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  • Celtic Kings II: The Punic Wars im Gamezone-Test

    Punic Wars bietet eine etwas andere Echtzeit-Strategie und überrascht mit riesigen Armeen auf dem Schirm.

    Karthago muss fallen!

    Der Nachfolger des erfolgreichen Strategietitels "Celtic Kings" entführt Euch in die Zeit der punischen Kriege. Dabei fällt schnell auf, wie intensiv sich die Macher von Haemimont Games mit der geschichtlichen Materie rund um die Karthager auseinander gesetzt haben: In den zwei Hauptkampagnen dürft Ihr nicht nur den ersten punischen Krieg nachspielen, bei dem es um die Vormachtstellung Roms in Sizilien ging, sondern auch den zweiten großen Krieg, in dessen Verlauf sich der karthagische General Hannibal Barca von der iberischen Halbinsel ausgehend, über die Alpen, bis tief in römisches Gebiet vorkämpfte und damit zu einer unsterblichen Legende wurde. Zusätzlich zu diesen beiden Hauptkampagnen, welche Euch selbstverständlich alle großen Schlachten dieser Kriege nachspielen lassen, gilt es noch drei äußerst knackige Belagerungsszenarien zu meistern.

    Celtic Kings war bereits ein Titel, der ganz andere spielerische Wege als die breite Masse der Echtzeitstrategiespiele ging und sein offizieller Nachfolger behält diese positive Eigenart ebenfalls bei. Denn in diesem Spiel findet keinerlei Aufbau von Basen statt - diverse Gebäude sind bereits fest auf der Karte verteilt und können von den Kontrahenten eingenommen werden. Der Abbau von Ressourcen tritt damit ebenfalls in den Hintergrund, denn sobald Ihr ein Dorf übernommen hat, fließt Gold und Nahrung ganz automatisch in Eure heimische Basis. Nahrung ist dabei sehr wichtig, denn Ihr könnt zwar unbegrenzt viele Einheiten bauen, das Ernähren selbiger ist dafür um einiges schwieriger. Sobald keine Nahrung mehr vorhanden ist, verlieren die Truppen langsam ihre Lebensenergie und müssen schnellstmöglich versorgt werden. Zu diesem Zweck sollten auf größeren Feldzügen Karawanen mit Vorräten mitgenommen oder neue Dörfer zur Versorgung der Einheiten erobert werden.

    Da Ihr in diesem Spiel mehrere hundert, ja sogar über tausend Einheiten kontrollieren könnt, wird dies aufgrund des dadurch entstehenden Wusel-Faktors natürlich relativ schwierig. Doch hier haben die Entwickler mitgedacht und die mittlerweile ohnehin obligatorischen Helden geschickt ins Spiel gebracht: Ein Held kann bis zu 50 Einheiten selbstständig kommandieren, was Euch als Spieler wiederum viele Klicks erspart. Außerdem werden die Einheiten unter der Fuchtel eines Helden etwas stärker und erhalten mehr Erfahrung. Die spielt nämlich eine wichtige Rolle in Punic Wars, alle Einheiten können in höhere Levels aufsteigen, entweder durch genügend Kämpfe oder automatisches Training im eigenen Stadtzentrum. Auch spezielle Einheiten zur Ausbildung können mit in einen Feldzug genommen werden, somit lernen die Krieger auch bei einer kleinen Rast während eines längeren Marsches und steigen auch ohne blutige Schlachten im ihrer Erfahrungsstufe auf. Um die zahlreich aufgestellten Armeen auch effektiv befehligen zu können, hat man übrigens eine sehr hilfreiche, bildschrimfüllende Übersichtskarte in das Spiel integriert, welche mit der Leertaste aufgerufen werden kann. Hier können lebenswichtige Versorgungswege festgelegt und ganze Truppenbewegungen arrangiert werden - echte Experten erledigen schon sehr bald die meisten Aktionen ausschließlich auf diesem Bildschirm.

