet ihr euch gebannt durch die verschachtelt zugänglichen und phantasievoll gestalteten Stockwerke des Schlosses kämpfen, und irgendwann feststellen, dass der vermeintliche Endgegner gar nicht der wirkliche Drahtzieher hinter dem Mysterium um Draculas Schloss ist, sondern das Spiel noch viel weiter geht. Mehr wollen wir euch dazu nicht verraten, denn wer "Symphony of the Night" noch nicht kennt, erlebt hier eine positive Überraschung.

  • Castlevania: Symphony of the Night
    Castlevania: Symphony of the Night
    Developer
    Konami
    Release
    1. Quartal 2007
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Castlevania: Symphony of the Night
Castlevania: Symphony of the Night im Gamezone-Test
Ein Klassiker den sich kein Xbox 360 Spieler mit Retro-Allüren entgehen lassen sollte.
http://www.gamezone.de/Castlevania-Symphony-of-the-Night-Spiel-19826/Tests/Castlevania-Symphony-of-the-Night-im-Gamezone-Test-991239/
10.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/C360-1.jpg
tests