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  • Castlevania: The Dracula X Chronicles im Gamezone-Test

    Ein aufpoliertes Remake von "Rondo of Blood", mit "Symphony of the Night" als Bonus.

    Die Horrorgestalt Dracula ist schon seit Ewigkeiten ein sehr beliebtes Thema. Egal ob in Filmen, Videogames oder aktuell zum Karneval. Er scheint wirklich unsterblich zu sein. Auch bei Konamis Dracula-Serie "Castlevania" dreht es sich stets um den Fürsten der Finsternis. Bereits der Name des neusten Ablegers verdeutlicht, dass es auch dieses Mal nicht anders ist. "Castlevania: Dracula X Chronicles" ist aber keine gewöhnliche Fortsetzung der Serie, sondern eine aufgepeppte Variante von "Castlevania: Rondo of Blood" das 1993 für die PC Engine erschienen ist - jedoch nicht hierzulande. Amerika und Europa wurden damals leider ausgelassen, doch heute kann das jeder PSP-Besitzer nachholen. Inwiefern sich das Remake vom Original unterscheidet und ob die Umsetzung gelungen ist, haben wir in den düsteren Gemäuern des Vampirschlosses erkundschaftet.

    Dracula lebt!

    Castlevania: The Dracula X Chronicles Castlevania: The Dracula X Chronicles Und wieder einmal ist der Fürst der Finsternis zu neuem Leben erweckt worden. Durch das Blutopfer eines Menschen ist nach Jahren des Friedens wieder eine Zeit der Furcht angebrochen. Nun haust Dracula wieder in seinem mächtigen Schloss "Castlevania". Vampirkiller Richter Belmont und die spirituelle Maria Renard machen sich auf den Weg, um dem Schrecken ein Ende zu setzen. Soviel zur Story, denn eigentlich ist die Handlung vollkommen belanglos. Im Kern sagt diese nur aus: Dracula ist böse, er ist wieder zurück, kümmert euch drum! Nach einer hübschen Intro-Sequenz mit deutscher Sprachausgabe, wird der Rest der Geschichte durch kurze und seltene Videos erzählt. Diese werden meist dann gezeigt, wenn ihr auf einen Bossgegner trefft. Leider ist die Sprachausgabe nach dem deutschen Intro jedoch komplett in Englisch, die Texte sind aber in Deutsch gehalten.

    "Nur" ein simples Remake?

    Castlevania: The Dracula X Chronicles Castlevania: The Dracula X Chronicles Mit "Castlevania: Dracula X Chronicles" wird allen PSP-Besitzern ein astreines Remake des Klassikers "Rondo of Blood" aus dem Jahre 1993 geboten. Völlig klar, dass die Grafik damals noch nicht so ausgesehen hat und auch der Sound sehr viel einfacher gestrickt war als heute, aber das Spiel an sich ist identisch mit dem Original - die Levels, die Handlung, die Charaktere und Monster. Man hat nur ein wenig an der Technik gefeilt. Das klingt nicht gerade nach einer Innovationsbombe, aber da "Rondo of Blood" nie in Deutschland oder Amerika erschienen ist, hat diese Umsetzung auf jeden Fall ihre Berechtigung. So kommt man zum ersten Mal in den Genuss dieses Titels. Fans von Retro-Kost dürfen sich über das gänzlich unberührte Original freuen, das es ebenfalls auf die UMD geschafft hat. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es den Nachfolger "Symphony of the Night" gleich auch noch obendrauf. Das dürfte vielen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, gilt dieser Teil doch als einer der besten oder gar als der beste der ganzen Serie. Man muss allerdings etwas dafür tun und die beiden Retro-Games erst einmal mühsam freispielen. Aus unerklärlichen Gründen hat man die zwei Extra-Spiele ziemlich kompliziert versteckt, sodass man sie nicht unbedingt auf Anhieb finden wird. Schade dass sie nicht gleich zu Beginn zur Verfügung stehen, aber mit den richtigen Informationsquellen und ein wenig Mühe ist es auf jeden Fall machbar.

    Schwierigkeitsgrad aus der Hölle und altbackene Steuerung

    Castlevania: The Dracula X Chronicles Castlevania: The Dracula X Chronicles Es gibt so manche Spiele, die man mal eben in ein paar Stunden durchgespielt hat und nie wirklich gefordert wurde. Das ist ärgerlich, denn man möchte schließlich eine Herausforderung erleben und keinen Spaziergang. Eines ist sicher - von einem Spaziergang ist "Castlevania: Dracula X Chronicles" meilenweit entfernt! Allerdings fast schon wieder zu weit, denn es ist teilweise wirklich höllisch schwer. Nicht selten kommt es vor, dass man die PSP am liebsten an die nächste Wand klatschen würde. Es gibt gleich mehrere Gründe, die einem hier und da ein wenig den Spaß verderben. Zum einen ist es der Schwierigkeitsgrad an sich, der wirklich hoch angesiedelt ist. Man muss immer gleich auf mehrere Gegner achten. Da kommt ein Totenkopf von unten angeschwebt, hier springt einem ein Skelett entgegen und gleichzeitig wird man von weitem noch unter Beschuss genommen. Man muss sich sehr konzentrieren und jede Bewegung überlegt ausführen, wenn man keine Treffer einstecken will.