    Selbstverständlich kann mit genügend Gold in der Schatzkammer auch fleißig geforscht und erweitert werden, denn in der heimischen Basis gibt es verschiedene Gebäude, die umfangreiche Erweiterungen für bestehende Kämpfer und einige neue Spezialeinheiten zum Kauf anbieten. Zudem gibt es die neue Möglichkeit magische Relikte und andere Hilfsmittel in das Inventar der einzelnen Einheiten aufzunehmen. Diese sorgen für die verschiedensten Dinge, zum Beispiel können langfristig einzelne Attribute der Einheiten verbessert oder auch mal ganze Armeen im Kampf geheilt werden.

    Es geht also in diesem Spiel vorrangig um das Erobern von Dörfern und das Management und die Ausbildung sehr großer Truppen. Dies geht aufgrund der hervorragenden Steuerung und des komplexen, aber dennoch einleuchtenden Spielprinzips sehr einfach von der Hand. Was Einsteigern bei diesem Titel allerdings schnell auffallen wird, ist der ziemlich knackige Schwierigkeitsgrad. In fast jeder Mission seid ihr in der Unterzahl und müsst neben dem Aufbau einer angriffsfähigen Armee auch noch andauernde Angriffe und Belagerungen des Feindes abwehren. Da die Ressourcen vorrangig aus umliegenden Dörfern angeliefert werden, müsst Ihr selbige wie Euren Augapfel behüten, denn sonst hat der Gegner das Dörfchen in kürzester Zeit übernommen und alle darin gesammelten Vorräte sind futsch. Auch fällt im Laufe des Spiels schnell auf, dass einzelne Missionen schon mal ein paar Stunden Spielzeit verschlingen können. Ungeduldige Naturen riskieren dann sicherlich voreilige Angriffe, welche aber vom Computer innerhalb von Sekunden zunichte gemacht werden. Eine Partie dauert hier eben seine Zeit und ein Angriff sollte nur mit einer übermächtigen Armee, welche voll und ganz aufgelevelt ist, gestartet werden. Für Profis eine runde Sache, für ungeduldige Spieler allerdings ein kleiner Wehrmutstropfen.

    Wer trotz des beinharten Schwierigkeitsgrades die mitgelieferten Kampagnen erledigt hat, kann sich selbstverständlich auch online, im Netzwerk oder gegen einen Computergegner in die Schlacht stürzen. Die Mehrspielerpartien können nach Lust und Laune nach eigenen Regeln und mit verschiedenen Boni gespielt werden und natürlich ist auch das Erstellen ganz neuer Karten in einem integrierten und einfach zu bedienenden Editor möglich.

    Optisch ist Celtic Kings: The Punic Wars leider etwas veraltet, ja fast schon angestaubt. Doch der Verzicht auf eine aufwendige 3D-Grafik und das Beibehalten der relativ pixeligen Darstellung hat auch wichtige Vorteile: Da dieses Spiel bildschirmfüllende Schlachten mit mehreren hundert Einheiten darstellen muss, ist die 2D-Grafik der einzig sichere Weg gewesen um ein unschönes Ruckeln zu vermeiden. Ein weiterer Vorteil sind natürlich die extrem schnellen Lade- und Speicherzeiten und eine hervorragende technische Stabilität. Somit kann man in Sachen Grafik sicherlich keine Bestnoten vergeben, der Grund für die verwendete Dünnbrett-Grafik liegt aber auf der Hand und ist auch ein zentrales Element im Spiel.

    Celtic Kings II: The Punic Wars (PC)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    erfrischendes Echtzeit-Spielprinzip
    interessante Hintergrundgeschichte
    extrem große Armeen möglich
    tiefgängige und komplexe Spielmechanik
    handliche Übersichtskarte
    altbackene Grafik
    sehr hoher Schwierigkeitsgrad
    stellenweise zu langwieriges Gameplay
  • Celtic Kings II: The Punic Wars
    Celtic Kings II: The Punic Wars
    Publisher
    Pointsoft Deutschland GmbH
    Developer
    Haemimont Games
    Release
    15.04.2004

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989853
Celtic Kings II: The Punic Wars
Celtic Kings II: The Punic Wars im Gamezone-Test
Punic Wars bietet eine etwas andere Echtzeit-Strategie und überrascht mit riesigen Armeen auf dem Schirm.
http://www.gamezone.de/Celtic-Kings-II-The-Punic-Wars-Spiel-19866/Tests/Celtic-Kings-II-The-Punic-Wars-im-Gamezone-Test-989853/
25.04.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/95_01.jpg
tests