Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Catwoman im Gamezone-Test

    Mit Catwoman kredenzt uns Argonaut das mieseste aller Superheldenspiele des laufenden Jahres.

    Die schönste Katze die je einen Müllaward bekam

    Immer dann, wenn man meint die Geister von gestern besiegt zu haben, kommt irgendein Entwickler daher und beweist uns, dass man auch heutzutage nicht vor schlechten Spielen gefeit ist. Dieses mal hat es Argonaut erwischt, die in der knappen Entwicklungszeit von nur acht Monaten ein Spiel auf die Beine stellten welches optisch gar nicht mal schlecht aussieht, ansonsten aber ein Musterbeispiel für ein misslungenes Gameplay gepaart mit der schlimmsten Steuerung die man sich vorstellen kann darstellt.

    Begrüßt werden wir von der Sprachauswahl, die bei jedem Spielstart von neuem getroffen werden muss, auch wenn wir bereits einen Spielstand angelegt haben. Wäre ja zuviel verlangt gewesen, würde sich das Game dies einfach merken. Doch ist das erst das erste Ärgernis, welches uns im Abenteuer mit Catwoman begegnet. Allen voran die Steuerung, die es uns erlaubt Tastatur und Maus ebenso zu benutzen wie ein Gamepad, welches auch gleich vorbelegt ist, und zwar genauso unglücklich wie bei den Konsolenversionen. Zusätzlich gibt sich Catwoman auf dem PC wesentlich zickiger als auf den Konsolen. Denn es stellt bereits ein Problem dar sie eine Mauer hinauflaufen zu lassen, dafür sind meist mehrere Versuche in verschiedenen Winkeln nötig bis sie endlich begreift was selbstverständlich wäre. Noch viel übler aber viel die Sprungmechanik aus, die einen schon auf den Konsolen den Hut hochgehen lies, auf dem PC aber schlicht misslungen ist. Denn Abgründe die sie eigentlich mit einem Sprung überbrücken kann, sind ihr auf dem PC plötzlich zu weit, was zu noch mehr Abstürzen führt als einem lieb sein kann.
    Nur gut, dass sie wenigstens sofort losschlägt wenn wir ihr den Befehl dazu geben, auch wenn sie das dann oft nicht in die gewünschte Richtung macht. Den Abenteurern unter euch empfehlen wir mal Catwoman mit der Tastatur zu spielen, wobei es für jede einzelne Schlagrichtung eine einzelne Taste gibt. Was für ein Einfall! Muss man dann zusätzlich noch den Katzenblick aktivieren um die unsichtbaren Spuren zu sehen, ruhen die Finger auf mehreren Tasten gleichzeitig bis wir beim nächsten Absturz die Möglichkeit erhalten sie wieder zu entknoten.
    In einem Satz zusammengefasst: Die ohnehin schon grottige Steuerung fiel auf dem PC noch ein Stück schlechter aus und verdirbt einem den letzten Funken Spielspaß.

    Zwischen den mehr als übertriebenen Sprungeinlagen, die meiste Zeit im Spiel verbringt man mit ihnen, darf man auch ab und zu die bösen Jungs verdreschen. Leider ist auch das Kampfsystem so undurchdacht wie der ganze Rest des Spiels. Eine normale Schlagtaste gibt es nämlich nicht, stattdessen drücken wir den rechten Stick in die gewünschte Schlagrichtung oder eben eine der vier dafür reservierten Tasten, woraufhin Catwoman ihre wenigen Schläge ausführt. Die werden zwar im Laufe des Spiels etwas mehr, die Kämpfe spannender machen sie trotzdem nicht, denn es genügt durch die Bank einfach etwas mit dem Stick zu wedeln, schon fallen die bösen Buben um wie das Bambusrohr im Wind. Meist jedoch sehen wir überhaupt nicht wo Catwoman hinschlägt, denn die Kameraführung fiel genauso grottig aus wie die Steuerung und das Leveldesign. Derweil könnte man beim Lesen der Anleitung noch meinen, dass man die Kamera selbst steuern kann. In Wirklichkeit aber sitzt die Kamera immer an den fest vorgegebenen Positionen und wir können sie nur sehr begrenzt etwas nach links oder rechts schwenken. Wären die Kamerapositionen wenigstens vernünftig ausgewählt und würden sie nicht ständig die ganze Welt drehen, könnte man damit sicher leben, aber in diesem Game zeigt die Kamera gerne irgendwelche Bildausschnitte die ungünstiger nicht mehr sein können. So positioniert sie sich ausgerechnet vor ein Rohr während wir die dahinterliegende Mauer erklimmen müssen, schaut um die Ecke um die sie gar nicht schauen kann oder dreht sich in einem engen Hof ständig um die eigene Achse, bis dem Spieler übel wird. Klar, dass sich auch fleißig die Steuerung mitdreht, so dass ein vernünftiges Agieren nicht mehr möglich ist.

