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  • CellFactor: Psychokinetic Wars im Gamezone-Test

    Die Motivation sinkt relativ schnell und der fade Beigeschmack einer Unreal Tournament Kopie mag einfach nicht verschwinden.

    Mit Cellfactor: Psychokinetic Wars schickt Ubisoft in diesem Sommer einen First-Person-Shooter in den Xbox Live Marktplatz und das Playstation Network, der keine Story bietet, kaum Neuheiten mit sich bringt und trotzdem bei Laune halten kann - vorausgesetzt, man kann auch mit der Marke Unreal Tournament etwas anfangen.

    Ist man erst einmal im Hauptmenü angelangt, wird einem schnell klar, worauf dieser Titel abzielt: Auf den Multiplayer. Eine Möglichkeit, seinen eigenen Charakter mit optischer Kleidung, Farbgebung und freischaltbaren Fähigkeiten bzw. Verbesserungen zu gestalten, eine Bestenliste für den virtuellen Vergleich und der Multiplayer-Modus selbst, zu dem wir später kommen, sollte deutlich genug sein.

    Doch fangen wir an mit dem Einzelspieler, der in der Form keine Kampagne mit Story liefert, sondern reine sogenannte "Meisterschaften" darstellen, in denen ihr gegen Computergegner (Bots) verschiedene Aufgaben erfüllen müsst. Mal müsst ihr fünf Gegner nur im Nahkampf erledigen, ein anderes Mal solltet ihr zusehen, innerhalb der euch gegebenen 3 Minuten 20 Gegnern auf der Karte den Gar auszumachen. Klingt einfach? Ist es auch, denn diese Meisterschaften sind nicht wirklich eine Herausforderung, sondern bereiten euch vielmehr auf, richtig, den Multiplayer-Modus vor. Auch weil die Bots zwar mit dem Fortschritt innerhalb der Meisterschaften stärker werden, aber nur selten über den Begriff Kanonenfutter hinauskommen.

    CellFactor: Psychokinetic Wars CellFactor: Psychokinetic Wars Eine Besonderheit an Cellfactor: Psychokinetic Wars stellt die Tatsache dar, dass ihr und auch die Bots vor einem Match die Möglichkeit habt, zwischen drei verschiedenen Klassen zu wählen, die sich in den Fähigkeiten ein wenig unterscheiden. Den Anfang macht der "Bishop", der einzig und allein auf psychokinetische Kräfte setzt (womit auch der Titel des Shooters erklärt sein sollte). Richtig gelesen, denn neben dem üblichen Schusswechsel setzt Cellfactor: Psychokinetic Wars auf vermehrten Einsatz solcher Fähigkeiten, die der Bishop perfektioniert hat. So könnt ihr mit euren Trigger-Tasten automatisch herbeigeholte Gegenstände auf eure Gegner werfen, magische Geschosse aus eurer Hand entwenden und sogar kurze Zeit fliegen. Kurze Zeit nur deshalb, weil neben der üblichen Lebens- und Rüstungsleiste auch eine Magieleiste dabei ist, die sich entsprechend leert, sobald ihr psychokinetisch aktiv werdet. Einen weiterer Haken: Der Bishop kann keinerlei Waffen benutzen. Dies beherrscht der "Guardian" dafür umso besser, denn auch wenn diese Klasse das Wort Psychokinetik nicht zu kennen scheint, setzt sie auf erstklassige Waffengewalt. Der Guardian kann zwei Waffen gleichzeitig in beiden Händen halten und somit sehr effektiv die verschiedensten Kombinationen anwenden. Ein zusätzlicher Doppelsprung sorgt dafür, dass er auch in der Luft befindlichen Bishops Gesellschaft leisten kann. Einen Mittelweg schlägt der "Blackop" als letzte und dritte Klasse ein. Mit begrenzten, im Spiel genannten psychokinetischen "Psi"-Fähigkeiten kann er dennoch zusätzlich noch eine Waffe bedienen. Alle drei Klassen haben jeweils ihre eigene Meisterschaft, die erledigt werden will - und euch infolgedessen nette Verbesserungen, wie beispielsweise einen langsameren Verbrauch eurer Magieleiste, freischalten lassen.