    Castlevania: The Dracula X Chronicles Castlevania: The Dracula X Chronicles Das ist ja noch zu verschmerzen, aber wenn man ohne eigenes Verschulden ein Leben verliert, dann kann das wirklich nerven. Wie das passieren kann? Da es sich um eine Umsetzung eines Klassikers aus dem Jahre 1993 handelt und an der Spielmechanik nichts geändert wurde, gibt es leider einige angestaubte "Features". Eines davon ist die durchlässige Treppe. Wenn man bei einer solchen nicht das Steuerkreuz nach oben oder unten drückt, dann fällt man einfach durch sie hindurch, als wäre sie gar nicht da. Ist man von Gegnern umringt und möchte schnell auf die Treppe flüchten, dann kann das in stressigen Momenten wirklich zum Verhängnis werden. Doch nicht genug! Befindet man sich in der Nähe einer Treppe und möchte einem Gegner oder Geschoss durch Ducken ausweichen, so betritt man die ersten Stufen, anstelle in Deckung zu gehen und wird verletzt. Es gibt aber noch mehr dieser angestaubten "Anti-Features". Wenn man durch Gegner oder andere Dinge, wie etwa rotierende Klingen, getroffen wird, so schlägt es einen häufig durch den Stoß ein Stückchen zurück. Besonders ungeschickt ist das dann, wenn man direkt vor einem Abgrund steht oder einer Treppe, durch die man hindurchfällt, um nicht selten ebenfalls im Abgrund zu landen. Die Möglichkeiten seine Peitsche zu benutzen, sind ebenfalls sehr eingeschränkt. Man kann damit nur geradeaus schlagen, nach unten oder oben ist nicht möglich. Auch das Springen an sich ist etwas gewöhnungsbedürftig, da dies sehr schwerfällig von statten geht. Die Steuerung ist damit fast auf dem Stand von damals, mit all ihren Schwächen. Das hätte man besser auf die heutigen Standards anpassen sollen, denn auch ohne diese Probleme ist das Spiel fordernd genug.

    Spielmechanik und Technik

    Castlevania: The Dracula X Chronicles Castlevania: The Dracula X Chronicles Wie bereits erwähnt, wurde nichts an der Spielmechanik verändert. Man durchstreift die gleichen Levels wie in "Rondo of Blood" und auch sonst gibt es keine weltbewegende neue Feature. Das bedeutet, dass man stets in Seitenansicht von links nach rechts oder auch mal von rechts nach links läuft und mit seiner Peitsche Monster niederstreckt. Hier und da findet man eine Zweitwaffe, wie etwa eine Axt, Messer, Weihwasser oder dergleichen. Am Ende des Levels trifft man auf einen Endgegner, den man in einem harten Kampf besiegt. Unterwegs gibt es ab und zu zwei Möglichkeiten, auf die das Abenteuer fortgesetzt werden kann. Je nachdem, für welchen Weg man sich entscheidet, trifft man auf andere Endgegner und lernt unterschiedliche Abschnitte des Levels kennen. Das steigert die Motivation, es mindestens zweimal durchzuspielen.

    Castlevania: The Dracula X Chronicles Castlevania: The Dracula X Chronicles Während man auf die alte Spielmechanik setzt, hat man sich bei der Technik jedoch für eine Runderneuerung entschieden. Den altbackenen Texturen, Hintergründen, Soundeffekten und Musikstücken sind detailreiche Levels mit tollen 3D-Effekten und klangvolle neuen Melodien gewichen. Die englische Sprachausgabe ist ebenfalls interessant, gehört aber nicht zum Besten, was man auf der PSP bisher gehört hat. Optisch ist seit "Rondo of Blood" natürlich viel passiert, aber gemessen an den grafischen Hochkarätern, wie etwa "Silent Hill Origins", sieht die Castlevania-Umsetzung nicht mehr ganz so beeindruckend aus. Aber keine Sorge, zum oberen Durchschnitt lässt sie sich locker zählen.

    Castlevania: The Dracula X Chronicles (PSP)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Forderndes Spiel (hier und da vielleicht ein bisschen zu sehr)
    schöne neue Grafik und Musikabmischung
    alternative Wege
    packende Bossfights
    zwei spielbare Charaktere (nachdem es einmal durchgespielt wurde)
    das originale "Rondo of Blood" und "Symphony of the Night" als Bonus obendrauf
    Durchlässige Treppen sind von vorgestern und nerven
    Rückschläge bei Treffern stören ebenso (dadurch noch härterer Schwierigkeitsgrad)
    Steuerung sehr eingeschränkt und etwas hakelig
    belanglose und simple Story
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Castlevania: The Dracula X Chronicles
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http://www.gamezone.de/Castlevania-The-Dracula-X-Chronicles-Spiel-19828/Tests/Castlevania-The-Dracula-X-Chronicles-im-Gamezone-Test-991651/
11.02.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/02/screen4_large_18_.jpg
tests