    Derweil hätte Catwoman so ein schönes Spiel werden können, denn optisch gibt es wirklich was her und besonders Catwoman selbst sieht mehr als gut aus. Auch ihre Animationen sind herrlich gelungen und die Übergänge zwischen den einzelnen Bewegungen laufen absolut flüssig ab. Von dem Umstand abgesehen, dass der Bewegungsspielraum mehr als eingeschränkt ist, sieht es auch sehr mitreißend aus wie sie sich durch die Lüfte schwingt und ihre Peitsche benutzt.
    Die Level selbst wirken wie kurz nach einem Regenschauer, alles scheint feucht und glitschig zu sein. Allerdings schwankt die grafische Qualität dieser recht stark. So sehen manche Fassaden mehr als echt aus, um uns davor - nur um ein Beispiel zu nennen - ein Autowrack zu präsentieren welches direkt der PSOne entsprungen sein könnte. Dieser Umstand zieht sich durch das gesamte Game, welches uns neben wirklich schönen Lichtblicken immer wieder Ausreißer präsentiert die man kaum glauben kann. Egal ob das undefinierbare Betonblöcke sind, denen man offensichtlich nur eine einfarbige Textur spendierte, oder die genannten Autos, die wohl nur aus zwanzig Polygonen bestehen, immer wieder bekommt man gezeigt, dass der Titel offensichtlich noch nicht fertig ist.
    Trotzdem hat die Zeit gereicht um eine Catwoman-Peepshow einzubauen, die spielerisch genauso unnötig ist wie das Game selbst. Lassen wir nämlich im Spiel für eine Minute das Gamepad in Ruhe, beginnt ein eigens erstelltes Video in dem wir sie beobachten können, wie sie sich vor unseren Augen räkelt und präsentiert, gerade so als würde sie darauf warten dafür auch noch bezahlt zu werden.

    Die Soundkulisse bietet uns die erwartet amerikanische Superheldenmusik, die uns meist mit ziemlich belanglosen Melodien beschallt, die auch im "Emergency Room" gut aufgehoben wären, oder jeden beliebigen anderen US TV-Serie. So kommt es des öfteren vor, dass wir uns ziemlich im Stillen bewegen, denn die Umwelt gibt nur selten irgendwelche Geräusche von sich und den eingestreuten Cutscenes fehlt mitunter schlicht die Tonuntermalung. Auch etwas seltsam ist die Spracharmut im gesamten Spiel, nur selten sagen die Protagonisten etwas, und wenn ist es meist nur ziemlich unwichtiger Blödsinn. Also auch an diesem Punkt ist das Game noch mehr als unfertig.

    Zu guter letzt ist auch der Umfang des Spiels nicht gerade berauschend ausgefallen, denn länger wie zehn Stunden wird man kaum benötigen um die gebotenen sechs Kapitel durchzuspielen. Da helfen auch die freischaltbaren Goodies wenig, wie das Comicbook oder die Spezialmoves die man sich mit den eingesammelten Diamanten kaufen kann.

    Catwoman (PC)

    Singleplayer
    5,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    3/10
    Gameplay
    4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Catwoman sieht wirklich gut aus
    Unmögliche Steuerung
    Trial & Error-Leveldesign
    supereinfaches Kampfsystem
    mit knapp zehn Stunden eher geringer Umfang
    keinerlei Wiederspielwert
    schlicht noch nicht fertiggestellt
  • Catwoman
    Catwoman
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Argonaut Games Plc. (UK)
    Release
    11.08.2004

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989974
Catwoman
Catwoman im Gamezone-Test
Mit Catwoman kredenzt uns Argonaut das mieseste aller Superheldenspiele des laufenden Jahres.
http://www.gamezone.de/Catwoman-Spiel-19848/Tests/Catwoman-im-Gamezone-Test-989974/
12.08.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/09/1_Gut_1_.jpg
tests