    CellFactor: Psychokinetic Wars CellFactor: Psychokinetic Wars Habt ihr den Einzelspieler-Modus hinter euch, eure Lieblingsklasse gefunden, euren Charakter fertig angepasst und wollt eure Fähigkeiten unter Beweis stellen, dann bleibt euch nur noch der schon angesprochene Multiplayer. Und wenn ihr es in den Meisterschaften noch nicht gemerkt haben solltet: Es ist, wenn auch nicht 1:1 kopiert, doch ein Unreal Tournament in Reinkultur - in Arcade Format. Futuristisch angehauchte, über mehrere Etagen gehende Karten und eine recht geringe Schwerkraft lassen natürlich auch durch die Psychokinetik ein realistisch angepasstes Setting praktisch nicht zu, luftige Flächen sind überall verteilt für das Transportieren auf höhere Ebenen zuständig und spätestens bei den verschieden farbigen, festgelegten "Spawn"-Punkten für Waffen und Heilungsobjekte (Leben, Magie, Rüstung) und dem flotten Spielablauf schleicht sich ein unvermeidlicher Eindruck ein, dass man hier ein kopiertes Unreal Tournament vor sich hat. Macht aber nichts, denn spielerisch funktioniert Cellfactor: Psychokinetic Wars genau deshalb einwandfrei. Es spielt sich schnell und problemlos, die Steuerung geht simpel von der Hand und die psychokinetischen Klassen heben sich angenehm vom reinen Geballer ab - machen die Gefechte auf Dauer aber nicht unbedingt spannender. Denn auch wenn der Spielablauf Gutes verspricht, ist der Umfang und die Motivationsgrenze relativ schnell abgebaut.

    Insgesamt sieben passable, aber unspannende und dazu noch recht kleine Karten, wenige und dazu noch bekannte Modi (Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag, Bombenangriff), sowie ein überschaubares Waffenarsenal mit keinerlei Überraschungen sind neben dem ohnehin zweifelhaften Einzelspieler-Part trotz Psychokinetik-Spielereien und drei verschiedenen Klassen auf Dauer einfach nicht genug., um langhaltig an der Stange zu halten zu können. Das liegt auch daran, weil die menschlichen Mitspieler und die damit verbundenen, auffindbaren Multiplayer-Partien recht rar gesät sind.

    CellFactor: Psychokinetic Wars CellFactor: Psychokinetic Wars Grafisch braucht sich Cellfactor: Psychokinetic Wars allerdings weniger zu verstecken: Für einen Arcade- und Download-Titel ist die Optik im Vergleich zur Konkurrenz ordentlich gelungen, bleibt in seiner Pracht aber dennoch recht blass. Die Effekte sind ausreichend, hätten aber deutlicher ausgearbeitet werden können. Das, was aus euren Lautsprecherboxen kommt, ist eher zweckmäßig. Synchronisiert ist bis auf einen "Ansager", der euch auf den Beginn eines Matches etc. hinweist, nichts, die Waffen- und Magiegeräusche sind wenig druckvoll, lassen mit verbundenen Augen aber immerhin noch den Rückschluss auf die jeweilige Waffenart zu. Ärgerlich ist zudem die schlampige Lokalisierung, denn euch werden neben teils sogar fehlenden Buchstaben im Wort reihenweise Fehler in der Groß- und Kleinschreibung erwarten.

    CellFactor: Psychokinetic Wars (PS3)

    Singleplayer
    6,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Drei verschiedene Klassen
    psychokinetische Fähigkeiten
    einfache und gut bedienbare Steuerung
    ordentliche Optik
    freischaltbare Verbesserungen
    individuelle Gestaltung des Multiplayer-Charakters
    Kein richtiger Einzelspieler-Modus
    keine Story
    schwache Effekte
    zweifelhafte Lokalisierung
    geringer Umfang
    kaum Abwechslung
    schwache Bots in den Meisterschaften
    einfallslose Karten & Waffen
    wenig Mitspieler
    nur ausreichender Sound
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CellFactor: Psychokinetic Wars
CellFactor: Psychokinetic Wars im Gamezone-Test
Die Motivation sinkt relativ schnell und der fade Beigeschmack einer Unreal Tournament Kopie mag einfach nicht verschwinden.
http://www.gamezone.de/CellFactor-Psychokinetic-Wars-Spiel-19864/Tests/CellFactor-Psychokinetic-Wars-im-Gamezone-Test-992247/
16.06.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/06/CellFactorScreenshots2_18718044268_42.jpg
tests